"Die Deutschen haben genug von Swissness"

Diskutiere "Die Deutschen haben genug von Swissness" im Uhren News Forum im Bereich Uhren News; Der Artikel ist nicht so doll und greift kurz. Doch er evoziert einen interessanten Gedanken: Denn ich finde es geschickt, sich darüber Gedanken...
geistik

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Der Artikel ist nicht so doll und greift kurz. Doch er evoziert einen interessanten Gedanken: Denn ich finde es geschickt, sich darüber Gedanken zu machen, von was man im Uhrenbereich wirklich genug hat.

Von "Swissness" habe ich sicher nicht genug - wieso auch? Geografisch begrenztes "Genughaben"? Das ist doch viel zu flach. Wenn ich von etwas genug habe, dann von vermeintlicher Kundennähe/-zentrierung (wie TAG Heuer den Innovationswettbewerb bei der Autavia vergeigt hat, lässt mich noch heute feucht aufstoßen) oder die extrem hochgetriebenen Preise dank eifriger Spekulanten.
Und wovon ich ebenfalls genug habe, zielt es doch auf die schnelle Rendite ohne Gedanken an morgen, sind diese ewigen LEs, die sich bei manch eigentlich toller Marke (ja, diesen Zaunpfahl kriegt Omega krachend vor den Latz geknallt) wie ein Peitschenhieb nach dem anderen anfühlt.

Positives kann ich dem jedoch sicherlich abgewinnen, schließlich reduziert sich die Anzahl der für mich interessanten Uhrenhersteller immer mehr: Ich kaufe weder bei LE-starken Marken, noch bei jenen mit großer Marketingtrommel ohne "etwas dahinter", und auch nicht (mehr) bei den typischen "spekulationsstarken" Marken.
 
pre-mastered

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Die junge Generation hat andere Präferenzen
Solange sie jung ist. Dann hat es sich erledigt. Die Trends der Jungen sind kurzlebig. Die gute mechanische Luxusarmbanduhr besetzt eher einen Megatrend (ich weiss, das Wort ist hier vermessen, dennoch...) und wird sich weiterhin grösster Beliebtheit erfreuen, weil in Anbetracht der rasant fortschreitenden Digitalisierung immer mehr online passiert und sich der Mensch nach haptisch greifbaren und verstehbaren Offline-Produkten sehnt. In Kombination mit der mysteriösen physikalischen Grösse "Zeit" transportiert die mechanische Armbanduhr äusserst facettenreich so ziemlich jede bewusste und unbewusste Sehnsuchtsbefriedigung des normalen modernen Mannes. Ich verwette meine eigene PO darauf, dass dies noch sehr, sehr lange so bleibt. Und der Artikel des TS (keine Ahnung, was für eine Sau er damit durchs Forum treiben wollte) ist Bullshit - auf lange Sicht. Dieses Forum hat eine paradoxe Strahlkraft. Weshalb paradox? Weil es zwar hier um eines der langlebigsten "Gebrauchsgüter" des heutigen Menschen geht, andererseits kurzfristige Wehwehchen, die maximal als leichte Kräuselwellen im Millimeterbereich sichtbar sind, oft zu Tsunamis biblischen Ausmaßes hochgetrieben werden.
 
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ewigen LEs, die sich bei manch eigentlich toller Marke (ja, diesen Zaunpfahl kriegt Omega krachend vor den Latz geknallt) wie ein Peitschenhieb nach dem anderen anfühlt.
...die man aber immer als Omega identifizieren kann. Omegas Produktsortiment kommt nämlich geordneter und schlüssiger daher als das Sortiment all ihrer Konkurrenten. Doch nur zu, eine Marke, welcher ein einzelner Tsunsamikracher den Zaunpfahl vor den Latz haut, ist in aller Munde. Denn es sind hunderte, die sich darüber aufregen. Diese Aufregung unterscheidet sich in nichts von der eitlen Empörung über das zähflüssige Vertriebssystem des Hauptkonkurrenten. Beide Marken bleiben stark. Auch darauf verwette ich meine... Ach lassen wir es.
 
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Kelte

Kelte

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Ich verstehe die Aufregung nicht, für mich ist wichtig, ist die Uhr wertig oder nicht wo das Ding herkommt ist zweitrangig Schweiz juckt mich nicht zu überteuerte Zwiebel kriegen im mittleren Bereich nicht Mal eine ordentliche Lume hin .
 
erpelstolz

erpelstolz

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EIgentlich müsste man so fragen:

Stell dir vor, drei genau gleich gute Uhren - kosten das gleiche.
Eine aus Japan, eine aus der Schweiz, eine aus Deutschland.

Welche würdet ihr nehmen?
 
mecaline

mecaline

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Guckst Du zu "T-Touch". Die Dinger können ziemlich viel... Die Verbindung zu Handy & Co. fehlt zwar, aber dafür würde Solar bzl. Stromaufnahme und -verbrauch nicht genügen.
Die Touches haben schon zur Jahrtausendwende das Touch-Display bei der Armbanduhr eingeführt und mittlerweile bekommen die das ja auch mit Solar hin.

Casio Ist an anderer Stelle mit der Edifice Bluetooth Solar weitergegangen und bietet eine Einstellung der Uhr wahlweise über App oder halt analog an der Uhr an. Selbiges macht ja auch Breitling mit seiner (äh, ich glaube) B50.

Sind aber dennoch m.A. nach alles keine SmartWatches.

Was ich aber auch interessant finde, ist der Vormarsch der ganzen Crowfunding-Uhren. Forumskollegen, die gerne Langlebigkeit und Wartungsfähigkeit einer Uhr hochhalten, zahlen andererseits auf volles Risiko einen nicht unerheblichen Betrag blanko vor und sprechen über ein tolles Preis/Leistungsverhältnis bei einer Uhr, bei der man froh ist, wenn sie überhaupt kommt und wenn es den Bestellschein 6 Monate später überhaupt noch gibt...

