Der Uhren Hype ist vorbei - Anzeichen vom Ende?

Diskutiere Der Uhren Hype ist vorbei - Anzeichen vom Ende? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Guten Abend, der Titel ist natürlich etwas reißerisch gestaltet, aber ich fürchte man muss deutliche Worte finden um die aktuelle Situation zu...

Ist der Hype vorbei?

  • Ja

    Stimmen: 68 21,0%
  • Nein

    Stimmen: 193 59,6%
  • Weiß nicht, keine Ahnung

    Stimmen: 63 19,4%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    324
Osmin

Osmin

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Guten Abend,

der Titel ist natürlich etwas reißerisch gestaltet, aber ich fürchte man muss deutliche Worte finden um die aktuelle Situation zu beschreiben.
Einfach ist es nicht, denn als Hobby liegt dieses Thema einem schon sehr nahe.

Ein guter Freund und ich unterhalten uns gern und oft über Uhren. Da geht es z.B. um Neuerscheinungen, Kaufberatungen, Preisgestaltung der Hersteller oder einfach nur welche Uhr man sich als nächsten kaufen sollte oder nicht.
Unsere Diskussionen der letzten Monate / Jahre fließen nun in diesen Text ein.

Da sind für uns einige Anzeichen vom Untergang:

1. Uhrenverkauf
Habt ihr mal versucht in den letzten 12 Monaten eine höherpreisige Uhr zu verkaufen? Das geht nur noch über den Preis und auch dann dauert es Wochen/Monate. Die Zeiten sind vorbei wo man sich vor Angeboten nicht retten konnte.
Sind die Preise so eingestürzt? Haben wir ein völlig falsches Verständnis von "vernünftigen" Preisen?
Auch andere Angebote stehen ewig im MP drin, obwohl die Preise echt gut sind und ich mich oft frage, warum diese Uhr noch nicht verkauft wurde.
Von anderen Verkaufsplattformen wie Ebay Kleinanzeigen will ich erst gar nicht anfangen, da ist komplett tote Hose.

2. Preisgestaltung der Hersteller
In den letzten Jahren ging es nur nach oben. 2017 ist bald rum und die Preiserhöhungen gab es nicht oder waren kaum vernehmbar.
Gefühlt ist die Preisschraube ausgedreht. Dreizeigeruhr von einem etablierten Hersteller aus der aktuellen Kollektion unter 5.000€? Wird schwer zu finden.

3. neue / alte Käuferschichten
Was passiert wenn die Leute bald Paul Newman nicht mehr kennen. Ist dann eine Paul Newman Daytona noch der heilige Gral? Oder nur noch ein Stück Altmetall und es muss doch eher ein Hoodie von Louis Vuitton als Supreme Limited Edition her?

Klar, kann man jetzt sagen, dass sind alles nur kurzzeitige Anzeichen. Normales auf und ab in jeden Markt.

Ich denke jedoch, die Blase ist am platzen. Was auf dem (Neo-) Vintage Markt die letzten Jahre abging, war ja auch nicht mehr normal.

Oder sind das alles einfach nur Anzeichen, dass wir mit dem Thema Uhren "durch" sind und ein neues Hobby brauchen?

Ich bin gespannt auf eure Ansichten!

Gruß Osmin

PS: habe noch mal schnell einne Umfrage drangehangen
 
Don Jorge

Don Jorge

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Molwanien
It ain't over 'til the fat lady sings. Und ich hör' nix.

Oder sind das alles einfach nur Anzeichen, dass wir mit dem Thema Uhren "durch" sind und ein neues Hobby brauchen?
Wir? Also ich nicht. Aber wenn's dich und deinen Freund so beschäftigt, dann könnte das der Fall sein. Ich empfehle Schnaps als Sammelobjekte - wenn's ganz schlimm wird, kann man sich's schönsaufen. :lol:
 
Articus

Articus

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failed state
Ich denke jedoch, die Blase ist am platzen.
Schön wärs, ich hätte noch die eine oder andere Anschaffung im Visier ;-)

Aber mal ernsthaft: Das einzige, was vielleicht eintritt, ist eine gewisse Sättigung bei den Variationen des ewig Gleichen, also den zahlreichen Einschalern, auch wenn sie aus dem Hause Swatch Group kommen. Und wenn du die Graupreise hernimmst, gibt's da massig Dreizeiger bis 5k, selbst Rolex ist vertreten, Tudor mit Manufakturwerk ja sowieso.

