BuBe - Blindenuhren-Besitzer

Diskutiere BuBe - Blindenuhren-Besitzer im UhrForum Clubs Forum im Bereich Uhrenfotos; Immer wenn ich deine Blindenuhren sehe fällt mir ein das ich es immer noch nicht zu "Dialog im Dunkeln" geschafft habe. Für deine Buhren wäre das...
El Loco

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Als Ingersoll noch amerikanisch-britisch war und ohne chinesische Werke auskam ...


Modell: Damen-Blindenuhr
Baujahr: ca. 1970
Gehäuse: verchromt, klappbarer Deckel
Stege: Federstege, 12 mm
Boden: Edelstahl, gedrückt
Boden-Beschriftung: STAINLESS STEEL BACK, SWISS MADE, 4022
Ziffernblatt: weiß, gedruckte schwarze arabische Ziffern und erhabene Punkte, Minuterie
Ziffernblatt-Beschriftung: Ingersoll, SWISS MADE
Zeiger: verstärkt, schwarz
Glas: Acryl/Plexi
Funktionen: Handaufzug, Klappdeckel
Werk: FHF 69N
Abmessungen: 27 x 10 mm
Band: nicht original
Mängel: Gebrauchsspuren


Ingersoll
Amerikanische Uhrenmarke
Robert H. und Charles Ingersoll gründeten 1880 in New York den Uhrenversandhandel "Robert H. Ingersoll & Brother". 1892 gelang es der Firma, mit Hilfe von Henry Ford eine automatisierte Produktion für Taschenuhren aufzubauen: Ab 1893 Taschenuhren- „Columbus“. Die Automatisierung ermöglichte einen hohen Qualitätsstandard zu einem erschwinglichen Preis. Die erste Filiale in England wurde 1905 eingeweiht. 1908 Kauf der „Trenton Watch Company“ und 1914 der „New England Watch Company“. 1916 Gründung der Ingersoll Company of Britania. 1919 „Radiolite“, die erste Uhr der Firma mit Leuchtziffern. Auf Wunsch der US-Armee „Military-Watch“,. eine robuste mechanische Armbanduhr mit kürzbarem Metallband. Im Dezember 1921 Insolvenz. 1922 übernahm die Waterbury Clock Company Ingersoll zum Preis von $1.500.000 und führte Ingersoll als eigenständiges Unternehmen weiter.

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eretmodus

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Interessante Uhr. :super:

Danke für die Geschichte, ab wann haben die denn auf Billigzwiebeln umgestellt ?

Habe neulich mal eine schöne aus den 70er Jahren gesehen, die wurde dann aber leider etwas zu teuer.
 
El Loco

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Gar nicht, Eretmodus!

Ich zitiere Holgers Watch-Wiki:

Wiederbelebung der Marke und chinesische Werke

Bis auf den Namen hat die heute im Besitz der Firma Cristano befindliche Marke Ingersoll mit Sitz in Bühl (Baden-Württemberg) nichts mit der früheren zu tun, obwohl sie die frühere Tradition ausgiebig zitiert.

Die aktuellen Modelle sind mit Werken chinesischer Herkunft ausgestattet und werden, beispielsweise in Kaufhäusern, in einer für mechanische Uhren extrem niedrigen Preisklasse angeboten. Erfahrungsbeschreibungen zu den Uhren können im Web leicht recheriert werden.
 
El Loco

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Und noch ein wunderschöner Neuzugang, eine hervorragend laufende und toll erhaltene Cortébert Blinden-Taschenuhr, vermutlich aus den 50er/60er Jahren. Kaliber hier: 534. Das Material scheint Neusilber zu sein.

cort1.jpg

cort2.jpg
 
El Loco

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:D Genau, aber ne gaaanz schlechte! :lol:

(Die Molnijas stammen meines Wissens vom Cortébert 610 ab.)
 
El Loco

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Hier eine kleine Damen-Blindenuhr als Anhängeruhr mit Stiefmütterchenmotiv der Firma SINN. Baujahr ca. 1980. Innen tickt ein perliertes FHF 96N.

d-sinn2-1.jpg d-sinn2-2.jpg d-sinn2-3.jpg
 
eretmodus

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Die ist aber schön. :super:

Gut mal wieder was von dir zu lesen.
 
Wallbaum

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N-R-W
Fritz geht im Park spazieren. Auf einmal sieht er einen Mann; Brille, Stock und eine gelbe Binde mit drei schwarzen Punkten um den Arm. Fritz war Fußballer und hielt sie deswegen für eine Kapitänsbinde, doch als er nachfragte in welchem Verein er spiele, sagte der Mann: ''Nein mein Junge ich spiele kein Fußball, ich kann nämlich nichts sehen. Diese Binde zeigt den Leuten, dass ich blind bin.''

Am nächsten Tag ging Fritz wieder im Park spazieren. Da sah er einen anderen Mann; Brille, Stock und eine gelbe Binde mit einer Gans drauf. Fritz war verwirrt:
''Entschuldigung, sind sie auch blind?''. Das sagte der Mann: ''Nein mein Junge, ich bin GANZ blind''.

