China-böller: Versuch einer Zerlegung

Diskutiere China-böller: Versuch einer Zerlegung im Uhren aus China Forum im Bereich Uhren-Forum; Ja, die Mechanik der Fotografie ist auch Spassig. Ich hatte den Verschluss der Agfa Isolette allerdings nicht komplett zerlegt, sondern nur...
HiJoe

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IIch habe die Tage mein Minolta AF 35-70 Objektiv komplett zerlegen müssen, da die Blendenlamellen verölt waren und gereinigt werden mussten. Ich habe drei behebbare "Brüche" verursacht, aber was soll's...

Von einem Uhrwerk war es jedoch weit enfernt. Die Verschlußlamellen einer 6x6-Kamera sind eigentlich schon riesig. Ich kann mir aber vorstellen, dass der Antrieb eine sehr ausgeklügelte Sache sein muss.
Ja, die Mechanik der Fotografie ist auch Spassig. Ich hatte den Verschluss der Agfa Isolette allerdings nicht komplett zerlegt, sondern nur festgefressenen Schmutz "in place" mit Feuerzeugbenzin aufgeweicht oder weg gespült, also eigentlich Pfusch!
Diese alten Kameras sind schon toll, wie in denen alles tickt und sich dreht!
Leider habe ich keinen Zerlegeplan von den alten Isolettes. Wenn einer sowas hat, immer her damit, das gibt einen neuen spannenden Thread :) !
 
MaKu

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Für die Zerlegung von Fotoausrüstung hätten wir uns einen gefangen, denke ich ;) Ich habe gerade für 3 Euronen eine Anker 100 bei der Bucht ersteigert. Defekt, ohne Armband fand ich sie als ideales Übungsobjekt. Womöglich erkenne ich den Defekt...? Eine Poljot Automatik ist auch unterwegs für 18 Einheiten der gleichen Währung. Die Zerlegung der Anker könnte aber interessant werden.
 
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HiJoe

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So, anbei ein paar Gedanken zum Uhrenölen. Ich muss mir diese Gedanken machen, denn ich will ja meine Uhr wieder zusammensetzen, also nur zu. Leider ein etwas länglicher Beitrag, ganz ohne Bilder. ABER HE, SIND WIR UHRENLIEBHABER ODER WASCHWEIBER? ES MUSS SEIN! :hammer:


Ich habe inzwischen ein wenig gelesen und habe daher eine Art "Modell" vom Ölen in meinem Kopf. ACHTUNG! Es ist nur ein grobes, nicht getestetes Modell! Dieses Modell will ich hier kurz vorstellen, es ist sicher an einigen Stellen falsch, soll aber einfach mal als Einstieg und Diskussionsgrundlage dienen. Die Experten mögen den Text hier bitte korrigieren!

Zum Thema Ölen muss ich sagen, dass ich nirgendwo eine Anleitung gefunden habe, die einem Laien unmittelbar verständlich ist und alles abdeckt. Oft findet man nur Allgemeinplätze. Inzwischen ahne ich auch, warum. Ölen ist ziemlich komplex (scheint mir zumindest so) und lässt sich verbal schwer beschreiben, neben den Grundlagen muss man eigentlich auch Ölpläne einsehen, so man solche hat. Ich glaube inzwischen auch, dass man wirklich richtiges Ölen mal in natura gesehen haben muss! Also ganz klar ein Thema für ein offline Seminar.


Zunächst ein paar Grundlagen in Stichworten:
- vor dem Ölen muss das Werk gründlich gereinigt werden, denn Öl bildet mit Schmutz einen klebrigen Film.
- Manche Stellen müssen beim Zusammenbau, andere nach dem Zusammenbau geölt werden.
- Ziel der Ölung: Reibung zwischen Kontaktpunkten verringern, z.B. in den Lagern. Die Zähne der Räder werden nicht geölt, bis auf die Zähne des Ankerrads. Der Ellipsenstein wird auch nicht geölt.
- Ölmenge: nicht zu viel, da es sonst von der richtigen Stelle wegläuft. Die richtige Stelle läuft dann trocken und andere Stellen werden verklebt. "Weniger ist mehr".
- Wenn möglich, sollen die Ölpläne vom Hersteller benutzt werden!
- Nimmt man die falschen Öle, so läuft das Werk vielleicht nicht mehr, oder muss zumindest öfter gewartet werden.
- Vor dem Ölen kann man die Oberfläche aller Werkteile mit einer Oberflächenbehandlung versehen. Das scheint mir aber eher was für Spezialisten zu sein und ist nicht unbedingt notwendig.
- es muss das richtige Öl/Fett für verschiedene Stellen benutzt werden. Generell soll das Öl eine hohe Qualität haben, damit es nicht so schnell verharzt.
- Die Öle haben verschiedene Viskosität (Zähflüssigkeit). An Stellen, wo sich eine Achse schnell dreht, wird ein Öl mit geringer Viskosität benötigt (dünnes Öl), andere Stellen brauchen Öl mit höherer Viskosität (dickes Öl oder gar Fett).
- Das Aufzugswerk ist nicht ganz so kritisch, da es das Räderwerk nicht direkt beeinflusst. Es muss natürlich auch hier ein adequates Öl/Fett verwendet werden.

