Charakter müssen sie haben…. Jaeger-LeCoultre Master Compressor Diving Chronograph

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denohh

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Hallo Forum.
Nach Jahren des Stöberns und Mitlesens möchte ich nun einen ersten Beitrag leisten und meine ein Jahr alte Errungenschaft vorstellen. Mit der Jaeger-LeCoultre Master Compressor Diving Chronograph ist es zudem eine recht seltene Uhr. Da mich die MCDC, der Kurzname empfiehlt sich bei der langen Bezeichnung, doch sehr an ein anderes Lieblingsspielzeug erinnert, möchte ich hier einen Quervergleich wagen. Da es zugleich meine erste Vorstellung ist, bitte ich um Nachsicht bei möglichen Fehltritten und hoffe es trifft euren Geschmack.
Ich mag Autos. Ich mag auch Uhren, aber Autos mochte ich schon früher. Mein Lieblings-Auto war ein BMW Z4 Coupé. Nicht eine dieser neuen weich gespülten Varianten, sondern der originale E86. Ein waschechter Sportwagen, der nie etwas Anderes sein wollte. 1385 kg Leergewicht und einen frei atmenden 3 Liter Reihensechser, wie nur BMW sie bauen konnte. Die Entscheidung für den Z4 folgte ein paar einfachen Kriterien, die sich so auch auf die Uhrauswahl übertragen lassen.

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Das Auto sollte seinerzeit passend zur Lebenssituation eines Singles bzw. häufiger wechselnden Freundinnen sein. Sportlich, zwei Sitze sowie Platz für ein Wochenendurlaub zu zweit. Wenn ich dann doch mehr als eine Person transportieren musste, dann gab es eben die Öffentlichen oder ein Taxi. Ich wollte kein ein Auto für jede Situation haben. So war es auch mit der Uhr. Einen klaren sportlichen Charakter passend zu meinem relativ aktiven Lebensstil sollte sie haben. Keine Uhr für jede Gelegenheit. Die MCDC signalisiert durch ihre opulenten Maße und das matte Grade 5 Titan ihre sportlichen Absichten. Das ist keine Anzugsuhr. Mit ihren 44mm Durchmesser und einer Dicke von 16,3 mm über dem Handgelenk passt sie kaum unter ein Hemd. Der markante Kompressionsschlüssel für die Krone deutet ebenfalls klar an, dass es sich hier um ein Sportgerät handelt. Dieses patentierte System besitzt im Inneren einen Kegel, auf welchen durch Drehen des Kompressionsschlüssels Druck ausgeübt und so Wasserdichtigkeit gewährleistet wird. Die Bedienung ist wesentlich angenehmer als eine verschraubte Krone, bei gleichzeitig höherer Absicherung gegen das Eindringen von Wasser. Die Bedienung mit Handschuhen klappt einwandfrei. Das 3,6mm dicke, gewölbte Saphirglas trägt neben dem massiven, bis zu 5mm dicken Gehäuse, dem verschraubten Boden und der Krone wesentlich zu der hohen Druckfestigkeit von 100 atm bei.

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Die Uhr sollte ferner, wie auch das Auto, optisch etwas hermachen. Der Z4 hat eine sinnlich geschwungene Haube, geflankt von klar definierten Kanten. Eine Bildschön nach hinten abfallendes Dachlinie mit markanten Einkerbungen im Stile von Rennwagen. Der MCDC vereint diese Kontraste ebenfalls. Die matte Farbgebung Titangehäuses wird an vielen Stellen durch auf Hochglanz polierte Elemente ergänzt. Da ist zum einen die Lünette mit den erhöhten und polierten 5-Minuten-Indizes. Der sehr gut zu greifende geriffelte Rand ist innen matt, die Erhebungen poliert. Das hohe Fertigungsniveau lässt sich hier sehr gut beobachten. Die monolithische Lünette wird in Form gebracht, mattiert und anschließend mit hohem Aufwand poliert. Die erhobenen Minutenindizes auf der Lünette weisen eine bestechende Form auf, kantig und dennoch nicht unangenehm scharf. Durch die Politur werden sie perfekt in Szene gesetzt. Und bitte bedenken, wir reden hier von einem schwer zu bearbeitenden Material.

