Der Wein-Thread

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Freitag Nachmittag, Feierabend, Wochenende!
Latte Macciato neben, Uhr-Forum vor mir.
Habe gerade den Wein für heute abend kalt gelegt.
Womit wir beim Thema sind: ich bin ein regionalchauvinistischer Weintrinker, der mit sogenannten internationalen Rebsorten (Cabernet-Sauvingnon, Merlot, Chardonnay etc.) nicht richtig warm wird.
Auch (Verzeihung liebe österreichischen Freunde) Zweigelt und Blaufränkisch sind nicht ganz mein Fall.
Das liegt unter anderem daran, dass ich im Umkreis von 50 km 3 bedeutende und 3 kleinere deutsche Weinanbaugebiete habe.
Das prägt natürlich die präferierte Geschmacksrichtung.
Am liebsten ist mir wegen seiner Ausgewogenheit der rheinhessische Wein. Ich weiss, in diesem Anbaugebiet sind bis vor ca. 20 Jahren grosse Verbrechen auf die Flasche gezogen worden, aber das hat sich mit einer neuen Generation von Winzerinnen und Winzern grundlegend geändert. Mittlerweile hat man erkannt, dass mit Wein richtig Geld zu verdienen ist und verkauft dem Kunden ein Gesamtpaket aus guten Weinen, ansprechenden Flaschen, originellen Bezeichnungen (manchmal ein wenig zu originell), ein wenig Mystizismus (Stichwort Terroir), Nebenprodukten (Hefebrand, Gelee etc.) und meist ansprechend bis stylish gestalteten Probierstuben ohne den rustikalen Charme der 70er. Viele der jungen Wilden werfen die althergebrachten Qualitätsbezeichnungen (Kabinett, Spätlese etc.) über Bord und orientieren sich an neuen Prädikaten (Classic, Selection etc.), die sich sogar besser verkaufen.

Ich möchte jedoch meinen Chauvinismus ein wenig reduzieren, lasse mich gerne eines Besseren belehren und bitte Euch um Vorschläge Eures Lieblingsweins, Geschmacksrichtung trocken, rot und/oder weiss. Dabei ist es egal, ob er von einem traditionell oder modern ausgerichtetem Weingut stammt.
Liebe Nordlichter, leider haben wir Südländer bei diesem Faden einen erheblichen Vorteil, aber bei der derzeitigen Klimasituation können vielleicht schon unsere Enkel Bremer Südhang geniessen... (oder Ihr habt einen guten Weinkontor in Eurer Stadt ;-) )

Der Wein sollte im mittleren Preissegment liegen (6-15 €) und im gut sortierten Fachhandel erhältlich sein.

Meine Favoriten:
Weiss: Riesling trocken 2009
Weingut Keller, Flörsheim-Dalsheim/Rheinhessen,
ca. 7,5


Rot: Rotwein Alte Reben 2008 (Portugieser)
Weingut Schneider, Ellerstadt/Pfalz
ca. 12,5

Ich bin auf Eure Vorschläge gespannt.
Schönes Wochenende und Gruss
Mathias
 
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le0p0ld

le0p0ld

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Meine Top 3:

Gerard Bertrand - Chateau L'Hospitalet
Unglaublich interessanter Franzose, der auf ehemaligem Kalkboden gereift ist.

Montes Alpha
Da fällt mir nur das Wort Perfektion ein - unglaublich rund und ein reiner Genuss.

Club Privado Reserva bzw. Gran Reserva
Mein persönlicher Favorit - gehört zur Cabernet Sauvignon-/Tempranillofraktion aus Rioja. Holzig mit Karamellnoten. Ein klasse Wein!!!

Und wer mal "was Anderes" verkosten möchte:
St Nicolas de Bourgueil: Domaine du Mortier
Ist ein sehr himbeerlastiger Wein, der schon beinah etwas von einem Saft hat. Sehr sehr köstlich. Zu bestellen auf Saint Nicolas de Bourgueil



Heute Abend gibt es den. Wird gleich aufgemacht. :klatsch:


Habe vor ca. 8 Monaten mit dem Weintrinken angefangen, also nach meinem Abitur. Die Komplexität der Weine fasziniert mich jedes Mal wieder und das Spannende ist, dass jeder Wein anders schmeckt. Das macht jede Flasche zu einem Abenteuer.
Und es ist unverzichtbar bei einem schönen, gemütlichen Abend.
Bei mir sind es 1-3 Flaschen am Wochenende, nur sehr selten keine, und unter der Woche nur ganz selten mal.
 