Werkzeuge:
- Ölnapf
- Ölgeber, das sind so Art kleine "Nadeln" mit einer abgeflachten Spitze, in verschiedenen Größen. Es gibt auch automatische Ölgeber.
- Rodico oder Holundermark: zum Reinigen der Ölgeber, Rodico auch, um kleine Teile zu fischen.

--

Wenn man sich mit dem Thema Ölen beschäftigt, dann stößt man schnell auf gaaanz viele verschiedene Ölsorten, z.B. von der Firma Moebius. Es gibt aber auch noch Koch, Tillwich und andere. Das ist für den Anfänger sehr verwirrend. Ich habe dann versucht, ein gewisses System zu erkennen. Und das ist meines Erachtens das folgende (Achtung, jetzt kommt der meines Erachtens wichtigste Teil des Textes):

Der wirklich kritsche Teil des Uhrwerks ist natürlich sein Herz, also die Abfolge vom Federhaus bis zur Unruhe. Hier braucht man DREI Ölsorten, nämlich für die Hemmung, für schnell drehende und für langsam drehende Räder. (Trivial, aber nicht für einen Anfänger). An der Hemmung müssen die Impulsflächen der Palettensteine und die Ankerradzähne mit einem speziellen Öl (oder Fett?) (z.B. Moebius 9415) versehen werden. Was an diesem Öl so besonders sein muss, verstehe ich noch nicht, aber nehmen wir das mal so hin. Dann braucht man noch ein "sehr flüssiges" Öl (z.B. Moebius 9010) für die schnellen Räder und ein "festeres" Öl (z.B. Moebius Microgliss D5) für die langsamen Räder. Was ist aber nun schnell, und was langsam? Aus den vorherigen Beiträgen kennen wir die Geschwindigkeiten des China-Böllers:

Federhaus: 1/6 Umdrehungen/Stunde
Minutenrad: 1 Umdrehungen/Stunde
Zwischenrad: 7.5 Umdrehungen/Stunde
Sekundenrad: 60 Umdrehungen/Stunde
Ankerrad: 720 Umdrehungen/Stunde
Unruhe: 21600 Halbschwingungen (sind keine ganzen Drehungen) pro Stunde


Die Räder drehen sich also immer schneller, je näher man der Unruhe kommt. Zumindest für mich eine neue Erkenntis. Der Schnitt wird hier beim Sekundenrad gemacht: Die Lager von Unruhe, Ankerrad und Sekundenrad bekommen das "Leichtlauföl". Federhaus, Minutenrad und Zwischenrad bekommen ein etwas dickflüssigeres Öl.

Jetzt wird mir auch klar, warum Tillwich sein Öl "1-2-3" nennt. Es soll - angeblich - alle drei oben genannten Öle/Fette ersetzen.

Der restliche Teil der Uhr ist jetzt nicht mehr ganz so kritisch und braucht eher dickes Öl oder ein Fett. Für alle Teile kann man wohl das oben schon erwähnte Moebius D5 nehmen, das habe ich zumindest in einem ETA Ölplan so gesehen. Nur für die Achse vom Minutenrad (da, wo das Minutenrohr von außen aufgesteckt wird), scheint man ein Fett zu brauchen (z.B. Moebius 9501 oder Dr. Tillwich B52).

Zu den Ölsorten gibt es viele verschiedene Ansichten, die sicher auf Erfahrung beruhen und alle ihre Berechtigung haben. Das, was ich oben geschrieben habe, ist nur eine grobe Zusammenfassung.


So, WAS muss man nun ölen und mit WIEVIEL Öl? Um das genau zu sehen, braucht man eingentlich einen Ölplan vom Hersteller. Den gibt es für die China Uhr natürlich nicht bzw. ich habe ihn nicht. Ich habe mir dann bei ETA den Plan fürs 6497 durchgesehen (eta -> Support Center Portal), da erkennt man eigentlich alle Teile, die auch in dem China-Werk vorkommen, schematisch wieder. Daran werde ich mich halten.


Hier mal der Versuch einer verbalen, allgemeinen Beschreibung, weitgehend orientiert an lubrication of watches (pdf)

1. Unruhlager. Deck- und Lochstein aus dem Lager nehmen, dann einen KLEINEN Tropfen Öl auf die ebene Seite des Decksteins geben, den Lochstein (richtig rum!) auf den Deckstein setzen. Diese beiden Teile halten dann zusammen, weil das Öl sie aneinader klebt (Adhäsion). Siehe auch youtube: lubrification of anti shock systems. Die Stossicherung dann wieder zusammenbauen.Man kann die Stossicherung auch von der anderen Seite durch den Lochstein ölen, das ist aber die zweitbeste Lösung.

