Der Messer-Thread

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Benny74

Benny74

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Moin zusammen.
Ich hatte mir letzte Woche ein Messer zugelegt. Ist ein Alltagsbegleiter und wird auch benutzt. Hatte mich mit Messern vorher eigentlich nie beschäftigt. Bin von der Schärfe des Messers sehr begeistert. Hier mal ein paar Fotos (sind Gebrauchsspuren auf der Klinge zu sehen - ich weiss ;))
Ist ein Opinel No8
 

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Mikey80

Mikey80

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Dafür nimmt man bei opinel doch carbonstahl, damit er schöne Gebrauchsspuren und Patina bekommt👍🏻👍🏻
 
Cort

Cort

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und weil man die Opinel so wunderbar scharf geschliffen bekommt :D
 
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Das Opinel ist klasse, das sollte man in der Sammlung haben ;)

Ich hab mir zum Sommer dieses hier von meiner Frau bekommen. Ist ein täglicher Begleiter, schön klein und wird wann immer möglich/nötig genutzt (Apfel schälen, Pakete öffnen etc).

2696322
 
A

andreasnorden

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Hallo und Moin,

nachdem ich ein eher-Mitleser bin und es mich in den letzten Monaten nun auch „erwischt“ hat (der Messervirus hat zugeschlagen), will ich es auch mal wagen und eine(oder besser zwei) meiner Neuerwerbungen vozustellen.

Was sammele ich eigentlich?
Das wichtigste ist, daß das Messer mir gefallen muss und qualitativ gut gemacht ist. Die Stahlsorte ist für mich erst mal zweitrangig. Auch technische oder historische Besonderheiten finde ich interessant.
Da der Virus im Rahmen meiner Jagdschein-Ausbildung „erwacht“ ist (o.k. ein bisschen war er schon immer da), habe ich einen Schwerpunkt(wenn man das überhaupt so nennen kann) bei den feststehenden Jagdmessern, primär deutscher Provenienz. Nebenbei haben sich als historischer Zweig auch Grabendolche (teils als Replika, teils Originale), einige Bajonette (ich schieße auch Ordonnanzgewehr) und sogar 3 Säbel aus dem 19./frühen 20- Jahrh. Hinzugesellt (hatte ich schon erwähnt, daß ich begonnen habe, historisches Säbelfechten zu lernen?) Diese Nebenschauplätze sollen aber hier nicht weiter erörtert werden.

Von den Taschenmessern interessiere ich mich v.a. für ältere 1-Klingen-Messer, gerne aus Solingen(es ist aber auch eines aus Leegebruch im Zulauf)
Und nun das?
Ich war auf einem Streifzug durch die große Bucht darauf gestoßen. Urwüchsiges Design, äußerst simple Kostruktion, BILLIG (Zumindest für DEN Hersteller). Kurz überlegt, geklickt und 2 Tae später war das gute Stück da, das dachte ich zumindest. In der Verpackung fand sich jedoch nicht das bestellte, sondern sein Halb-Bruder.
Entsetzen! Zurückschicken! Ersatz!
Aber halt: erst mal schauen, was dahintersteckt, vielleicht habe ich ja was verwechselt….
Internetrecherche! Moment mal, das Ding gibt es ja überhaupt nicht - Hä??? Nirgends im Netz findet sich ein Hinweis auf dieses Messer!
Zurückschicken? Neee, nu nich mehr!
Aber das ursprünglich bestellte wollte ich ja nun doch haben, also nochmalauf die Suche gegangen und dieses Mal im großen Fluss einen Fisch gefangen, sogar mit Wacholdergriff. Auch dieser Fang ist jetzt da und ich wollte die Geschwister doch mal vorstellen:

2696520
2696522

2696523

Wie ihr seht, handelt es sich um zwei Claude Dozorme Capucin s einmal als Friction-Folder (Wacholder) und einmal als Slipjoint (Olive). Letzteres habe ich versucht, im Internet irgendwo zu finden, aber echt Fehlanzeige, vielleicht weiß ja von euch jemand etwas.

Hier mal die Daten:
































































Friction-Folder Slipjoint
Länge gesamt 220mm 220mm
Länge geschlossen 155mm 125mm
Heftlänge 125mm 125mm
Klingenlänge 83mm 90mm
Klingendicke 3,0mm 3,0mm
Schliff Flachschliff Flachschliff
Stahl X50CrMoV15 X50CrMoV15
Gewicht 58g 60g