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Die geschwungenen matten Lugs weisen polierte Kanten auf, welche ihnen etwas die Schärfe nehmen. Das setzt sich auch beim Titanband fort, wo die kantigen Aussenelemente auf die abgeschrägten und polierten Ränder der Innenelemente treffen. Das Band verdient an dieser Stelle ein Sonderlob. Die Bandelemente haben genau so viel Spiel um eine angenehme Flexibilität zu ermöglichen. Die raffinierte Konstruktion erlaubt es sogar, dass sich das Band komplett in sich zusammenfalten lässt. Es wahrt dennoch jederzeit die angedachte Form. Es sitzt perfekt, nichts stört und die Schnellverstellung in der Schließe um 4mm pro Seite erlaubt sekundenschnelle, werkzeugfreie Anpassung. Darüber hinaus lässt sich absolut jedes Element bis auf das direkt am Uhrengehäuse anliegende einfach mit zwei Schrauben entfernen. Die Schrauben sitzen in den inneren Elementen und sind nur sichtbar und zugänglich, wenn man die Aussenelemente um 90 Grad faltet. Die Anpassung kann leicht selbst mit einem einfachen Schlitzschraubendreher vorgenommen werden. Die Gefahr, dass das Band an den Verbindungen aufgeht ist null. Ebenso wie die Gefahr, dass die Schließe aus Versehen öffnet. Die Schließe hat vier, ja vier, Entriegelungen, von denen immer die gegenüberliegenden zwei gleichzeitig ausgelöst werden müssen. Fehlbedienung ausgeschlossen. Frustfreies An- und Ablegen gewährleistet. Ich kann es nicht deutlich genug sagen. Es ist das perfekte Stahl- bzw. in diesem Fall Titanband. Besser geht es vermutlich nicht, höchstens anders ;)

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Es gefällt mir zudem besonders, dass es durchgehend 22 mm breit ist und nicht zuläuft. Das unterstreicht den Charakter. Die Uhr schafft es insgesamt sehr sportlich zu wirken und dennoch einen Hauch Eleganz an den Tag zu legen. Nicht genug Eleganz um den Charakter zu verfälschen, aber ausreichend um die gehobene Preisklasse anzudeuten. Dazu tragen die in Weißgold ausgeführten Zeiger und Stundenindizes einiges bei. Der Kontrast zum einfachen, matten und dadurch sehr gut ablesbaren Zifferblatt ist gelungen. Alle anderen Elemente auf dem Zifferblatt sind aufgedruckt. Eine Entspiegelung erlaubt die Ablesung der Uhrzeit bei jedem Wetter zuverlässig und ohne Anstrengung. Die Leuchtmasse gewährleistet selbige bei Nacht. Über die Dauer kann ich als Nicht-Taucher nicht viel berichten. Eine kurze Aufladung durch eine Taschenlampe reicht jedoch für einige Stunden.

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Beim Auto sollte es ein renommierter Hersteller sein, der für zuverlässige Technik bekannt ist und es dennoch wagt etwas Neues und Seltenes zu schaffen. Die gleiche Anforderung habe ich bei der Uhrauswahl gehabt und die JLC MCDC füllt diese Rolle sehr gut aus. JLC kann auf eine beeindruckende Historie zurückblicken, ist aber mehr für elegante Zeitmesser bekannt. Die letzte Taucheruhr wurde 1967 produziert, rund 40 Jahre vor der Vorstellung der MCDC. Wie der seinerzeit neu entwickelte Motor des BMW hat auch das verbaute 751D Kaliber von JLC einige Neuheiten parat gehabt. Das 751D besteht aus 41 Lagersteinen und 272 Bauteilen. Es bietet einen Automatikaufzug und dank zwei Federhäusern eine Gangreserve von 65 Stunden bei 28800 Vibrationen pro Stunde (oder genauer einer Frequenz von 4 Hz). Es ist ein Chronograph mit einer Schaltradschaltung und einer vertikalen Kupplung. Letztere ermöglicht es durch Entkopplung den Chronographen permanent mitlaufen zu lassen, ohne die Lebensdauer des Werkes negativ zu beeinflussen. Zudem sorgt sie für eine vorzügliches Bediengefühl. Die gummierten Chrono-Drücker haben einen klaren und satten Druckpunkt, der Chronograph reagiert umgehend auf die Befehle. Ganz wie das BMW Schaltgetriebe mit dem N52 Motor, wo jeder Schaltvorgang satt und knackig sitzt und jeder Druck des Gaspedals sofort in Beschleunigung umgesetzt wird.

