Der Heritage-Faden: Zeigt eure Re-Edition (und das Original)!

Diskutiere Der Heritage-Faden: Zeigt eure Re-Edition (und das Original)! im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Es gibt wohl kaum noch einen alteingesessenen (oder wiederauferstandenen) Uhrenhersteller, der sich nicht seines Erbes besonnen und Wiederauflagen...
Townes

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Es gibt wohl kaum noch einen alteingesessenen (oder wiederauferstandenen) Uhrenhersteller, der sich nicht seines Erbes besonnen und Wiederauflagen alter, prominenter und erfolgreicher Modelle auf den Markt gebracht hat: Der Tudor Heritage Chrono, (TAG) Heuer Monaco, Carrera und Autavia, Seiko Turtle, Omega Speedmaster Mk II und Seamaster 300 oder Breitling Navitimer sind nur einige wenige prominente Beispiele für Wiederauflagen von Klassikern.

Momentan scheinen Re-Editions alter Taucheruhren aus den 60ern und 70ern sehr angesagt zu sein: Certina DS PH200M, Mido Ocean Star Tribute, Zodiac Sea Wolf, Yema Superman oder Oris Divers Sixty-Five z. B. erfreuen sich großer Beliebtheit.

Zu Recht? Re-Editions sind in der Regel umstritten, zumindest bei Vintage-Enthusiasten. Moderne Elemente, selbst kleinste Veränderungen, werden häufig kritisch gesehen. Am liebsten hätten Vintage-Fans eine 1:1-Kopie - um dann gleichzeitig zu bemängeln, dass diesen ja die Geschichte oder die Aura abgehe. ;-)

Wie auch immer, ich besitze sowohl Re-Editions als auch die Vorbilder wiederaufgelegter Modelle und meines Erachtens gibt es gute Gründe und durchaus gelungene Beispiele für Re-Editions.

Was es nicht gibt, ist ein entsprechender Sammelthread! :-)

In diesem Faden ist ausreichend Platz für Fotos von und Informationen zu euren Re-Editions. Schön wäre, neben einem Foto der eigenen Neuauflage, ein Foto des Vorbilds. Infos zu den Unterschieden zwischen Original und Re-Edition oder darüber, warum ihr euch für die Re-Edition (und gegen das Original) entschieden habt, sind ebenfalls gewünscht.

Ich mache mal den Anfang mit meinem Neuzugang, den ich hier vorgestellt habe:

Autavia_Vorstellung-44.jpgAutavia_Wrist_02a.jpg

Bei der Heuer Heritage Calibre Heuer 02 aka Autavia (Ref. CBE2110) handelt es sich um eine Re-Edition der Autavia „Jochen Rindt“ (Referenz 2446) aus dem Jahr 1966; hier Vorbild und Re-Edition nebeneinander:

2446.jpg
Quelle

Die Unterschiede zwischen der Re-Edition und dem Original bestehen i. W. in den Dimensionen (42 vs. 39 mm), dem Kaliber natürlich (Heuer 02 vs. Valjoux 72) und dem verbauten Glas (Saphir vs. Plexi); zudem hat die Neuauflage einen Glasboden. Beim Ziffernblatt der Heritage-Autavia handelt es sich nahezu um eine 1:1-Kopie der Referenz 2446, mit kleinen Unterschieden (Stundenzähler und kleine Sekunde vertauscht, etc.). Im Gegensatz zum Vorbild hat die Hommage ein Datum.

Warum habe ich mich nicht für das Original entschieden?

Die Preise für Autavias, insbesondere aus den 60ern sind in den letzten Jahren explodiert, auch spätere Modelle, wie „Orange Boy“ oder GMTs sind in gutem Zustand kaum noch zu bezahlen. Die Preise für die Referenz 2446 „Rindt“ liegen locker im fünfstelligen Bereich. Bei Phillips wurde kürzlich sogar eine für über 76.000 $ versteigert. Angesichts eines ursprünglichen Preises von 119,50 $ in den 60ern recht ambitioniert. Selbst unter Berücksichtigung der Inflation wären diese heute kaum mehr als 1.000 $.