Falls es jemand interessiert, mal was zur Geschichte:
Über viele Jahrhunderte hinweg war das Capucin das weitverbreitetste Messer Südfrankreichs. Sein Name kommt wohl von der Kapuze der Mönchskutte(??????).
In dieser Form wird ein Capucin bereits in einem buch von 1772) dargestellt.
Es besteht aus nur drei, maximal vier Teilen: Griff, Klinge und Achse. Weniger geht bei einem Taschenmesser nicht. Möglich ist eine zweite Niete, die dann die geöffnete Klinge in ihrer Position hält, um ein weiteres Öffnen zu verhindern.
Ein Capucin besitzt kein Ressort, die Klinge wird nur durch den Druck der Griffschalen an der Achse in ihrer Position gehalten vom Typus her ist ein Capucin also ein „Piemontais“ oder Friction-Folder.
Streng genommen ist der Splipjoint also auch kein Capucin…

Da der Hersteller ja auch nicht sooo häufig erwähnt wird, hier auch mal etwas Geschichte:
"Due Geschichte beginnt 1902 in La Monnerie, nahe Thiers.
Blaise Dozorme, ein versierter Stahlarbeiter, entschied sich, seine Expertise zu nutzen und ein kleine Messerschmiede in seinem eigenen Heim zu eröffnen.
Sein Unternehmergeist und die beherrschende Persönlichkeit brachten ihm den Spitznamen "Der Wolf" ein, welcher Jahrzehnte später das heutige Logo des Unternehmens prägte.
Ungefähr 1970 begann sich das Unternehmen im großen Stil zu entwickeln. Zu dieser Zeit führte Claude Dozorme, der Enkel des Gründers, das Geschäft. Er investierte massiv in Werkzeug und Mechanisierungen, um das Unternehmen zu entwickeln und auszuweiten. Zu Begin der 1980er Jahre war die Marke 'Claude Dozorme' geboren.
Ein Wandel erfolgte 1991 als Claudine Dozorme, Claudes Tocher, die Leitung der Verkaufs- und Marketingabteilung übernahm. Ihr Ehrgeiz und ihre Kreativität machten die Marke nicht nur zu einem internationalen Verkaufsschlager, sondern brachten Claudine ebenfalls 2013 den 'Auvergne Personaliy of the Year', zusätzlich zu ihrem 'Ordre du Mérite' und 'Légion d'Honneur'." (Quelle: Amazon)
 
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Kinimod

Kinimod

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Dann mag ich hier auch mal ein Messer zeigen.
Es ist ein MCUSTA MC-181D Sengoku Nobunaga

Der Kern der Klinge ist VG10-Stahl und die Außenseiten sind mit Nickel-Damast belegt.
Der Griff ist aus gefrästem schwarzen Micarta mit Lasergravur.
Ich hoffe es gefällt euch.
F100BA93-897D-4563-A5C6-72366B508E0D.jpeg
 
Axel999

Axel999

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Kannst du bitte noch ein Foto einstellen, bei dem man den Griff gut erkennen kann?
Die klinge gefällte mir gut.
 
H

haegar60

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Hallo und Moin,

nachdem ich ein eher-Mitleser bin und es mich in den letzten Monaten nun auch „erwischt“ hat (der Messervirus hat zugeschlagen), will ich es auch mal wagen und eine(oder besser zwei) meiner Neuerwerbungen vozustellen.

Was sammele ich eigentlich?
Das wichtigste ist, daß das Messer mir gefallen muss und qualitativ gut gemacht ist. Die Stahlsorte ist für mich erst mal zweitrangig. Auch technische oder historische Besonderheiten finde ich interessant.
Da der Virus im Rahmen meiner Jagdschein-Ausbildung „erwacht“ ist (o.k. ein bisschen war er schon immer da), habe ich einen Schwerpunkt(wenn man das überhaupt so nennen kann) bei den feststehenden Jagdmessern, primär deutscher Provenienz. Nebenbei haben sich als historischer Zweig auch Grabendolche (teils als Replika, teils Originale), einige Bajonette (ich schieße auch Ordonnanzgewehr) und sogar 3 Säbel aus dem 19./frühen 20- Jahrh. Hinzugesellt (hatte ich schon erwähnt, daß ich begonnen habe, historisches Säbelfechten zu lernen?) Diese Nebenschauplätze sollen aber hier nicht weiter erörtert werden.

