Breitling Vintage - echt?

Diskutiere Breitling Vintage - echt? im Vintage-Uhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo liebe Forummitglieder, ich bin dabei mir seit einiger Zeit eine kleine Sammlung anzulegen. Letzte Woche habe ich über Chrono24 eine...
#1
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Heike1401

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Hallo liebe Forummitglieder,
ich bin dabei mir seit einiger Zeit eine kleine Sammlung anzulegen. Letzte Woche habe ich über Chrono24 eine Breitling Geneve Vintage-Uhr gekauft. Der Zustand ist sehr schön, nur bin ich mir nicht sicher ob wirklich alles original ist, da kein Zertifikat oder Papiere dabei waren. Die Krone finde ich etwas merkwürdig da sie recht groß ist und das "B" fehlt. Allerdings habe ich das bei ähnlichen Modellen aus der Zeit jetzt schon so gesehen.
Es wäre mir eine große Hilfe wenn Ihr mir hier helfen könntet. Noch kann ich die Uhr wieder zurückschicken.
Viele Grüße
2018-11-19 11.18.34.jpg 2018-11-19 11.18.45.jpg 2018-11-19 11.18.51.jpg
 
#2
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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Jaaaa, solche Uhren gab es mal bei Breitling. Waren meist zugekaufte Uhren, das Zifferblatt wurde dann mit dem Markennamen bedruckt.
Die Krone ist vielleicht mal ersetzt worden durch ein größere, weil sich die O-Krone nicht mehr richtig packen ließ oder weil keine andere da war. Aufmachen und das Werk indentifizieren, würde ich sagen.
 
#3
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Heike1401

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Hm wäre natürlich schade wenn es so nicht original ist. Ich hatte um die 400 dafür gezahlt. Ist das zu viel?
 
#4
Arindal

Arindal

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Vom Gesamteindruck her scheint es keine groben Unstimmigkeiten zu geben, ein Werkfoto würde natürlich mehr Aufschlüsse liefern.

Der Breitling-Schriftzug auf dem Boden scheint nicht ganz koscher zu sein, so wie nachträglich gefräst. Das lässt aber noch keine Rückschlüsse auf Echtheit von Werk und Blatt zu. Beim Zifferblatt würde ich nochmal genau mit der Lupe schauen, ob es nachgedruckt worden ist. Das ist bei schwarzen Blättern aus dieser Zeit leider häufiger der Fall.
 
#6
Joka1977

Joka1977

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Ich finde den Bodendeckel auch komisch ...kann ja original sein, aber der Breitling-Schriftzug paßt da irgendwie gar nicht hin der sieht viel zu klar und neu aus für diesen alten von Spuren geprägten Deckel.
Das Gehäuse paßt irgendwie auch nicht ...oder es wurde jüngst neu vergoldet.
Oder hat das Gehäuse eine Massivgoldpunze?

Aber was Rainer Nienaber da schreibt hat auch "Hand und Fuß" ...die kann durchaus echt sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
#7
neset530d

neset530d

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Kann mich auch täuschen, aber das Case passt überhaupt nicht zu Breitling, auch das Blatt ist definitv repainted (sehr auffälig um die 12 herum und an paar Indizes) Ein Werksbild könnte wenigstens Aufschluß übers Werk geben, auch hier glaube ich eher an Indiawatch:confused:
 
#9
tiktak66

tiktak66

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Ein Breitling gelabeltes Venus 180, wenn ich mich nicht täusche.

In der Vergangenheit fanden sich Venus-Kaliber des öfteren in Breitling Uhren, vorzugsweise die Chronographenkaliber.

Den Bodendeckel finde ich hingegen auch seltsam.
 
#10
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Tomcat1960

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Schreibe doch mal @Micha an. Der kennt sich m.W. recht gut mit Vintage-Breitlings aus.

Ich halte den "Breitling"-Schriftzug auf dem Boden für falsch - zu der Zeit hat Breitling m.W. die Deckel noch nicht beschriftet. Bei Chronographen-Werken war übrigens die Chronographen-Brücke mit "Breitling" gelabelt, nicht das Federhaus, aber das kann natürlich bei Dreizeigeruhren anders sein.

Ich halte das schwarze Blatt für zumindest nachgemalt. Im Original war es aber vermutlich weiß oder versilbert.

Viele Grüße
Andreas
 
#11
Arindal

Arindal

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Das Werkbild deutet nicht direkt auf eine Fälschung hin, aber der Gesamteindruck macht mich schon stutzig. Die Markierung ausschließlich des Sperrrades mit dem Markennamen, ohne jeglichen Hinweis auf der Platine oder Brücke, kenne ich von Breitling gar nicht. Das ist ein Merkmal, was man leider oft bei Fälschern aus dem indischen oder chinesischen Raum findet, damit sie eine zusammengeschusterte Uhr dann als "3fach gemarkt" verkaufen können.