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wiesenschrat

wiesenschrat

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Hi, ich bin erst vor kurzem zum Wein gekommen. Leider (für den Geldbeutel) wurde ich direkt mit sehr leckeren Tröpfchen angefixt. Ich bin null Weinkenner, kann daher nur die nennen die ich bisher mag:

- Barolo Ricossa, 2003, ca. 12 €
- Brunello di Montalcino, Poggiotondo, 2003, ca. 15 €

Soweit ich inzwischen weiss, sind das eher günstige Varianten der Sorten. Da aber 2003 wohl ein super Jahr war, sind auch die günstigen Varianten sehr gut.

Französiche Rotweine sind nicht so meine Sache...
 
yacanto66

yacanto66

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Wenn es ein wenig kräftiger sein darf: ein südafrikanischer Allesverloren aus der alten portugisischen Rebsorte Tinta Barocca.

Den Namen des Weines werden wir nach der WM sicher öfter hören...:-)
 
RiGa

RiGa

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Na ja, Mathias: Mit "Favoriten" tu ich mir da ein wenig schwer.

Wein trinke ich fast nur aus reiner Genußsucht - und da muß er mir munden.
Aber keinen "Namen" haben.

Als Österreicher habe ich es aber auch ein wenig leichter - besonders im Großraum Wien.

Einen Abstecher nach Sooß, dann mal in die Wachau, auch ein Trip in die Südsteiermark ist nicht zu verachten ... und wenn er schmeckt, werden halt ein paar Fläschchen mitgenommen.

Erst unlängst in der Badener Gegend - und da ergatterte ich einen flaschengereiften Muskatsekt von Hecher, der selbst mich, als eigentlichen Nicht-Sekt-/Champagner-Trinker, vollends zu überzeugen wußte.

Was ich damit ausdrücken möchte: Keine absoluten Favoritenweine, sondern wandelnd auf rebengesafteten Wegen. ;-)

Gruß, Richard
 
B

BMWExplorer

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mini

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Vielen Dank Euch allen, da sind interessante Vorschläge dabei.
Ich werde den einen oder anderen gerne probieren (wenn bei uns erhältlich).

@Richard: ich kann Deine Spontanität gut verstehen, sich nicht festzulegen und neues zu probieren ist herrlich. Leider funktioniert es bei mir nur bedingt: die oenologische Sollbruchstelle ist die beste Ehefrau von allen, die völlig unbeeindruckt von Name, Preis, Parker-Punkten oder Gaullt-Milleau-Trauben nur und ausschliesslich ihren Gaumen entscheiden lässt und mir auch mal eiskalt einen (herrvorragenden) 25.- € Barrique zum Wildbraten ignoriert und sich eine Apfelsaftschorle holt (de gustibus non est disputandum...).
Vor dieser Obersten Inquisition darf ich mir keine Patzer erlauben; daher möchte ich gerne die Palette der akzeptierten "Favoritenweine" erweitern.

Für die vielen anderen bleibt dann immer noch genug Platz im Glas, wenn sie mal Diät macht... ;-)

Gruss
Mathias
 
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BammBamm

BammBamm

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Meine Top 3:

Montes Alpha M
Da fällt mir nur das Wort Perfektion ein - unglaublich rund und ein reiner Genuss.
:klatsch::super:

Wahnsinns Wein...nur leider der Preis...:-(

Aber auch der "normale" Alpha ist schon ein toller Wein!

...und für den Alltag kann man auch mit dem Standard-Montes per du werden...


Mein Tip für diejenigen, die schwere Rote lieben->

Frank Potts Bleasdale
Auch kein Schnäppchen, aber was für ein Wein!...:super:
 
Balu074

Balu074

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Die Palz
Ihr mögt mir verzeihen aber ich bin beim Thema Wein auch ein bißchen Lokalpatriot...
Also daher meine Favoriten:
1. Blanc de Noir vom Spätburgunder
Weingut Philip Kuhn, Laumersheim (Pfalz)
ca. 10 €
2. Cabernet-Sauvignon
Weingut Zelt, Laumersheim (Pfalz)
ca. 8 €
3. Cuvee X
Weingut Knipser, Laumersheim (Pfalz)
Preis will man lieber gar nicht wissen
4. Steinsatz
Weingut Schneider, Ellerstadt (Pfalz)
...ein paar würden mir schon noch einfallen.
soviel leckere Weine und so wenig Zeit alle zu probieren.
 
mini

mini

Themenstarter
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hmm, da scheinen sich ja interessante Dinge in der Pfalz abzuspielen. Den Steinsatz wollt ich mir auch schon holen (Schneider macht interessante und gute Weine, ist aber derzeit ziemlich überbewertet) und die CuveeX könnte ja das Osterlämmchen umschmeicheln...

