Die Frage aller Fragen: Sollen die Uhren in einen Uhrenbeweger wenn ich diese nicht trage?

Diskutiere Die Frage aller Fragen: Sollen die Uhren in einen Uhrenbeweger wenn ich diese nicht trage? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhrencafé; Frattelo hat Vier verschiedene Uhrenmacher befragt und das sind die Antworten. (Google Translate) Frattelo Uhrenmacher Paul: "Wenn es meine Uhren...
#1
Alex1974

Alex1974

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Frattelo hat Vier verschiedene Uhrenmacher befragt und das sind die Antworten. (Google Translate)

Frattelo Uhrenmacher Paul:
"Wenn es meine Uhren wären, würde ich sie niemals laufen lassen, wenn ich diese nicht trage. Die Schmierstoffe trocknen nicht schneller aus, wenn die Uhr angehalten hat, als wenn sie läuft. Und wenn eine Uhr läuft, besteht immer die Möglichkeit von Verschleiß. Wenn es nicht läuft, ist es einfach nicht"

Jan Ubels:
"
Meiner Meinung nach ist es nicht nötig, einen Winder zu verwenden, und es ist nicht schädlich, ungetragene Uhren zum Stillstand zu bringen. Außer wahrscheinlich für Uhren mit Komplikationen wie ewigen Kalendern [rot. was hier nicht der Fall ist]. Dann gibt ein Winder mehr Komfort und weniger Möglichkeiten, die Einstellkonstruktion zu beschädigen"

Tim Grönefeld:
"Das ist eine Frage, wie viel Zeit du am Morgen hast. Wenn du normalerweise aus irgendeinem Grund zu spät aufstehst und keine Zeit zum Aufziehen und Einstellen deiner Uhr, würde ich sicher alle meine Uhren liefen. Dies gilt insbesondere für Uhren mit vielen Komplikationen wie Mondphase, ewiger Kalender oder Planetarium.

Andrea van Steijn:
"Ich weiß nicht, ob es offizielle Untersuchungen dazu gegeben hat. Meiner Meinung nach verschleißen und trocknen die Schmierstoffe trotzdem in einer bestimmten Zeit. Es wird das gleiche für eine Uhr sein, die lief, sagen wir 3 bis 5 Jahre, wie für eine Uhr, die in der gleichen Zeit überhaupt nicht lief. Oder für eine Uhr lief diese Zeit an einem Uhrenbeweger oder am Handgelenk des Trägers. In allen Fällen muss die Uhr wegen der Alterung der Schmierstoffe gewartet werden. Ein Uhrenbeweger ist besonders interessant für komplizierte Uhren, wie ewige Kalender, wenn sie nicht täglich getragen werden. Es verhindert, dass der Besitzer diese delikaten Bewegungen setzt. Und natürlich sind Uhrenbeweger auch nette Gadgets. Und selbst wenn die automatische Aufzugskonstruktion einer Uhr wegen des Laufens etwas verschleißen würde. Das würde die Kosten für eine Überholung nicht anders machen, als es bei einer regelmäßigen Überholung immer kalkuliert wird."

Link: You Asked Us: Should I Keep My Watches Running When I Don't Wear Them? Four Watchmakers Answer!

Meine Uhren sehen auch keinen Uhrenbeweger und es geht ihnen troztdem ausgezeichnet gut :D Aber wie schon oben erwaehnt: Bei Uhren mit Komplikationen macht dies durchaus Sinn.

Gruss,
Alexander
 
#2
Kronenfan

Kronenfan

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Diese Frage geistert immer wieder durch verschiedene Foren und die Antworten sind höchst unterschiedlich, wie auch die Zusammenstellung zeigt. Für mich ist die Frage weniger ideologischer Narur, sondern rein praktisch gelöst. Aus meiner umfangreichen Sammlung suche ich mir für 7-10 Tage FÜNF Uhren aus, die ich tragen möchte. In einer ruhigen Stunde werden diese aufgezogen, gestellt und vier davon gehen auf den Uhrenbeweger, eine an den Arm. Der Wechsel erfolgt dann nach Lust und Laune, denn diese Uhren sind ja tragebereit. Für mich steht also ausschließlich diese praktische Anwendung im Raum, nicht die Sorge um die Uhren, wenn diese auch mal längere Zeit nicht getragen werden. Allerdings lagern sie alle an einem kühlen und dunklen Ort, also unter optimalen Bedingungen.
 
#3
K

K@ndy

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Lässt man beim Auto den Motor in der Garage laufen, wenn man zu Bett geht?
Hätte den Vorteil, dass das Öl schön warm ist am nächsten Morgen ;-)
 
#7
Constellation

Constellation

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@ol1ver: jeder darf mal zu diesem Thema . . . . . .8-). Und für Newbies sind es news, definitiv.
 