2. Palettensteine und Ankerradzähne.
- entweder die zwei Palettensteine direkt ölen, dann erst den Anker einsetzen.
- oder erst den Anker ungeölt einsetzen und dann einen Palettenstein leicht ölen. 3-4 Zähne das Ankerrads vorbeilaufen lassen, die bekommen dann Öl vom Palettenstein ab. Den Vorgang wiederholen, bis alle Ankerzähne geölt sind.
- oder die Ankerradzähne direkt ölen, dazu am Ölgeber vorbei laufen lassen.

3. Ankerlager: bei kleinen Uhrwerken, so wie hier, wird das Ankerlager NICHT geölt. Der Ellipsenstein wird auch nicht geölt.

4. Lager des Räderwerks: Die Ölsenken der Lagersteine sollen halbvoll gemacht werden. Manche sagen aber, dass das schon zu viel wäre.

5. Federhaus:
- bei einer Automatikuhr muss der Gleitzaum (nicht Schleifzaum :) ) gefettet werden. Hierzu ist evtl. noch ein weiteres, spezielles Fett nötig?
- Achse: Die Berührungsflächen mit dem Federhaus müssen geölt werden. Ebenso die Berührungsflächen mit der Platine und der Brücke.
- Feder: Die muss gefettet werden (womit?), bevor man sie aufwindet und ins Federhaus zurück setzt.

6. Kronrad: Berührungsstellen mit der Unterlage (Zapfen und Ring) müssen geölt werden.

7. Click: Den Zapfen für den Click auf der Platine ölen.

8. Aufzugskupplung:
- Aufzugswelle: der Vierkantabschnitt (für den Schiebetrieb), der Endzapfen, die Berührungsstellen mit dem Winkelhebel und der Hauptplatine ölen
- Schiebetrieb und Aufzugstrieb: Die Zähne, sowie die Stelle, wo die Wippe in den Schiebetrieb greift, ölen.
- Winkelhebel und Stellhebelfeder: Den kleine Zapfen am Ende des Winkelhebels (der in die Stellhebelfeder einrastet) ölen. Auch den Zapfen für den Winkelhebel auf der Platine?
- Wippe und Wippenfeder: Kontaktpunkte von Wippe und Wippenfeder ölen, sowie die Halterung der Wippe auf der Platine, sowie den Kontaktpunkt von Wippe und Winkelhebel.

9. Zeigerstellwerk:
- Den Zapfen für das Zeigerstellrad auf der Hauptplatine ölen.
- Den Zapfen für das Wechselrad ölen
- Minutenrohr: die zentrale Achsen-"Röhre" muss von außen geölt werden. Bei Werken mit Zentralsekunde darf kein Öl ins Innere der Röhre gelangen. Die Achse vom Minutenrad, da, wo das Minutenrohr drauf geschoben wird, fetten.
- Stundenrad: Wird nur bei Werken mit Datum gefettet.

10. Datumseinstellung: damit habe ich mich nicht befasst, mein Chinese hat kein Datum :)


OK, an dem von mir oben beschriebenen Wahnsinn werde ich mich dann wohl orientieren müssen, ich habe ja nichts besseres! Ich bin für alle Korrekturen im Vorfeld dankbar!
Ich hoffe nur, dass es für meinen Böller nicht die Letzte Ölung wird :D.


Stay tuned!
 
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Thomas_G.

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Deine Ausführungen sind soweit ganz gut, die Ölanleitung des ETA-Werkes ist sehr passend, Du kannst das auf den Chinesen übertragen.
Der Deckstein bekommt einen Öltropfen, der 2/3 der Fläche in der Mitte einnehmen sollte. Der Lochstein zieht sich dann automatisch an, durch den Kapillareffekt. Vorsicht, wenn der Deckstein aufgesetzt wird - einmal falsch gezielt, ist das Öl falsch verteilt und es muss neu gewaschen und geölt werden.
In den Lagern gehört eine Menge Erfahrung dazu. Das Öl sollte mit der Lupe einen sichtbaren Film geben, und ca. 1/3 der Senkung füllen. Zuviel ist jedoch falsch, weil das Öl sich den Weg nach draußen sucht - durch den Stein am Trieb entlang. Und Öl auf den Rädern ist gänzlich fehl am Platze - da läuft es aber hin, wenn es zuviel ist.
 
HiJoe

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Der Deckstein bekommt einen Öltropfen, der 2/3 der Fläche in der Mitte einnehmen sollte. Der Lochstein zieht sich dann automatisch an, durch den Kapillareffekt.
...
In den Lagern gehört eine Menge Erfahrung dazu. Das Öl sollte mit der Lupe einen sichtbaren Film geben, und ca. 1/3 der Senkung füllen.
Hallo Thomas,

Danke für Deine Tipps! Ich übe gerade das Ölen in der Praxis, allerdings blieb der durchschlagende Erfolg noch aus. Sosehr ich mich auch bemühe, ich gebe immer zuviel Öl, die Ölsenken schwimmen immer in Öl, sieht dann aus wie eine Salatschüssel.

