Der Eisenbahn-Thread für Pufferküsser und Bahnhasser, alles rund um DB & Co

Diskutiere Der Eisenbahn-Thread für Pufferküsser und Bahnhasser, alles rund um DB & Co im Small Talk Forum im Bereich Small Talk; Das fand ich auch sehr erstaunlich und in einen Modelleisenbahnfaden passen Diskussionen um reale Verspätungen, kaputte Fahrkartenautomaten...
#1
kater7

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. . . . . dass wir noch keinen Lokfaden haben;-).
Das fand ich auch sehr erstaunlich und in einen Modelleisenbahnfaden passen Diskussionen um reale Verspätungen, kaputte Fahrkartenautomaten, ausfallende Tunneltampons nicht wirklich rein.
Auch wirken Plaudereien um Zuggewichte von 1600to und mehr, Zuglängen von 700m und 10.000PS Lokomotiven im Modellbahnthread irgendwie fehl am Platze.

Also hier von mir der Thread für Pufferküsser, Ferrosexuelle, Bahnfreunde, Hobbyeisenbahner und Bahnhasser ebenso wie der für Fachleute die noch wissen was sie auf der Bahn machen :D

Schöne oder häßliche Bahnbilder, Diskussionen zu aktuellen Ereignissen, Freud und Leid rund um DB & Co dürfen und sollen in diesen Thread.

Ich fang hier einfach mal ganz neutral und freundlich mit zwei Lokomotivbildern an:

IMG_4192.jpg IMG_3078.jpg

Jetzt auch noch einen Eisenbahnthread im UF? Gehts noch? Was hat den der Scheiß mit Uhren zu tun? :shock:

Oh doch, Eisenbahn und Uhren gehören zusammen, auch wenn es heute unglaublich scheint: pünktlich wie die Eisenbahn war mal ernst gemeint und nicht spöttisch. Um 1900 herum war der Begriff Railroadwatch ein Qualitätssiegel in den USA, der damals führenden Herstellernation von Qualitätsuhren. Diese Eisenbahnchronometer unterlagen strengen Herstellungs- und Prüfkriterien, es waren mit die ersten Chronometernormen noch lange vor der COSC, die auf diesen amerikanischen Prüfnormen basiert. Auch heute noch läuft eine gut gewartete Railroadwatch völlig problemlos in Chronometernorm, justiert in bis zu 6 Lagen, zusätzlich auf Temperatur heiß/kalt und Isochronismus bringen diese Taschenuhren alle Voraussetzungen für extreme Ganggenauigkeit mit.

Railroadwatch von Howard, Serie 10

IMG_20180414_115015.jpg IMG_20180414_115131.jpg IMG_20180414_115449.jpg IMG_20180414_115524.jpg IMG_20180414_115634.jpg IMG_20180414_120132.jpg IMG_20180414_120238.jpg
 
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#2
Peta

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Interessantes Thema für einen Lokführer und Uhrensammler!:super:
Um zu den Uhren etwas beizusteuern: Sehr viele Bahner trugen diese Roskopf-Uhren, https://de.wikipedia.org/wiki/Roskopfuhren, ebenso billig wie robust, da der kleine Eisenbahner schlicht und einfach zu wenig für eine hochwertige Uhr verdiente.
Und jetzt ab in die Nachtschicht.........:motz:
Peta
 
#3
kater7

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Hallo Peta,
ruhige Schicht und gute Fahrt, Österreich ist ja auch ein Bahnland, mittlerweile besser dastehend als Deutschland.

In Europa gab es sehr viele unterschiedliche Uhrenmodelle die einfach von Eisenbahnern genutzt wurden, es gab auch den Begriff der Dienstuhr in Deutschland. Welche Modelle es waren weiß ich ehrlich gesagt nicht, einfach, preiswert, robust und halbwegs ganggenau mußten sie wohl sein. Natürlich immer gut ablesbar. In den USA waren die Ansprüche an die Uhren wesentlich höher, es wurde aber auch länger nur "auf Zeit" gefahren, nicht auf Signal wie in Europa.
 
#4
Oelfinger

Oelfinger

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Ein Frage, die mich schon seit längerem Beschäftigt:

Worin unterscheiden sich (bei elektrisch betriebenen) Lokomotiven für Güterzüge von denen für den Personenverkehr? Durchzugvermögen? Endgeschwindigkeit?

Bei den Dampfloks hatten die Güterzugloks kleinere Treibräder, um ein höheres Drehmoment erzeugen zu können. Aber heutzutage?
 
#5
elekticker

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Bei E-Loks waren es früher andere Motoren. E103 hatte höhere Geschwindigkeit, E151 geringere Geschwindigkeit und höhere Anfahrtszugkraft. Heute sind die wohl so leistungsfähig, dass sie meistens beides können. Aber es gibt ja immer weniger lokbespannte Personenzüge.


