Sammelthread Der Batteriewechsel Thread

Diskutiere Der Batteriewechsel Thread im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Moinmoin. Ich habe in den letzten Wochen jede Menge Batterien in meinen Quarzuhren gewechselt und habe dabei Erfreuliches und Unerfreuliches...
#1
Excalibur

Excalibur

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Moinmoin.
Ich habe in den letzten Wochen jede Menge Batterien in meinen Quarzuhren gewechselt und habe dabei Erfreuliches und Unerfreuliches erlebt. Diesen Erfahrungsschatz moechte ich nun teilen.
Ich stelle mir hier einen Sammel-Thread vor, der nur die technische Seite des Batterietauschs mit ein paar wenigen massgeblichen Bildern zeigt. Die genaue Bezeichnung der Uhr sollte genannt sein, damit die Suchfunktion diese auch wiederfindet und Interessenten Hilfe erhalten.
Es kann sich jeder beteiligen, der ebenfalls einen dokumentierten Batteriewechsel zeigen kann.
Nicht hierher sollten Diskussionen ueber Automatikuhren, vermeintlich fehlende Seelen und die Wertigkeit der Quarzer an sich gehoeren.

Beginnen moechte ich mit dem benoetigten Werkzeug:
01_Werkzeugsammlung_edit.jpg
Ein Teppichmesser:
Ganz praktisch, um Federstege an Armband zusammenzuschieben, wenn man von aussen nicht drankommt. Das ist relativ oft der Fall.
Ein stumpfes Messerdings:
Es gibt bestimmt einen Fachbegriff dafuer, aber egal. Das Messer ist stumpf und stabil. Damit werden Sprengdeckel aufgehebelt.
Schraubendreherset:
Vernuenftige Schraubendreher in guter Qualitaet sind immer zu gebrauchen. Lasst bloss die Finger von 1€-Grabbeltischzeugs, das sich schon beim Anblick einer ordentlichen Schraube vor Schreck verbiegt.
Ein Bandwechselwerkzeug:
Quasi ein kleiner Spiess, mit dem man Federstege zusammendruecken kann. Das ist bei praktisch jeder Uhr mit Metallband notwendig, da man das oeffnen sollte, um hindernisfrei an den Uhrenboden zu kommen. Ich habe eines von Sinn, das meiner U1 beilag.
Eine Muenze:
Es gibt Uhren, deren Batteriefach schlicht mit einer Muenze zu oeffnen ist. Ich nehme ein 2-Cent-Stueck, Angeber koennen auch 5 Cent nehmen. ;-)
Eine Metall-Pinzette:
Notwendig um kleine Federn, Schrauben etc zu bewegen. Ausserdem muss man manche Uhren "resetten", daher leitfaehiges Metall.
Ein Uhrbodenoeffner:
Das Gebilde besitzt drei verstellbare Greifer, die auf unterschiedliche Bodengroessen anpassbar sind. Meiner war eher billig, funktioniert aber einwandfrei.
Ein Gummiball:
Dient zum entspannenden Spiel, wenn man sich ueber eine verlorene Schraube aufgeregt hat. :D Nein, Quatsch, auch damit oeffnet man Uhrenboeden! Der Ball sollte gut haften und etwas nachgiebig sein. Ein Flummi, Vollgummiball oder so ist nicht geeignet. Ich loese mit dem Bodenoeffner den festsitzenden Deckel und drehe dann mit dem Ball ganz auf. Im Gegensatz zum metallischen Bodenoeffner besteht garantiert keine Kratzergefahr.
Hier noch zwei Bilder, die Details zeigen.
03_Bodenoeffner_Ball_2_edit.jpg
04_Bodenoeffner_Werkzeug_edit.jpg

Was auch noch hilfreich ist, ist eine Lupe. Damit kann man das Werk/Batteriehalterung etc genauer betrachten und dann an den richtigen Stellen hebeln.
Gute Beleuchtung des Arbeitsplatzes macht auch Sinn, denn soviele Haende hat man nicht, um auch noch eine Taschenlampe zu halten.