Mein China Werk hat ja leider nur 3 Lagersteine mit Ölreservoirs: Auf der Platine die Steine fürs Zwischenrad, fürs Ankerrad und für den Anker :shock: Komisch, das Ankerlager soll ja gar nicht geölt werden, aber da tun die so einen Stein rein.

Gut, ich übe weiter.
 
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Thomas_G.

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Nimm den kleinsten Ölgeber, den schwarzen, und benetze nur die Spitze so, das man kaum den Tropfen sehen kann. Es ist sehr viel Gefühl gefragt, und schwimmen soll natürlich nichts :-) Üben, üben, üben. Ich öle heute aus dem Handgelenk, meine ersten Versuche waren auch immer eine Ölsardine.
Woran man sich gewöhnen muss: Es sieht am Ölgeber immer nach zu wenig aus. Im Stein reicht es aber dicke aus.
 
HiJoe

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OK, nachdem wir uns ja weiter oben mit der Theorie des Ölens beschäftigt haben (hat das auch jeder gelesen? :D), übe ich nun die Praxis. Eines kann ich schon mal vorweg nehmen: ÖLEN IST SAUSCHWER!

Dem Rat von Thomas_G. folgend habe ich die relevanten Teile nochmal gesäubert und mit einem feinen Pinsel bearbeitet. Dann habe ich mal das Räderwerk wieder eingesetzt, an dessen Lager will ich das Ölen üben. Zum Einsetzen des Räderwerks (auch nicht einfach) schreibe ich was, wenn es um den Zusammenbau des Werks geht, also später.

Sehen wir uns mal die Lagersteine an, so wie es aussieht, wenn das Räderwerk eingebaut ist. Hier mal gesehen von der Räderbrücke (also von der Rückseite der Uhr aus), das Ankerrad, das Zwischenrad und das Sekundenrad:
M_oelen1.jpg
M_oelen2.jpg
M_oelen3.jpg

Hier von der Platinenseite aus gesehen (von da, wo die Zeiger sitzen). Man sieht das Zwischrad und das Ankerrad:
M_oelen4.jpg
M_oelen5.jpg

Man erkannt, dass mein toller Böller nur auf der Platine Ölsenken hat :???:

OK, ich will aber ja das Ölen üben, also schnell meinen kleinsten Ölgeber gezückt. Der hat so eine abgeflachte Spitze. Leider ist der kleinste Ölgeber immer noch ziemlich groß, hier mal ein Vergleich der Spitze des Ölgebers mit dem Lager des Zwischenrads. Dieses "Paddel", was da ins Bild ragt, ist der Ölgeber:
M_oelen6.jpg

Tja, die abgeflachte Spitze sieht "riesig" aus, da muss ich dann wohl durch.

Das Ölen selber hat bisher noch nicht wirklich gut geklappt. Bei mir entsteht immer ein Ölsee :-(. Den wollte ich Euch auch auf Fotos zeigen, aber das gelingt mir nicht richtig. So ein dünner Ölsee ist quasi durchsichtig, kaum zu sehen.

Trotzdem hier mal zwei Fotos von Versuchs-Ölungen. Zunächst von der Seite der Brücke, hier haben die Lager ja keine Ölsenke, da bleibt immer ein Ölklecks auf dem Lagerstein stehen:
IMGP7322.jpg
Könnt Ihr den Ölklecks sehen? Wahrscheinlich nicht so gut, oder gar nicht. Jetzt wisst Ihr, wie es mir beim Ölen geht :oops:

Hier eine Aufnahme von der Platine:
IMGP7329.jpg
Das linke Lager steht schon komplett unter Öl. Rechts ist zumindest die Ölsenke komplett voll. Was, seht Ihr auch nicht? Macht nichts, ich auch kaum :lol:

OK, ich muss trotzdem am Ball bleiben und weiter üben.
Am Wochenende will ich den Zusammenbau wagen, dann muss so oder so Öl in die Uhr, komme, was da wolle.

Eine kleine Randbemerkung am Rande noch :) Bei der Zerlegung ist mir an keiner Stelle in der Uhr Öl aufgefallen. Kann es sein, dass die Chinesen die Werke trocken bauen? :shock:


P.S.: eine kleine Anekdote noch: Zum Reinigen der Ölgeber soll ja Holundermark verwendet werden. WAS, HOLUNDERMARK? Scheint aber echt wahr zu sein. Wohl also dem, der nicht nur einen unaufgeräumten Keller, sondern auch einen unaufgeräumten Garten hat, in dem der Holunder ungeplant wie Unkraut an allen Ecken wuchert. Da habe ich dann geerntet. Den Ölgeber säubere ich dann so:
IMGP7330_k.jpg
(Mein kleinster Ölgeber ist übrigens rot). Sieht irgendwie cool aus, Robin Hood lässt grüßen :)
 
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Thomas_G.

