Defekte BWC Automatik gekauft

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hiltibrant

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Das "neue" Werk sollte meiner Meinung nach aber danach trotzdem zerlegt, gereinigt und neu geölt und reguliert werden.
Gerade DAS ist das Kostenintensive (nicht der Aus- bzw. Einbau) - wie du richtig erkannt hast. Der Preis für die Hardware ist bei ETAs nicht das Problem, sondern der (professionelle) Service.

Wenn der TS etwas lernen will, ist allerdings die Alternative „Ich reiche das Problem zum Profi durch“ suboptimal, um es mal vorsichtig auszudrücken. Geht es jedoch um das Erhalten der Uhr um (fast) jeden Preis - Tauschwerk und ab mit ihr zum Profi.

Ich zitiere den Startpost:

„Ganz bewusst habe ich mir eine defekte Uhr gekauft, ich will hier erste Erfahrungen sammeln, sprich, durch das zerlegen des Werkes möchte ich mich besser mit den mechanischen Abläufen vertraut machen“

Und das Zifferblatt ist immer noch defekt ...
 
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Hatsudoku

Hatsudoku

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Bönen (NRW)
Ich stimme dir zu. Als ich die Uhr bewusst als defekt gekauft hatte, wusste ich ja nicht was mich erwartet.

Deswegen schrieb ich ja dass ich das eigentliche Ziel der Aktion verfehlt habe.

Geschehen ist ja bisher noch nichts, entscheiden werde ich mich nächste Woche was genau passieren wird.

Klar lerne ich nichts wenn ich die Uhr zum Experten bringe, aber ich lerne auch nichts wenn ich versuchen will eine zerstörte Unruhfeder zu reparieren.

Die Entscheidung ein zweites Werk zu kaufen war aus meiner Sicht einfach vernünftiger als dieses desolate Werk in Eigenregie reparieren zu wollen.

Ggf. werde ich das kaputte Werk einmal zerlegen und wieder zusammenbauen...

Aber das alles werde ich nächste Woche in aller Ruhe entscheiden.

Und nochmals: DANKE euch allen für den tollen Input, egal ob positiv oder negativ, ich schätze eure Meinungen sehr.
 
Hatsudoku

Hatsudoku

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Genau darum ging es mir im grossen und ganzen... Auch wenn ich gern mal sagen würde dass ich das Werk was am Handgelenk tickt von mir selber zerlegt und wiedee zusammengebaut wurde... Dieses mal wohl noch nicht ... Aber darauf hinarbeiten dass ich sowas vielleicht wirklich mal machen kann, das würde ich gern versuchen...

Bin ja gespannt ob ich ruhige Hände habe... 5x, 10x und 20x Uhrmacherlupen sind jedenfalls da, am gucken sollte es nicht scheitern 🤣
 
OnkelJodok

OnkelJodok

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Hallo,
als Anfänger das kaputte Werk zum üben zerlegen und wieder zusammenbauen ist sicher keine schlechte Idee.
Was Du dabei noch nicht lernen kannst, ist das richtige Reinigen, Ölen, Einregulieren, ... ->
da bleibt noch viel im Jendritzki zu lesen.

Das heikelste sind übrigens die Unruh und die Stoßsicherungen und vermutlich hat diese Uhr schon
genauso eine Anfängerprozedur hinter sich, bei der die Unruh ruiniert wurde.

Wenn es um ernsthaftes Üben geht:
Von der Ersatzteilversorgung her am einfachsten und auch relativ überschaubar aufgebaut sind m.E. die Seiko 5.
7009 und 7s26 sind nahezu identisch aufgebaute Werke und diese Werksfamilie wird seit fast 50 Jahren bis heute verbaut.
Es gibt auch keine Flugfedern und Material zum Üben gibt es zuhauf in der Bucht.
Last not least gibt es eigene Anleitungen im Internet: How to repair a Seiko 7s26