Im Bereich vintage und neo vintage (Stichwort 5stellige Rolex-Sporties) geht es ununterbrochen aufwärts, auch bei neuen und begehrten Modellen wie Nautilus oder Daytona bleibt alles beim alten.

Ich würde mal im Gegenteil die Prognose wagen, dass der Markt zumindest im Vintage-Bereich noch ganz andere Höhen erleben wird. Einsteigen lohnt sich immer noch :-)
 
omega511

omega511

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PjK>MUC>W>OL>?
1. Uhrenverkauf
2. Preisgestaltung der Hersteller
3. neue / alte Käuferschichten
PS: habe noch mal schnell einne Umfrage drangehangen
Zu 1.:
Sicherlich ist hier im Forum nicht immer der beste Weg, Uhren zu verkaufen. Top Informierte Experten, die immer noch auf ein besseres Angebot warten können, sind keine gute schnellen Käufer...
Zu 2.
Die Hersteller meinen, es nehmen zu können, ich glaube, da ist so langsam der Markt überreizt.
Zu 3.
Ja, Nachwuchs-Sorgen habe ich ernsthaft, denn neue Interessenten, Jugendliche oder eben auch ältere Neuinteressierte gibt es nur, indem wir aktiv am Nachwuchs arbeiten, sonst geht es uns wie Münzsammlern, Briefmarkenfreunden oder noch deutlicher Modellbauern und Modellbahnern. Also, schwingt die Hufe und fasziniert andere Menschen von diesen Wunderwerken der Technik, die wir alle an unseren Handgelenken tragen !

Umfrage mitgemacht...
 
Mueller27

Mueller27

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Na und ich dachte schon, ich wäre der einzige Schwarzmaler hier.

Nur wie immer in der Uhrenwelt (zumindest der über 4.000€) gilt: Die Nerds in einem europäischen Forum wie wir hier, sind echt das letzte Glied in der Nahrungskette, was Menschen wie wir sagen, denken und vor allem kaufen, oder auch nicht kaufen, ist für den Uhrenmarkt völlig wumpe. Denn das ist inzwischen ein globaler Markt.

- Der Hype ab etwa dem Jahr 2005 ging ja von den Käufern in den Schwellenländern (BRIC + Scheichs) aus. Dass der ganze Kram auch in Europa teurer wurde, lag nicht an uns, sondern an besagter "erwachender" Mittelschicht in diesem Ländern, die kaum zu Geld gekommen allen ernstes meinte eine Schweizer Uhr sei unabdingbar um seinen neuen Status zu dokumentieren.

- Auch die aktuelle Umsatzdelle seit 2013 verantworten die Chinesen & Co, weniger wir Europäer

- Und ob und wann die Welle bricht, entscheidet ebenfalls vor allem der Chinamann, der Inder, der Russe, der Saudi etc. Wir werden nur die Konsequenzen zu spüren bekommen.

- Was man hört entdecken die Uhrenfreunde im Reich der Mitte auch zunehmend den Charme von Vintage-Uhren, denn auch dort wird Individualisierung immer wichtiger. Wenn das wirklich durchschlägt, dann bleiben die Vintage-Preise noch die nächten 30 Jahre so hoch wie heute. :-)

Ihr seht: Bei der Anstimmung über Osmins Frage gilt es als erstes den liebgewonnenen Ego-Zentrismus abzuwerfen.

Carsten
 
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TS70

TS70

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Ich denke jedoch, die Blase ist am platzen.
Eine echte Blase erkennt man ja daran, daß die Preise in Windeseile in den Keller gehen, und zwar weil alle bestimmte Produkte (Immobilien, Tulpen, Aktien, was auch immer) nur deswegen gekauft haben, weil sie mit höheren Preisen in der Zukunft gerechnet haben.

So eine Situation kann ich bei Uhren im allgemeinen überhaupt nicht erkennen. Die meisten Leute kaufen Uhren, weil sie sie besitzen wollen, und nicht etwa, weil sie auf einen Wertgewinn spekulieren. Allenfalls haben wir momentan eine Seitwärtstendenz oder eine kleinere Kurskorrektur, und das ist etwas ziemlich Gesundes.

