Defekte Trias Uhr?

Diskutiere Defekte Trias Uhr? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Hallo Liebe Uhrenfreunde, Kenner und Bastler. Ich habe eine Trias Uhr aus der Bucht gefischt. Diese Uhr ist neu, verfügt über ein 25 Jewels...
#1
Spieler

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Hallo Liebe Uhrenfreunde, Kenner und Bastler.

Ich habe eine Trias Uhr aus der Bucht gefischt. Diese Uhr ist neu, verfügt über ein 25 Jewels (vermtulich) ETA-Werk.

Ich bin zwar Uhrenliebhaber aber nicht enorm versiert in Sachen Mechanik und Antrieb der Uhren.

Jedenfalls läuft die Uhr mit Automatikaufzug recht gut und auch genau.

Wenn ich jedoch versucht die Uhr per Hand aufzuziehen muss ich relativ viel Kraft aufwenden.
(die Uhr ist jedoch noch nicht bis zum Anschlag aufgezogen).

Außerdem dreht sich der Rotor dann mit. Ich habe mal gehört oder gelesen, dass man daran einen Defekt des Werks erkennen kann.

Ist dem so? Ist die Uhr wohl defekt? Um welchen Defekt handelt es sich, falls ich meinen Kauf dann doch auf Grund dessen rückgängig machen will?



Vielen Dank schonmal für die Infos und die Mühen
 
#2
falko

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Stell doch mal ein Bild der Uhr ein! Wenn es sich tatsächlich um ein ETA Werk handeln sollte, deutet das Verhalten auf einen Defekt der Klinkenräder des Automatikaufzuges hin. Geringfügiges Mitbewegen des Rotors bei Handaufzug ist noch normal.
 
#3
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Danke schonmal für die Anwort.
Der Rotor wird in massive Bewegung versetzt, was mehrfache Umdrehungen hervorruft.

Bild ist angefügt :-)

eta.jpg
 
#4
Spitfire73

Spitfire73

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Ich teile die Vermutung von Gerd. Dein Werk ist ein ETA 2824-2. Einen "Anschlag" wirst Du übrigens bei einer Automatik nicht finden. Das ETA-Werk besitzt eine Rutschkupplung, die einen Überaufzug verhindert.

Gruß
Helmut
 
#5
Spieler

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Wenn man soetwas wirklich reparieren lassen möchte. Ist das dann sehr aufwendig? Was wird das wohl kosten?

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Sorry das ich nerve, aber bin etwas aufgebracht über solch eine Kauf/Verkauf. Aber mich würde noch interessieren, ob man mit einem solchen Defekt unter Umständen leben kann. Gut, das muss ich für mich selbst entscheiden - aber wird dieser defekt wohl weitere Schäden nach sich ziehen, bzw. wie beeinträchtigt das den Gang und die Arbeit der Uhr im Allgemeinen?

Danke schonmal allen für die Unterstützung!
 
#6
BSBV

BSBV

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Das Werk ist nicht kaputt.
Das 2824-2 ist ein Automatik-Werk, das auch per Hand aufgezogen werden kann. Das Mitdrehen des Rotos beim Handaufziehen stellt kein Problem da.
Ich würde das 2824-2 auch nicht immer per Hand aufziehen. Auf Dauer nimmt das Werk das einen übel.

5 bis 10 Umdrehungen an/mit der Krone zum Anlaufen, und den Rest macht das Werk/Rotor von allein, wenn Du sie am Arm trägst.
 
#7
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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5 bis 10 Umdrehungen an/mit der Krone zum Anlaufen, und den Rest macht das Werk/Rotor von allein, wenn Du sie am Arm trägst.
Aber wenn ein Klinkenrad kaputt ist (und scheint hier der Fall zu sein) musst der Träger schon einen "sehr bewegten" Alltag haben.
Die Uhr ist nicht in Ordnung, kann sie zurück gegeben werden? Dann nix wie weg oder den Preis mindern.
 
#8
BSBV

BSBV

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Wie schrieb User Spieler: Die Uhr ist neu !!

Klinkenrad defekt....kann passieren, aber bei einer neuen Uhr ?
Die Uhr läuft und zieht sich auf. Nur beim Handaufziehen zeigt sich das "Problem" das der Rotor sich mitdreht.