Viele Grüße,
Georg
 
TFB1997

TFB1997

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Hallo,
Laufen wird sie mit der Unruh natürlich nicht.
Kannst ja mal die Unruh mit Platine rausnehmen und den Anker hin und her bewegen(vorsichtig berühren) und gucken ob das Sekundenrad sich bewegt.
Wenn die Feder entspannt ist kann man den Anker rausnehmen und an der Krone drehen dann müssten sich alle Räder drehen( Zeiger würde ich abnehmen dafür)
Wenn du die Uhr wieder zusammenbaust kannst du das natürlich auch machen und wenn es funktioniert wie vorher ist es bis dahin schonmal richtig. Falls es aber am Anfang nicht geht dann ist natürlich mehr kaputt als nur die Unruh oder alltes Öl schuld.
Klar kann man ein Werk für ein paar Euro kaufen und da rein setzen.Wie lange es ohne Revi läuft ist fraglich, vielleicht gar nicht aber vielleicht auch ein paar Jahre. Das kann keiner sagen aber ich würde es versuchen(meine Meinung).
Wenn das ZB nicht stört natürlich. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und es ist nun auch keine Luxusuhr wo man ein Verlust nicht verschmerzen könnte.
Wenn man lange dran Freude haben möchte muss das Werk entweder Repariert und Revisioniert werden oder ein Tauschwerk und das bekommt die Revi.
Es ist meiner Meinung nach schwer zu sagen was den Wert übersteigt denn wenn du die gleiche Uhr für z.B. 100€ findest weißt du auch nicht wann die letze Revi war und musst Geld reinstecken. Würde jeder sagen es übersteigt den Wert hätten wir im Vintage Bereich nur noch Markenhersteller.
Jeder muss für sich selbst entscheiden ob ihm die Uhr das Geld wert ist.
Liebe Grüße und viel Spaß beim basteln
Tobias
 
Hatsudoku

Hatsudoku

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Bönen (NRW)
Danke für diese wirklich tollen und ausführlichen Ausführungen.

Ich möchte hier nichmal ganz klar sagen dass das Tauschwerk definitiv eine revision bekommen soll. Das ist auch aus meiner Sicht das einzig was Sinn macht, weil ich die Uhr ja tragen möchte.

Die Tipps was ich mit dem alten defekten Werk anstellen kann finde ich allesamt sehr interessant, üben und verstehen lernen kann ich zumindest gewisse Teile des Uhrwerks, selbst wenn es am Ende nicht aus eigener Kraft ticken wird (Unruhspirale).
 
Hatsudoku

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Mal ne Frage zum grundsätzlichen Aufbau... Wenn ich das Werk rausnehme gehe ich wie folgt vor:

1. Deckel abschrauben
2. Krone durch drücken des kleinen Knopfes ziehen
3. Metallring mit Bund mit der Pinzette rausnehmen
4. Werk (inkl. Zifferblatt und Zeiger) rausnehmen.

Wenn ich das ganze aber wieder zusammenbaue, merke ich dass ich in axialer Richtung minimal Spiel habe. Das heisst, das Werk scheint nicht "gespannt" im Gehäuse zu sitzen, sondern lose.

Und ja, ich bin mir sicher dass nichts verloren gegangen ist, kein zusätzlicher Ring oder irgend etwas was runtergefallen wäre.

Als die Uhr bei mir ankam wunderte ich mich schon ein wenig dass man ein klackern hörte wenn man sie leicht schüttelte, wenn ich genau achte kann ich sehen dass sich das Werk unter dem Glas leicht bewegt.

Und ich weiss auch dass das nicht so sein sollte, also scheint mir entweder eine art Distanz- oder Zentrierring zu fehlen, oder aber es ist sonst noch was im Busch.

Das Zifferblatt scheint an der Stelle wo die grüne Farbe abblättert auch deutlich mehr nach "hinten" gebogen zu sein. Ich habe aber bereits ein passendes Zifferblat in NOS Zustand in aussicht (aus Frankreich)...

Aber vielleicht erkennt ja jemand anhand der Schritte oben ob etwas fehlt.
 
OnkelJodok

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Hallo, vielleicht fehlt einfach nur der Dichtungsring?
 
Hatsudoku

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Bönen (NRW)
Den O-Ring sehe ich, der ist in einer Nut die weiter aussen liegt als der Aussendurchmesser des Werkes, zumindest die Dichtung zum Deckel hat bei diesem Modell keinen Kontakt zum Werk.