Da kann dann auch ruhig alles aus China, Hauptsache es ist wenigstens ein Citizen 8er drin...
 
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Linus.Syke

Linus.Syke

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Stell dir vor, drei genau gleich gute Uhren - kosten das gleiche.
Eine aus Japan, eine aus der Schweiz, eine aus Deutschland.

Welche würdet ihr nehmen?
Die, welche mir optisch am besten gefällt, sofern mir der aufgerufene Preis dafür gerechtfertigt erscheint.

Die Herkunft spielt also (bei mir) nicht die kaufentscheidende Rolle.
 
Vincent_Rock

Vincent_Rock

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EIgentlich müsste man so fragen:

Stell dir vor, drei genau gleich gute Uhren - kosten das gleiche.
Eine aus Japan, eine aus der Schweiz, eine aus Deutschland.

Welche würdet ihr nehmen?
Das ist doch auch wieder paschaulisierter Quatsch.

Worüber redest du denn? 10,- Digitaluhren? Credor, Paket, Lange?

Eine Frage ohne Antwort.
 
T

Timenaut

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Also mein Schweizer Taschenmesser ist echt nützlich, benutze ich oft. Mit meiner Schweizer Umhängetasche bin ich auch zufrieden, kann mich nicht beklagen.
In Sachen Uhren... Meine Lieblingsmarke ist hierbei ganz klar SEIKO, trage jedoch auch gerne Swiss Made, Seiko geht vom Design aber ganz klar vor, als Dive Watch Liebhaber.
 
clocktime

clocktime

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EIgentlich müsste man so fragen:

Stell dir vor, drei genau gleich gute Uhren - kosten das gleiche.
Eine aus Japan, eine aus der Schweiz, eine aus Deutschland.
Quarz:
1) Japan
2) Schweiz
3) Deutschland

Automatik:
1) Schweiz
2) Deutschland
3) Japan

Allerdings hat das Ganze einen Schönheitsfehler: Wenn mir eine Uhr gut gefällt, ist mir die Provenienz egal. Deshalb habe ich auch Jacques Lemans-Uhren (Österreich), und eine Michel Herbelin (Frankreich) würde mir auch gefallen. Auch Festina (Spanien) hat vereinzelt Uhren, die mir gefallen...
 
erpelstolz

erpelstolz

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Der Faden ist nun schon etwas verstaubt. Aber ich möchte trotzdem noch hinzufügen, dass "Swiss Made" meiner Meinung nach in Zeiten von globalisierter, weltweit verteilter durch Automatisierung hochpräziser Massenproduktion, und in Zeiten in denen chinesische Produkte mittlerweile auf einem sehr hohen Qualitätsstandard sind, in der Praxis, sofern nicht im aller höchstpreisigen Luxussegment, meistens einfach nur "teurer ohne Mehrwert" bedeutet.

Und selbst im super Hochpreissegment ist das Label "Swiss Made" nicht das Verkaufsargument, sondern eigentlich eher der Markenname - siehe zum Beispiel "A Lange und Söhne": nicht "Swiss Made", aber dennoch begehrt und über viele andere Marken, welche sehr wohl "Swiss Made" auf ihre Zifferblätter schreiben, erhaben.

Kurz gesagt hat der Zeitungsartikel meiner Meinung nach schon seine Berechtigung und kurz gesagt stimmt es auch meiner Meinung nach, dass dieses Label einfach keine Bedeutung mehr hat. Die Bedeutung dieses Labels hat davon gelebt, dass Dinge auch dort hergestellt wurden, wo die Firma herkam. Das war früher der Fall. Da wurde ein VW noch wirklich in Wolfsburg oder zumindest in Deutschland gefertigt, und eine Schweizer Uhr auch wirklich in der Schweiz. Außerdem waren die Qualitätsstandards weltweit sehr unterschiedlich und in Westeuropa eben meist besser als zum Beispiel in Ostblockländern oder China. Das ist aber wie gesagt heute nicht mehr so oder zumindest deutlich angeglichener.
 
5 Minutes Alone

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Quartz:

1. Japan
2. Schweiz
3. Deutschland

Automatik:

1. Japan
2. Deutschland
3. Schweiz
 
smarti

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Und selbst im super Hochpreissegment ist das Label "Swiss Made" nicht das Verkaufsargument, sondern eigentlich eher der Markenname - siehe zum Beispiel "A Lange und Söhne": nicht "Swiss Made", aber dennoch begehrt und über viele andere Marken, welche sehr wohl "Swiss Made" auf ihre Zifferblätter schreiben, erhaben.
Wenn die Herkunft keine Rolle spielt, wieso schreibt Lange "Glashütte" und "Made in Germany" aufs Zifferblatt?
 
erpelstolz

erpelstolz

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Wir können ja eine Petition einreichen, dass bei einem "Made in..." zusätzlich ein Prozentwert angegeben werden muss, damit der Käufer sofort erkennen kann, wie viel "Made in..." eigentlich drin ist.
DAS wär eine großartige Idee.
Und zwar Prozent des Volumens am besten ^^, nicht des Geldes....sonst lässt man das Produkt in Georgien fertigen und einen Schweizer polieren ->99% made in Switzerland.
 
Spitfire73

Spitfire73

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Man könnte aber auch einfach Marketing Marketing sein lassen statt sich in typisch deutschem Verhaltensmuster Anschrift, Sozialversicherungsnummer und Lebenslauf von Meister Proper vorlegen lassen zu wollen.:ok:

Gruß
Helmut
 
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