Oder redest du jetzt vom Vintage-Markt?
 
chris2611

chris2611

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Ist auch ein Thema, welches regelmäßig ergebnis- und folgenlos durchgenudelt wird… :roll:
 
Osmin

Osmin

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Carsten hat es mal wieder gut erfasst.
Daher möchte ich meinen Ausgangspost präzisieren:

Es geht mir nicht um die Industrie als solche sondern eher „unseren“ Markt. Schwer zu beschreiben das ganze. Vielleicht haben wir auch gar keine Daseins Berechtigung mehr in dem ganzen :hmm:
 
Mueller27

Mueller27

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Daher möchte ich meinen Ausgangspost präzisieren:

Es geht mir nicht um die Industrie als solche sondern eher „unseren“ Markt. Schwer zu beschreiben das ganze. Vielleicht haben wir auch gar keine Daseins Berechtigung mehr in dem ganzen :hmm:
Und genau das lässt eben nicht trennen, in dem Moment in dem es um Preise und Angebot und Nachfrage geht, denn die sind nun mal global.

Sowohl für die Preise der Neuuhren beim Konzi, als auch für das was ich beim Verkauf einer 40 Jahre alten Vintage hier im heimischen MP erziele, ist - wie ich oben schon versucht habe auszufühen - es im Grunde egal, ob es in Deutschland nun mit dem Uhrenboom weitergeht, hier wirtschaftlich alles den Bach runtergeht oder alle in Deutschland nur noch Smartwatches tragen.

Die Weichen stellt die globale Nachfrage. Und da spielt nun mal woanders die Musik.
Wir reden hier ja über frei fluktuiertende Luxusgüter, nicht über Butter oder Eier.


Carsten
 
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Raimondo

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Ich denke, hier kann dann zu ...
also im Forum, da das Thema Uhren schlicht „durch“ ist. ;-)

Ernsthaft gesehen gebe ich Carsten 100%-ig recht. Das bisschen, was hier im alten Europa läuft, ist absolut nicht entscheidend für die Uhrenindustrie. Abgesehen davon läuft es im alten Europa im Prinzip wie immer, tendenziell sogar eher positiv. Gerade junge Leute sind - vermutlich auch durch Smartwatches - wieder verstärkt auf das Thema Uhren aufmerksam geworden und drücken sich mehr denn je bei Rolex & Co die Nasen platt.
 
redsubmariner

redsubmariner

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Es findet eine Verlangsamung der Umlaufgeschwindigkeit bei vintage Uhren statt. Die Preise bewegen sich seitwärts, teilweise auch etwas abwärts. Auch Rolex steht unter Preisdruck und lässt sich langsamer und schwerer verkaufen. Das merken alle, auch wenn sie es nicht zugeben wollen. Ich denke, es wird oder findet gerade eine Korrektur statt, die auch dringend notwendig war. Nachdem jeder, der paar vintage Uhren hat, nur noch über die Preise und Werte seiner Uhren gelabert hat, und niemand mehr Interesse an den Uhren selber hatte, muss das kommen. Da wird mal bisschen ausgesiebt. Es gibt auch zuviele Händler. Da wird halt auch mal ausgesiebt. Das ist sicher gesund und gut so.

Ich sehe kein Ende des Uhrensammeln, ich sehe auch kein Problem, dass keine Jungen nachkämen. Ich habe genug Uhren an mitte Zwanziger verkauft. Solange Papa zahlt.

Ich selber liebe Uhren, ich lebe Uhren und atme Uhren. Und ich kenne viele Leute, denen geht es wie mir.

Eine Pause tut gut, mal abwarten, wie es weiter geht. Insgesamt bin ich positiv, im Moment ist aber eine Atempause angesagt.

Europa war in diesem Jahr sehr schwach bei meinen Verkäufen, ich hab ca. 80% in die USA verfrachtet. Ob das ein Anzeichen für eine schwächelnde Wirtschaft in Europa ist vermag ich nicht zu sagen.

Ich bin auf 2018 gespannt.

Was mir auffällt ist, dass in den letzten ein bis zwei Jahren sehr viel negative Stimmung bezüglich Uhren in Foren und dem Internet verbreitet wurde. Wenn man die Postings liest, ist alles immer negativ orientiert. Warum weiss ich nicht, vielleicht geilt sich ja jemand daran auf? Was daran gefährlich ist, ist, dass die neuen Interessenten, die nachkommen, das lesen und vielleicht abgeschreckt werden, und dann schadet es allen, die Uhren mögen.

Ich steige nicht richtig dahinter, was diese ziemlich massive und nachhaltige Negativität bezwecken soll? Sind es einfach nur unzufriedene Leute, die aus Frust lieber alles schlechtreden? Zum Teil finde ich auch den aggressiven Ton, und die rabiate Haltung und wie Leute einfach angegriffen werden ziemlich peinlich und unnötig. Was soll das?