IMG20201001185226.jpg
 
Hatsudoku

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Bönen (NRW)
Sooo, das Tauschwerk ist angekommen. Es sieht sauber aus, und es tickt munter vor sich hin. Mit etwas Glück bekomme ich am Wochenende vielleicht sogar eine Messung auf der Zeitwaage... Ich bin guter Dinge dass dieses "neue" Herz meiner schönen BWC wieder frisches Leben einhauchen kann :)
 
Hatsudoku

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Das Gespräch mit dem Uhrmachermeister habe ich nun auch erledigt. Ich werde die Uhr, das Tauschwerk und (hoffentlich) aich das NOS Zifferblatt in ca. 2 Wochen vorbeibringen, das Tauschwerk bekommt dann eine komplette Revision nach Herstellerangabe und wird mit dem neuen Zifferblatt ins Gehäuse verpflanzt.

Der Uhrmacher hat noch etwas Urlaub, daher die 2 Wochen, somit habe ich Zeit zuzusehen dass das Zifferblatt zu mir kommt und ich habe sogar genügens Zeit zu versuchen das Glas noch etwas zu polieren.

Das alte kaputte Werk wird dann für meine ersten Versuche herhalten dürfen, wie schon gesagt wurde ohne Unruh den Anker bewegen etc.

Ich freue mich dass es gut aussieht dass ich das schöne Stück tragen kann, auch wenn ich es (noch) nicht selber reparieren kann...

Kosten übern Daumen bei ca. 120 - 140€ für die revision find ich jetzt völlig okay. Für eine gut erhaltene BWC ähnlichem Stil zahlt man ja auch plusminus das was ich jetzt insgesamt ausgeben werde, aber ich weiss dann wenigstens dass das Werk eine revision hatte.

Hier noch ein Bild von besagtem Tauschwerk, jetzt auch in einer angemessenen Aufbewahrungsbox:
IMG20201002174828.jpgIMG20201002174821.jpgIMG20201002174811.jpg
 
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Hatsudoku

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Danke an Jens59 für die Messungen. Das (Tausch-)Werk scheint tatsächlich in einem sehr guten Zustand zu sein. Die Amplitude ging bis 270° und der Abfallfehler war deutlich unter 0,5ms. Die Gangabweichung lag bei +/-10s übern Daumen gepeilt (schwankte halt je nach Lage).

Trotzdem soll der Uhrmachermeister vor dem Tausch nochmal drüber schauen, und aktuell tendiere ich sowieso dazu einen Service machen zu lassen, einfach um die nächsten 10 Jahre Ruhe zu haben.

Ich freue mich aber dass die Basis zumindest sehr gut zu sein scheint.

Bald sollte das neue Zifferblatt ankommen, und übernächste Woche kommt dann alles zum Uhrmacher.

Ab da werde ich dann auch mal vorsichtig an das defekte Werk rangehen.
 
J

Jens59*

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Soest
Genau, als quasi „Nachbar„hat sich Andre heute nachmittag bei mir eingefunden, und gemeinsam haben wir uns das Spenderwerk mal auf der Zeitwaage angesehen.

Das Tauschwerk zeigte sich von Lagenänderungen vollkommen unbeeindruckt und hat sich innerhalb kürzester Zeit wieder auf etwas über 270° Amplitude eingependelt. Die +10sek waren Höchstwerte, meist lagen +4 bis +5 Sekunden an.
Ein Wert der- wie ich finde- nicht zwangsläufig eine Revision erforderlich macht.

Aber da ja eh das ZB und das Werk getauscht werden sollen und die Uhr durchgängig getragen werden soll, ist die kundige Hand des Uhrmachers sicher nicht verkehrt.
 
Hatsudoku

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Bönen (NRW)
IMG20201016203414.jpg

Diese Woche ist nun endlich auch das neue Zifferblatt bei mir angekommen. Das grün würd mir zwar sehr gefallen, aber das blau ist echt auch schick.

