Die Einstiegs-Italienerin - Panerai Luminor Base Logo PAM01086

Diskutiere Die Einstiegs-Italienerin - Panerai Luminor Base Logo PAM01086 im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Vorgeschichte Ich war dieses Jahr auf der Suche nach einem Zuwachs in meiner kleinen Uhrenfamilie. Da diese bislang aus nur einigen wenigen...
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Vorgeschichte

Ich war dieses Jahr auf der Suche nach einem Zuwachs in meiner kleinen Uhrenfamilie. Da diese bislang aus nur einigen wenigen, ausgewählten Uhren besteht (und sich das auch nicht schlagartig ändern wird), will jedes neue Exemplar gut überlegt sein. So sehr ich etwa typische Diver mag, hat es für mich persönlich keinen Sinn, bei insgesamt vielleicht zehn Uhren fünf sich grundsätzlich ähnelnde Diver zu besitzen. Insofern versuche ich schon, bei jeder Uhr zumindest ansatzweise in eine neue Richtung zu stoßen.

Bei meiner Suche hatte ich die Marke Panerai zunächst nicht recht im Kopf, bis ich durch einige Threads hier auf die PAMs aufmerksam wurde. Nachdem ich mich etwas zur Marke und Geschichte eingelesen hatte, war es relativ schnell um mich geschehen. Eine Uhr, die mit einem eigenen und seit Jahrzehnten ähnlichen Design aus der Masse heraussticht. Eine Uhr, die irgendwie (ohne das näher beschreiben zu können) „symphatisch“ ist.

Das Gute war, dass ich monatelang Zeit hatte, weil ich wusste, dass der Uhrenkauf erst zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfinden sollte. Daher bemerkte ich, dass die Monate vergingen, der Gedanke an eine PAM aber nie weniger reizvoll wurde. Im Gegenteil: Noch ohne die Uhren in Händen zu haben fing ich an, bereits neue Straps zu bestellen, täglich den Panerai-Fotothread zu verfolgen, und generell täglich diverse Berichte, Foren, Videos usw zur Marke zu sichten. Als die Uhr nun nach Monaten bei mir einzog, war das so, als ob man eine alte Bekannte wiedersehen würde.

Zu Panerai

Officine Panerai wurde 1887 in Florenz von Luigi Panerai gegründet, der unter seinem Namen ein kleines Uhrengeschäft betrieb, genannt „Orologeria Svizzera“, weil er sich auf den Verkauf von Schweizer Uhren spezialisiert hatte (was damals bei weitem nicht so selbstredend war wie heute).

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(Quelle: chrononautix.com)

Nachdem Officine Panerai mit der Zeit auch begonnen hatte, selbst Uhren herzustellen und sie mit Werken aus der Schweiz auszustatten, trat vor dem 2. Weltkrieg die italienische Marine an das Familienunternehmen heran. So erhielt Panerai 1935 den Auftrag, eine wasserdichte Uhr mit grossen Leuchtziffern zu entwickeln. Das Ergebnis war eine 47mm große Armbanduhr mit kissenförmigem Gehäuse. Detail am Rande: Uhrwerke und die wasserdichten Gehäuse bezog Panerai damals von Rolex, deren Uhren damals teils eine ähnliche Gehäuseform hatten.

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(Quelle: Panerai: Uhrenmarke mit wenig Geschichte – aber viel Kult)

Während Rolex diese Gehäuseform bald aufgab, ist diese bei Panerai bis heute eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale. Ein weiteres typisches Merkmal von Panerai entstand 1952: Man suchte im Hause Panerai nach einer neuen Art, die Krone der Uhren abzudichten. Da die Uhren von Hand aufgezogen werden mussten, befürchtete man, dass das wiederholte Aufschrauben der Krone zum Aufziehen das Gewinde und die Dichtung zu schnell ausleiern würden. Deshalb begann man, die Krone durch einen von Hand zu spannenden Hebel gegen die Dichtung zu drücken. Wollte man das Werk aufziehen oder die Zeiger stellen, musste man nur den Hebel lösen, um die Krone zu befreien. Der Hebel wurde in einen Kronenschutz integriert, der sich bogenförmig über das empfindliche Bauteil spannte.