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Na, trocken werden die nicht bauen. Wenn die Uhr aber lief beim Kauf, wird auch Öl drin gewesen sein. Bei einem gängigen ETA oder anderen Werken wirst Du das Öl aber außer mit Vergrößerung auch kaum sehen, denn besser zuwenig, als zuviel :-)
Auf den Bildern von Dir kann man sehen, das deutlich zuviel Öl verwendet wurde. Versuch mal, den Ölgeber sanft nach dem eintauchen abzustreifen, um die aufgenommene Ölmenge zu reduzieren.
 
Rocketman

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Zum Aufbringen kleinster Ölmengen verwende ich keine Öler, da selbst der kleinste Geber irgendwann zu groß ist.
Zu diesem Zweck habe ich mit eine (1) haarfeine Litze aus einem vieladrigen Kabel (Lautsprecherkabel?) mit Tape an einem Zahnstocher befestigt.
Damit kann man winzigste Ölmengen sehr gut dosieren.
Da die Litze biegsam ist, kann man bei Bedarf sogar 'um die Ecke' ölen.
 
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Thomas_G.

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Na, ein wenig hemdsärmelig ist die Litze schon :-)
Der kleinste Oelgeber von Bergeon ist eigentlich perfekt auch für winzigste Mengen, abstreifen sollte man ihn natürlich schon.
 
HiJoe

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Zum Aufbringen kleinster Ölmengen verwende ich keine Öler, da selbst der kleinste Geber irgendwann zu groß ist.
Zu diesem Zweck habe ich mit eine (1) haarfeine Litze aus einem vieladrigen Kabel (Lautsprecherkabel?) mit Tape an einem Zahnstocher befestigt.
Damit kann man winzigste Ölmengen sehr gut dosieren.
Da die Litze biegsam ist, kann man bei Bedarf sogar 'um die Ecke' ölen.
Hi,

dieser Tipp ist, wenn man kein Profi Werkzeug hat, vielleicht gar nicht schlecht. Ich habe gestern versucht, den Deckstein mit meinem "kleinsten" Ölgeber zu ölen. Selbst wenn ich den Ölgeber abstreife passiert reproduzierbar das folgende: sobald der Ölgeber den Deckstein auch nur berührt, wird dieser HOCHGEZOGEN und klebt am Ölgeber. :schock: JEDESMAL.


P.S.: noch ne kleine Anekdote an Rande. Vorgestern hab ich wirklich meinen ersten China Böller geschrottet :-( Eine Cjiaba für 10,- EUR, Diver-Stil, eine wirklich schöne Uhr, die lief auch super. Ich Dödel wollte mir nur mal das Werk ein wenig genauer ansehen. Daher hatte ich den Rückdeckel abgenommen, der war zum aufpressen. Und dann ging dieser verflixte Deckel nicht wieder rein, ich hab' gedrückt wie ein Irrer. OK, dann habe ich ein "Einpresswerkzeug" improvisiert. Die Uhr in zwei klein "Holzplatten" eingelegt, dieses Sandwich auf den Tisch gelegt, und eine Schraubzwinge angesetzt. Ich hab' da an der Zwinge gedreht bis die Zwinge selber schon kurz vorm verbiegen da. Da machte es endlich "Clack". OK, Uhr raus aus dem Sandwich und dann das: Deckel immer noch lose, Glas in 1000 Stücke zersprungen :???: Ich hätte heulen können, nicht wegen der 10,- EUR, sondern weil es eine recht nette Uhr war. Na ja, ich habe sie mir nochmal bestellt. Bei der nächsten werde ich den Deckel zu lassen!
 
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Thomas_G.

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Hast Du etwa kein Rodico zur Hand?! Das ist des Uhrmachers beste Waffe, damit kann man den Deckstein bequem fixieren und ölen, dann aufsetzen. Den einfach hinzulegen und zu ölen - das kann nicht funktionieren. Die Litze wird den ebenfalls anziehen - wie soll das auch anders sein?! Da ist Dir scheinbar ein wichtiges Kapitel der Theorie entgangen :-)
 
HiJoe

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Hast Du etwa kein Rodico zur Hand?! Das ist des Uhrmachers beste Waffe, damit kann man den Deckstein bequem fixieren und ölen, dann aufsetzen. Den einfach hinzulegen und zu ölen - das kann nicht funktionieren. Die Litze wird den ebenfalls anziehen - wie soll das auch anders sein?! Da ist Dir scheinbar ein wichtiges Kapitel der Theorie entgangen :-)

Ahh, verflucht, Du hast Recht!!!! Ja, man braucht wirklich was, was den Deckstein von unten leicht festhält. Rodico habe ich noch nicht, muss ich mir dann wohl mal besorgen.