Zu dem Preis wiederum hätte ich eine gekauft! :D

Unabhängig davon wollte ich aber eine modern ausgestattete, tragbare Uhr für jeden Tag und jede Gelegenheit, bei der ich vermutlich eine teure, seltene und sammelwürdige Vintage-Ikone nicht tragen würde.
 
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So, einen hab ich noch: ;-)

Heuer Autavia Re-Edition, Referenz CY 2111

CY211104.jpgAutaviaWrist 8.jpg

Die Uhr ist die erste Re-Edition der Heuer Autavia; ich habe sie hier vorgestellt. Es gab drei Versionen, die alle noch unter der Ägide von Jack Heuer auf den Markt kamen: Mein schwarz-oranges Modell war der Heuer Autavia 1163 MH „Orange Boy“ nachempfunden, von der angeblich weltweit nur noch 15 Exemplare existieren. Die Frage, warum ich mich nicht für das Original entschieden habe, erübrigt sich daher, denke ich. ;-)

34Aut1163OrangeSM.jpg
Quelle

Die Hommage wurde nur zwei Jahre, von 2003 bis 2004, produziert und lag wie Blei in den Regalen. Zu den Ursachen für den Misserfolg gibt es folgende Vermutungen:
  • Das Design - Die neue Autavia war weder eine echte Neuauflage der alten, noch eine zeitgemäße, moderne Uhr der 2000er. Die Vintage-/Heuerfans wollten lieber das Original oder eine Eins-zu-Eins-Kopie, die jungen/neuen Käufer kannten die alte Autavia im Zweifel gar nicht und bevorzugten die Monaco als die prominentere Uhr und das „Gesicht“ von Tag Heuer.
  • Das Logo - Puristen störte das „TAG“ vor dem „Heuer“.
  • Das Kaliber - Bei dem verbauten Werk handelt es sich nicht um das Original Kaliber 11, sondern um ein (gedrehtes) ETA 2892-2 mit Dubois Depraz Chronomodul.
  • Die Drücker - Einige potentielle Interessenten störten sich an der rechteckigen Form.
  • Die Lünette - Die feststehende Lünette war ein weiterer Kritikpunkt.
  • Das Band - Einige Nichtkäufer hätten die Uhr lieber an einem Lederband gesehen, das Tag Heuer erst später anbot.
  • Der Preis - Mit 3.100 € UVP am Stahl- und 2.800 € am Lederband im Jahr 2005 war die Uhr nicht gerade ein Schnäppchen; das war vermutlich die größte Verkaufsbremse.
Alles in allem war Tag Heuer bei der Re-Edition der Autavia im Jahr 2003 möglicherweise einfach zu früh dran - oder schlicht zu gierig. Als Besitzer/Sammler stört mich der geringe Verkaufserfolg nicht, im Gegenteil: man sieht sie nicht so häufig, das begrenzte Angebot wirkt auf die Preise. Ein Vergleich mit der alten Autavia ist m. E. sinnlos: Bei der Re-Edition handelt es sich um eine komplett andere Uhr.
 
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So, ein letzter Versuch, bevor der Faden mangels Interesse wohl im „Heritage“ des Ufo verschwindet. Vielleicht hätte ich besser einen „Uhr mit Hamster“ Thread starten sollen… ;-)

Oris Divers Sixty-Five Stahl & Bronze

Mein Modell (Ref. 01 733 7707 4354-07 5 20 45) habe ich hier vorgestellt.

Oris_Vorstellung-2.jpg

Historisches Vorbild der Oris Divers Sixty-Five-Reihe war ein Modell aus 1965. Die Uhr hatte ein verchromtes Messing-Gehäuse, ein Plexiglas, Trititium-Indizes und -Zeiger, ein Datum auf der 3, eine beidseitig drehbare Lünette sowie ein Plastikband im Tropic-Design. Leider habe ich keine Informationen zum verbauten Kaliber finden können.