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Anfang der 70er kam es zu einem Wechsel der Eigentümer. Ein Offizier der italienischen Marine kaufte der Witwe und der Schwester des verstorbenen Giuseppe Panerai die Markenrechte, Zeichnungen und Lager ab. Seine Absicht war es, die bis dahin rein militärischen Uhren für ein breites Publikum zu produzieren. Dies gelang nur schleppend, weil Uhren damals eher klein und dünn sein sollten. Insofern war es fast ein Wunder, dass Panerai in den 90er-Jahren noch immer existierte. Und hier kommt Sylvester Stallone ins Spiel.

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(Quelle: http://cdn23.us1.fansshare.com/phot...rai-pam-radiomir-egiziano-body-2038718991.jpg)

Dieser entdeckte im Jahr 1995 ein Exemplar in einem Florentiner Schaufenster, kaufte die PAM und trug sie in seinem Film Daylight. Außerdem bestellte er ein paar mit seiner Unterschrift versehene Exemplare des Modells Luminor und verschenkte sie unter Freunden. Einer davon, Arnold Schwarzenegger, trug sein Exemplar im Actionkracher Eraser. Insbesondere Sylvester Stallone löste durch die Auftritte der Uhr in Filmen einen regelrechten Boom der Marke aus. Er verhalf dem damals noch eher unbekannten Uhrenhersteller so maßgeblich zu seiner Popularität. Damit wurde auch die damalige Richemont-Gruppe auf die Marke aufmerksam, die diese 1997 kaufte.

Übrigens: Die Bezeichnung der beiden Linien Luminor und Radiomir rührt von den früher verwendeten Leuchtmitteln her. Zunächst baute Panerai die eigenen Zifferblätter mit Leuchtmitteln auf Radium-Basis (mit dem Namen Radiomir) in Sandwichbauweise ein, sodass die Uhren auch unter Wasser und bei schlechten Lichtverhältnissen gut ablesbar waren. Da sich später herausstellte, dass Radium sehr gesundheitsschädlich sei, wurde das radiologisch bedenkliche Radiomir nach Ende des 2. Weltkrieges mit der 1949 von Panerai patentierten, tritiumbasierten Leuchtmasse Luminor nach und nach ersetzt. Heute wird auch dies nicht mehr verwendet, die Namen der Linien blieben aber.

Zur PAM01086

Meine PAM01086 kam - gemeinsam mit einigen anderen Base Logo-Modellen - vor nicht allzu langer Zeit auf den Markt, als Panerai diese Modellreihe mit dem neuen Kaliber P.6000 ausstattete. Die Luminor Logo bzw Base Logo Modelle stellen die Einstiegsklasse bei Panerai dar. So ist auch die PAM01086 ein sehr schlichtes Modell, das natürlich über einige Feinheiten der kostspieligeren Modelle nicht verfügt. Mich stört das in keiner Weise - man hat mit ihr eine wertige, nicht alltägliche Uhr am Arm.

Dieser Eindruck beginnt übrigens bereits beim Auspacken, weil die schöne Holzbox zur Uhr einen besonders hochwertigen Eindruck macht. Neben Box und Uhr ist außerdem ein Kautschukband und ein Schraubendreher zum Bänderwechsel im Umfang enthalten.

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Gehäuse

Die Gehäuseform der PAM01086 ist natürlich vom Stil der Luminor-Linie gezeichnet. Es handelt sich um ein kissenförmiges Gehäuse mit dem typischen Kronenschutzbügel. Der Durchmesser wird mit 44mm angegeben, sie liegt also im Panerai-Spektrum (etwa im Vergleich zu den Klassikern mit 47mm) im mittleren Bereich. Die 44mm sind am kissenförmigen Gehäuse gemessen. Mit dem Kronenschutzbügel sind es etwa 50mm von West nach Ost. Lug-to-Lug kommt die PAM auf ca 55mm.