Die Stoppsekunde ist übrigens zentral. Statt einer mitlaufenden kleinen Sekunde gibt es auf 6 Uhr eine Funktionskontrolle der Uhr. Diese besteht aus einer drehenden Scheibe, welche halb weiß, halb azurblau eingefärbt ist. Die Scheibe ist mit Leuchtmasse belegt, damit sie auch in größeren Tiefen erkannt werden kann. Das Azurblau ist, neben aller optischen Gefälligkeit, für die Funktion gewählt worden. Es soll die letzte Farbe sein, die das menschliche Auge beim tiefen Tauchen erkennen kann. Durch den Verzicht auf einen Sekunden-Totalisator ist das Zifferblatt zudem erstaunlich symmetrisch ausgefallen. Die Funktionsscheibe stellt nämlich ein gutes Gegengewicht zu der Beschriftung unterhalb von 12 Uhr da. Wer sich jetzt fragt ob man die Uhr damit sekundengenau einstellen kann, den kann ich beruhigen. Durch die genau hälftig unterschiedlich eingefärbte Scheibe und die klaren Markierungen für 0, 15 und 30 Sekunden ist dies problemlos möglich. Daher kann ich meiner Leidenschaft frönen und regelmäßig das Gangverhalten, unter Zuhilfenahme der Chronofunktion, sekundengenau kontrollieren. Dies ist bisher mit ca. 2-4 Sekunden Vorlauf pro Tag sehr gut, besonders in Anbetracht dessen, dass die Uhr nicht geschont wird. Dazu tragen im Inneren die Keramik Kugellager des Rotors, eine frei schwingende Unruh sowie eine an beiden Enden laser-geschweißte Feder bei. Der Sekundenzeiger des Chronographen misst in Kombination mit der inneren Skala übrigens den Puls und nicht wie üblich die Geschwindigkeit. Chrono starten und nach 30 Pulsschlägen stoppen, schon habt ihr den Puls. Das ist bisher für mich persönlich die nützlichste Verwendung einer Skala. Beim Tauchen sicher sehr gut, aber auch generell bei sportlichen Aktivitäten.

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Bei aller Liebe zu dem Z4 und der MCDC, weisen beide dennoch auch unschöne Eigenschaften auf. Der Z4 wurde seinerzeit im Werk Spartanburg USA gebaut. Er weist damit die typischen Spaltmaße amerikanischer Autos auf. Da kann man schon mal den Finger zwischen Haube und Kotflügel stecken. Bei der MCDC ist es die Lünette, welche Spiel aufweist. Man kann natürlich keinen Finger zwischenstecken. Das Spiel ist nicht einmal im messbaren Bereich. Dennoch fühlt man es beim Druck in jede Richtung. Laut meinen Nachforschungen ist dieses Spiel bei allen Modellen vorhanden. Beim Z4 konnte ich locker über die Spaltmaße hinwegsehen und habe stattdessen lieber die schönen Formen bewundert. Bei der MCDC kann ich ebenfalls darüber hinwegsehen, denn die Lünette ist in der Funktion hervorragend ausgeführt. Die 60 Rastpunkte sind unglaublich präzise und rasten so fest und sicher ein wie die Gänge des Z4 Sportgetriebes. Untermalt durch eine sehr angenehme metallische Akustik, verleitet sie mich dazu sie häufiger zu nutzen, als ich es normalerweise tun würde.
Der Z4 hatte darüber hinaus in meiner voll ausgestatteten Variante einige Annehmlichkeiten wie Navi und sogar Fernsehen. Die Bedienung der selbigen war allerdings nicht direkt einleuchtend und zuweilen unnötig kompliziert. So verhält es sich auch mit den Verriegelungen der Krone und Chronodrücker an der MCDC. Die beiden Chronodrücker werden verriegelt indem man sie eine Viertelumdrehung nach außen dreht, also jeweils in eine andere Richtung. Die Krone wird durch eine halbe Drehung im Uhrzeigersinn entriegelt. Die Bewegung zur Entriegelung lässt sich so nahtlos in das Aufziehen der Uhr fortsetzen. Das ist fabelhaft. Es irritiert jedoch, dass die Beschriftung nicht einheitlich ist. Die Chronodrücker weisen in verriegelter Position eine schön unauffällige und der Lünette entsprechende Riffelung auf. In entriegelter Position zeigen sie farblose, als Vertiefung eingearbeitete Pfeile, welche die Schließrichtung anzeigen. Denselben Pfeil weist auch die Krone auf, hier allerdings weiß eingefärbt und sie zeigt diesen im geschlossenem Zustand. Im offenen Zustand sind es bei der Krone hingegen zwei kleine blau eingefärbte Pfeile. Die fehlende Konstanz bei Bedienung und Beschriftung irritierte mich anfangs. Ich habe mich zwar daran gewöhnt, würde mir jedoch dennoch ein einheitliches Konzept bei den Verriegelungen wünschen.