Profis haben natuerlich noch weiteres Werkzeug. Ich nicht, aber meine Anleitung ist auch eher fuer den Gelegenheitswechsler gedacht.

Die Vorgehensweise ist immer gleich:
Bei Metallarmbaendern diese auftrennen, damit man frei an den Boden gelangt. Den Federsteg beiseite legen, sonst fluppt er irgendwann raus und liegt garantiert unterm Tisch in einer Teppichfalte... ;-)
Den notwendigen Batterietyp sollte man natuerlich auch griffbereit haben. Hier hilft die Anleitung. Bei manchen Uhren ist er auch auf dem Boden vermerkt. Abraten muss ich von den Blistern mit x Knopfzellen. Davon sind hoechstens 30% fuer Uhren zu gebrauchen. Dann besser einzeln kaufen.
Am haeufigsten kommen (zumindest bei meiner Sammlung) folgende Typen vor (Varta-Terminologie):
V364, V371, V377, V395, CR2016
Vergleichstabellen fuer andere Hersteller findet man ueberall im Netz.

So, gleich gehts los. Ich brauch mal 'ne kurze Pause. :prost:
 
#2
Excalibur

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Ok, fangen wir an. Da gerade die Tour de France laeuft und Tourchronos recht weit verbreitet sind, beginne ich damit. In den Chrono Bikes von 2003 bis 2005 ist immer dasselbe Werk - ein Citizen Miyota OS80 - verbaut. Daher zeige ich nur eine Uhr im Detail exemplarisch. Tourchronos fressen uebrigens Batterien. Daher muss man hier alle paar Jahre ran.
Hier die Sammlung (F16095, F16177, F16162, F16272 und eine Lotus. Zu der komme ich spaeter noch) :D
05_Festina_TC_Front_Box_edit.jpg
Der silberne TC F16177:
06_Festina_TC_16177_Front_edit.jpg
Die Rueckseite. Einfach den Bodenoeffner passend einstellen und den Boden gegen den Uhrzeigersinn aufdrehen. Nach dem ersten Widerstand kann man mit dem Ball weitermachen.
07_Festina_TC_16177_Back_closed_edit.jpg
Das Werk. Die Batterie ist auf einer Seite unter einem Metallvorsprung arretiert, auf der anderen mit einer Feder (Pfeil). Diese einfach leicht nach hinten biegen und die Batterie fluppt raus.
08_Festina_TC_16177_Back_open_edit.jpg
Neue Batterie (hier eine V395) einsetzen, Boden ohne zu verkanten wieder festschrauben und fertig.
Uebrigens ist es bei der kleinen Batterie kein Wunder, das sie nicht lange haelt. Bei den grossen CR2016 (z.B. bei Casio) sieht das ganz anders aus. :roll:

Ok, was man als Laie natuerlich nicht machen kann, ist eine Dichtigkeitspruefung. Aber bei sorgfaeltigem Arbeiten sollte die Uhr immer noch gut dicht sein. Schwachstelle sind auch eher die Druecker, weniger der Boden. Wer sich selber nicht traut, kann ja beim Uhrmacher wechseln lassen. Die Batterieabteilungen in Kaufhaeusern, bei denen gern mit Haemmerchen herumgeklopft wird, wuerde ich eher meiden.
 