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Ich bin es durchaus gewohnt, eher größere und präsentere Uhren mit etwa 44mm zu tragen. Bei manchen davon denke ich mir, es ginge sogar noch eine Spur größer. Dies ist bei der PAM eher nicht der Fall. Ich finde die Größe für mich perfekt, aber an der oberen Grenze. Sie ist einfach sehr präsent und wirkt - wohl auch wegen der Kissenform und vielleicht auch wegen der großen Ziffern - jedenfalls nicht kleiner, als sie ist. Aber das soll eine Panerai ja auch nicht!

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Die Höhe beläuft sich auf etwa 13mm (selbst gemessen und wahrscheinlich nicht 100% exakt). Da der Boden aber sehr flach ist, ist die Höhe zur Gänze präsent. Die Uhr rutscht daher nicht unter jede Hemdenmanschette. Allerdings sollte sie meiner Meinung nach auch nicht weniger hoch sein, weil sie dann - im Vergleich zu den übrigen Proportionen - nicht so harmonisch wirken würde.

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Das Gehäuse ist zur Gänze poliert. Nur der Kronenschutzbügel ist gebürstet. Der Boden ist schlicht gehalten (und ebenfalls gebürstet). Er ist nicht verschraubt; es handelt sich um einen Druckboden. Ich erwähne dies, weil dieser Punkt immer wieder auf Kritik stößt - für mich macht es persönlich aber keinen Unterschied aus, der mir auffallen würde.

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Das Zifferblatt

Die PAM1086 hat ein schwarzes Zifferblatt, das paneraitypisch schlicht gehalten ist. Vier große und gut ablesbare Ziffern, dazwischen Indizes. In der oberen Hälfte der Schriftzug (Luminor Panerai), in der unteren Hälfte der Hinweis, dass es sich um das „Logo“-Modell handelt: Das Logo von Officine Panerai, allerdings in weiß und nicht allzu groß bzw auffällig gehalten.

Ein Sandwich-Dial hat sie als Einsteigermodell leider nicht. Es dürfte sich um das sogenannte Sausage-Dial handeln, weil teils durchaus der Eindruck entsteht, dass die Leuchtmasse nicht ganz an die Ebene der Ziffernränder heranreicht, also etwas tiefer liegt, als wären die ausgefrästen Ziffern aufgefüllt worden. Lasse mich diesbezüglich aber gerne auch eines Besseren belehren!

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Obwohl die Leuchtmasse/Lume grünblau leuchtet, scheinen die Ziffern und Zeiger im Tageslicht eher beige zu sein. Die Farbe harmoniert daher bestens unter anderem mit beigen Canvas- und braunen Lederbändern. Die eigentliche Farbe der Lume kommt dann erst im Dunkeln zur Geltung:

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Ansonsten gibt es nichts, das am Zifferblatt für Unruhe sorgen könnte. Kein Datum, keine (kleine) Sekunde.

By the way: Ich habe ursprünglich überlegt, die PAM1084 mit kleiner Sekunde zu nehmen. Die Vorstellung, keinen laufenden Sekundenzeiger zu haben und damit auch nicht zu sehen, ob/wie die Uhr läuft, sagte mir anfangs gar nicht zu. Bis ich irgendwann hier im Forum so etwas in der Art gelesen habe, dass eine Panerai ein gewisses italienisches Flair vermitteln soll - und dabei soll es nicht auf die Sekunde ankommen. Sondern eher darauf, es etwas lockerer anzugehen. Eine gewisse Gelassenheit, ausgedrückt durch das fehlen von Sekunden.

Hat man das einmal verstanden und in sich aufgenommen, fehlt einem die kleine Sekunde ganz und gar nicht mehr.


Das Werk

Zum Werk will ich nicht allzu viel sagen. Viele von euch sind hier deutlich mehr bewandert, als ich. Es handelt es sich jedenfalls nach Angaben von Panerai um das Manufakturkaliber P.6000. Das Werk wurde in der Manufaktur von Panerai in Neuchâtel entwickelt und besitzt einen Durchmesser von 15½ Linien. Eine Brücke mit zwei Auflagepunkten stabilisiert die mit einer Frequenz von 21.600 Schwingungen pro Stunde oszillierende Unruh. Für ein präziseres Stellen der Uhr verfügt das Kaliber außerdem über den Mechanismus zum Anhalten der Unruh beim Herausziehen der Aufzugskrone.

