Der Wasserdichtheitstest wirft Fragen auf

Diskutiere Der Wasserdichtheitstest wirft Fragen auf im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Der Uhrmachermeister bei Rolex erwähnte extra „z.B. für die Seadweller mit bis zu 1200m“ als er mir von dem Test unter Wasser und dem teuren...
#21
dr.-hasenbein

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Der Uhrmachermeister bei Rolex erwähnte extra „z.B. für die Seadweller mit bis zu 1200m“ als er mir von dem Test unter Wasser und dem teuren Gerät dazu erzählte. Also die Deepsea wohl eher wirklich nicht.

Einzig wahrer Test wäre ja dann die Uhr mit ausgeschaltem Werk zu testen und wenn bestanden, danach nochmal wenn alles wieder zusammen ist...

Ansonsten ist die entsprechende Dichtheit ja nicht mehr als ne Annahme :hmm:
 
#22
BSBV

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Rolex drückt die Gehäuse vorm Einschalen des Werkes ab.

Bei Wempe zum Beispiel wird die fertige Uhr getestet und abgedrückt, also mit Werk.
 
#24
elekticker

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Wenn eine Uhr, die konstruktiv 1000m aushält ohne dass sie "zerquetscht" wird, mit 50m abgedrückt wird und dicht ist, wird sie höchstwahrscheinlich auch 100m oder 1000m aushalten. Mehr zu prüfen ist erheblich mehr Aufwand und bringt auch nur eine relativ geringe zusätzliche Sicherheit.

Mein Uhrmacher sagte mal: Die Kunst beim Uhren bauen ist 1m. Kann man das, sind 100m nicht mehr schwer.
 
#25
omega511

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Dr. Hasenbein (und andere),

ich freue mich auf unser persönliches Treffen, bis dahin schauen wir mal an einen Ort, der genau zwischen uns beiden liegt, nämlich Tutimahausen......

....der Sinn einer "höheren" Dichtigkeitsprüfung ist häufig eher im kontruktiven Moment einer Uhr zu sehen, also ist das, was man baut, auch für die Drücke geeignet. DAMALS, als die DI 300 gebaut wurde, war der Boden der ersten Exemplare zu dünn berechnet, sodass die Uhren bei 260m stehen blieben, da der Bodendeckel auf den Rotor und damit auf das Werk drückte. Schupps, Boden etwas dicker, keine Probleme mehr bis 375 (300 plus 25% sicherheitszuschlag)..

Wenn der technische Aufbau des Gehäuses stimmt, sind "nur" noch die Dichtflächen zu testen, also Boden- & Glasdichtung sowie Krone & Drückerdichtungen. Dafür reicht aber vollkommen ein Test auf 100m, aus denn was bis dahin als Dichtung funktioniert, wird auch dank der Konstruktion des Herstellers weiterhin dicht sein.

KLAR, dünne China Gummidichtung für 100 Stück = 5,90 Euro werden in Deiner Pelagos vielleicht nur 100 m halten, aber ernsthaft, wer das einbaut, gehört gehauen, ich rede natürlich immer nur von "Originaldichtungen".

Von daher, 100m reichen den Profis und auch ich sehe mich in der Lage, meinen Uhren richtig Druck (und auch Unterdruck) zu machen.
 
#26
ETA2824

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Bei niedrigen Drücken sind's die Dichtungen, bei hohen Stahl, Glas und Konstruktion die die Uhr dicht halten. Deswegen reicht für den Kunden ein 10 bar Test
Alles andere ist Overkill. Das OP amüsiert mich.
Wenn es bei vielleicht 0.001% der gekauften Diver mal darauf ankommen sollte: Ab ins Werk und das entsprechende Messprotokoll als Beleg verlangen.

Tauchen sollte man mit geeigneten Geräten. "Diver" gehören da eher nicht dazu ...
"Diver" sind heute wie "Flieger" eine Designgattung.
Nur um Missverstädnissen vorzubeugen: Ich habe mehrere Diver u.a. sogar mit ISO6425-Zertifizierung. Die waren noch nicht mal in meiner Badewanne.
 
#27
Lebel

Lebel

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Da Karstadt genannt wurde, um mal eben auf 100 Meter abdrücken zu lassen; habe mal gefragt, ob die das bei meiner Sub machen würden:
Große Augen und die Antwort, dass sie so teure Uhren nicht annehmen, dass etwaige Schäden doch sehr teuer wären und das dürfe man nicht.
Kann ich verstehen und ich würde bei Bedarf auch lieber zu Rolex gehen.
Ich war halt neugierig und musste etwas Zeit beim Warten auf meine bessere Hälfte vertreiben.
War ein netter Typ und wir fachsimpelten noch ein wenig :super:.
Er kam mir kompetent vor, generell würde ich dort mit meinen anderen (deutlich günstigeren) Divern einen Versuch wagen...
 
