Die Eine für alles

Diskutiere Die Eine für alles im Damenuhren Forum im Bereich Sonstige Uhren; Liebe Uhrenexperten, dass ich einmal in einem Uhrenforum posten würde, hätte ich auch nicht gedacht. Nachdem mein vor 20 Jahren für unter 100,-...

Bricoleuse 2

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Liebe Uhrenexperten,

dass ich einmal in einem Uhrenforum posten würde, hätte ich auch nicht gedacht. Nachdem mein vor 20 Jahren für unter 100,- gekaufter Espritkompromiss nun den Geist aufgegeben hat suche ich:

die Eine für alles.

Eine Alltagsuhr, die robust und unkompliziert ist, nicht zu schwer, aber auch nicht zu fimschig. Sollte zu Jeans und Hosenanzug passen, notfalls auch mal zum Kleid, beim Sport und auch bei handwerklichen Tätigkeiten. Lederarmband finde ich zwar schön, ist mit dem Anforderungsprofil (wird beim Arbeiten auch mal nass) aber raus. Ziffernblatt gerne dunkel, gut lesbar, gerne mit Leuchtzeigern. Preis ist sollte unter 1000 liegen, ich habe sonst Schiss, sie mal im Schwimmbad in der Dusche zu vergessen o.ä.

Warum ich mit so einer Alltagsfrage im Uhrforum aufschlage und die Experten belästige?

Ich hatte mich in den letzten Jahren auf die Tissot PR 100 Serie als simple Quarzuhr eingeschossen. Den Sport Chic Chronographen fand ich am Handgelenk sehr schön, aber zum Joggen etc zu schwer (ich trage die Uhr recht lose, das schlackert dann unangenehm). Die "Small" Versionen waren mir zu klein, es wäre wohl am ehesten so etwas wie die https://www.tissotwatches.com/de-de/t1012104406100.html (33mm) geworden, nach Möglichkeit die Stahlversion, wenn auffindbar. Nun bin ich das Thema diese Woche noch einmal angegangen und habe festgestellt, dass Tissot eine neue Uhr, die von der Größe her perfekt erscheint (29mm), auf den Markt gebracht hat. T-My Lady. Leider keine Leuchtzeiger :-(, dafür aber immerhin ein Lederarmband zum Wechseln, was mir entgegenkäme, preislich ok. Ich könnte mir dieses Modell gut vorstellen:

T132.010.11.061.00

1606482993721.png


Nun zu den Fragen an Euch:

Sowohl die PR 100 als auch die T-My haben glatte, polierte Lünetten. Sehen die im täglichen Dauergebrauch nicht nach einiger Zeit total zerkratzt aus? Gebürstet wäre mir lieber...

Es gibt, wie ich jetzt erst bemerkt habe, von beiden Uhren schöne Automatic Varianten, die auch preislich noch drin wären, einmal die

T132.007.11.066.00 (Powermatic 48.111)

1606483089072.png


zum anderen die

T101.207.11.051.00 bzw. T101.208.11.051.00 (COSC), Powermatic 80.111

1606482871208.png


die leider auf der Tissot Seite nicht auffindbar ist.

Nun finde ich zum einen die T-My Lady in der Powermatic Version tatsächlich marginal hübscher als in der Quarz-Version, außerdem ist die Automatic natürlich eine nette Sache. Ich habe aber Null Ahnung davon und nur einen Erfahrungsbericht mit einer nicht funktionierenden Powermatic gefunden. Dafür wäre mir die 400 Aufpreis dann allerdings zu viel. Was ist von der Automatic zu halten, ist die für mein Anforderungsprofil geeignet oder ist das eher etwas für Enthusiasten die täglich an ihrer Uhr herumdrehen wollen? Wenn ich mir sicher wäre, dass es die nächsten 20 Jahre (!) funzt, würde ich mir wohl die Automatic-Version gönnen, ansonsten eher die schnöde Quarzvariante.

Ich freue mich, wenn Ihr Licht in mein Dunkel bringen könnt, Bricoleuse
 

neset530d

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Kurz zusammengefasst was Du schreibst.
Schwer magst Du nicht
Schlackernd tragend
Sport
....
da fällt die Automatik raus.
 

Bricoleuse 2

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Vielen Dank! Das hilft mir tatsächlich weiter.

Mag die Automatic kein Schlackern?
 

neset530d

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Eine Automatik hat nur mechanisch bewegliche zig Teile die Schläge und starke Bewegungsabläufe nicht mögen.
Heißt nicht dass sie gleich die Krätsche machen, aber halt empfindlich sind.
Sogar die gekrönten Uhren die mehrere Tausend Euro kosten mögen das nicht und zeigen ein Fehllauf in der Ganggeometrei wie schneller Gang usw.
Also wer wirklich Sport, schlackert und auf den letzten Gramm wert legt und sogar die Genauigkeit alle 6 Monate korrigiert, sollte lieber Quartz tragen.
 

neset530d

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Vielleicht werde ich jetzt von einigen Membern gesteinigt, jedoch bleibe ich dabei.
Seit 35 Jahren bin ich befallen von dem Virus "Uhr".
Aber ich habe niemanden kennengelernt oder kenne auktuell irgendwem der eine Automtik so als Ottonormaluhrenträger gekauft hat.
Auch wenns nur klitzeklein ist, eine Automatikuhr will geliked werden um damit zurechtzukommen.
 