All diese Details sind für mich (Schande über mich!) nur von untergeordneter Wichtigkeit. Es handelt sich jedenfalls um ein Handaufzugswerk. Und falls sich der Umstand, dass es sich um ein Manufakturkaliber handelt, irgendwann einmal bei einer Revision auswirken sollte (preislich, oder weil man eben nicht mal schnell zum nächsten Uhrmacher gehen kann), dann werde ich auch das aushalten. Durch das Fehlen der Sekunde ist man übrigens ohnehin auch viel weniger auf das Beobachten Gangabweichungen getrimmt.

... Fortsetzung folgt sogleich ...
 
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Das Band

Zu guter Letzt zum unwichtigsten Punkt: dem Band. Warum unwichtig?
Weil eine Panerai natürlich dazu da ist, an möglichst vielen verschiedenen Bändern gute Figur zu machen! Das mitgelieferte Band muss sich daher ohnehin gegen zahlreiche Konkurrenten behaupten.

Die 1086 kommt jedenfalls mit einem braunen Wildlederband. Dieses ist (Gott sei Dank) deutlich dunkler, als es auf den Symbolfotos auf der Panerai-Homepage wirkt. Es trägt sich angenehm und entwickelt wohl relativ schnell eine schöne Patina.

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Und Detail für alle MitleserInnen aus Österreich: Zumindest die Lederbänder von Panerai sind Made in Austria. Sie werden von Hirsch zugeliefert.

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Zum übrigen Lieferumfang der 1086 gehört auch ein „Officine Panerai-Kautschukband“. Auch dieses trägt sich leicht und angenehm und klebt nicht. Allerdings hat es einen minimalen Eigengeruch. An diesem Band darf die PAM jedenfalls auch mit unter die Dusche.

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Übrigens: Die PAM hat keine Federstege, sondern verschraubte Bandanstöße. Auch der notwendige Schraubendreher wird mitgeliefert. Der Bandwechsel ist damit kinderleicht.

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Fazit

Für mich ist die PAM1086 eine recht unterschätzte Panerai. Hier im Forum findet sie sich kaum und auch außerhalb sind ihr kaum Beiträge gewidmet. Meines Erachtens zu unrecht, denn sie vermittelt einen hochwertigen und massiven Eindruck und ist auf den ersten Blick als Panerai erkennbar.

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Auch die Nähe zur legendären 5218/201-A, die Stallone in „Daylight“ trug, ist nicht zu übersehen. Näher kommt man kaum ran!

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Die Uhr passt an so gut wie jedes Band und ist damit wandelbar, sodass man quasi jeden Tag eine neue Uhr aus ihr machen könnte. Außerdem vermittelt auch sie als Einstiegspam - jedenfalls bei mir - bereits vom ersten Anlegen ein so gutes und stimmiges Gefühl, das eingefleischte Paneristi oft beschreiben, und das dazu führt, dass man sie gar nicht mehr abnehmen will!

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Ich hoffe, ich konnte euch die 1086 etwas näherbringen und den einen oder anderen vielleicht etwas in Richtung Panerai stoßen ;)

Danke und LG aus OÖ!


Technische Daten

Werk:
Mechanisches Uhrwerk mit Handaufzug, Kaliber P.6000
Gehäuse: Edelstahl, poliert
Glas: Saphir
Durchmesser: 44mm
Wasserdichtigkeit: 10 bar (~100 Meter)
Armband: Scamosciato Braun, Beige Naht, 24/22mm



Quellen
bellevue.nzz.ch
watch.de
Wikipedia
chrononautix.com


 
frieseg

frieseg

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Glückwunsch zu dieser tollen Base PAM und ausführlichen Vorstellung. :klatsch:

Kann deine Begeisterung sehr gut nachvollziehen, da sich in meiner kleinen Sammlung die 000 befindet.

Wünsche dir lange Freude mit diesem markanten Zeitmesser.
 