#3
Excalibur

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Weiter in der Box - der 2007er Tourchrono mit Carboneinlagen usw. Sieht huebsch aus, ist aber im Grunde dieselbe Technik wie bei den Vorgaengern. Nur das Werk ist eine Nummer aktueller. Hier ist ein Miyota OS90 verbaut.
So sieht sie aus (etwas angegammelt):
09_Festina_TC_16272_Front_edit.jpg
Der Boden (ziemlich gammelig. Die Uhr wurde halt benutzt... :oops:)
Schoen ist aber, das hier einfach 4 Schrauben zu loesen sind. Das finde ich sehr angenehm.
10_Festina_TC_16272_Back_closed_edit.jpg
Das Werk. Sieht genauso aus, wie der Vorgaenger. Feder beiseite druecken und die Batterie liegt frei.
11_Festina_TC_16272_Back_open_edit.jpg

Okok, die Uhr ist dreckig und unansehnlich. Daher kann man die Gelegenheit nutzen und mal saubermachen. Da ich die Uhr noch als dicht ansehe, auch ohne Test, habe ich gnadenlos unterm Wasserhahn mit einer elektrischen Zahnbuerste geputzt. Das Ergebnis gibt mir recht: 12_Festina_TC_16272_Back_closed_sauber_edit.jpg
So sauber, das man sich drin spiegeln kann... (im Band...) :D
13_Festina_TC_16272_Front_sauber_edit.jpg
 
#4
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Plastik-Chrono? Ja, die Uhrenserie heisst wirklich so. Warum nur? :hmm:
:D Ok, man kann auch "Yellow Head" zu dem Modell sagen. Oder ganz langweilig SUB401.
So sieht sie jedenfalls von vorne aus:
14_Swatch-Chrono_Front_edit.jpg
Und so von hinten. Igitt - ist das haesslich! :shock:
Aber langsam - hier kommt naemlich die Muenze zum Einsatz und der Batteriewechsel ist ratzfatz erledigt. Ohne Federn wegzubiegen, ohne rumzuschrauben, kurz, total einfach! Sogar der Batterietyp steht auf dem Deckel! :super:
15_Swatch-Chrono_Back_Closed_edit.jpg
Unter dem Schraubverschluss ist natuerlich noch eine Dichtung, aber Wasser sollte an das Modell besser nicht kommen... 16_Swatch-Chrono_Back_Open_edit.jpg
Wenn es nur um Servicefreundlichkeit geht, gewinnt ganz klar die Swatch. Schneller laesst sich bei keiner Uhr die Batterie austauschen.
 
#5
Excalibur

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Bekanntlich habe ich den Uhrenclub JAZZ ins Leben gerufen (Junkers and Zeppelin Zusammenkunft). Diese Junkers hier war quasi der Grundstein, denn es ist der Beginn meiner Sammlung. Das liegt schon ein paar Jaehrchen zurueck, daher kein Wunder, das die Batterie leer ist.
Hier die Frontansicht des kleinen Goldstuecks ;-) :
17_Junkers_6530_Front_edit.jpg
Die huebsche Rueckseite mit der Flugzeugpraegung (und ein paar Schrammen). Hier kommt wieder der Bodenoeffner (und spaeter der Ball) zum Einsatz, da es sich um einen Schraubdeckel handelt.
Die Tourchronos von eben liessen sich ohne grossen Kraftaufwand aufschrauben. Die Junkers hingegen waren zugedreht fuer die Ewigkeit! Dabei sind sie nicht mal nennenswert wasserdicht. Das verstehe, wer will.
18_Junkers_6530_Back_closed_edit.jpg
Nunja, auf gehen sie natuerlich und man riecht erstmal was Ekliges! Die Uhr mueffelt nach Fisch! :shock:
Keine Ahnung, wieso. Ausgelaufen ist nix und im Wasser war sie natuerlich auch noch nie. Dieses Geruchsphaenomen hatte ich bisher nur einmal bei einer Casio G-Shock.
19_Junkers_6530_Back_open_edit.jpg
Oder liegts am Werk? Es ist ein Technotime 71220B. Wer stellt denn das her? Vielleicht islaendische Fischer? :D Winzig ist es zudem auch noch, wie der riesige Abstandshaltering belegt. Egal, die Batterie wird von einer Feder gehalten, die man abschrauben kann. Also kein besonders schwerer Batteriewechsel.
 