Bricoleuse 2

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Ok, Danke für die Erläuterung! Das letzte Gramm und die Genauigkeit ist nicht der Punkt, aber ich geh mit dem Ding halt Joggen, bediene auch mal ne Schlagbohrmaschine, o.ä. und bleibe dann wohl bei Quarz. Schade ich, fand die Automatic schon schön... Aber: Nachfragen bewahrt vor Fehlkauf, man mag so einem hübschen Werk ja auch nichts Böses tun. Dann verschiebe ich meinen Einstieg in die Welt der mechanischen Uhren noch mal um 20 Jahre.
 

neset530d

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Wie gesagt, ich habe Null/Zero Probleme mit Automatik gehabt, komme aus der Elektronik Industie und jahrezhnte lang war mein Umfeld mit Magneten geplfastert, trug dabei oft meine Automatikuhren und niemals waren sie magnetisiert (führt zu schnellem Gand der Uhr).
Irgend wann wollte ein Kollege auch mal solch schnöde Mechanik am Arm und kaufte sich gleich einige Seikos.
Die Freude hielt nicht lang bei ihm, denn er hatte mit allen ein riesen Problem mit der Gangegometrei.
Unachtsam im Magnetfeld (LS Produktion) unterwegs und schon waren die Uhren für den nicht Enthusiasten nicht tragbar.
Was will ich sagen damit, man braucht etwas Verständniss für eine mechanische Uhr.
 

Bricoleuse 2

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Mit stärkeren Magnetfeldern kann ich hier nicht dienen, zumal Tissot behauptet, die hätten eine erhöhte Magnetfeldsicherheit, was auch immer das genau heißen mag. Die Erschütterungen sind bei meiner angedachten Nutzung wohl eher das Problem.
 

neset530d

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Das Magnetfeld in Zusammenhang mit dem Kollegen war ja nur ein Besispiel, das man halt für die Automatik absolut kein Ottonormaler sein darf.
 

czudi

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Vielleicht werde ich jetzt von einigen Membern gesteinigt, jedoch bleibe ich dabei.

...steinigen möchte ich Dich nicht - aber widersprechen:
Jahrzehntelang trugen unsere Vorfahren tagtäglich eine Uhr.
Zur Arbeit, in der Freizeit, im Urlaub,...sie hatten in der Regel nur EINE....
(OK, manche hatten noch eine goldene Uhr für besondere Anlässse).
Alle mit Handaufzug oder Automatik, da es Quarzuhren noch gar nicht gab.

Was ist passiert? Nichts.
Eine Uhr ist (meistens) ein Gebrauchsgegenstand.
Kratzer stehen für Erlebnisse! Dellen für Unachtsamkeit!

Hier im UF wird oft ein Riesengesch... gemacht um:
"kann ich meine Uhr am Schreibtisch tragen, obwohl sie nur 300m WD hat und ich ich ab und zu die Shift-Taste drücken muss",
"kann ich mit meiner Taucheruhr bei leichtem Nieselregen durch den Wald laufen" usw.

@Bricoleuse 2 ...kauf Dir die Uhr, die Dir gefällt. Wenn es die Tissot ist, dann "go for it".
Sollte sie beim Sport unangenehm sein, dann kauf Dir für das Restbudget eine günstige, leichte G-Shock
- und Du kannst sogar Deine Joggingzeit stoppen...

Die Uhr jeden Abend kurz abspülen/abtrocken und sie bleibt Jahre lang schön und gepflegt...
Mit der Automatik musst Du halt alle paar Jahre zum Uhrmacher, der sie wieder aufhübschen kann und durchcheckt.
Bei der Quarzuhr musst Du halt alle paar Jahre die Batterie wechseln (lassen).
 

neset530d

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Klar trugen sie Automatiks, jedoch haben unsere Vorfahren keine, wenn überhaupt welche Magnetfelder in dem Ausmass wie Heute.
Niemanden hat es gejuckt wenn die Uhr 1 Minute falsch ging, Heute schreien alle wenn die Uhr 1 Sekunde außerhalb der Toleranz geht.
Daher ist der Vergleich zu damals wie Apfel und Satschüssel, nicht Birne.
Außerdem war der Magnet im Bezug zum Kollegen hier nur ein Beispiel wie ein Ottonormaluhrenträger eine Automatik handhabt.
Klar will ich dem TS keine Automatik abreden, aber die Vorgaben sind aus meiner Sicht eher ein Indiz für Quartz.
 
