Der DIY-Thread für Lederbearbeitung, Uhrenbänder....

Diskutiere Der DIY-Thread für Lederbearbeitung, Uhrenbänder.... im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; :-) Danke Steafn, jetzt bist du aber bald an der Reihe mit einem gesteppten Gürtel! ;-) @Mr. Deckstein Danke für die Info. Das mit der...
the carpenter

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:-) Danke Steafn, jetzt bist du aber bald an der Reihe mit einem gesteppten Gürtel! ;-)

@Mr. Deckstein
Danke für die Info. Das mit der Meditation stimmt und das übt ungemein. :-)

Dieses Leder packt die Singer nicht, aber dafür habe ich sie mir auch nicht gekauft, vielmehr für dicke Stoffe
und Ledernähte, die nicht sichtbar sind, was aber von der Dicke und dem Stand des Leders abhängt. Es geht
doch nichts über eine schöne Sattlernaht und das packen Nähmaschinen in der Preistkategorie allein schon
wegen der Garnstärke nicht leider nicht.

Freundliche Grüße vom Zimmermann
 
fifty fathoms

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Hotelschuhlöffel aus Plastik (10 Cent Artikel) kurz mit Restleder aus der großen Kiste aufgepimpt.
Mit der alten Adler genäht...

Grüße Stephan 15649256013944624600577529016154.jpg15649256282798522103953354052304.jpg15649256443223211001126904715034.jpg
 
pfotenhauer

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Guten Morgen in die Runde,

nach Monaten des Mitlesens und einigen Versuchen, Uhrenbänder zu erstellen, habe ich letzte Woche ein schlichtes, nahtloses und wuchtiges Band im Sandwich-Aufbau für meine Vintage VDB gebaut. Ich versuche mal die Enstehungsschritte aufzuzeigen und bin gespannt, ob es mir gelingt. Fragt mich aber bitte nicht, was für Leder ich verwendet habe. Ich habe bei einem Bekannten, der überwiegend Lederartikel für die Mittelalter-Szene herstellt, ein paar Reste ergattert, ohne zu fragen, was es ist.

Doch jetzt zum Band: Nach dem Messen des originalen Bandes und dem groben Zuschnitt (beim Schließenteil musste die Länge natürlich schon stimmen, da es an beiden Enden umgeschlagen wird) ging es ans Verkleben:

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1 - Deckleder, 2 - mittlere Schicht, 3 - Unterleder

Nachdem der Kleber getrocknet war, hab ich das Band auf die richtige Breite geschnitten, was die Kantenbearbeitung sehr vereinfacht und einen schönen Blick auf den Aufbau ermöglicht.

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Die Kanten habe ich anschließend mit Fiebing`s Edge Dye geschwärzt, dann poliert, nochmal geschwärzt und wieder poliert. Noch ein bisschen geschwärzt und zum Schluß noch mit Fiebing`s Edge Kote (transparent) behandelt. Leider ist mir die Kante immer noch nicht glatt genug. Ich werde mir wohl einen Polieraufsatz für den Dremel besorgen müssen.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, einzig den Keeper werde ich nochmal neu und etwas dicker machen. Das Band ist nun ca. 4,5 mm dick, was bei der Uhr auch nötig ist, sonst die Hörner überstehen, was mir nicht gefällt.

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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und eine angenehme Woche! :-)
 
mofo

mofo

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Schwebebahn
Das schaut doch prima aus. Den keeper würde ich nicht viel dicker machen. Habe selber für die vdb einige Bänder gemacht und bei dem massiven Band und der dicke von 4.5mm wird es arg fett am Handgelenk wenn noch ein fetter keeper hinzukommt.

Alleine die schließe ist quasi eine gürtelschnalle. Ich habe festgestellt dass eine Verjüngung von 28 auf 24 sehr fein ist wenn man die vdb länger trägt. Probiere es mal aus.

Den dremelaufsatz habe ich auch. Wirklich viel benutzt jedoch nicht da es von Hand besser geht. Selbst auf niedriger Stufe muss man beim dremel aufpassen. Und wirklich feiner wird es nicht.

Gerade bei der vdb darf es ruhig etwas martialisch ausschauen.
 
Mr. Deckstein

Mr. Deckstein

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Boh, mächtiges Band, aber es sieht doch gut aus.
Ich würde nur den Rand noch etwas abrunden, so wäre es mir zu scharfkantig.

Gruß Wolfgang
 
pfotenhauer

pfotenhauer

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Ich habe festgestellt dass eine Verjüngung von 28 auf 24 sehr fein ist wenn man die vdb länger trägt. Probiere es mal aus.
Das habe ich mir auch schon gedacht, aber ich traue mich noch nicht an eine Verjüngung ran. Obwohl es eigentlich auch ein Thema für eine andere Uhr von mir (20er Bandanstoß und 18er Faltschließe) wäre. Irgendwann werd ich's einfach probieren.

Gerade bei der vdb darf es ruhig etwas martialisch ausschauen.
Da gebe ich dir natürlich uneingeschränkt recht! :prost:
 
pfotenhauer

pfotenhauer

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Boh, mächtiges Band, aber es sieht doch gut aus.
Ich würde nur den Rand noch etwas abrunden, so wäre es mir zu scharfkantig.

Gruß Wolfgang
Vielen Dank! Die Kanten sind minimal abgerundet, sodass sie nicht mehr richtig "scharf" sind. Das harmoniert ganz gut mit dem kantigen Gehäuse.
 
Pelikanus

Pelikanus

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Fettes Teil, und gelungen, wie ich finde.
Beim keeper gehe ich mit mofo einig. Noch dickerer keeper trägt dann störend auf beim lockeren Ablegen des Arms auf die Tischplatte, sei vorsichtig.
Die Anschlüsse an die Hörner und die Schliesse sind ausgezeichnet. Einzig beim abgeschrägten Teil am Ende des längeren Stücks musst Du vorsichtig sein, wenn Du in den keeper einfädelst. Da trennen sich die Lederschichten zuerst.
 