Nächste Woche wird der Termin für die Revision gemacht, danach versuche ich dann das alte Werk mal zu zerlegen, ich freue mich schon :)
 
M

Matthias MUC

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Das ist Sportsgeist!
Zu dem Argument, daß bei gebrauchten Tauschwerken die Revision den Zeitwert einer gleichwertigen, gleichalten defektfreien Uhr erreicht, nur eine Bemerkung: Mit dem Argument wäre dann auch jede Revi bei einer nicht defekten Uhr dieser Machart und entsprechenden Alters fragwürdig. Ehrliche Brot- und Butter-Allltagsuhren (diese BWC würde ich dazu zählen, hab selber eine vergleichbare) dürfte man demnach eigentlich nach 20..30 Jahren nimmer revidieren lassen. Da sollte die Wirtschaftlichkeit hintangestellt werden und so eine Uhr hat die Revi schlicht in Würde ehrlich verdient, wegen ihrem ideellen oder schlicht Gebrauchswert.

lG Matthias

PS: weil irgendwer bei dem defekten Werk mal nach dem Rücker gefragt hatte. Ich meine, bei einem der allerersten Werksfotos, wo die Unruhspirale so traurig unter dem Rotor herausquillt, den losen Rücker unterm Rotor eingeklemmt zu erahnen. Kann es sein, daß dieses Werk einfach so brutal irgendwo aufgeschlagen ist, daß es die Unruhlager rausgehauen, den Rücker runtergesprengt hat, der dann dabei die Unruhspirale spätestens mit der ersten Kollision mit dem Rotor mitgenommen hat, und daß die Abplatzer am grünen ZB Spuren sind, wie das Werk von hinten gegen das ZB geprellt ist? Diese ersten Bilder tun körperlich weh.... Uhrenforensik... :face:
 
Hatsudoku

Hatsudoku

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Bönen (NRW)
Wirtschaftlichkeit hin oder her... Es geht ja hier nicht darum, sondern dass ich es toll finde eine Uhr die plusminus ein halbes Jahrhundert alt ist am Handgelenk zu tragen. Somit ist hier für mich die Frage ob wirtschaftlich oder nicht, hinfällig. Die einzige Frage die unterm Strich zählt ist die, ob man das Geld dafür hinlegen WILL oder nicht. Und diese Entscheidung muss jeder für sich allein treffen (natürlich in Absprache der Göttergattin 😇).

Und die Theorie wie der Schaden zustande gekommen ist, finde ich interessant, es rausfinden werden wir aber wohl nie...
 
M

Matthias MUC

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Naja, wenn irgendwann das defekte Originalwerk von wem auch immer obduziert, übungshalber zerlegt und wieder zusammengesetzt wird oder wie auch immer, dann zeigt sich evtl. ob und was sonst noch alles angeschlagen ist. Verbogene Achsen, an der ZB-Rückseite korrespondierend zu den Abplatzungen "Abdrücke" vom Rand der Werksplatine etc....
Spätestens wenn die von grün zu blau gewechselte BWC wieder fröhlich tickt, möchte ich Dir auch den Zusammenschluß der BWC-Eigner (Z.d.BWC-E) nahelegen :prost: .

lG Matthias

PS.: Vom alten Werk mußt Du sicher den Datumsring übernehmen. Das Spenderherz hat ja das Datum bei der 3 Uhr, Dein originales genau wie das blaue Ersatz-ZB bei der 6 Uhr.
 
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Hatsudoku

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Bönen (NRW)
Vielen dank für die "Einladung", zu gegebener Zeit werde ich dem sicherlich nachkommen.

Wegen der Datumsscheibe: gebau deswegen ist das kaputte Werk immernoch im Gehäuse, wegens solchen spezifischen Details überlasse ich die Arbeit dem Uhrmachermeister. Ohne das nötige Know How, würde ich bei mir einfach "pfusch" befürchten. Und das hat diese Uhr nicht verdient.

Ich sehe das ganze übrigens ähnlich wie bei Autos: Jeder kann sich ein Ladenneues Auto kaufen, einfach so. Aber einen Oldtimer muss man erst suchen und finden, man kann sowas nicht im Laden aussuchen.