#6
gufi

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Eine sehr schöne Idee, dieser thread.:super: Ich werde beim nächsten Batteriewechsel dann auch Fotos machen.

Übrigens, das sehr praktische externe Batteriefach der Swatch gab es auch schon in den frühen 70ern bei sündhaft teuren Seiko Quartzuhren.
 
#7
Excalibur

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Hier eine weitere Junkers, Modell 6248, diesmal ganz in Schwarz.
20_Junkers_6248_Front_edit.jpg
Auch hier wieder ein Schraubdeckel, den man nur mit hohem Kraftaufwand aufbekommt. Macht aber nix, besser als Sprengdeckel ist das auf jeden Fall. Zu den Sprengdeckeln komme ich spaeter noch... :???:
21_Junkers_6248_Back_closed_edit.jpg
Ich weiss nicht, was Junkers treibt, aber auch diese Uhr riecht im Innern fischig! Unglaublich! Dabei ist es diesmal kein Technotime, sondern ein Ronda-Werk. Den Typ kenne ich nicht (steht nix drauf). Auf jeden Fall ist ein Plastikhaltering im Weg, den man abnehmen muss, um an die Batterie zu gelangen.
22_Junkers_6248_Back_open_edit.jpg
Links ist die Batterie fest unter der Metallnase - einfach raushebeln geht also nicht. Rechts sieht man eine Schraube. Die muss man loesen. Dann springt diese Klammerfeder hoch und die Batterie liegt frei.
23_Junkers_6248_Back_open_2_edit.jpg
Nach dem Wechsel muss man die Schraube wieder anziehen. Das ist etwas fummelig, denn das Gewinde ist extrem kurz. Meistens faellt sie im ersten Versuch ab und verkeilt sich dann irgendwo. Grrr. Ohne Pinzette ist man hier aufgeschmissen.
In einer Nervigkeitsliste fuer Batteriewechsel landet dieses Werk eher hinten, bzw vorne, also... aeh... :???:
 
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#8
Excalibur

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Eine sehr schöne Idee, dieser thread.:super: Ich werde beim nächsten Batteriewechsel dann auch Fotos machen.

Übrigens, das sehr praktische externe Batteriefach der Swatch gab es auch schon in den frühen 70ern bei sündhaft teuren Seiko Quartzuhren.
Oh, um die Zeit noch Besuch... :D
Tja, Seiko, wie war das mit "wer hat's erfunden"? Die Japaner von Ricola, harhar... ;-)
 
#9
N

Nebu

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Darf man Kritik äußern.. ist auch konstruktive..

Pinzette zum Einsetzen..schön und gut wenn man die richtig anfassen kann. Ein einziger kurzer kurzschluss der Pole reduziert die Kapazität der Zelle um mind 30%.

Dokumentation.. schreibt auf die zellen das Datum. Dann wisst ihr für euch wielange der letzte Wechsel her ist.
(Ist ähnlich dem Tachostand beim Auto aufschreiben)

Die Kritik zwischen V395 und CR20... ist unangebracht. Du kannst die Kapazitäten zwischen 2 unterschiedlcihen Bauformen nicht vergleichen. Du vergleichst ja auch nicht deinen alten diesel mit nem Elektrofahrzeug.

Swatch.. von Servicefreundlichkeit würd ich jetzt nicht sprechen.. der Batteriewechsel ist einfacher. Das macht sie aber nicht "Servicefreundlich"

Junkers 6248 - (evntl. Ronda 753? Steht auf dem schwarzen Rand) Das Schräubchen wird bitte gelassen wie es ist. Die Feder hat ein loch welches nach außen gedrückt wird und schon purzelt die Zelle aus dem Uhrwerk. Bitte ändern!
 