SpeedCat

SpeedCat

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Na toll. Wieder was auf der Wunschliste gelandet. :roll:

Fantastisches Ding, das Canvas gefällt mir richtig gut. Und ein bisschen was über Panerai gelernt hab ich auch. Danke sehr! :)
 
man00ta

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Super! Schöne Base PAM. Glückwunsch dazu! Zum Dial: Müsste ein sog. Filled Dial sein, sprich ausgefrästes Zifferblatt und aufgefüllt mit Lume. Wie du bereits beschrieben hast ;) Ein Sausage Dial ist eher Lume aufgetragen auf ein planes Zifferblatt.

Zum Lederband muss ich sagen, dass deines wohl das Scamosciato in Braun ist und nicht das hellbraune. Kumpel hat auch das Hellbraune und das ist wesentlich heller, ähnlich zu den Bildern auf der Homepage. Egal, passt nämlich genauso schön :) Und Bänder kann man nie genug haben.
 
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r5r

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Super! Schöne Base PAM. Glückwunsch dazu! Zum Dial: Müsste ein sog. Filled Dial sein, sprich ausgefrästes Zifferblatt und aufgefüllt mit Lume. Wie du bereits beschrieben hast ;) Ein Sausage Dial ist eher Lume aufgetragen auf ein planes Zifferblatt.

Stimmt, das war ein Denkfehler von mir. Beim Sausage-Dial sind die Ziffern „wurstartig“ aufgetragen, das habe ich gerade nicht gemeint. Insofern wohl Filled-Dial, was die Optik betrifft quasi die light Version des Sandwich-Dial. Danke für den Hinweis!

Zum Lederband muss ich sagen, dass deines wohl das Scamosciato in Braun ist und nicht das hellbraune.

Das Komische dabei ist, dass das auf der Homepage abgebildete helle Band als Scamosciato-braun bezeichnet wird. Tatsächlich kommt sie jedenfalls mit Scamosciato, das deutlich dunkler ist, als das abgebildete.
 
clocktime

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Viel Spass mit der schönen Italienerin!
Mir wäre die PAM mit 44mm zu gross, vor allem wegen des Bügels über der Krone. Aber genau das ist ja das Markenzeichen der PAM. 8-)
 
wingcommander

wingcommander

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Das Band

Zu guter Letzt zum unwichtigsten Punkt: dem Band. Warum unwichtig?
Weil eine Panerai natürlich dazu da ist, an möglichst vielen verschiedenen Bändern gute Figur zu machen! Das mitgelieferte Band muss sich daher ohnehin gegen zahlreiche Konkurrenten behaupten.

Die 1086 kommt jedenfalls mit einem braunen Wildlederband. Dieses ist (Gott sei Dank) deutlich dunkler, als es auf den Symbolfotos auf der Panerai-Homepage wirkt. Es trägt sich angenehm und entwickelt wohl relativ schnell eine schöne Patina.

Anhang anzeigen 4064405<-- Homepage

Anhang anzeigen 4064406

Und Detail für alle MitleserInnen aus Österreich: Zumindest die Lederbänder von Panerai sind Made in Austria. Sie werden von Hirsch zugeliefert.

Anhang anzeigen 4064411

Zum übrigen Lieferumfang der 1086 gehört auch ein „Officine Panerai-Kautschukband“. Auch dieses trägt sich leicht und angenehm und klebt nicht. Allerdings hat es einen minimalen Eigengeruch. An diesem Band darf die PAM jedenfalls auch mit unter die Dusche.

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Übrigens: Die PAM hat keine Federstege, sondern verschraubte Bandanstöße. Auch der notwendige Schraubendreher wird mitgeliefert. Der Bandwechsel ist damit kinderleicht.

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Fazit

Für mich ist die PAM1086 eine recht unterschätzte Panerai. Hier im Forum findet sie sich kaum und auch außerhalb sind ihr kaum Beiträge gewidmet. Meines Erachtens zu unrecht, denn sie vermittelt einen hochwertigen und massiven Eindruck und ist auf den ersten Blick als Panerai erkennbar.

Anhang anzeigen 4064418

Auch die Nähe zur legendären 5218/201-A, die Stallone in „Daylight“ trug, ist nicht zu übersehen. Näher kommt man kaum ran!