Geht der Stein denn von dem Rodico so einfach wieder ab, nachdem man den Lochstein aufgesetzt hat?
 
HiJoe

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So, obwohl es mit dem Ölen noch nicht wirklich 100% klappt (um ehrlich zu sein, nicht mal 50%) , habe ich mich entschlossen, den Zusammenbau zu beginnen. Ich will (muss, meine Frau meckert, meine Kinder darben) ja auch mal fertig werden. Der Zusammenbau ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber fast, für einen ersten Bericht reicht es.

Ich werde natürlich nicht jeden einzelnen Schritt vom Zusammenbau mit Fotos darstellen. Man sieht ja schon alles in den Bildern von der Zerlegung, der Zusammenbau geht eben - wer hätte das gedacht - rückwärts. Ich zeige also nur einzelne Zwischenstationen und gebe ein paar Kommentare.



Zuerst habe ich das Räderwerk eingebaut. Ohh man, das hatte ich die letzten zwei Tage schon 3-4 mal geschafft, aber jetzt, beim finalen Zusammenbau, zittern mir die Hände und mein Glück verlässt mich. Ungelogen, ich habe diesmal ca. 3/4 Stunde für die 4 Räder gebraucht! Ich ging wie folgt vor: Zuerst das Minutenrad eingesetzt, das hat ja eine eigene Brücke, ist also easy. Dann das Zwischnrad, das Sekundenrad und das Ankerrad rein. Man muss höllisch aufpassen, dass die Zapfen der Lager auch in der Platine (also "unten") an der richtigen Stelle sind! Das kann man relativ schlecht kontrollieren. Ich habe dann immer mal am Minutenrad gedreht, und kontrolliert, ob die anderen Räder sich ein wenig mit drehen (obwohl ja die Brücke noch nicht drauf war!). Das war die Voraussetzung zum Weiterarbeiten! Hier gibt es eigentlich nur 2 Räder, die ohne Brücke ständig kippen: das Zwischenrad und das Ankerrad (das Sekundenrad ist ja mit seinem langen Rohr in das Minutenrad eingeschoben :oops:). Die habe ich dann so gut es ging ausgerichtet.
Dann habe ich die Brücke LEICHT aufgelegt. Unnötig zu sagen, dass die Räder sich dabei immer wieder verschoben haben. :hammer:
Egal, ich habe die Brücke dann zunächst gaaaanz leicht ein wenig angedrückt, teilweise sogar mit den Fingern (die echten Uhrmacher mögen mir verzeihen). Dann habe ich DURCH DIE LAGERSTEINE geschaut, ob die Zapfen in der richtigen Position waren. Ob man durch die Lagersteine überhaupt was sehen kann, hängt sehr stark vom richtigen Licht ab. Ich musste also öfter mal das Werk oder meine Lampe drehen/bewegen. Wenn die Positionen der Zapfen OK aussahen, habe ich die Brücke EIN WENIG fester gedrückt und nochmal kontrolliert. Dann habe ich am Minutenrad gedreht, um zu sehen, ob die anderen Räder sich leicht mit drehen. Das war oft nicht der Fall, dann hatte sich was verkantet und ich habe nochmal ganz von vorne angefangen. Ja, so geht leicht eine 3/4 Stunde rum (aber wie gesagt, die Tage vorher hatte es etwas besser geklappt). OK, dann noch das Federhaus und die Federhausbrücke rein, das ist ja einfach. Das Werk sieht dann so aus:
IMGP7336_k.jpg
Zusammengefasst: wie setzt man die Räderwerksbrücke auf? Na, genau so, wie sich die Igel paaren: gaaanz vorsichtig :lol: (ich weiss, alter Witz ;-))
Auf dem Bild oben kann man durch die Lagersteine ganz gut die Zapfen und einen Trieb sehen. Jetzt werdet Ihr vielleicht denken "Na, dann geht das Einsetzen einer Brücke doch ganz einfach". Nein, in Echt sieht man das sehr schwer. Das kommt auf dem Foto nur durch den Blitz. Glaubt mir, unter einer 08/15 Schreibtischlampe sieht man kaum was.