.......

Naja, ich hoffe der Witz war nicht zuuuu schlecht..

DSCN1921.jpg
 
Herwing

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Hallo zusammen,

unverhoft kommt oft. Und so bin ich ihn der letzten Woche plötzlich auch ein Blindenuhren-Besitzer geworden. Mein Vater, der seines Zeichens Augenarzt ist, hat diese von einem Patienten bekommen. Keine Sorge, dieser ist nicht blind und kann somit auch weiterhin die Uhrzeit ablesen. ;-)

Da mein Vater bei weitem nicht so ein Uhrenfreund ist wie meine Wenigkeit, hat er die folgende ARSA an mich weitergegen.
Vielleicht kann mir ja einer der Experten hier genaueres zum verbauten Werk und dem alter der Uhr sagen. Sie sieht für mich jedenfalls noch recht neuwertig und damit auch nicht sonderlich alt und/oder wertvoll aus...

Anbei ein paar Schnappschüsse. Viel Spass damit. Gruß Jens

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El Loco

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Schöne, guterhaltene und feine Arsa-Blinden-Taschenuhr mit Unitas-Werk 649x. :super:
Baujahr könnte meiner Meinung nach so um 1980/85 liegen.
 
Herwing

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Hallo El Loco,

danke für Deine Einschätzung. Wow, dass die Uhr scheinbar doch schon so viele Jährchen auf dem Buckel hat erstaunt mich doch sehr.
Wie gesagt, mein Eindruck war ja eher, dass sie noch recht jung ist. Sie sieht zumindest so aus.

Verfügt das Unitas-Werk 649x über irgendwelche technischen Besonderheiten? Denn so wie ich es beim Lesen dieses schönen Threads verstanden haben, wird die Uhr ja direkt über das Drehen der Zeiger gestellt. Das geht doch nicht mit jedem Werk einfach so, oder täusche ich mich da? Diese Art die Uhrzeit zu stellen wirkt auf mich schon recht rabiat, so dass nicht jedes Werk, bzw. vor allem die Aufnahmen der Zeiger auf den Wellen des Werkes, dies so einfach hinnehmen würde...

Gruß Jens
 
El Loco

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Moin Jens,
die Uhr wird - wie jede andere auch!!! - gestellt, indem man die Krone zieht und so mit Drehen der Krone die Zeit einstellt.
Nirgendwo steht, dass die Zeit an den Zeigern selbst verstellt wird. :shock:

Beim Werk war ich mir wegen der nicht vorhandenen kleinen Sekunde und in der Eile etwas unsicher, deshalb das ...x.
Nun etwas genauer:
Es handelt sich um ein leicht modifiziertes Unitas 6498, bei dem vermutlich lediglich der Aufnahmezapfen für das Sekundenrad gekürzt wurde.

Das Unitas 6498 (mit der kleinen Sekunde gegenüber der Krone) und auch das 6497 (mit der kleinen Sekunde eine Vierteldrehung nach rechts versetzt) sind über jeden Zweifel erhaben. Ein sehr gutes Werk, das es schon lange gibt und häufig auch in hochwertigen (Armband-) Uhren von Kemmner, Tissot, Almanus, Glycine, Steinhart usw. verbaut wird, insbesondere auch, seit der Trend zu 42mm+ Uhren geht.
Kopien des Werkes (als Seagull ST36) findest du in vielen Parnis Uhren aus dem fernen Osten.
Gib es doch mal einfach hier im UF in die Suche ein.

Arsa-Uhren stammen aus den Fabriken von Auguste Reymond (keine allzu üble Adresse, würde ich sagen :D ). Die Blindenuhren werden alle noch mit ARSA gelabelt.

Die Schätzung des Baujahrs ist ohne Gewähr. Vom Design des TU-Gehäuses würde ich jedoch auf den genannten Zeitraum tippen. Sie ist halt noch prima erhalten.
 
Herwing

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Moin Moin El Loca,

auch hier nochmal herzlichen Dank für die freundliche und umfassende Aufklärung. Besonders in Sachen stellen der Uhrzeit. Ich hatte deinen Beitrag desbezüglich auf der ersten Seite dieses Threads dann völlig missverstanden. Da hattest du ja so schön erklärt, dass die Zeiger extra für Blinde zum Ertasten der Uhrzeit verstärk ausgeführt werden. Das Stellen durch "in Position" bringen habe ich dann falsch interpretiert. Danke für die Aufklärung.

Danke auch für die näheren Erläuterungen in Sachen Unitas 6498. Mir sind die Werke durchaus bekannt, ich werde mich aber jetzt nochmal intensiver damit beschäftigen. Selbiges gilt für Auguste Reymond. In der Tat keine schlechte Adresse. :-D

Einen schönen Start ins Wochenende allerseits. :super:
 
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