Von den Taschenmessern interessiere ich mich v.a. für ältere 1-Klingen-Messer, gerne aus Solingen(es ist aber auch eines aus Leegebruch im Zulauf)
Und nun das?
Ich war auf einem Streifzug durch die große Bucht darauf gestoßen. Urwüchsiges Design, äußerst simple Kostruktion, BILLIG (Zumindest für DEN Hersteller). Kurz überlegt, geklickt und 2 Tae später war das gute Stück da, das dachte ich zumindest. In der Verpackung fand sich jedoch nicht das bestellte, sondern sein Halb-Bruder.
Entsetzen! Zurückschicken! Ersatz!
Aber halt: erst mal schauen, was dahintersteckt, vielleicht habe ich ja was verwechselt….
Internetrecherche! Moment mal, das Ding gibt es ja überhaupt nicht - Hä??? Nirgends im Netz findet sich ein Hinweis auf dieses Messer!
Zurückschicken? Neee, nu nich mehr!
Aber das ursprünglich bestellte wollte ich ja nun doch haben, also nochmalauf die Suche gegangen und dieses Mal im großen Fluss einen Fisch gefangen, sogar mit Wacholdergriff. Auch dieser Fang ist jetzt da und ich wollte die Geschwister doch mal vorstellen:

Anhang anzeigen 2696520
Anhang anzeigen 2696522

Anhang anzeigen 2696523

Wie ihr seht, handelt es sich um zwei Claude Dozorme Capucin s einmal als Friction-Folder (Wacholder) und einmal als Slipjoint (Olive). Letzteres habe ich versucht, im Internet irgendwo zu finden, aber echt Fehlanzeige, vielleicht weiß ja von euch jemand etwas.

Hier mal die Daten:
































































Friction-Folder Slipjoint
Länge gesamt 220mm 220mm
Länge geschlossen 155mm 125mm
Heftlänge 125mm 125mm
Klingenlänge 83mm 90mm
Klingendicke 3,0mm 3,0mm
Schliff Flachschliff Flachschliff
Stahl X50CrMoV15 X50CrMoV15
Gewicht 58g 60g


Falls es jemand interessiert, mal was zur Geschichte:
Über viele Jahrhunderte hinweg war das Capucin das weitverbreitetste Messer Südfrankreichs. Sein Name kommt wohl von der Kapuze der Mönchskutte(??????).
In dieser Form wird ein Capucin bereits in einem buch von 1772) dargestellt.
Es besteht aus nur drei, maximal vier Teilen: Griff, Klinge und Achse. Weniger geht bei einem Taschenmesser nicht. Möglich ist eine zweite Niete, die dann die geöffnete Klinge in ihrer Position hält, um ein weiteres Öffnen zu verhindern.
Ein Capucin besitzt kein Ressort, die Klinge wird nur durch den Druck der Griffschalen an der Achse in ihrer Position gehalten vom Typus her ist ein Capucin also ein „Piemontais“ oder Friction-Folder.
Streng genommen ist der Splipjoint also auch kein Capucin…

Da der Hersteller ja auch nicht sooo häufig erwähnt wird, hier auch mal etwas Geschichte:
"Due Geschichte beginnt 1902 in La Monnerie, nahe Thiers.
Blaise Dozorme, ein versierter Stahlarbeiter, entschied sich, seine Expertise zu nutzen und ein kleine Messerschmiede in seinem eigenen Heim zu eröffnen.
Sein Unternehmergeist und die beherrschende Persönlichkeit brachten ihm den Spitznamen "Der Wolf" ein, welcher Jahrzehnte später das heutige Logo des Unternehmens prägte.
Ungefähr 1970 begann sich das Unternehmen im großen Stil zu entwickeln. Zu dieser Zeit führte Claude Dozorme, der Enkel des Gründers, das Geschäft. Er investierte massiv in Werkzeug und Mechanisierungen, um das Unternehmen zu entwickeln und auszuweiten. Zu Begin der 1980er Jahre war die Marke 'Claude Dozorme' geboren.
Ein Wandel erfolgte 1991 als Claudine Dozorme, Claudes Tocher, die Leitung der Verkaufs- und Marketingabteilung übernahm. Ihr Ehrgeiz und ihre Kreativität machten die Marke nicht nur zu einem internationalen Verkaufsschlager, sondern brachten Claudine ebenfalls 2013 den 'Auvergne Personaliy of the Year', zusätzlich zu ihrem 'Ordre du Mérite' und 'Légion d'Honneur'." (Quelle: Amazon)
sowei ich das erkennen kann, ist dies die Olivenholz Variante:

Claude Dozorme Le Capucin de Nos Campagnes 1.94.151.89 Messer, Griff aus Olivenholz, Stahl, rostfrei: Amazon.de: Küche & Haushalt
 
Kinimod

Kinimod

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Siegen
@CFG
Es ist wirklich ein tolles Messer.
Die gesamte Verarbeitung und die Haptik sind Top.
Leider habe kein vernünftiges Licht mehr um es so zu zeigen wie es ist, reich aber morgen gerne noch eins nach.
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CFG

CFG

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Danke, die Bilder reichen mir, wirklich ein schönes Messer!
 
Max01

Max01

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@Kinimod
Das Japanische Solingen macht tolle Messer, ich habe auch eines von denen und es ist einfach nur sehr gut.
Ich wüsche Dir mit deinem, so viel Freude wie ich mit meinem habe.
LG
Markus
 
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