Anhang anzeigen 4064419

Die Uhr passt an so gut wie jedes Band und ist damit wandelbar, sodass man quasi jeden Tag eine neue Uhr aus ihr machen könnte. Außerdem vermittelt auch sie als Einstiegspam - jedenfalls bei mir - bereits vom ersten Anlegen ein so gutes und stimmiges Gefühl, das eingefleischte Paneristi oft beschreiben, und das dazu führt, dass man sie gar nicht mehr abnehmen will!

Anhang anzeigen 4064425 Anhang anzeigen 4064426

Ich hoffe, ich konnte euch die 1086 etwas näherbringen und den einen oder anderen vielleicht etwas in Richtung Panerai stoßen ;)

Danke und LG aus OÖ!


Technische Daten

Werk:
Mechanisches Uhrwerk mit Handaufzug, Kaliber P.6000
Gehäuse: Edelstahl, poliert
Glas: Saphir
Durchmesser: 44mm
Wasserdichtigkeit: 10 bar (~100 Meter)
Armband: Scamosciato Braun, Beige Naht, 24/22mm



Quellen
bellevue.nzz.ch
watch.de
Wikipedia
chrononautix.com


Guten Morgen und willkommen im Kreise der verrückten Paneristi! :winken:
Wenn dich der Virus mal so richtig befallen hat wirst du merken, das ist nicht bei einer Panerai bleiben darf....
Viel Spaß mit der Hübschen! :prost:
 
Dreizeiger-Fan

Dreizeiger-Fan

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Sehr schöne Vorstellung, vielen Dank! Ich schiele auch gerade auf ein Base Modell, tendiere aber derzeit mehr zur Marina mit kleiner Sekunde (00776 z.B.) Machen helle oder dunkle Zeiger für dich einen Unterschied?
 
T

TruckerTomek

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Schöne Vorstellung. Schöne Uhr. Viel Spaß damit :prost:
 
P

Privatewatch

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Tolle Vorstellung und ich gratuliere Dir zu Deiner Wahl! Oft ist weniger mehr. Die PAM hat Dich devinitiv verdient ;-):super:
 
Monaco-Steve

Monaco-Steve

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Sehr schön geschrieben. Man merkt den Besitzerstolz ... zurecht!
Mich hat es dieses Jahr auch erwischt; 01523 & 00005 zogen ein.
Mir fällt auf: Eine PAM trägt man bewusster als jede andere Uhr,
immer mit so ein wenig "Ihr könnt mich alle Mal ..."- Feeling. 😎.
Have fun!!!
 
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pressluftjunky

pressluftjunky

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Glückwunsch zur Panerai und diese schöne Vorstellung.
Ich war 2014 in genau dem alten Laden in Florenz👍🏻
 
Schwanni

Schwanni

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Schöne Vorstellung einer schönen Uhr von einer tollen Marke:-) :super: Weiterhin viel Freude damit.
 
frasie012

frasie012

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Hallo,

auch von mir ein Willkommen im Reich der Paneristi und ein :super: für eine wirklich gelungen Vorstellung.
Glaube mir, es wird nicht die einzige Panerai bleiben ;-)

Gruß Frank
 
PAM127

PAM127

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Von mir nochmals beste Wünsche und viel Freude mit der Uhr:winken:
 
lt-1975

lt-1975

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Sekunden werden überbewertet. ;-)Du hast die richtige Einstellung dazu gefunden und es in einer prima Vorstellung deiner (und irgendwie auch meiner) Traumuhr beschrieben.

Viel Freude mit dieser schönen Uhr.
 
Zerospieler

Zerospieler

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Schöne Uhr + nette Vorstellung. Vielen Dank dafür.
 
Mapa

Mapa

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Eine sehr schöne Uhr und eine gelungene und informative Vorstellung! Danke dafür und allzeit viel Spaß mit der schönen PAM.

Du schreibst, dass die Bänder von Hirsch kommen. Dazu habe ich einmal eine Frage: Sind diese OEM Bänder auf demselben Niveau wie die Standard Hirsch-Bänder, oder gibt es hier noch Unterschiede? Im Preis liegen da zum Teil nämlich Welten. Die PAM- Bänder konnten mich bisher immer voll überzeugen.
 
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