#10
ma1208

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Zwei Hinweise:
Für solche Arbeiten nimmt man bevorzug eine Pinzette aus Kunststoff, um die von Nebu beschriebene Problematik von Kurzschlüssen zuverlässig zu vermeiden.
Als zweites kann ich den "Fischgeruch" auflösen. Dieser kommt fast immer von Aminen, welche ein Derivat von Ammoniak sind. Diese werden vor Allem als Katalysator bei der Herstellung von Polyurethan eingesetzt. Es ist also anzunehmen, dass die großen Plastik-Werkhalter bei Junkers aus Polyurethan sind und die Gehäuse zumindest so dicht sind, dass sich die entweichenden Amine im Gehäuse gesammelt haben. Aber keine Sorge, giftig sind die nicht, es stinkt halt nur ;-)
 
#11
Excalibur

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Darf man Kritik äußern.. ist auch konstruktive..

Pinzette zum Einsetzen..schön und gut wenn man die richtig anfassen kann. Ein einziger kurzer kurzschluss der Pole reduziert die Kapazität der Zelle um mind 30%.

Dokumentation.. schreibt auf die zellen das Datum. Dann wisst ihr für euch wielange der letzte Wechsel her ist.
(Ist ähnlich dem Tachostand beim Auto aufschreiben)

Die Kritik zwischen V395 und CR20... ist unangebracht. Du kannst die Kapazitäten zwischen 2 unterschiedlcihen Bauformen nicht vergleichen. Du vergleichst ja auch nicht deinen alten diesel mit nem Elektrofahrzeug.

Junkers 6248 - (evntl. Ronda 753? Steht auf dem schwarzen Rand) Das Schräubchen wird bitte gelassen wie es ist. Die Feder hat ein loch welches nach außen gedrückt wird und schon purzelt die Zelle aus dem Uhrwerk. Bitte ändern!
Klar ist Kritik ok, ich bin ja kein Uhrmacher. Spaeter kommen noch die beruehmten Sprengdeckel, mit denen ich gar nicht klarkomme.

Die Metallpinzette ist fuer die Schrauben gedacht und spaeter fuer die Resetfunktion. Die Batterien schiebe ich mit den Fingern in Position (vorher gewaschen und fettfrei). Kurzschluesse sollten so nirgends entstehen, ausser gewuenschte (Reset). Der Hauch an Schweiss, der eventuell an der Batterie haftet, sollte diese auch nicht gleich zerstoeren.

Die Uhren mit CR20xx halten nach meiner Erfahrung sehr lange (4-10 Jahre). Bei den Tourchronos schafft man mit Glueck 2 Jahre. Aber es ist ein guter Hinweis, das zu dokumentieren. Dann weiss man es in ein paar Jahren genau.

Das mit der Feder werde ich bei naechster Gelegenheit mal probieren. Allerdings muss man die Schraube etwas loesen und bei dem kurzen Gewinde ist sie sofort ganz draussen. Wenn das mit dem Schieben direkt klappen wuerde, rutscht das Werk im Ranking natuerlich etwas vor. ;-)

Gruss, Excalibur
 
#12
W

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im Süden
CR xxxx oder BR xxxx sind doch Lithium-3 Volt,
klar dass die mindestens doppelt so lang halten wie 1,5 Volt .................:D

(und klar ist auch, dass V..... und R...... ein Problem mit der Dichtigkeit haben,
kauft halt mal die U..., dann läuft das 0S10-xx auch 3-4 Jahre)
 
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#13
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Nebu

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Cr (highdrain) und Br (lowdrain) sind Litium-Ionenzellen, CRXXXSW (lowdrain) und CRXXXW(highdrain) sind Silberoxydzellen da darf man Birnen nicht mit Äpfeln zusammenwerfen und vergleichen.
Sowohl die Kapazitäten, als auch der Innenwiderstand und Spannung unterscheiden sich da stark.

PS: Die Schraube bleibt eigentlich so wie sie ist..wenn du sie jetzt festgeschraubt hast musst du sie ein wenig lösen.