Divers-Sixty-Five-Original-from-the-Sixties_Original_4034-560.jpg
Quelle

2015 stellte Oris auf der Baselworld erstmals die Re-Edition, den Oris Divers 65 (Ref. 733 7707 4064) vor: 40 mm-Edelstahlgehäuse Gehäuse (das Original war kleiner, die genauen Maße konnte ich nicht herausfinden), entspiegeltes, gewölbtes Saphirglas, einseitig drehbare Alu-Lünette, „Light Old Radium“ Super-LumiNova. Das Datum ist nun auf der 6. Der Boden ist mit demselben Oris- Emblem graviert, wie das Original, an das sich die Wiederauflage ansonsten optisch sehr stark anlehnt.

Oris-Sixty-Five-Diver-Baselworld2015.jpg
Quelle

Inzwischen hat Oris die Retro-Diver Reihe „Sixty-Five“ stark ausgebaut, um nicht zu sagen ausgeschlachtet, und sich vom Original optisch weiter entfernt. Mittlerweile existieren zahlreiche Varianten und (limitierte) Sondermodelle, die sich hinsichtlich Gehäusegröße, Material, Ziffernblatt-Layout und -farbe oder Bändern mal mehr und mal weniger unterscheiden. Retro-Diver sind angesagt momentan, die Sixty-Five Serie verkauft sich gut - es sei Oris gegönnt. Tudor macht mit der Black Bay nichts anderes.

Mein Modell hat rein optisch (und technisch sowieso) kaum noch etwas mit dem historischen Vorbild zu tun; lediglich Zeigerspiel und Gehäuseform sind auf den ersten Blick wiedererkennbar. Das Blatt erinnert mich eher an eine Submariner 5513.
 
bachmanns

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Dann steuere ich doch auch noch etwas bei.

Zum 100. Firmenjubiläum präsentierte Tissot im Jahr 1953 einen Worldtimer, die Tissot Navigator. Es war die große Zeit der Weltzeituhren, Rolex stellte um die gleiche Zeit erstmals die GMT Master vor.
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Foto entliehen von Watch Collector’s Notebook — Tissot “Navigator” World Time | Man's Fine Life
Das Original hatte ein 36 mm großes Gehäuse.

60 Jahre später wurde dann anläßlich des 160. Jubiläums die Tissot Heritage Navigator 160th Anniversary COSC präsentiert:
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Bildquelle: Tissot

Das Gehäuse wurde deutlich vergrößert und mißt nun 43 mm. Als Werk kommt das recht seltene ETA 2893-3 mit einem drehbaren Städtering zum Einsatz. Für meine dünnen Ärmchen ist die Uhr zwar grenzwertig groß, aber da das Gehäuse sehr flach ist, kann ich sie dennoch tragen.

Ich habe mir die ebenfalls verfügbare Version mit dem schwarzen Zifferblatt gegönnt.
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Das Modell ist nicht limitiert und aktuell immer noch bei Tissot im Programm.
 
riffhard

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Dann mach ich mal weiter.
Mit Bildern der Originale kann ich leider nicht dienen da ich nur die jeweilige Neuauflage habe und nicht fremde Bilder irgendwo klauen will.
Bilder der Originale sollten aber nicht schwer zu finden sein. ;)
Hier z.B. ein UFO Tread zur Neuauflage von 2015 (Limited edition) und meiner unlimitierten von 2016.
Hier geht es zu meiner Vorstellung.

Die Junghans Meister Pilot ist eine von mehreren Neuauflagen der Bundeswehr Uhr für die Junghans 1955 den Auftrag bekam.
Das Original maß 37 mm im Durchmesser, wurde vom J88 Handaufzugswerk angetrieben und natürlich nicht von Saphirglas sondern von Plexi geschützt.
Das markanteste an der Uhr war und ist wohl die zwölfeckige frei drehbare Flieger Lünette.
Meine Version kam 2016 auf den Markt.
Zeitgemäß im Durchmesser deutlich angewachsen, sonst optisch aber recht nahe am Original.