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Und so komme ich zum Fazit und finalen Vergleich. Der Z4 war und ist ein Sportauto. Er ist nicht das bequemste Fahrzeug. Die täglichen 60 Minuten Arbeitsfahrten von einem ans andere Ende von Hamburg waren nicht angenehm. Man lernt ganz schnell, dass Stop&Go-Verkehr nicht mit einem Sportgetriebe harmoniert. Auf einer 5.000 km Tour quer durch Europa mussten meine damalige Freundin (heutige Frau) und ich schon ein wenig leiden. In den Bergen auf dem Weg an die Cote d’Azur war er allerdings vollauf in seinem Element und das Grinsen in unseren Gesichtern ist uns auch heute noch in guter Erinnerung. Die MCDC ist nicht die einfachste Uhr. Sie ist mit ihren 165g Gesamtgewicht zwar sehr angenehm zu tragen, passt aber mit ihrer Größe regelmäßig nicht unter meine Hemden oder gar Jacken. Durch den sportlichen Look passt sie sehr gut zu Freizeitkleidung, eignet sich aber weniger für Anzüge. Somit ist ein tägliches Tragen mit einigen Einschränkungen versehen, ganz so wie es das Fahren des Z4 war.
Der Z4 ging keine Kompromisse ein, also musste man selbst welche eingehen. So ist es auch mit der MCDC. Sie ist herrlich kompromisslos und dafür liebe ich sie. Der Z4 musste irgendwann den Anforderungen an den Nachwuchstransport weichen. Er wird jedoch trotz des Abschieds vermutlich immer mein Lieblingsfahrzeug bleiben. Ob die MCDC diesen Status irgendwann erreicht, bleibt abzuwarten. Sie begleitet mich seit einem Jahr nahezu täglich, beim Handwerken wie auch zu Anzügen ;-)

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Ich hoffe die Vorstellung hat euch gefallen und bitte handwerkliche Fehler, sowie Verschmutzungen auf der Uhr zu entschuldigen. Es ist meine erste Vorstellung und die Uhr wird täglich zu allen Anlässen getragen, sodass eine oberflächliche Reinigung nicht alle Nutzungspuren beseitigen kann.
 

RiGa

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Da es zugleich meine erste Vorstellung ist, bitte ich um Nachsicht bei möglichen Fehltritten ...
Nachsicht ist da nicht nötig.
Auch Fehltritte konnte ich keine erkennen.

Im Gegenteil: Deine sehr ausführliche Vorstellung (in Wort und Bild) ist äußerst informativ und spiegelt auch Deine jeweilige Leidenschaft hervorragend wider!

Gratulation zur sicherlich nicht alltäglichen Uhr!
(Und auch zum raren Z4.)

Habe mit beiden weiterhin viel Spaß und berechtigte Freude beim Ausführen!

Gruß, Richard
 

MichelZ

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Schönes Auto, fantastische Uhr. Schade, dass JLC diese Diver Kollektion nicht mehr im Program hat, ein wirklich markanter Chronograph mit Charakter. Kompliment auch dafür, sich für eine Außenseiter entschieden zu haben.
 

nightflight01

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Wunderschöne Vorstellung einer faszinierenden Uhr! :ok:
Und wir scheinen einen ähnlichen Geschmack zu haben, denn vor meinem Nachwuchs hatte ich für viele Jahre ein Z4 (M) Coupe - und heute liebe ich die Master Compressor Diving Navy Seals! ;-)
Allzeit viel Freude und gute Gangwerte mit dem schönen Stück! :prost:

Darf ich nach Deinem HGU fragen?
 

