Sammelthread Der "Ich hab' etwas Neues und muss es jedem zeigen"-Thread

Diskutiere Der "Ich hab' etwas Neues und muss es jedem zeigen"-Thread im Small Talk Forum im Bereich Small Talk; Bei Reihensechszylinder ist sogar mir als erstes BMW eingefallen ;-) Deshalb ja auch der Schlüsselanhänger...Wäre ja doof , wenn dann jemand an...
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Oelfeld

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Bei Reihensechszylinder ist sogar mir als erstes BMW eingefallen ;-)
Deshalb ja auch der Schlüsselanhänger...Wäre ja doof , wenn dann jemand an Renault denkt :-D
 
Mapkyc

Mapkyc

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Das Konzept des Reihensechsers ist eigentlich das ideale Konzept für Kolbenmotoren. Technisch ist er Motoren mit 1-5 Zylindern überlegen. Motoren mit mehr als 6 Zylindern ist er entweder überlegen, oder aber zumindest gleichwertig. Einem V8 ist er zum Beispiel theoretisch ganz minimal überlegen, zu einem V12 mindestens gleichwertig. Hat aber weniger Bauteile. Aus Konstrukteurs-Sicht wäre es schlauer, einen R6 größer zu dimensionieren, anstatt einen V12 zu bauen. Die Marketingabteilung sieht das natürlich anders.

Es ist sehr lobenswert, daß BMW am R6 festhält. Das sind theoretisch einfach die besten Motoren. :super:

Die Überlegenheit des R6 Konzeptes sieht man ja im schweren Nutzfahrzeugbereich, wo es nur um rationalen Nutzen geht und nicht um Lametta. Bis auf wenige Ausnahmen kann man da ja fast von einer Monoplstellung sprechen. Mercedes hat ja nicht umsonst seine V6 Motoren eingestellt und fährt heute auch mit R6. Es ist einfach das technisch bessere Konzept.
 
Libertarian

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R6 - das war auch der Hauptkaufgrund. Nicht die Marke, bzw. die Marke insofern schon, als der Motorenbau ja zur DNA der Firma gehört. Steht ja auch im Markennamen...

Ich bin nichts besseres gefahren in meinem Leben - es war alles dabei, R4, R3, V6, V8. Konstruktiv scheint R6 tatsächlich das Beste.

Bei Motorrädern ist es übrigens der V4, hier vor allem wegen der sehr kurzen Kurbelwelle (Trägheitsmoment rotierender Massen, das ist schon beim R4 negativ bemerkbar, vor allem bei hoch drehenden Maschinen. Der BMW-Zweizylinderboxer ist eine Ausnahme wiederum, weil die KW längs zur Fahrtrichtung liegt).

LG L.

PS: Auflösung: Es ist ein 440i Gran Coupé.
 
confettarum

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@Mapkyc das Meißte stimmt was du schreibst, der V12 hat die Kolbenbolzen sprich NASE aber doch leicht vorne da sich die freien Massen und Momente noch einen Tick besser ausgleichen als im R6. Im Nutzfahrzeugbereich hat deshalb der R6 gewonnen weil es da voll um Verbrauch geht und die Laufruhe zweitrangig ist.
Beim V8 ist auch noch interessant ob es ein 60° oder 90° Zylinderwinkel ist wegen den Zündabständen.
 
Mapkyc

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Pommes

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Dubbel, Maschinendynamik.JPG

Aus: Dubbel, Maschinendynamik.


Beim Boxer aber auch.
 
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erpelstolz

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Ich glaube V12 und R6 sind bezüglich Laufruhe beide schon sehr gut. Ebenfalls sehr gut ist der Sechszylinder Boxer Motor. Ich glaube rein vom Prinzip schenken sich Boxer und R6 wenig, wahrscheinlich sind sie die besten Bauweisen bezüglich Laufruhe.

Vielleicht stimmt das, was Mapkyc geschrieben hat. Ich weiß es nicht.
Rein intuitiv könnte ich mir aber vorstellen, dass der Boxermotor die beste Bauweise ist, weil die Massen beieinander sind und sich genau gegengleich bewegen.

Mich interessiert Maschinenbau zwar sehr, ich habe sogar beruflich ein bisschen damit zu tun, aber ich bin wirklich kein Experte auf dem Gebiet und lasse mich da auch gerne eins Besseren belehren.
 
confettarum

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Einige schlanke Details sind in der populärwissenschaftlichen Arbeit leider vernachlässigt worden. Kolbenbolzen aus der Mitte zentriert, die einzelnen Komponenten (Kolben, Pleuel...) sind nicht 100%ig gleich schwer.... was dazu führt, dass der 12er sich leichter tut. Das ist eben gelegentlich der Unterschied Theorie / Praxis.
 
Libertarian

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Den wird er sicherlich auch benutzen, sobald er das Auto hat.
Und sich auch nicht von selbsternannten Fadenwarten abschrecken lassen.

Topic: Ist es nicht prima: Du gehst ins UF, super lässige Leute hier an allen Ecken und Enden, und an einem schnöden Schlüsselanhänger in diesem Thread (dafür ist er ja da) entspinnt sich eine recht interessante und kenntnisreiche, wie ich finde, Motorenbaudiskussion. :super:

Den fehlenden Massenausgleich im R4 versucht man auch, durch eine Reihe entsprechender Maßnahmen in den Griff zu bekommen. Ich hatte mal einen Lancia Dedra (Anfang der 90er, Fiat Tipo-Derivat, viel hübscher, aber technisch nicht weniger "italienisch"...), dessen 1,8-Liter Maschine durch eine Ausgleichswelle wirklich sanft lief. Und leise. Dafür aber soff, denn so eine Welle will eben auch gedreht werden.
 
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Oelfinger

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Kolbenbolzen aus der Mitte zentriert
Das ist ein Widerspruch in sich. Entweder aussermittig oder zentriert.

"Im KFZ-Bereich ist die Achse des Kolbenbolzens um ca. 0,5–1,5 mm aus der Kolbenmitte zur druckbelasteten Seite hin versetzt. Ohne diese Desachsierung würde der Kolben die Anlageseite nach dem Oberen Totpunkt (OT) unter vollem Verbrennungsdruck wechseln. Infolge der Desachsierung wechselt der Kolben die Anlageseite bereits vor dem OT, wenn der Kompressionsdruck erst im Aufbau ist. Das verringert den Verschleiß des Kolbens und reduziert die Motorgeräusche. "

Kolben (Technik) – Wikipedia

Früher sollte der aussermittige Kolbenbolzen zusätzlich noch Kolbenkipper verhindern.
 
viertelelf

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Heute bin ich mir ziemlich sicher, dass die Entscheidung ob V6 oder R6 vorwiegend mit dem spitzen Bleistift getroffen wurde, da ein R6 weniger Bauteile benötigt und damit günstiger zu fertigen ist. Die Zeiten, bei denen man Rücksicht darauf nehmen mußte, dass die Sechszylinder auch in kleinere Autos passen, schwierig da prinzipbedingt längere Bauform, sind soweit vorbei. Es gibt fast keinen Hersteller mehr, der unterhalb der Mittelklasse Sechszylinder anbietet (und die, die es noch gibt, denen ist optimale Platzausnutzung nicht so wichtig).

Am Donnerstag bekomme ich endlich meinen neuen R6, nach nur gut 4 Monaten Wartezeit und der einen oder anderen Verschiebung. Bin mal gespannt ob in Dingolfing wirklich gut gearbeitet wird.
 
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