Um das Federhaus zu schliessen (Ihr erinnert Euch, da hatte ich den Deckel geöffnet) habe ich mir übrigens ein "Einpresswerkzeug" improvisiert: zwei kleine Laminat Platten, jeweils mit einem Loch für die Achse. Da konnte ich das Federhaus dazwischenlegen und den Deckel mit Druck schliessen, mit den Fingern hatte ich es nämlich nicht geschafft.
IMGP7270_k.jpg

Gut, dann von der anderen Seite die Aufzugskupplung montiert. Das war nicht sooo schwer, man muss aber höllisch auf die springfreudige Wippenfeder aufpassen, die habe ich teilweise beim Einbau mit dem Fingernagel runtergedrückt (ich weiss, ist auch nicht fachgerecht :oops:).
IMGP7337_k.jpg
Wie man auf dem Bild sieht, habe ich es zwischenzeitlich auch geschafft, die Stosssicherung auf der Platinenseite zu montieren. :D Da habe ich aber bei geschwitzt, und richtig geölt habe ich auch nicht geschafft, aber wenigstens ist alles wieder am richtigen Platz. Etwas Öl ist schon dran, wahrscheinlich mal wieder zuviel. Wenn (falls) ich irgendwann besser ölen kann (mit Rodico, Danke an Thomas_G. für den Tipp) , werde ich das nachholen.

Dann den Click, das Kronrad und das Sperrad montiert. Mir ist zum ersten mal aufgefallen, dass man das Sperrad festhalten muss, um die Schraube reinzudrehen, sonst dreht sich die Achse vom Federhaus mit. (Inzwischen glaube ich, ich hätte einfach die Krone festhalten sollen :face:.)
An dieser Stelle kann man zum ersten mal das Werk ein wenig (gaanz sachte) aufziehen und schauen, ob die Räder sich gut drehen (Tipp von Aeternitas)
IMGP7339_k.jpg

So, dann habe ich das Zeigerstellwerk eingebaut, hier habe ich nichts ungewöhnliches zu vermelden. Das Minutenrohr muss man unter leichtem Druck einpressen (Zeigerreibung).
IMGP7340_k.jpg

Jetzt kommt der Anker. Obwohl nur ein Teil, auch sehr knifflig. Da habe ich sicher 1/2 Stunde für gebraucht. Ohne Brücke kippt der immer um, aber gekippt kann man auch die Brücke nicht aufsetzen. Typisches "Hund beisst sich selber in den Schwanz" Problem. Na ja, mit viel Geduld klappt es irgendwann:
IMGP7342_k.jpg
Ist der Anker drin, kann man eine Ankerpalette ölen (nur auf der Impulsfläche) und die Ankerradzähne zur Ölung durchlaufen lassen, indem man den Anker hin und her bewegt. Das habe ich ich auch fast geschafft. Einmal war ein Klecks Öl auf einer Seitenfläche des Palettensteins (ihr wisst ja, zittrige Hände und so). Den habe ich mit Küchenrolle (saugstark! :) ) wieder weg geputzt. Ist sicher auch nicht fachgerecht!

Na schön, jetzt noch die Unruhe rein, da hatte ich etwas Bammel vor, weil die Spirale sich immer so laaaang zieht, wenn das Unruhrad (Schwungrad) nach unten hängt. Egal, rein damit und aufpassen, dass der untere Zapfen in den Lagerstein einrastet. Dann den oberen Zapfen ausrichten und danach die Unruhbrücke (den Kloben ?) erst fest schrauben. Ist alles auch nicht ganz trivial.
IMGP7346_k.jpg

Um zu sehen, ob das Werk wieder läuft, habe ich provisorisch den Minutenzeiger aufgedrückt. Na ja, der bewegt sich zumindest und die Zeit stimmt auch, wie genau, kann ich noch nicht sagen:
IMGP7345_k.jpg

Leider hat das Werk immer noch den Fehler, den es schon am Anfang hatte: trotz Aufziehen läuft es nicht von selber an, man muss zuerst die Unruhe durch einen Schlag in Bewegung setzten. Meine Vermutung dazu ist nun, dass die Unruhe in ihrer Ruheposition nicht ganz optimal eingestellt ist, so dass der Ellipsenstein den Anker nicht in der "Mitte" hält. Dann sperrt der Anker eben das Werk, solange, bis die Unruhe angeschubst wird. Ist aber nur eine Vermutung.

OK, was muss ich noch machen:
- Das andere Stosssicherungslager ölen, da graut mir schon vor.
- Die Lagersteine ölen (ja, im Moment läuft die Uhr da trocken, ist nur für 1-2 Stunden)
- Den Automatikaufzug montieren, das kommt aber gaaanz am Schluss, falls ich den überhaupt will, der lief ja von Anfang an nicht richtig.

Und dann werde ich die Uhr noch "modden" :lol: Lasst Euch überraschen!

Stay tuned.


P.S.: und was lehrt uns das? Würde ein Uhrmacher für eine Revision genau so lange brauchen wie ich, müsste das 1000,- EUR und mehr kosten :)

P.P.S.: habe mir für meine nächste Schandtat schon ein neues Opfer gesucht: ein Otero 441, auf dem Ziffernblatt steht Eppo. Mal sehen, was mich da erwartet.
 
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Thomas_G.