Duesenschraub

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Sehr schöne Präsentation einer Uhr, die für mich mit ihren Kollegen aus der Master Compressor Serie ein absolutes Design-Highlight von JLC darstellt. Bis heute unerreicht markant und eigenständig!
 

Devilfish

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Eine im wahrsten Sinne des Wortes starke Uhr und eine tolle Vorstellung, die ich tatsächlich vollumfänglich gelesen habe.

Ein toller Einstand ins aktive Forumsleben. Viel Spaß weiterhin mit der Navy Seals und natürlich auch mit dem Z. :super:
 

Virtulo

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Sowohl Auto als auch Uhr zeugen von exquisitem Geschmack. Ein Hang zum Hedonismus der wohltuend ist.

Viel Spass mit diesen feinen Accessoires.
 

Parameter

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Na das ist ja mal eine tolle, ausführliche Vorstellung oder soll ich sagen Vergleich, danke dafür. :klatsch:
Die Uhr ist ja tatsächlich mit das Beste was JLC im sportlichen Bereich je gemacht hat, wahrscheinlich waren ob der Details die Produktionskosten zu hoch
und sie musste deshalb eingestellt werden.
Glückwunsch zu dem tollen Teil, das aussieht als könnte es dich überleben. Hoffe du hast noch sehr lange Freude daran.
 

RLX-Rookie

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Eine sehr schöne Vorstellung eines bärenstarken Chronographen. :super:
Was für mich etwas seltsam aussieht ist, dass sich die Hörner nicht mit dem ersten Bandglied bzw. den Bandanstößen decken.
Aber ansonst sehr gelungen.
 

denohh

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@RiGa: Dankeschön. Den Z4 musste ich leider abgeben, aber wenn die Kinder aus dem Haus sind, steht er auf der Shortlist :)

@MichelZ: Danke. Ich tue mich immer schwer damit etwas zu kaufen, was zu weit verbreitet ist. Bei unserem Luxushobby erst recht. Das schließt einige Marken und Modelle leider aus, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass ich immer wieder über den Tellerrand blicke und das macht mir Spaß.

@nightflight01:
Dein Geschmack gefällt mir :D
Der Z4M ist durch das Hochdrehzahlkonzept noch spannender, allerdings lässt das Sperrdifferential im Kofferraum gerade mal Platz für eine Bierkiste. Das war mir zu kompromisslos :D Die Navy Seals ist top! Glückwunsch! Kannst du mir sagen, ob bei deiner Lünette auch etwas Spiel vorhanden ist?
Mein HGU liegt bei 18cm, die 52mm Lug-to-Lug sind also grenzwertig. Zumal ich davor längere Zeit eine Sport-Tangente mit 36,5mm Durchmesser getragen habe. Aber man gewöhnt sich an alles und ich finde, wäre die MCDC kleiner, wäre mir das Zifferblatt zu gedrängt.

@Duesenschraub:
Vielen Dank. Ich hoffe stark, dass die Compressor-Serie wieder aufgelegt wird.

@Devilfish:
Danke für die freundlichen Worte. Die Navy Seals gehört allerdings nightflight01 ;)

@Virtulo:
Besten Dank. Auch wenn ich das Auto wechseln musste, so leistet mir wenigstens noch die Uhr Beistand.

@Parameter:
Die Uhr könnte mich tatsächlich überdauern, denn sie ist im besten Sinne "overbuilt". Mich als Ingenieur freut es, aber ich glaube an deiner Vermutung zu den Produktionskosten könnte etwas dran sein.

@RLX-Rookie:
Dankeschön. Das mit den Hörnern und Bandanstößen hast du richtig erkannt. Ich vermute JLC hat einfach die grundsätzliche Form der vorherigen Master Compressor Modelle genommen. Diese wurden jedoch an Lederbändern ausgeliefert. Generell erschrecke ich mich häufig wie viele Hersteller dieses Detail übersehen. Mittlerweile kann ich damit aber leben.
 

nightflight01

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@denohh
Kofferraum war mir ziemlich egal - solange ein 45 kg Hund hineingepasst hat. Der Gute war auch vollgastauglich, das war perfekt.
Mit einem AC Schnitzer RS Fahrwerk mit Domstrebe und CSL Rädern mit Michelin Semis konnte man auch die Elferfraktion auf der Nordschleife regelmäßig in Erstaunen versetzen...
Für die Bierkisten hatte ich noch etwas mit deutlich größerem Kofferraum rumstehen... :roll:
Stand heute ist das Z4M Coupe eines der wenigen Fahrzeuge, dessen Verkauf ist bereue!