Dieses Mitdrehen des Rotors bei Handaufzug kenne ich auch, aber da lag kein Defekt vor.

O.K., wenn es dem TS stört, dann zurück mit der Uhr.
 
#9
Rostfrei

Rostfrei

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Das ist definitiv ein Defekt - egal ob die Uhr neu ist, oder nicht.
Das Aufzugsdrehmoment wird nicht mehr korrekt an das Federhaus weitergeleitet. Weiterhin steigt das Rutschmoment stark an - will heißen, die Uhr wird nur sehr schwer durch die Automatik den Vollaufzug erreichen.
Reklamieren, bzw. nachbessern.
 
#10
Spieler

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vielen Dank an alle - ich werde dann mal mein Glück mit der Reklamation versuchen.

Der Verkäufer war auch ein Privatmann und kein großer Store - vllt. wusste er es auch nicht besser...hoffen wir mal, dass er fair ist und sich mit mir einigen will ;-)
 
#11
Aeternitas

Aeternitas

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...falls das mit dem Tausch nichts wird...ein kleiner Tropfen Öl in die Wechselräder kann schon sehr helfen...und die Aufzugsleistung müsste doch auch so funktionieren. Warum laufen diese Teile auch so schnell trocken? Mir nicht begreiflich.
 
#12
Rostfrei

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Wer sagt denn, dass die Klinkenräder trocken gelaufen sind und nicht schon von Werk aus ölfrei waren?
'Ein Tropfen Öl' wird das Problem durch Kleben vmtl noch verschlimmbessern. Diese Teile werden normalerweise mit Hochflüchtigen Ölverbindungen Tauchgeschmiert.

Die Aufzugsleistung funktioniert auch. Jedoch wird das erzeugte Drehmoment nicht im Federhaus 'gespeichert', sondern durch ein Zurückdrehen des Rotors wieder freigesetzt.
 
#14
Rostfrei

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Nunja, wenn aber der Sperrkegel gerade ausgelenkt wird (weil sich das Sperrrad einen Zahn weiter bewegt und den Sperrkegel somit aus dem Eingriff heraus drückt), dann ist die einzige noch vorhandene Drehmomentsperre eben das, oder die Klinkenräder.
Wenn diese Sperre in diesem Fall nicht korrekt arbeitet, wird das bis dato erzeugte Drehmoment (bis der Sperrkegel wieder eingreift) über eine Drehung des Rotors (angetrieben von Federhaus) freigesetzt.
 
#16
Rostfrei

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das kann man nicht pauschal beantworten, da das von der Untersetzung vom Rotortrieb zum Sperrrad abhängt.
 
#18
Rostfrei

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ja klar, bei 2824/2836 ist das gleich. Da ich aber jetzt nicht die Zähnezahlen der Räder und Triebe parat habe, zähle also lieber mal die Umdrehungen ;-)
 
#19
Thallius

Thallius

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Wie sieht es denn aus wenn die Uhr auf dem Zifferblatt liegt und der Rotor super ausgewuchtet ist. Dann dürfte doch die Kraft, die nötig ist um diesen anzutreiben minimal sein. Da wäre durchaus denkbar, das dann schon bei allerkleinstem Defekt an den Klinkenrädern (Welcher art auch immer) der Rotor anfängt zu drehen beim Aufziehen. Ganz anders, wenn die Uhr in Krone oben (o.ä.) liegt. Dann muss das ganze Gewicht des Rotors überwunden werden und dazu müssen die Klinkenräder wirklich komplett blockieren, damit der Rotor dann beim Aufziehen mitdreht.
Oder habe ich da einen Denkfehler?

Gruß

Claus
 
#20
Badener

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Hallo Claus,

die Kraft, die den Rotor bewegt ist m. E. eine Tangentialkraft (Zentripedalkraft), die durch die Masse des Rotors bedingte Schwerkraft ist eine Radialkraft, die in Richtung der Achse des Rotors und damit senkrecht zur Tangentialkraft wirkt.
Letztere hat also in den Lagen ZB oben/unten keinen Einfluss auf die Rotation. Anders dagegen in hängender Lage, da muss zur Rotation durch das manuelle Aufziehen auch noch die Schwerkraft überwunden werden.

Gruß
Badener
 
Thema:

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