Gruss
Mathias
 
BammBamm

BammBamm

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@Leopold: Gerade mit dem Abi fertig und schon Alpha M trinken??? :shock:

Oder hast Du ein Gläschen von Vati abbekommen?
 
Leuchtturm

Leuchtturm

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aber nicht zum Saufen sondern zu genießen. Also nicht zuviel.

Gruß
Leuchtturm
 
B

bayer

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Nur Rotwein!

Ein guter Rioja oder aus Chile die Roten von Torro (die Chilenen finde ich Klasse, weniger hingegen Südafrikaner und Australier-die kalifornischen von Gallo haben mMn seit "Markteinführung" sehr gelitten, war doch der Zinfandel zu Beginn nun wirklich ein Genuß...:-()
 
falko

falko

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Da ich in Rheinhessen wohne, präferiere ich natürlich auch die regionalen Kreszenzen. Der Keller'sche Riesling schätze ich ebenso. Mein Lieblingsweingut ist allerdings Otto Beiser in Vendersheim, gleichzeitig imho eine der besten Strausswirtschaften Rheinhessens. Hier mag ich besonders den Riesling Spätlese "S" trocken und den Weissburgunder Spätlese "S" trocken. Leider hat er nicht die ganze Woche geöffnet. Wir können uns ja mal Montags zum "Chill-Out" im Ottos treffen.
 
mini

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@ bayer:...naja, gerade der Gallo ist für mich das Negativbeispiel eines industriell hergestellten, massenkompatiblen Weines, der quasi jahrgangslos in stets gleicher Qualität daherkommt. Ein bisschen Manufaktur und Jahrgang darf schon dabei sein.


@gerd: das hört sich gut an.

Gruss
Mathias
 
hass67

hass67

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Also wenn das Wetter wieder schöne ist, wäre ich für ein schönen Nachmittag in der Straußwirtschaft auch zu haben.

In Rheinhessen habe ich auch 2 Weinhändler wo ich regelmäßig Weine hole. Einmal ist das das Weingut Senfter in Nierstein. Der macht eigentlich durchweg gute Weine. Er ist ein sehr engagierter Winzer, der erhliche Weine macht. Auch die Rotweine sind sehr gut für deutsche Verhältnisse.

Der andere ist das Weingut Strauß in Uelversheim. Auch ein ambitionierter junger Winzer, der das Weingut gerade vom Vater übernommen hat. Sehr günstige Preise für das was geboten wird.

Im Rheingau favorisiere ich Ferdinand Abel, der im Rheingau meines Erachtens das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet.

Auch bei mir in der Nachbarschaft gibt es einen ordentlichen Winzer, nämlich das Weingut Edling in Roßdorf. Ebenfalls ordentliche Weine gibt es bei der Bergsträßer Winzergenossenschaft in Heppenheim.

Was Weißweine angeht bin ich ein großer Freund der Anbaugebiets Nahe geworden. Da gibt es wirklich herausragende Winzer. Hier seien Schloßgut Diehl, Dönnhoff und Emrich-Schönleber als die herausragenden genannt. Nicht billig, aber günstiger als die Top-Winzer im Rheingau und meines Erachtens besser als diese.

So nun Prost
ULI
 
mini

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Hi Uli,

mit der Nahe hast Du absolut recht, und hast auch genau die drei Top-Betriebe auf dem Radar. Diese Weine werden derzeit noch unterschätzt, ich glaube, da gibts noch einiges zu entdecken.

Gruss
Mathias
 
athos

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Ich trinke am liebsten den Dolcetto meines Vaters, aus wohl verständlichen Gründen. Problem ist bloss der Transport, da der Wein fast keinen Schwefel hat neigt er mehr als andere dazu zu kippen, eignet sich dann aber noch hervorragend zum kochen.

Sher lecker finde ich auch barbera (besonders wenn er saugebaut ist) und Barolo. Am liebsten von Cascina Ballarin in La Morra.
 
B

bayer

Gast
@ bayer:...naja, gerade der Gallo ist für mich das Negativbeispiel eines industriell hergestellten, massenkompatiblen Weines, der quasi jahrgangslos in stets gleicher Qualität daherkommt. Ein bisschen Manufaktur und Jahrgang darf schon dabei sein.


@gerd: das hört sich gut an.

Gruss
Mathias


Gebe ich dir absolut Recht, ich weiß halt, dass der 95er (damals bei Interspar entdeckt) durchaus gut war, mittlerweile wie gesagt:-(
 
Thema:

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