Nebu
 
#14
Excalibur

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In der Festina-Box war auch eine Lotus. Das ist "naheliegend", da sie aus demselben Stall stammen. Olé !
Hier die orangene Suedfrucht aus dem Europameisterland von vorne ;-) :
24_Lotus_15371_Front_edit.jpg
Die Rueckseite - wieder ein Schraubdeckel. Kein Problem hier.
25_Lotus_15371_Back_closed_edit.jpg
Der Plastikring verdeckt die Batterie, also raus damit. Hier riecht auch nix nach Fisch (Danke fuer die Erklaerung ma1208).
26_Lotus_15371_Back_open_edit.jpg
Und das Werk, ein Citizen Miyota 6P29. Die Batterie wird nur von einer Nase gehalten, laesst sich somit leicht auf der gegenueberliegenden Seite heraushebeln.
27_Lotus_15371_Back_open_2_edit.jpg
Wieder alles zusammenbauen und fertig. Ein problemloser Vorgang.
 
#15
Excalibur

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Manche werden das mitbekommen haben - "mein" Fussballverein ist der VfB Stuttgart. Im Fanshop gabs auch mal Uhren, eine davon habe ich gekauft.
"Boeeh, billiger Chinaklump zu ueberhoehten Preisen" hoere ich schon die Rufe. Aber nein, es wartet eine Ueberraschung.
So sieht sie von vorne aus.
28_VfB-Uhr_front_edit.jpg
Und hier die bereits geoeffnete Rueckseite. Auch wieder ein problemloser Schraubdeckel.
Ueberraschend ist das Werk - ein Seiko VD53B. Die Qualitaetsstufe dieses Werks kenne ich zwar nicht, aber wer billigste Chinaware erwartet hat, staunt jetzt vielleicht. Fuer mich als Seiko-Juenger wertet das die Uhr doch deutlich auf. :D
Auch ein Aha-Effekt war der runde Aufkleber auf der Batterie. Den muss man vor dem Wechsel abziehen (daher auch die Kleberspuren). Hier ist somit das erste Werk, das nach dem Batterietausch einen Reset erwartet. Dazu kommt dann die Metallpinzette zum Einsatz, wie schon oben diskutiert.
Die Batterie kann man leicht unter der Andruckfeder herausziehen. Neue einsetzen und dann wie beschrieben den Reset durchfuehren. Wo man hinzukontakten hat, ist durch einen kleinen Pfeil gekennzeichnet. Sehr schoen!
29_VfB-Uhr_Back_open_edit.jpg
Anschliessend den Aufkleber wieder drauf, Deckel zuschrauben, ein Bier holen und sich an der wieder funktionierenden Uhr erfreuen.
 