#28
dr.-hasenbein

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Also ich muss sagen, im Kern amüsiert mich das jetzt (überraschender Weise!) etwas...
Wenn ich eine (teure) Uhr kaufe mit METAS oder COSC dann hat die Uhr auch in dem zugesicherten Bereich zu laufen. Ist Sie 1-2 Sek drüber oder Drunter werden Die Uhren zum Regulieren gegeben und man besteht auf die angegebene Genauigkeit. Wenn mein VW nach dem Abgas-Update 146PS hat und nicht mehr die zugesicherten 150, gehts vor Gericht. Aber wenn ich ne Uhr hab, wo 500m WD angegeben ist (und wir reden hier von z.T. wirklich teuren Uhren!!!), reicht allen ein 100m Test. :-D Ich meine, der Punkt ist ja auch eine technische konstruktive Eigenschaft der Uhr, die ich irgendwo ja auch mitbezahle und deshalb halt einfach gerne erfüllt sehen möchte. Genauso wie die Ganggenauigkeit, der Aussendurchmesser die Magnetunempfindlichkeite etz.p.p. unabhängig ob das in meinem Alltag eine Rolle spielt. Denn das unterscheidet doch meine Uhr zu den qualitativ und preislich eher tiefer angesiedelten.

Aber gut, ich hab jetzt gelernt, dass das hier halt viele anders sehen und das ist für mich (zwar merkwürdig) aber völlig ok ! ;-):super:

Provokativ gesagt (aber nicht gemeint!): nach der Logik könnte ja dann auf jeder Uhr entspannt 1000m stehen, auch wenn Sie nur 150m abkann... nur "You pay what you get for" ist dann halt relativ...

Schönen Sonntag an alle. :prost:
 
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#30
BSBV

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Die, in meinen Augen, total übertriebenen Angaben auf den Zifferblättern, wie wasserdicht die Uhr ist, ist nichts anderes als Marketing.

Beispiel:
"Schaut mal her, was wir können oder schaffen. Unsere Taucheruhr ist bis 500m dicht."

Braucht man das ?
Nein, nicht wirklich.
 
#31
Lebel

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Aber gut, ich hab jetzt gelernt, dass das hier halt viele anders sehen und das ist für mich (zwar merkwürdig) aber völlig ok ! ;-):super:
...nö, da bin ich schon bei dir. Bloß war ich schon vor Jahren an der Stelle, an der du jetzt stehst.
Als Kunde gehe ich erst mal davon aus, dass der Hersteller die von ihm angegebene WaDi auch prüfen kann.
Bei den hohen Werten sind da spezielle Geräte nötig.
Der Uhrmacher vor Ort hat meist das Standard-Gerät für 10 bar/100m.

Gehe ich da hin, um zu prüfen ob meine Uhr bei diesem Wert dicht ist, auch wenn sie eigentlich für einen Höheren Wert ausgelegt ist, dann muss mir das reichen.

Will ich das volle Programm, dann muss die Uhr Wohl oder Übel zum Hersteller.
Das muss dann jeder selber entscheiden.

Aber wie gesagt, ich verstehe was du meinst :super:.
Ebenfalls schönen Sonntag.
 
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#32
Quecksilber

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Die, in meinen Augen, total übertriebenen Angaben auf den Zifferblättern, wie wasserdicht die Uhr ist, ist nichts anderes als Marketing.

Beispiel:
"Schaut mal her, was wir können oder schaffen. Unsere Taucheruhr ist bis 500m dicht."

Braucht man das ?
Nein, nicht wirklich.
Eine hohe Dichtheit dient zur erhöhten Sicherheit gegen das eindringen von Wasser. Nicht weil man damit hunderte von Meter tief taucht.
 
#38
dr.-hasenbein

dr.-hasenbein

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Du hast es immer noch nicht verstanden ...
Poste jetzt bitte noch den Link zu Wikipedia über den aktuellen Flaschentauchrekord. Ich drück dir dann auch ein Like............

Sorry... es geht einfach nicht in diesem Forum ein Thema zu eröffnen ohne das jeder zweite sein Stammtischgeblubber darin parken muss. Find ich schade, nehm ich aber auch zur Kenntnis.
 