Kaliber: J880.4 (ETA 2824 oder Selitta SW200 mit Dubois Depraz 2030)
Gangreserve: 38 h
Durchmesser: 43,3 mm
Höhe: 14,4 mm
Glas: Saphir, beidseitig entspiegelt.
Bandanstoß: 22 mm
WaDi: 10 bar

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Ich hab noch nicht ergründet ob in meiner das ETA oder Selitta Werk tickt. Reparaturbedarf gab es bisher nicht. :)

Drei weitere Vorstellungen folgen demnächst in diesem Theater. :prost:
 
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riffhard

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Weiter mit der Guinand 361.
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Mit dem Original gewann Guinand 1974 den ersten Preis beim Wettbewerb der Schweizer Uhrenfabrikanten in der Kategorie Uhren für Wissenschaft und Industrie.
Guinand war lange Jahre Auftragsfertiger für Sinn.
Vertrieben wurde die Uhr daher in Deutschland von Sinn als Modell 101a mit dem Panda Ziffernblatt und 101b in schwarz.
Angetrieben vom Valjoux 7733 mit einem Durchmesser von 38 mm und WaDi bis 20 bar.

Nach dem Ausscheiden von Helmut Sinn bei der nach ihm benannten Firma kaufte er die Mehrheitsanteile an Guinand und die Firma übersiedelte von der Schweiz nach Frankfurt.
Seither steht nun wieder der eigene Name auf dem Ziffernblatt.
Bei der vom Valjoux 7753 angetriebenen Neuauflage der Guinand 361 ist die Tachymeter Skala dazu gekommen und der Durchmesser moderat auf 40,6 mm angewachsen.
Ach ja. 361 war die Referenznummer.

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Etwa zeitgleich mit Guinand brachte auch Sinn eine Neuauflage der 101a als limited Edition unter der Bezeichnung 103 St C.
Einige Käufer berichteten das der Stopp Minutenzeiger nicht perfekt nullt.
Es gab im UFO auch einen Tread dazu.

Guinand 361 (zur Vorstellung)
Kaliber: ETA Valjoux 7753
Gangreserve: 40 Stunden
Durchmesser: 40,6 mm
Höhe: 15,2 mm
Glas: Saphir, innen entspiegelt
Bandanstoß: 20 mm
WaDI: 20 bar

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ketap

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Ein interessanter Faden, wenige Beiträge da entweder Original oder Redingens bei Sammlern zählt. Beides gleichzeitig findet man eher bei Trageuhrensammlungen und dann selten.

Habe diese 2 aus den 80ern im Seikofotofaden neulich gepostet und Achim aka gufi hatte dazu die Reeditions als Paar gezeigt. Sind aber nicht meine Re,s und nicht meine Fotos. Evtl. postet er die dann die Tage hier, sonst bitte ich ihn via PN.
Der Unterschied ist aber sehr klein, Datum Totalisatorenfunktionen und Kronenposition.
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Eddi sagt Danke an Achim. Teamwork :-) wer machts nach?
 
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Saltire

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Schöner Faden! :super:

Eines meiner Lieblings-(Vintage-)Brands ist ja auch seit ein paar Jahren wieder retromässig unterwegs... Zodiac!

Die vintage Seawolf Modelle sprechen durchaus für sich. Mir waren sie allerdings für den täglichen Gebrauch immer etwas zu klein am Arm. Angesammelt hatten sich trotzdem einige, im Laufe der Jahre. Hier mal eine kleine Auswahl:

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Seit der letzten Woche habe ich endlich eine Sea Wolf aus aktueller Produktion in zeitgemäßen 40mm.

2745078
 
Townes

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Der Faden glüht, :-) freut mich!

