Das 'perfekte' Uhrwerk

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mg964

mg964

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Hallo

Laut diesem Artikel haben Physiker eine 'Formel für das perfekte Uhrwerk' gefunden.

Pikanterweise Physiker von der ETH Zürich. Ich meine, dort wurde auch das erste Quarzwerk entwickelt, für das sich damals leider die schweizer Uhrenindustrie überhaupt nicht interessiert hatte. Die japanischen Ingenieure um so mehr, der Rest ist Geschichte....

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Mapkyc

Mapkyc

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Hin und Wieder müssen Wissentschaftler mal was veröffentlichen um nicht in Vergessenheit zu geraten und um die Finanzierung der eigenen Abteilung langfristig zu sichern.

Die Gesetze der Mechanik kennt man schon länger. Neu ist hier ein spezieller Versuchsaufbau und eine Software, die nicht näher beschrieben wird. Die Verknüpfung zur Uhrenindustrie ist rein spekulativ.
 
VinC

VinC

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Ähm :hmm:

Spannend wie die Forschung am Luftwiderstandswert von Fransen am fliegenden Teppich...

Räder die möglichst verlustfrei miteinander wechselwirken sollen müssen also einer untereinander bestehenden Abhängigkeit folgen... Meine Grundmauern sind erschüttert! :D

Aber nun gut: schön das es nun zweifelsfrei bewiesen wurde... :hmm:
Ich finde es auch spannend das im Artikel erwähnt wird das dem System stetig Energie zugeführt werden muss, da es ansonsten stehen bleibt bzw. ausläuft... Wahnsinn! :D
 
Bienenreiter

Bienenreiter

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Selbst wenn es sowas gäbe... ich will das eigentlich gar nicht. Perfekt kommt von vollendet, das finde ich ziemlich anmaßend. Wahrscheinlich ist das nur gewählt worden, damit sowas in nem Zeitungsartikeln mündet.

Ich will kein perfektes Uhrwerk,
keine perfekte Gitarre,
kein perfektes Fahrzeug
und keine perfekte Musik.

Lieber Ecken, Kanten, Facetten.
 
F

Forget_ Time

Gast
Die wissenschaftliche Erkenntnis ist nun wirklich nicht Nobelpreis verdächtig. Die wesentliche Aussage ist: Du verbrauchst weniger Energie, wenn die Räder möglichst leicht sind. Eine Binsenweisheit die schon lange im Uhrenbau bekannt ist: Siehe drittes Foto, altes TU-Kaliber ohne Stoßsicherung, Räder sind nicht voll sondern mit Speichen.
Insofern: Langweilig
 
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Trademark

Trademark

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Das Werk, welches der Perfektion nahe kommt ist und bleibt das Seiko Spring Drive Werk. Nur noch den Aufzugsrotor mit Materialien ohne Schmiermittel dazu und voilá.
 
F

Forget_ Time

Gast
naja, jetzt werden die Begrifflichkeiten durcheinander geworfen. In dem Artikel ist die Definition von "Perfekt" die, dass ein mech Rädersystem bei einem Gesamt-Potential das im Energieminimum liegt (bei Erfüllung der r-Propotionalität und nicht r^2-Proportionalität) als perfekt gilt.

Was Du meinst Ist "Innovativ". Seiko SD ist innovativ.
 
Trademark

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@forget_time: OK, das stimmt auch wieder ;-)
 
P

Prokowjew

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Naja, eine interessante Erkenntnis hatten die gelehrten Herren ja schon: nämlich, dass eben nicht möglichst leichte Zahnräder/Scheiben die geringste Energiezufuhr brauchen, sondern dass bei den unterschiedlich grossen Rädern sich Radius und Masse immer proportional verhalten müssen. Das Verhältnis Radius/Masse selbst ist dabei wurscht, es ist also egal, ob die Räder extrem schwer oder extrem leicht sind, solange es nur immer das gleiche Verhältnis ist. Das heisst zum Beispiel, dass ich als Werkekonstrukteur dann nicht einfach alle Zahnradgrössen aus der gleichen Blechtafel stanzen kann, sondern sie aus umso leichterem Material herstellen muss, je grösser sie werden. Oder halt Speichen verwende.
Also, ich find das interessant.
 
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Mapkyc

Mapkyc

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Interessant ist das mit Radius und Masse, ja. Und vielen Leuten wird das nicht geläufig sein. Es ist auch legitim, darauf hinzuweisen. Nur eben ist das sicher keine neue wissenschaftliche Erkenntnis. Ich weiß es jetzt zwar nicht so genau, aber vielleicht hat das schon Galileo Galilei gewußt. Und es wurde in diesem Thread schon darauf verwiesen, das der Einsatz von Speichenrädern im Uhrenbau nicht neu ist. - Wie ich oben schon schrieb, die Züricher haben einen neuen Versuchsaufbau gemacht, den sie mit einer Software auswerten. Zur Software sagen sie nichts, vielleicht würden sie damit beim Fachpublikum für Heiterkeit sorgen.
 
mg964

mg964

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Schon verwunderlich, wie kontrovers das hier aufgefasst wird.

Hier der Wortlaut der Zusammenfassung des Originalartikels:

Optimal Synchronizability of Bearings

Bearings are mechanical dissipative systems that, when perturbed, relax toward a synchronized (bearing) state. Here we find that bearings can be perceived as physical realizations of complex networks of oscillators with asymmetrically weighted couplings. Accordingly, these networks can exhibit optimal synchronization properties through fine-tuning of the local interaction strength as a function of node degree [Motter, Zhou, and Kurths, Phys. Rev. E 71, 016116 (2005)]. We show that, in analogy, the synchronizability of bearings can be maximized by counterbalancing the number of contacts and the inertia of their constituting rotor disks through the mass-radius relation, m $ r, with an optimal exponent  1⁄4  which converges to unity for a large number of rotors. Under this condition, and regardless of the presence of a long-tailed distribution of disk radii composing the mechanical system, the average participation per disk is maximized and the energy dissipation rate is homogeneously distributed among elementary rotors.
Die Formeln werden in dem Zitat leider nicht angezeigt. Wen es interessiert, dem kann ich den kompletten Fachartikel als PDF zukommen lassen. Falls das wirklich bereits bekannt war, sind die Herausgeber der Fachzeitschrift sicher höchst interessiert an Hinweisen. Dann wird so ein Artikel wieder zurückgezogen. Aber Substanz haben sollte die Kritik schon. Also ich würde mir das nicht zutrauen, bin aber auch kein Physiker.

In dem Fachartikel steht übrigens kein Wort von Uhren. Das wurde alles nachträglich hineininterpretiert, um diese nicht gerade trivialen Erkenntnise aus der theoretischen Physik überhaupt irgendwie anschaulich zu machen. Ob man es für neuartige Uhrwerke einmal verwenden kann, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht geht irgend ein Mutiger das mal an...
 
Mapkyc

Mapkyc

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Hallo Markus,

Hier wurde nicht der Fachartikel diskutiert, sondern der von Spiegel Online. Kann sein, das der Spiegel Artikel der Arbeit der Zürcher Wissentschaftler nicht gerecht wird. Das wäre dann ein Versäumnis des Spiegel Autors. Er hätte möglicherweise etwas tiefer ins Thema einsteigen müssen.

Gruß
Markus
 
Karl

Karl

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'Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Margarine Fett enthält!'
Das ist im Grunde die Quintessenz des Artikels.
Gruß
Karl
 
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