Vielleicht denken manche Leute da mal vorher nach, weil es wird auch ihnen hinterher weg tun...
 
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Uhrenratgeber

Uhrenratgeber

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Einen schönen, guten Abend!

Rein zufällig lese ich gerade diesen Beitrag und finde ihn sehr interessant. Manche von Euch kennen mich vielleicht, auch wenn ich im Forum, meist aus Zeitmangel, nicht so aktiv bin. Dafür allerdings umso aktiver bei Youtube. Ich glaube, ich kann ein wenig beruhigen, was den Nachwuchs angeht. Ihr glaubt gar nicht, wieviele junge Uhrenbegeisterte unter 18 mich anschreiben, weil sie gerade ganz lange gespart haben, um sich z.B. eine erste mechanische Uhr zu kaufen. Viele schreiben mich auch an, gerade weil sie durch mich auf das Thema Uhren aufmerksam wurden und ich sie begeistern konnte. Und manche sparen sich in dem Alter sogar eine Breitling zusammen, Hut ab.

Ich denke, es gibt noch genug junge Leute, die sich für Uhren begeistern. Warum vielleicht tatsächlich weniger Uhren über eBay und Co. verkauft werden, könnte an den vielen Betrügern liegen. Das ist imens nach oben gegangen. Von den Kleinanzeigen ganz zu schweigen. Ich glaube, die Leute konzentrieren sich mehr auf Marktplätze wie Chrono24. Das bei eBay der Absatz zurückgeht, kann ich klar bestätigen. Es kommen viel mehr Leute direkt auf mich zu.

Ganz liebe Grüße
Marcus
 
Articus

Articus

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Carsten hat es mal wieder gut erfasst.
Daher möchte ich meinen Ausgangspost präzisieren:

Es geht mir nicht um die Industrie als solche sondern eher „unseren“ Markt. Schwer zu beschreiben das ganze. Vielleicht haben wir auch gar keine Daseins Berechtigung mehr in dem ganzen :hmm:
Klingt wie eine Rentnertruppe im Angesicht der Globalisierung:D
 
TS70

TS70

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Ich glaube, ich kann ein wenig beruhigen, was den Nachwuchs angeht.
Ich habe berufsbedingt sehr viel mit jungen Erwachsenen zu tun, und ich sehe da typischerweise entweder gar keine Uhren oder halt die typische Kaufhausware, insbesondere bei den jungen Frauen. Daß da eine große Menge von künftigen Breitling(usw.)-Käufern heranwächst, kann ich nicht so recht erkennen.

Von daher scheint es mir auch nicht so ganz unwahrscheinlich, daß Uhren so in ein bis zwei Jahrzehnten für die meisten so uninteressant geworden sind wie heute z.B. Teppiche oder Münzen.

Das scheint mir aber noch ein bißchen hin zu sein.
 
M

Marlin

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Hmm, wenn man sich mal ansieht wie manche Hersteller in den letzten 5-7 Jahren an der Preisschraube gedreht haben wundert man sich denn doch dass etliche Uhren objektiv nicht im Wert, wohl aber in diesem Zeitraum um über 60%im Preis gestiegen sind.

So manche Zwiebel die 2010 noch unter 3t€ zu haben war kostet heute rund 5t€ und nördlich davon. Und ich glaube dass etliche Hersteller mit der Preisschraube langsam vorsichtig werden denn auch hier gilt "Nach fest kommt ab" und wenn man erkennbar gieriger ist als die Mitbewerber verschenkt man halt Sympathien und damit Marktanteile oder beendet einen Trend von dem man recht gut leben konnte.

Ich glaube dass die Zeiten in denen man die Kunden regelmäßig mit der Ankündigung einen weiteren Preiserhöhung reihenweise zum Konzi scheuchen konnte zumindest in Mitteleuropa langsam mal durch sind. Und das ist vielleicht auch gut so.
 
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Unruhgeist

Unruhgeist

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Da meine Intention des Uhrensammelns eine ganz andere ist als Preis- / Wertentwicklung, wäre es mir schon ganz recht, wenn der Markt eine Korrektur nach unten erfahren würde. Insbesondere im Vintagebereich darf der allgemeine Preislevel gerne um bescheidene 90% nach unten gehen. Bei 89% würde ich aber auch nicht meckern ;-)

Allein schon, dass dann nicht mehr so viele Uhren vererbt würden, die dann hier mit einer Wertanfrage landen, würde eine solche Korrektur rechtfertigen. :-D

Ironische Grüße,
Unruhgeist
 
P

pre-mastered

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Es gibt kein besseres Accessoire für den Mann als eine wertige, mechanische Armbanduhr. Das bleibt noch lange so. Global. Teppiche, Briefmarken, Münzen und Kaffeerahmdeckeli waren/sind keine tragbaren Statussymbole und/oder persönliche Individualisierungstools. Auch die Smartwatch wird diesen Status nicht erreichen, da sie nicht gewartet werden kann und diese "Aura des Ewigen" niemals haben wird. Aber das Thema ist weichgekocht.
 