Meine Lieblingslok war immer die E103, das langjährige Flaggschiff der Bundesbahn. Hatte ich als Kind in H0 von Märklin und liegt noch am Dachboden. Vor einigen Jahren hatte ich ein Erlebnis mit dieser Lok, das leider nicht fotografisch dokumentiert wurde. Wir gingen mit dem Hund an der Bahnlinie (Mangfalltalbahn, kurvenreich, normalerweise Nahverkehrstriebwagen) spazieren. Es war ein nebliger Wintertag. Plötzlich rauscht es ganz leise und aus dem Nebel bricht wie ein Geist eine auch noch lichtgrau lackierte 103 mit einem Personenzug heraus und verschwindet so schnell, wie sie gekommen ist. Das Muster war da schon lange außer Dienst gestellt und die meisten verschrottet.
 
#6
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Hmmm jain :D die E151 hat die selben Motoren wie die E111, die E151 hat derer 6 die E111 nur 4 und es ist eine andere Getriebeübersetzung vorhanden. Die E140 (Güterzuglok, Vmax 110) und die E110 (Personenzuglok, Vmax 150) unterscheiden sich nur in der Getriebeübersetzung und der Bremsausrüstung. Die E103 ist ein Sonderfall, hatte Anfangs sehr viel Ärger mit den hochgezüchteten Motoren gemacht.

Eines haben die "alten" E-Lok gemein: es sind sog. Kommutatormotore verbaut.

Heutige E-Loks sind Drehstromlokomotiven und die können einfach nicht mehr mit den alten Loks verglichen werden. Die Bedienung ist derart unterschiedlich das ein junger Lokführer der das Fahren auf den Drehstromloks gelernt hat eine Sonderausbildung über etwa 1 Woche für Kommutatorlok benötigt.

Der bekannte ÖBB Taurus ist für Güterzüge bedingt geeignet und für sehr schnelle Züge (Vmax 230) geeignet. Die 193er ist für Güterzüge und für schnelle Züge geeignet (Vmax je nach Ausführung 160-200km/h) auch hier wird mit Übersetzungen gearbeitet. Die E145, 185, 152 der DB sind mit Vmax 140 bedingt für Personenzüge geeignet und werden überwiegend vor Güterzügen eingesetzt. Wir sind technisch der sogenannten Universallokomotive sehr nahe gekommen, eine eierlegende Wollmilchsau ist nicht dabei.
 
#8
black flag

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Meine Lieblingslok war immer die E103, das langjährige Flaggschiff der Bundesbahn. ...Plötzlich rauscht es ganz leise und aus dem Nebel bricht wie ein Geist eine auch noch lichtgrau lackierte 103 mit einem Personenzug heraus und verschwindet so schnell, wie sie gekommen ist. Das Muster war da schon lange außer Dienst gestellt und die meisten verschrottet.
Also (mind.) eine 103 ist wohl noch bei einem privaten EVU im Einsatz:

103 222-6 _2017-04-19 (5).jpg

Und wer Interesse an alten Loks hat und mal in Leipzig ist, im Hbf. gibt's ein "Museumsgleis":

52 5448-7 _2018-06-19.JPG

SVT 127 225 _2018-06-19 _2.JPG
 
#9
Oelfinger

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Markus, Frank, danke für eure ausführlichen Erläuterungen!

Mit der E103 hatte man beim Quartettspielen bei Vmax 250 km/h immer die Nase vorn!
 
#10
kater7

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Der Schienenzeppelin war eines der merkwürdigsten Fahrzeuge die je gebaut wurden, richtungsweisender war jedoch ein heute fast vergessener Triebzug von Franz Kruckenberg, der SVT 137 155 https://de.m.wikipedia.org/wiki/DR_137_155

Die Weiterentwicklungen nach dem Krieg, wie der DB TEE Triebwagenzug VT11.5 kennen sicher noch sehr viele



.....und auch die ebenfalls auf dem Kruckenbergtriebzug basierende DR Entwicklung, den VT 18.16 kennen sicher auch noch einige hier.



Natürlich darf bei den SVTs der in Görlitz gefertigte "Fliegende Hamburger" nicht fehlen.



--- Nachträglich hinzugefügt ---

Mit der E103 hatte man beim Quartettspielen bei Vmax 250 km/h immer die Nase vorn!
Jaja die Quartettspiele :D aber die E103 durfte Serienmäßig nur 200km/h fahren :oops:
 
#11
elekticker

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Der TEE war schon klasse. Mit Dieselmotor oder Gasturbine. Das Turbinenteil hätte ich gerne mal im Bahnhof gehört. Das Reichsbahnpendant kannte ich als Junge gar nicht.