#16
Excalibur

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Und weiter gehts mit der ersten Casio. Eigentlich mit einer ganzen Gruppe, denn ich habe mehrere. Irgendwo hier im Forum lungert auch die Vorstellung dazu herum, Stichwort Ostern, oder so..
Als Beispiel die schwarze.
30_Casio_WVQ-550_Front_Black_edit.jpg
Die Rueckseite zeigt a) das es eine Funkuhr ist und b) 4 Schrauben den Deckel halten. Wie schon erwaehnt mag ich das. :D
31_Casio_WVQ-550_Back_closed_edit.jpg
Aha, mal wieder ein Plastikring. Kein Problem, oder?
Vorsicht Falle! Dank der 4 Druecker muss man hier sorgfaeltiger vorgehen, als noch bei Junkers und Co. Besonders beim Wiedereinsetzen sollte man nicht verkanten, denn schnell ist ein Federchen verbogen und ein Druecker geht nicht mehr.
32_Casio_WVQ-550_Back_open_edit.jpg
Auf der Batterie findet man wieder einen Aufkleber, der den notwendigen Reset mit Pinzette sogar bildlich zeigt. Und Jubel - endlich mal eine schoene grosse CR2016. Auch hier Dank an den Batterieinfopost weiter oben. Das mit Low Drain etc wusste ich bisher noch nicht.
Nun muss man auf einer Seite die Federklammer loesen. Ich denke, es muesste die schmalere Seite sein, denn links ist so etwas wie eine Andruckfeder. Ich muss gestehen, das ich entweder zu ungeschickt bin, oder eben auf der falschen Seite hebele - es ist ein Gewuerge diese bloede Feder zu loesen. :motz:
33_Casio_WVQ-550_Back_open_2_edit.jpg
Hat man es geschafft, sieht das so aus. Die Batterie wird einem quasi entgegengeschoben.
Nunja, neue rein, Feder wieder einklipsen (was problemlos gelingt) und den Reset wie auf dem Aufkleber gezeigt durchfuehren.
34_Casio_WVQ-550_Back_open_detail_edit.jpg
Alles zusammenbauen und fertig - denkste!
Es ist eine Funkuhr und die muss man erst wieder justieren. Intuitiv geht das leider nicht wirklich, also muss die Anleitung ausgegraben werden. Praktischerweise laedt man sie sich aus dem Internet runter - das geht schneller. ;-)
Der Vollstaendigkeit halber hier noch die rote mit dem Zifferblatt ohne Zahlen
36_Casio_WVQ-550_Front_Rot_edit.jpg

Nachtrag: Die Batterie ist eine CR1616, keine 2016. Peinlich... :oops:
 
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#17
Philipp

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Moinmoin.
...
Ein Gummiball:
Dient zum entspannenden Spiel, wenn man sich ueber eine verlorene Schraube aufgeregt hat. :D Nein, Quatsch, ...
Auch Moin-Moin :-P

Als "Mechaniker", der nur eine Q-Uhren von Opa geerbt hat, habe ich diesen Betrag trotzdem mit Begeisterung gelesen.
Sehr schön aufbereitet das Thema und durch die Fotos und die "Kritik" wird eine richtig informativer Thread draus... :super:
 
#18
ma1208

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Excalibur, du bist Lehrer, hast Sommerferien und dir ist langweilig, richtig? ;-)

Danke für deine Mühen hier, wird dem Ein oder Anderen bestimmt mal helfen!
 
#19
Excalibur

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Das hoffe ich ja.
Man musste sich bisher alles selber "erarbeiten", da kaum Infos ueber das Thema zu finden sind. Das moechte ich hiemit aendern.
Ich habe auch eine ganze Weile gebraucht, bis alle Bilder bearbeitet und zusammengestellt waren. Bisher habe ich erst knapp die Haelfte gezeigt. Es warten noch ein paar huebsche Sachen... :D oder :wand:

PS: Nein, kein Lehrer. Aber da kein Fussball mehr laeuft, hat man ja Zeit ;-)
 
#20
Excalibur

Excalibur

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Erinnert sich noch jemand an die Uhrenvorstellung "Meine Fossilien"? Vermutlich nicht, aber die Uhren sind mittlerweile alle leergelaufen und daher grabe ich sie wieder fuer diesen Thread aus. :D
Die erste ist eine Fossil CH-2445.
37_Fossil_CH-2445_Front_edit.jpg
Die Rueckseite bietet keine boesen Ueberraschungen, sondern einen Schraubdeckel.
38_Fossil_CH-2445_Back_closed_edit.jpg
Das Werk ... irgendwie bekannt, oder? Richtig, bei den Tourchronos war sowas Aehnliches drin. Ein Citizen Miyota OS10 ist es in der Fossil. Von wegen alles China... :roll:
Die Feder etwas zurueckbiegen und schon liegt die Batterie frei. Easy.
39_Fossil_CH-2445_Back_open_edit.jpg
Austauschen, wieder zuschrauben und gut is. Ein leichter Einstieg in die Fossil-Welt. ;-)
 
Thema:

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