#8
T

tickt´s?

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Mein Freund und Uhrmachermeister sagt: "Nein."
Das Laufenlassen des Werkes bedeutet Verschleiß. Die Uhren dürfen sich ja mal ausruhen ;-)
Und bei den heutigen modernen synthetischen Schmiermittel gibt´s kein Verharzen. Dass die Viskosität der "Öle" im Laufe der Jahre nachlässt, stimmt zwar, das merkt man dadurch, dass die Ganggenauigkeit schlechter wird. Dann wär´ mal eine Reinigung und neu Ölen nötig. Aber das dauert viele Jahre.

Ausnahme sind natürlich Uhren mit hochkomplizierten Eigenschaften. Wenn man für die Neu-Einstellerei schon einen halben Tag oder sogar den Meister braucht. Da wär ein Uhrenbeweger schon aus rein praktischen Überlegungen eine feine Sache. Nachteil: Siehe oben zum Thema "Verschleiß".

Ich bin ein "MAD". D. h. das manche meiner Uhren nur einmal im Jahr oder länger nicht an den Arm kommen. Meine persönlich Erfahrung ist, dass manche Uhren beim "Neustart" eine gewisse Wieder-Einlaufzeit benötigen, um wieder die alten (guten) Gangwerte zu erreichen.

Wenn ich eine Uhr regulieren will, dann lass ich sie, bevor ich sie auf die Zeitwaage lege, am Uhrenbeweger oder Arm mal 24 Std. laufen. Somit hab ich auch in der Regel den Vollaufzug gewährleistet. Dann lass ich sie 24 Std. ruhen, damit hab ich in etwa den "Halbaufzug" und teste sie erneut. Und dann gibt´s ein "Stoßgebet", dass ich halbwegs vernünftige Gangwerte hinbekomme ;-)

Nachsatz:
Der hier öfters angestellte Vergleich mit dem Verbrennungsmotor eines KFZ ist unsinnig. Hier sind die Schmiermittel weit höheren Belastungen ausgesetzt als in einer "nebbichen" (Armband-)Uhr. ;-)
 
#9
Devilfish

Devilfish

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Den Thread sollte man anpinnen, um zukünftig weitere zu dem Thema zu vermeiden.

Wichtig wäre allerdings, neben den vier Uhrmachern noch wenigstens 50 Koryphäen des Uhrforums dazu zu Wort kommen zu lassen. :super:
 
#11
T

tickt´s?

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z´Wean
Ich denke, es ist auch dazu gut, ab und zu mal seine Sichtweisen zu hinterfragen ;-)

Un das Märchen mit den "verharzenden Ölen" wird aller Wahrscheinlichkeit noch Jahrzehnte erzählt. Da können noch zig Threads zu diesem Thema durchs UF "schwimmen". ;-)
 
#12
UhrViech

UhrViech

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Lauf ist gleich Verschleiß und die Aufzugsfeder muß ja auch mal entspannen.
 
#13
Uhrbene

Uhrbene

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Die oben kolpotierte Meinung der Fachleute dürfte auch die Mehrheitsmeinung hier widerspiegeln. Also alles gut.
 
#14
Vincent_Rock

Vincent_Rock

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Wichtig ist nur, dass die am besten alle 3 Jahre zur Revi geht sprach der Uhrmacher. :lol:
 
#16
neset530d

neset530d

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Es ist wichtig, dass man sich in einem Uhrenforum jahrelang ständig wiederholt. Nur so werden aus Glaubensbekenntnissen Fakten geschaffen.8-)

Gruß
Helmut
Mythen und keine Fakten:shock:
Und nicht nur hier im UF, sondern auch im allgemeinen (Politik, Religion, Wissenschaft,....) Leben.
 
#18
Spitfire73

Spitfire73

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"Mythen"? Nicht doch. Gerade in Uhrenforen wird Glauben und Glaubenwollen regelmäßig in handfeste "Fakten"-Form gegossen und transportfähig gemacht.;-)

Gruß
Helmut
 
#20
Ublo

Ublo

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Ich halte grundsätzlich auch nicht viel von Uhrenbewegern. Heute machen sie vielleicht aber etwas mehr Sinn, weil immer mehr Uhren mit separat verstellbarem Stundenzeiger keine Datumsschnellverstellung mehr haben. Das im Kreis kurbeln des Stundenzeigers, wenn meine GMT II oder PAM Submersible mal 2 Wochen stand, nervt schon...!
 
Thema:

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