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pfotenhauer

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Fettes Teil, und gelungen, wie ich finde.
Vielen Dank für die Blumen! :oops:

Beim keeper gehe ich mit mofo einig. Noch dickerer keeper trägt dann störend auf beim lockeren Ablegen des Arms auf die Tischplatte, sei vorsichtig.
Das Leder ist halt ziemlich weich, was das Einfädeln des Bandes und das Verschieben des Keepers am Arm etwas erschwert. Aber allein aus Faulheit, wird es wohl wahrscheinlich so bleiben. :lol:

Die Anschlüsse an die Hörner und die Schliesse sind ausgezeichnet.
Hier habe ich festgestellt, dass es am genauesten wird, wenn ich einen Millimeter über der Anstoßbreite schneide. Bei einem 28er Anstoß svchneide ich 29 mm.

Einig beim abgeschrägten Teil am Ende des längeren Stücks musst Du vorsichtig sein, wenn Du in den keeper einfädelst. Da trennen sich die Lederschichten zuerst.
Durch die abgeschnittene Ecke lässt es sich grundsätzlich richtig gut einfädeln. Wie o.a. wird das bei diesem Band nur durch den weichen Keeper erschwert.
 
mofo

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Das verjüngen ist nicht so schwer. Ich schneide bspw für ein 28 Band zuerst auf 32, dann geht's ans Feintuning. Mit einem rollschneider ist es leicht auf die exakten Millimeter anzupassen. Und zur Verjüngung hin musst schauen dass der Teil der durch die schließe kommt entsprechend richtig gewählt wird.

Den keeper kannst auch fest machen, ist zwar mehr Arbeit, jedoch legt die uhr sich angenehmer an. Kombiniert man dann das ganze mit einem Band das sich verjüngt wird es etwas "hackelig" da das entsprechende Gegenstück des Bandes schon zugeschnitten sein sollte damit der keeper nicht zu groß wird.

Alles in allem ein schönes Hobby und mit der Zeit bekommt man auch ein gutes Gefühl dafür wie man seine Bänder trägt und die schnittlängen wählen muss.

Zuletzt noch eine feine naht und der Tag ist schneller Rum als einem lieb ist 😅
 
pfotenhauer

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Nun, da es hier gerade recht ruhig ist, traue ich mich, euch mein erstes Sandwich-Band zu zeigen.

Kurz zum Material: Ich hab von einem Bekannten einen alten, dreilagig aufgebauten Gürtel aus Straußenleder bekommen, den ich erstmal auseinander genommen habe. Dann habe ich mir Stücke mit schöner Struktur ausgeschnitten und das Band erstellt. Dabei habe ich alle 3 Lagen des Gürtels wiederverwenden können.

Dieses Band ist ebenfalls nur geklebt. Leider bin ich damals noch nicht drauf gekommen, die Bänder mit "Überbreite" zu kleben und dann erst auf die richtige Breite zu schneiden. Auch ist mir beim anschließenden Schleifen der Kanten ein Bandanstoß leicht verunglückt. Immerhin war dies vermutlich mein erstes Band mit fixiertem Keeper.

Aber nun zu den Fotos: Wie man sieht, hatte ich weder Kantenfarbe noch -polierer als ich es gebaut habe :oops:

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Als die Kantenfarbe und der -polierer dann da waren, kamen sie natürlich sofort zum Einsatz! :-D

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Hier sieht man den versauten Bandanstoß. Glücklicherweise fällt der beim Tragen nicht wirklich auf.

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Alles in allem war ich sehr zufrieden, mit der Bearbeitbarkeit des Leders, würde heute aber einiges anders machen, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Zur Speedy passt das Band aber richtig gut! Auch dank der Schließe aus Fernost.

Ich hoffe, ich habe nichts wesentliches vergessen zu erwähnen.
 
mofo

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Schaut doch ganz ordentlich aus ;)

Das mit dem bandanstoß ist ärgerlich... lieber 1 MM mehr, kommt immer ganz auf das leder an. Ich versuche immer 1-2 MM mehr und arbeite lieber nochmal ein wenig nach, sei es mit dem kantenhobel, Schleifpapier, oder dem glätter. Wenn die Kanten gehobelt und geschliffen sind und dann der glätter zum Einsatz kommt , verschwindet der überstand. Nur geschliffen also rustikal reicht auch 1mm mehr da das Band sich eh anpasst an den anstoß. Nur die schließe muss dann natürlich auch noch passen :)

Tolles Hobby!
 
pfotenhauer

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Schaut doch ganz ordentlich aus ;)
Vielen Dank. Grundsätzlich hast du recht aber du kennst das mit den eigenen Ansprüchen vielleicht... 😄

Das mit dem bandanstoß ist ärgerlich... lieber 1 MM mehr, kommt immer ganz auf das leder an. Ich versuche immer 1-2 MM mehr und arbeite lieber nochmal ein wenig nach, sei es mit dem kantenhobel, Schleifpapier, oder dem glätter. Wenn die Kanten gehobelt und geschliffen sind und dann der glätter zum Einsatz kommt , verschwindet der überstand.
Mittlerweile mach ich das auch so. 🤘

Nur geschliffen also rustikal reicht auch 1mm mehr da das Band sich eh anpasst an den anstoß. Nur die schließe muss dann natürlich auch noch passen :)
Da passt es glücklicherweise perfekt!

Da gebe ich dir unumwunden recht! 🍻
 
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Der DIY-Thread für Lederbearbeitung, Uhrenbänder....

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