Don Jorge

Don Jorge

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Molwanien
Ist auch ein Thema, welches regelmäßig ergebnis- und folgenlos durchgenudelt wird… :roll:
Das ist allerdings richtig, ja. Ich suche übrigens eine wertige Uhr bis 400 €. Was könnt ihr mir da empfehlen? :-P

Ja, Nachwuchs-Sorgen habe ich ernsthaft, denn neue Interessenten, Jugendliche oder eben auch ältere Neuinteressierte gibt es nur, indem wir aktiv am Nachwuchs arbeiten, sonst geht es uns wie Münzsammlern, Briefmarkenfreunden oder noch deutlicher Modellbauern und Modellbahnern.
Nicht, dass ich mein Hobby nicht mag, aber mal ernsthaft: Was wäre so schlimm daran? Wir reden hier nicht von Sportvereinen, die eine wichtige soziale Funktion erfüllen. Mir ist es, ehrlich gesagt, herzlich wumpe, ob sich Jugendliche für Uhren begeistern können...erst recht für mechanische (falls sie überhaupt wissen, dass es so was gibt). Und wenn dann die Uhrenhersteller sterben? Durchaus ein Argument...aber nichts ist für die Ewigkeit, so realistisch muss man das schon sehen. Auch die Faustkeil-Manufakturen vermisst heute niemand mehr, oder?
 
R

Raimondo

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Ich habe berufsbedingt sehr viel mit jungen Erwachsenen zu tun, und ich sehe da typischerweise entweder gar keine Uhren oder halt die typische Kaufhausware, insbesondere bei den jungen Frauen. Daß da eine große Menge von künftigen Breitling(usw.)-Käufern heranwächst, kann ich nicht so recht erkennen.
Na ja, nur weil junge Leute sich noch keinen Porsche leisten können, heißt das ja nicht, dass sie nicht gerne einen hätten, wenn sie es sich leisten könnten, wobei speziell für Frauen meist sowohl das eine als auch das andere Prestigeobjekt eine geringere Rolle im Leben spielt als bei Männern.

Ich glaube dass die Zeiten in denen man die Kunden regelmäßig mit der Ankündigung einen weiteren Preiserhöhung reihenweise zum Konzi scheuchen konnte zumindest in Mitteleuropa langsam mal durch sind. Und das ist vielleicht auch gut so.
Das sehe ich auch so. Irgendwann hat man die Preisspirale eben ausgereizt. Dementsprechend steigen auch dann auch die Marktwerte der Uhren (inkl. der Gebrauchten) nicht mehr einfach nach Belieben an. Das heißt deswegen aber nicht, dass Uhren auf dem absteigenden Ast wären.

Es gibt kein besseres Accessoire für den Mann als eine wertige, mechanische Armbanduhr. Das bleibt noch lange so. Global.
Exakt so ist es, mit der Anmerkung, dass ähnliches für ein paar weitere Accessoires oder Ausstattungsstücke gilt (ein gutes Paar Schuhe, ein guter Anzug etc.).
 
P

pre-mastered

Gast
Exakt so ist es, mit der Anmerkung, dass ähnliches für ein paar weitere Accessoires oder Ausstattungsstücke gilt (ein gutes Paar Schuhe, ein guter Anzug etc.).
Genau, jedoch mit der Ergänzung, dass sich mechanische, wertige Uhren - nebst ihrer Rolle als Statussymbol und Prestigeobjekt - noch mehr als Schuhe, Anzüge und Manschettenknöpfe - als nerdige Individualisierungstools und Spielzeuge/Gesprächsthema für Männer eignen. Anzüge, Schuhe und Manschettenknöpfe sind leere Verpackungsprodukte, eine hochwertige Uhr ist und bleibt viel mehr. Was in 50 Jahren ist, weiss niemand, aber über die nächsten Jahre wird die Uhr diese Rolle halten. Aber was rede ich - der Drops ist gelutscht! ;-)
 
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