Die private 103 ist irgendwie komisch. Einerseits freue ich mich, dass es noch welche gibt (Danke fürs zeigen!), andererseits: Ohne die rot-beige-TEE/Intercity-Lackierung ist es nicht mehr die 103.
 
#12
spritdealer

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Schöne Bilder, teilweise, denn die 103 in dieser Lackierung ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Sie ist ein Klassiker, habe ich sehr sehr oft live gesehen und habe ich auch als Modell im Schrank. Die 052 ist auch wunderschön. konnte ich leider nie live sehen. Als Modell habe ich sie ebenfalls
 
#13
elekticker

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Um die abgebildete graue 103 etwas aufzuwerten: Ich habe Wikipedia bemüht. Es ist die 103-222 und sie ist nicht nur fahrbereit, sondern offenbar bis heute als ehemalige Versuchslok bis 280 km/h zugelassen 8-)
 
#14
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Ich hab die Lok noch nicht live gesehen, für mich wirkt es so auf dem Bild als hätte sie LED Lampen bekommen?
 
#16
kater7

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Das Museumsgleis ist sehenswert, aber wenig besucht.

In MOR hat Locomotion die Oberhand.... IMG_20180708_122320.jpg

Schraubeneimer mit Dienstjubiläumsaufschrift

IMG_20180708_123756.jpg

Heute eine wirklich neue 193er, was leider nicht bedeutet das sie Störungsfrei läuft

IMG_20180708_123621.jpg

IMG_20180708_124123.jpg IMG_20180708_124152.jpg IMG_20180708_124158.jpg

...... und ein Zufallsschnappschuss: 52er beim Umsetzen in Gunzenhausen

IMG_20180708_161022.jpg
 

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#17
Mapkyc

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Top Bilder, Frank! Danke! :super:

Das rote Ding links im Cockpit ist der Totmannsknopf? Kann man den (alternativ) immer noch über die Pedale am Boden bedienen? Ich war mal vor 30 Jahren als Schüler im Rahmen des Unterrichts in einer DR-Lok und der Lokführer hat das so erklärt. Das müßte eine 243 gewesen sein, wenn ich mich jetzt nicht irre.

Selber kann ich hier nur wenig beitragen, da Schienenfahrzeuge für mich ein völlig fremdes Gebiet sind. Selbst Fotos von Lokomotiven habe ich kaum. Aber das muß ja nicht so bleiben! ;-)

Grüße und allzeit gute Fahrt! :klatsch:

Marcus
 
#18
Blackadder

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Also wenn ich das Pfeiffen einer Taigatrommel oder einer Ludmilla beim Anfahren höre da bekomm ich immer eine Gänsehaut.
Ich hattte mal das Erlebnis einer solchen Anfahrt mit einer Doppeltraktion mitzuerleben. Der Güterzug bestand aus einer gefühlten Länge von zwei Kilometern nur mit voll beladenen Waggons mit Holzstämmen. Da hat sich der Himmel schwarz verfärbt...

Aber ein unbeschreibliches Erlebnis...
 
#19
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Mapkyc,
das was Du als "Totmannknopf" bezeichnest ist auf den Bildern als solches nicht zu erkennen. Heute nennt sich das Dingen Sifa, Sicherheitsfahrschalter, bedienbar über einen der beiden langen Hebel auf dem Pult, über Bodenpedal unterm Pult und kleine Bodenknöpfe neben den Einstiegstüren, wenn ich mal mit Seitenfahrschalter fahren sollte (zum Rangieren, was Lokführer ja nicht können wie in einem anderen Thread behauptet wurde :D) der rote Knopf ist ein interessantes Teil:

der Rote Knopf ist ein Not-Aus-Schalter zu betätigen bei unmittelbar drohendem Unfall. Das ist so gedacht: wenn ich sehe es knallt gleich soll ich auf den Knopf hauen und dann in den Maschinenraum flüchten. Haut man da drauf passiert eine ganze Menge: der Hauptschalter schaltet die Lok aus, der Stromabnehmer senkt sich, eine Schnellbremsung wird eingeleitet und die Hupe macht ne Menge Lärm, angeblich Tonzeichen Notsignal. Ich hab es nie ausprobiert :oops:
 
#20
Oelfinger

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der Hauptschalter schaltet die Lok aus, der Stromabnehmer senkt sich, eine Schnellbremsung wird eingeleitet und die Hupe macht ne Menge Lärm
... und wie von Geisterhand erscheinen 25 Formulare, die Handschriftlich ausgefüllt werden müssen. In dreifacher Ausfertigung!
 
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Der Eisenbahn-Thread für Pufferküsser und Bahnhasser, alles rund um DB & Co

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