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Bei dem Werk stimmt der Abfall nicht, was man auf der Zeitwaage mit einem Blick und weniger Experiment hätte sehen können.
Ich finde es schade, dass Du Dir als nächstes Opfer ein Stück Qualität ausgesucht hast. Lieber nimm dreimal pro Tag den Chinesen auseinander, warte noch auf die richtigen Werkzeuge. Und wenn das dan klappt, kann das Otero der nächste Schritt sein. Das noch als Aussicht: Zerlegen, reinigen und zusammenbauen in ca. einer Stunde. Das machen die Profis.
 
HiJoe

HiJoe

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Bei dem Werk stimmt der Abfall nicht, was man auf der Zeitwaage mit einem Blick und weniger Experiment hätte sehen können.
Ok, Danke für den Tip. Ich werde versuchen, das mal nachzuvollziehen (kann ich im Moment nicht, Zeitwaage hin oder her). Werde mir den Böller mal genau ansehen, wenn er wieder steht, und dann versuchen, das zu verstehen.

Ich finde es schade, dass Du Dir als nächstes Opfer ein Stück Qualität ausgesucht hast. Lieber nimm dreimal pro Tag den Chinesen auseinander, warte noch auf die richtigen Werkzeuge.
Keine Sorge, das Otero rühre ich noch nicht an. Falls Du es Dir evtl. (wegen meiner Art zu schreiben?) nur schwer vorstellen kannst: ich habe vor all' diesen Werken Respekt, vor dem Otero, aber auch vor dem Chinesen, so schlecht er auch verarbeitet sein mag! Um es gleich vorweg zu sagen: den Chinesen werde ich nie vergessen, egal ob er wieder laufen wird, oder nicht. Ich mag ihn natürlich in erster Linie wegen seiner Historie mit mir, aber auch, weil er so einfach und unvollkommen ist, und trotzdem so halbwegs funktioniert. Naiv? Na und? :D

Das noch als Aussicht: Zerlegen, reinigen und zusammenbauen in ca. einer Stunde. Das machen die Profis.
Das habe ich schon "befürchtet", da werde ich aber nie hinkommen :) Da muss ich aber durch, und die Profis auch 8-)

Egal, bei dem Otero hilfts Du mir demnächst doch auch, oder? :super:
 
noosa

noosa

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Hallo HiJoe,

auch von mir noch einmal ein dickes Lob für deine hervorragende Dokumentation des Zerlegungsversuchs. Ich finde, auch als absoluter Laie hat man das "Recht", sich mit einer gehörigen Portion Neugier, Hartnäckigkeit sowie einer gewissen Risikobereitschaft und Pragmatismus an bis dato völlig unbekannte Dinge heran zu wagen. Es ist zwar nicht unbedingt auf Uhren übertragbar; aber wo wäre die Menschheit wohl heute ohne diese Eigenschaften?

Ich war bei meinen "Versuchen" leider nicht so erfolgreich; und es waren (leider) auch keine Chinesen, die ich geschrottet habe. Deshalb: Hut ab und vielen Dank für die Mühe, uns an deinem Projekt teilhaben zu lassen.

Gruß

Lutz
 
Aeternitas

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Ich finde, dass man nicht von einem Versuch reden kann, sondern von einer Durchführung. Ich habe großen Respekt vor Deiner Gabe in einem frühen Stadium direkt auf Details einzugehen und diese zu hinterfragen. Respekt!
 
HiJoe

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Ich finde, auch als absoluter Laie hat man das "Recht", sich mit einer gehörigen Portion Neugier, Hartnäckigkeit sowie einer gewissen Risikobereitschaft und Pragmatismus an bis dato völlig unbekannte Dinge heran zu wagen. Es ist zwar nicht unbedingt auf Uhren übertragbar; aber wo wäre die Menschheit wohl heute ohne diese Eigenschaften?
Hallo Lutz,

genau so ist es, oder um es mal mit Star Trek zu sagen:

"Das Uhrwerk, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011. Dies sind die Abenteuer des Rookies HiJoe, der mit Hilfe des 400 Mann starken Uhrforums 2 Wochen lang unterwegs war, um neue Uhren zu erforschen, neue Unruhen und neue Zahnräder. Viele Lichtjahre vom alltäglichen Leben entfernt, dringt das Team in chinesische Uhrwerke vor, die nie ein Mensch zuvor hat sehen wollen."

:-D
 
6694

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So kann man es natürlich auch betrachten. :-) Ich habe den Thread bis jetzt sehr aufmerksam verfolgt und werde hier auch noch öfter reinschauen. Hab ja schließlich auch noch ein Reinigungs- und Ölungsprojekt vor mir. Nur mit ´nem 2824-2. Da habe ich nun auch reichlich Trockenübungen gemacht. Ich muss sagen dass dies einer der spannendsten und aufschlussreichsten Threads geworden ist. Mir hat es auf jeden Fall viel gebracht. Für den Aufwand den Du dabei betrieben hast kann ich Dir nur dankbar sein. Natürlich auch denen die ergänzend dazu beigetragen haben.

Es grüßt Reinhard
 
Thema:

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