Spiel an der Lünette zu definieren ist schwierig. aber ich versuche es mal:
Mit ganz wenig Kraft bewegt sich die Lünette überhaupt nicht, das würde ich mal als kein Spiel bezeichnen.
Allerdings fängt sie bei steigender Kraft schon früher an, sich ein bischen auf den Weg zu machen, als das bei anderen Uhren der Fall ist. Da steigert man oft die Kraft immer weiter und auf einmal zack - rattert die Lünette los. Vielleicht auch schon weiter, als man sie haben wollte. Ich persönlich finde die Lünette von meiner 42er Navy Seals perfekt. Keine Ahnung ob das etwas damit zu tun hat, aber mein Modell ist ja das einzige mit einem Stahl- anstatt einem Titangehäuse.
 

denohh

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@nightflight01:
Stimme dir zu, dass die Bediensicherheit und die Rastpunkte der Lünette top sind. Bei meiner ist jedoch tatsächlich etwas Spiel, auch schon bei leichtem Druck. Es sind zwar nur Mikrometer, aber diese sind fühlbar. Kann ich mit Leben, es passt aber nicht zu der sonst hervorragenden Ausführung. Vielleicht hat es tatsächlich etwas mit dem Werkstoff zu tun.

@Devilfish:
Kein Pardon nötig. Die offiziellen Bezeichnungen der Reihe sind auch zu lang um sie sich zu merken. Da ist Navy Seals schon einfacher ;)

@gm_2000:
Dankeschön :)
 

bachmanns

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Etwas spät, aber nicht zu spät auch von meiner Seite herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Uhr von JLC!
 

thtrnsprtr85

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Direkt entgangen am Mittwoch diese coole Vorstellung eines genialen Divers. Schade dass JLC aktuell nix sportlicheres als die Polaris mehr im Programm hat. Die Master Compressor sind/waren schon echt geil. Für mich kaum tragbar aber ich freue mich für jeden der es kann und uns dann noch so tolle Fotos dazu liefert ;)

Glückwunsch und weiter viel Freude damit :)
 

Nuit89

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Moin,

coole Vorstellung, cooles Auto und natürlich coole Uhr :klatsch:

Die Uhr sieht man wie auch das Z4 Coupé nicht an jeder Ecke.

Ich sehe häufig einen Z4 Coupe, weil ein Freund von mir einen fährt :D

Viel Freude mit der JLC.

Gruß
Henrik
 

dietze

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Hallo zusammen, ich bin gerade erst auf diese Vorstellung gestoßen und hat mir viel Spaß gemacht zu lesen, da es doch einige Parallelen gibt. Auch bei mir ist es, nach der Master Compressor Geographic, die MCDC am Titanband (Foto zeigt noch die Kautschuk-ummantelte Version) geworden. Beide sind nun schon seit einigen Jahren meine Begleiter, die mich jeden Tag erfreuen. Bin fast schon ein Fan des Herstellers geworden und konnte bei einem CH Außendienst Termin einen Abstecher zum Werk nach Sentier machen, der mich zusätzlich beeindruckt hat. Die Reverso Squadra World Chronograph war der bis dahin letzte Zugang. Beim Fahrzeug auch ein paar Ähnlichkeiten - das BMW Z3 Coupe 3.0 war ab Anfang 20 der perfekte daily driver und begleitete mich für viele Jahre, bis er wegen Nachwuchs einem 4Sitzer weichen musste. In die entfernte Verwandtschaft verkauft und Vorkaufsrecht gesichert, konnte ich das Coupe nach einigen Jahren zurück kaufen und begeistert heute wie damals, ein recht seltener Hingucker - genau wie die JLCs. Hier steht derzeit die Master Compressor Ceramic auf der wishlist.
 

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MWH2113

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Tolle Uhr und Vorstellung. Auch der Vergleich zum BMW passt für mich - eine gute Idee :super:
Und die Bilder sind ebenfalls mehr als gelungen.
Fazit: Ich freu mich auf Deine nächste Vorstellung ;-)

VG Mike
 
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