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neset530d

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Ach czudi, wie oft soll ich noch schreiben, bitte lies doch was ich schrieb. :wand:
 

Uhrbene

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Eine Automatik kannst Du kaufen wenn

  • es Dir egal ist, dass die Uhr nach ein paar Tagen durchaus auch mal eine Minute oder mehr falsch geht
  • es Dir egal ist, wenn die Uhr stehen bleibt, weil Du sie drei Tage auf den Nachttisch gelegt und nicht getragen hast
  • Du keine Presslufthammer oder ähnliches bedienst
  • grundsätzlich keine Schläge an die Uhr kommen
  • du nicht bei den Radiologen arbeitest

Für normalen Sport halte ich eine Automatik für problemlos. Weniger Stress gibt es bei Quartz. Am wenigsten bei Uhren ohne beweglichen Teilen --> G-Shock

Eine Uhr die beim Joggen schlappert finde ich ein No-Go. Fester tragen oder ab lassen. Und auf die Dauer kann es ein, dass die Uhr sowas auch nicht mag, da bin ich bei @neset530d
 

Bricoleuse 2

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OK, Danke für die weitere Diskussion. Ich war eben im Uhrenladen. Die Automatik ist schon sehr hübsch, auch das Zifferblatt mit den Steinen. Aber ich war einerseits erstaunt, wie schlecht die dunklen Zifferblätter lesbar waren (was weniger am Dunkel sondern mehr an der Kombi aus diesen Riffeln im Zifferblatt, Sonnenschliff heißt das wohl, mit Lichtquellen von oben lag), andererseits, wie filigran die Uhren dann doch sind. Die einzige, mit der ich mir im Ansatz vorstellen konnte auch mal eine Bohrmaschine in der Hand zu halten, war eine PR 100 Sport Chic. Aber das ist schon ein ziemlicher Klotz. Mag ich zwar, nur ist der natürlich nicht so vielseitig einsetzbar, zum leichten Sommerkleid wirkt die etwas wie DocMartens in der Oper.... Nächstes WE schaue ich mir noch andere an. Nicht das ich am Ende doch noch die Aquaracer kaufen muss, die ich mir vor ein paar Jahren mal angesehen habe, die sprengt mein Budget ;-)

@Uhrbene Punkt 1, 2 und 5 sind erfüllt, Punkt 3 und 4 nicht.

Schlabbrige Uhr bei Joggen hat meine Kaufhausuhr 20 Jahre lang problemlos mitgemacht. Ich könnte mir vortellen, dass ich das Schlabbrige bei einer schweren Uhr unangenehm fände, aber festsitzende Uhren am Arm sind mir genauso unangenehm.
 
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LBeck

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Mit sehr locker tragen kann es bei Automatik schon mal Probleme geben.
Die Uhr sollte schon vernünftig ans Handgelenk angepasst sein. Deshalb nicht nur auf die Möglichkeit achten die Glieder rauszunehmen, sondern durchaus auch die Möglichkeiten kleinerer Einstellungen durch die Schliesse beim Kauf berücksichtigen. Man sollte auch bei längeren Tragen keine Druckstellen durchs Armband sehen. Oft scheuen sich Kunden auch nach dem Kauf nochmal den Händler wegen der Feinkorrektur anzusprechen. Da gibt es meist noch minimale Änderungen und dann trägt sich die Uhr auch prima. Kein loses Baumeln, sondern exakt am Arm.
 

Uhrbene

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In meinen Augen spricht nicht dagegen, eine vernünftige Quartzuhr zu kaufen. Allerdings gibt es auch bei Quartzwerken Qualitätsunterschiede, was hier im Form, wo viele Quartz ablehnen, nicht so groß diskutiert wird.
 

LBeck

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Sicher, auch bei Quarz gibt es Qualitätsunterschiede. Aber die Genauigkeit ist eben auch bei einen sehr einfachenWerk noch sehr hoch. 30 Sekunden im Monat sind sicher kein Spitzenwert, aber im Vergleich von mechanischen Uhrwerken wäre dies immer noch obere Oberklasse.
 

Uhrbene

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Bei Quartzwerken geht es um Bereich unter 2k mehr um Robustheit und Wartbarkeit. Gibt einfache Plastikwegwerfartikel ebenso wie wartbare, steingelagerte Werke. Genauigkeit ist natürlich auch mit den billigsten erreichbar.
 

Dr. Wu

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Eine Tissot (oder ähnliche) Quarz hält sicher sehr lange. Man muß nur alle paar Jahre zum Batteriewechsel,wobei die Wasserdichtheit wiederhergestellt werden sollte. Eine ständig getragene Uhr kann auch Automatik haben,die sind oft robuster als der tragende Arm. Bei Stahluhren ist das Gewicht sowieso ähnlich.
Die günstigen Seiko5 und Orient Tristar sind extra dafür ausgelegt,jahrelang ohne Murren zu laufen.
 
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