#39
Chuck Norris

Chuck Norris

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Also ich muss sagen, im Kern amüsiert mich das jetzt (überraschender Weise!) etwas...
Wenn ich eine (teure) Uhr kaufe mit METAS oder COSC dann hat die Uhr auch in dem zugesicherten Bereich zu laufen. Ist Sie 1-2 Sek drüber oder Drunter werden Die Uhren zum Regulieren gegeben und man besteht auf die angegebene Genauigkeit. Wenn mein VW nach dem Abgas-Update 146PS hat und nicht mehr die zugesicherten 150, gehts vor Gericht. Aber wenn ich ne Uhr hab, wo 500m WD angegeben ist (und wir reden hier von z.T. wirklich teuren Uhren!!!), reicht allen ein 100m Test. :-D Ich meine, der Punkt ist ja auch eine technische konstruktive Eigenschaft der Uhr, die ich irgendwo ja auch mitbezahle und deshalb halt einfach gerne erfüllt sehen möchte. Genauso wie die Ganggenauigkeit, der Aussendurchmesser die Magnetunempfindlichkeite etz.p.p. unabhängig ob das in meinem Alltag eine Rolle spielt. Denn das unterscheidet doch meine Uhr zu den qualitativ und preislich eher tiefer angesiedelten.

Aber gut, ich hab jetzt gelernt, dass das hier halt viele anders sehen und das ist für mich (zwar merkwürdig) aber völlig ok ! ;-):super:

Provokativ gesagt (aber nicht gemeint!): nach der Logik könnte ja dann auf jeder Uhr entspannt 1000m stehen, auch wenn Sie nur 150m abkann... nur "You pay what you get for" ist dann halt relativ...

Schönen Sonntag an alle. :prost:
Ich finde Du bringst in Deiner Begründung etwas durcheinander. Nur wenn man sich mit einem 100m-Test begnügt, heißt es nicht, dass man eine Undichtigkeit bei z.B. 150m akzeptiert (bei WD-Angaben darüber).

Mir genügt es, wenn mein Autohersteller in seinen Prospekten die 10 Airbags erwähnt. Ich fordere mein Autohaus bei der Inspektion aber nicht dazu auf mir mit einem Test zu beweisen, dass die Airbags im Falle einer Kollision mit Überschlag auch ordnungsgemäß funktionieren. Hier reicht es mir, wenn man mir mitteilt, dass ein Kontrolllämpchen mich über eine mögliche Funktionsstörung informiert.

Was Dir mehrere Leute versuchen mitzuteilen ist, dass ein üblicher Test mit Unter- und Überdruck bis max. 100m ausreichend ist um einen Produktions- oder Montagefehler der Dichtungen ausschließen zu können. Die Dichtigkeit bei größeren Tauchdrücken wird durch die Gehäusekonstruktion erreicht.
 
#40
Moonshiner

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@dr.-hasenbein
Naja, so ganz Unrecht hat M.G.W nun auch wieder nicht.
Wie weiter vorne schon geschrieben wurde, hängt die Höhe der Druckfestigkeit auch von der Gehäusestruktur, der Materialstärke und dem Gehäuseboden ab und dass sich hier die Spreu vom Weizen trennt berücksichtigst Du in Deiner Aussage „dann könne ja auf jeder Uhr entspannt 1000m stehen“ nicht.
Bei meiner Antwort auf die Frage, ob ich mit einer 100 Meter Uhr mit Flasche tauchen würde, habe ich zwei Uhren benannt, die vom Hersteller mit einer Druckfestigkeit von 10 bar angegeben sind. Einmal die Seiko SNZH55K1, die aufgrund des Gehäuses und des Sichtbodens kaum mehr als die 100 Meter plus die erforderliche Sicherheitstoleranz aushalten würde und mit der ich bestenfalls schnorcheln ginge und auf der anderen Seite die IWC GST Deep One, deren identisches Titangehäuse in der GST Aquatimer eine vom Hersteller angegebene Druckfestigkeit von 200 bar plus Sicherheitstoleranz hat. Das Gehäuse der Deep One ist wesentlich stabiler als das der Glosse Five, und deshalb ist die Deep One, trotz „nur“ 10 bar angegebener Druckfestigkeit, eine echte professionelle Taucheruhr, die durchaus auch höhere Drücke aushält, während die Glossy Five „nur“ ein Spielzeug in Taucheroptik ist.
 
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