Dass man sowohl Original als auch Wiederauflage besitzt @ketap ist in der Tat recht selten und muss auch (für diesen Faden) gar nicht sein. Fotos der Re-Edition und Verweise aufs Original und die Unterschiede genügen. Und die Idee, hier als Sammlerpärchen Vorbild und Re-Edition zu zeigen, hat natürlich was! :super:

@all Danke für eure Beiträge!
 
gufi

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Habe diese 2 aus den 80ern im Seikofotofaden neulich gepostet und Achim aka gufi hatte dazu die Reeditions als Paar gezeigt. Sind aber nicht meine Re,s und nicht meine Fotos. Evtl. postet er die dann die Tage hier, sonst bitte ich ihn via PN.
Der Unterschied ist aber sehr klein, Datum Totoalisatorenfunktionen und Kronenposition.
Dann von mir die Re-Editions, die vor ca. 3 Jahren auf den Markt kamen.

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riffhard

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Heritage muß kein Loch in die Geldbörse reißen.
Die Seagull 1963 (Vorstellung) ist ein Nachbau der Chinesischen Luftwaffen Uhr aus den 1960er Jahren.
Könnt ihr mir glauben, müsst ihr aber nicht. Bilder vom Original kann ich keine finden.
Die Vintage Uhr selbst zu finden dürfte, jedenfalls in Europa, so gut wie aussichtslos sein.

1963 kam der Prototyp. Tatsächlich in Serie gebaut wurde die Uhr dann aber erst ab 1966.
1500 - 1800 Stück (je nach Quelle) wurden bis 1969 an die Luftwaffe geliefert.
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Heute wird die Uhr von verschiedenen Händlern in unterschiedlichsten Varianten angeboten.
Wie beim Original mit 37,5 mm Gehäuse oder in 42 mm für die Freunde großer Uhren.
Ich hatte die 42er Variante auch. Die wurde aber mittlerweile weiterverkauft. Mit dem hellen Blatt war sie mir am Arm doch etwas zu präsent.
Mit matt silbernem Ziffernblatt, als Panda, reverse Panda, in blau/beige, grün/beige, rein blau, rein grün ....... mit Plexi oder Saphir ... mit Massiv- oder Sichtboden.
Die Uhr scheint sowas wie die Cash Cow der China und Russenuhren Händler zu sein.

Die silberne in 37,5 mm soll der Vintage entsprechen.
Man hat sogar 19 Zuan (Steine) auf das Ziffernblatt gedruckt weil es beim Original so war, obwohl das Seagull ST19 über 21 Steine verfügt.
Die Chinesischen Schriftzeichen sind der Name der Fabrik.

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Das Seagull ST19 ist ein Schaltrad Chrono. Einer der letzten verbliebenen.
Deren Konstruktion ist aufwändiger als die der heute üblichen Chrono Werke.
Schaltrad Kaliber gibt es sonst eher nur noch in Uhren der mehrere tausend Euronen Klasse aus der Schweiz.

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Seagull 1963
Kaliber: ST19 Handaufzug, ca. 45 Stunden Gangreserve
Gehäuse: 37,5 mm Durchmesser, 14 mm Höhe (3 - 4 mm gehen auf das stark gewölbte Plexi)
Glas: Plexi
Boden: Sichtboden
Bandanstoß: 18 mm

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Townes

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Sehr cool @riffhard Eine Re-Edition, die ich so gar nicht auf dem Zettel hatte! :super: Und die Guinand 361 geht mir auch schon nicht mehr aus dem Kopf. Toller Bicompax-Chrono!
 
riffhard

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Ich kann dir beide nur empfehlen. :)
Die Guinand 361 ist sowieso eine meiner Lieblingsuhren.
Mit der Seagull kann man auch nichts falsch machen.
Ein schöner eigenständiger Chrono mit Handaufzug in guter Verarbeitung mit einem soliden Uhrwerk zu kleinem Preis.
Und bei der Flut an Modellen die es von der gibt sollte für jeden Geschmack eine dabei sein.
 
bemk

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...
Momentan scheinen Re-Editions alter Taucheruhren aus den 60ern und 70ern sehr angesagt zu sein: Certina DS PH200M, Mido Ocean Star Tribute, Zodiac Sea Wolf, Yema Superman oder ...
Schönes Thema! Dann greife ich die letztgenannte auf und zeige meine Yema Superman Heritage 39mm.