Vintage ist für mich schlichtweg Emotion, eine alte Uhr hat genau wie ein Auto viel erlebt, ist viel rumgekommen. Etwas altes ist in meinen Augen mehr als nur ein Gegenstand, es ist Geschichte. Und weil es nichts erzählen kann ist auch irgendwie etwas mythisches damit verbunden. Deswegen liegt es mir am Herzen sowas zu erhalten, damit die Uhr noch mehr erleben darf.
 
ThorDrees

ThorDrees

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Mal ne Frage zum grundsätzlichen Aufbau... Wenn ich das Werk rausnehme gehe ich wie folgt vor:

1. Deckel abschrauben
2. Krone durch drücken des kleinen Knopfes ziehen
3. Metallring mit Bund mit der Pinzette rausnehmen
4. Werk (inkl. Zifferblatt und Zeiger) rausnehmen.

Wenn ich das ganze aber wieder zusammenbaue, merke ich dass ich in axialer Richtung minimal Spiel habe. Das heisst, das Werk scheint nicht "gespannt" im Gehäuse zu sitzen, sondern lose.

Und ja, ich bin mir sicher dass nichts verloren gegangen ist, kein zusätzlicher Ring oder irgend etwas was runtergefallen wäre.

Als die Uhr bei mir ankam wunderte ich mich schon ein wenig dass man ein klackern hörte wenn man sie leicht schüttelte, wenn ich genau achte kann ich sehen dass sich das Werk unter dem Glas leicht bewegt.

Und ich weiss auch dass das nicht so sein sollte, also scheint mir entweder eine art Distanz- oder Zentrierring zu fehlen, oder aber es ist sonst noch was im Busch.
Bei Deiner Uhr ist ein geschlitzter Werkhaltering verbaut, dieser wird normalerweise mit zwei Schrauben, die im Werk eingeschraubt werden verbunden, die dann dabei mit dem Kopf über den Werkrand hinaus auf den Werkhaltering drücken/klemmen, und damit eine kraftschlüssige Verbindung mit dem Werkhaltering und Werk eingehen. Die beiden Schrauben scheinen bei Dir zu fehlen, deswegen klappert das Werk, obwohl der Boden eingeschraubt war!
---
zur Funktion vom Werkhaltering:
Der Werkhaltering wird vom Boden gehalten, dafür sind die Schlitze im Werkhaltering, damit der obere Teil vom geschlitzten Bereich, bei der Produktion des Werkhalterings hochgedrückt werden kann, und somit ermöglicht wird, den Werkhaltering vom Boden her zu fixieren, ohne dabei irgendwas zu Quetschen, oder hohen Druck aufzubauen. Der Schlitz, bzw. der nach oben gebogene Rezess gewährleistet auch eine gewisse Toleranz, falls mal ein Gehäuse in der Fertigung nicht auf den Tausenstel mm genau gefertigt wurde.
---
Im Link, auf dem Produktbild kannst Du so eine Schraubbefestigung sehen, diesen Link Bitte nicht als Aufforderung verstehen, den Service zu nutzen!!!
Es geht nur um die Verschraubung!!!!

Reparatur Revision Überholung Uhrwerk ETA 2824-2 Automatik vom Uhrmachermeister | eBay

Eine ausgezeichnete einfache aber sehr effektive Variante der Werkhalterung, dabei enstehen keine Späne, beim Verschrauben vom Boden, im Gegensatz zu den teilweise verwendeten, manchmal nicht korrekt passenden Wellringen, die es gibt...! Wellring erfüllt dann die Aufgabe vom nach oben gebogenen Rezess, im Grunde eine Federscheibe, dabei wird ein einfacherer Werkring verwendet, allerdings muss der Boden dann entsprechend wieder einen Rezess haben, damit der Wellring an Ort und Stelle bleibt, und somit dürfte der Wellring keine Einsparung bei den Herstellungskosten sein!
Wellring:
https://imagizer.imageshack.com/img924/9296/8Vb4QF.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img923/8060/e1l50H.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img924/3822/cW642B.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img924/4176/35Chcg.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img923/6631/7TjIXb.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img923/8351/I3V7gF.jpg

Du musst also herausfinden, welche zwei Schrauben Du benötigst, das kann ich leider nicht beantworten.
 
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