Die Uhr ist - meines Wissens - eine exakte Neuauflage der Yema Superman Ref. 53.00.16 von 1970. Es gab 1963 die erste Superman, Yema wurde 1948 gegründet. Ein Bild des Originals findet sich hier, erstes Bild _im_Artikel:
Yema : la renaissance d’une marque emblématique - Minute Montre
Eine blaue Superman (anderes Blattdesign) gibt es auch, seit einigen Wochen gibt die schwarze auch auf Wunsch vieler mit 41mm Durchmesser und drei neue Varianten mit Bronzegehäuse.

Zwei Bilder von mir, einmal am Metallband:

Yema_SupermanHeritage_10045.jpg

Und an einem Tropic von Uncle Seiko:

Yema_Superman-UncleSeiko_Tropic_10219.jpg
 
Articus

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Dieser Faden zeigt (mal wieder) eindrucksvoll, dass die ganzen Reeditions optisch für die Tonne sind im Vergleich zu den Originalen. Insofern begrüße ich die abschreckende Wirkung 8-)
 
riffhard

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Nachdem ich die Hamilton Intra-Matic Autochronos gestern hier vorgestellt habe müssen sie natürlich auch in diesen Thread rein.
2751891

Es handelt sich dabei um eine reissue des Chronograph A von 1968.
Dieser hatte einen Durchmesser von zarten 36 mm und wurde vom Valjoux 7730 angetrieben.
Die aktuelle ist auf 40 mm angewachsen. Der zusätzliche Platz wird von der schwarzen Tachymeter Skala genutzt.

2751926

2751927

2751935

Als Chronograph B gab es auch eine reverse Panda Version.
Von dieser wurde 2018 zum 50 jährigen eine 42 mm Version als limited Edition aufgelegt.
Diese habe ich jedoch nicht.

Es gibt aktuell allerdings noch eine dritte Variante der ich auch nicht widerstehen konnte.
2751938

2751946

Kaliber: H-31 (Basis ETA Valjoux 7753)
Gehäuse: 40 mm, 14,6 mm hoch, 49 mm Lug zu Lug.
Glas: Saphir gewölbt und innen entspiegelt
Gangreserve: 60 Stunden
Krone: verschraubt
Datum: Einstellung über Drücker bei 10 Uhr
Bandanstoß: 20 mm
WaDi: 10 bar
 

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Eine hab ich noch.
Junghans Meister Telemeter.
2757005

Die Telemeter ist ebenso wie die Junghans Meister Pilot eine Neuauflage einer Junghans aus den 1950er Jahren.
Ab 1951 gab es sie mit dem J88 mit Ziffernblatt in silber oder schwarz.
Eingesetzt wurde sie z.B. bei der Jugoslawischen Luftwaffe als Dienstuhr.
Die reissue der schwarzen hat Junghans vor ca. einem Jahr eingestellt. Die silberne ist nach wie vor erhältlich.
Hier hat @fmattes die Originale gezeigt.
Eine Vorstellung meiner reissue gab es natürlich auch.
Deshalb hier nur nochmal die Daten der reissue und einige Bilder.

Technologie: Automatikwerk Kaliber J880.3 (ETA 2892 / Dubois Depraz 2030)
Funktion: Stoppfunktion, Telemeter, Tachymeter
Gehäuse: Edelstahl, verschraubter Sichtboden, Ø 40,8 mm, Höhe 12,6 mm
Glas: Plexi-Hartglas gewölbt mit SICRALAN Beschichtung
Zifferblatt: versilbert matt, Zifferblattdruck und Zeiger mit umweltfreundlicher Leuchtmasse
Wasserdichte: wasserdicht bis 3 bar
Armband: Sattellederband mit Dornschließe aus Edelstahl

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Sehr schön! Damit liegst du bislang Re-edition-mäßig vorne! ;-) Kommt die schwarze auch noch?
 
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