Dazu die bereits erwähnte unpassende Fräsung/Ätzung des Bodens, und nach Hinweis des Kollegen glaube ich auch, schwarze Farbe an den Rändern der 12 und der Indizes 10/11 zu erkennen. Also ein nachträglich angemaltes Blatt.

Was dann noch stutziger macht: Die Bodennummer. Ich kenne die von Breitling, wenn es eine solche Nummer gibt, nur mit Bestandteil der Referenznummer, aber weder die Zahl vor noch nach dem M ergibt eine sinnvolle Referenz.

Wie schon erwähnt: Kein direkter Beweis, aber sehr viele Indizien, dass hier einiges nicht zusammenpasst.
 
#12
Arindal

Arindal

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Ich halte den "Breitling"-Schriftzug auf dem Boden für falsch - zu der Zeit hat Breitling m.W. die Deckel noch nicht beschriftet.
Also, ich kenne Breitling-Signaturen auf dem Deckel von Uhren, die nur unwesentlich jünger sein dürften. Aber die sehen komplett anders aus als diese hier, eher filigrane Schrift.
 
#14
Weckerfreund

Weckerfreund

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Hallo Aeternitas,

der beste Beitrag in diesem Faden. Warum diese Einschalerware ohne irgendwelche Finessen (diese Uhr ist wahrscheinlich sogar nicht koscher) für Euro 400,- gekauft wird, weil da "Breitling" drauf steht, erschließt sich mir nicht.

Aber es gibt ja genügend Nachschub von solchen Uhren aus Südamerika, die Ulysse Nardin, Girard Perregaux oder ähnlich bepinselt oder gefräst worden sind. Die Uhr des TS könnte in diese Richtung gehen. Vielleicht sollte der TS die Uhr zurückgeben, wenn der Händler gewerblich war. Das geht ja ohne Angabe von Gründen innerhalb der gesetzlichen Frist. Der Nachweis eines Fake wird schwierig sein, weil mittlerweile viele dieser Uhren mit Bildern im Netz kursieren und Breitling kein Stammbuch hat.

Viele Grüße

Andreas
 
#15
kater7

kater7

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Breitling hat nicht nur kein Stammbuch sondern immer noch ein Problem durch gewisse Websites und selbsternannte Spezialisten die sich anmaßten allein bestimmen zu können was echt ist und was nicht.
 
#16
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Heike1401

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Da ich mit dem "Sammeln" und der ganzen Thematik erst angefangen habe, kenne ich mich leider so gut wie gar noch nicht aus. :-) Jetzt weiß ich auch, das ich lieber erst einmal frage, bevor ich etwas kaufe. Aber ich kann die Uhr zurückgeben und suche mir lieber etwas gescheites.
Vielen Dank für Eure Hilfe und die Antworten
Heike
 
#18
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herbert50

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Hallo Heike,
Uhr zurückgeben.
Zifferblatt neu bedruckt, Rückdeckel mit falscher Seriennummer und Breitlingravur, usw.
Die Breitling Modelle mit 3 Zeigern sind nur lückenhaft dokumentiert. Die gezeigte Uhr von oben ist sehr heufig gefälscht und viele kommen aus Argentinien.
Das oben gezeigte Modell gab es auch original von Breitling.
Wenn du eine Breitling Dresswatch kaufen wilst, muss alles stimmig sein. Zifferblatt, Zeiger, Gehäuse mit korrekter Seriennummer und Referenz ( Gravur mit Hinweis auf Gehäusematerial ) und Uhrwerk.
 
#19
pallasquarz

pallasquarz

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Guten Morgen, warum ist es gerade diese Uhr geworden? Ist es die Marke oder eher der Stil?
Es gibt hier im Forum viele Beispiele, wie riskant der Bereich der höherpreisigen Uhren und bekannten Marken (Breitling, Omega, Rolex, IWC, Tag Heuer ua) ist. Ohne genaue Detailkenntnisse kommt es leider oft vor, einer Bastelei oder gar Fälschung aufzusitzen.
Die Uhr dürfte stilmäßig in den 50er Jahren anzusiedeln sein. Wie schon von Aeternitas so zutreffend angemerkt wurde, bekommst Du von einer weniger begehrten (aber werktechnisch nicht unbedingt schlechteren) Marke gute Uhren zu einem deutlich günstigeren Preis.
Am besten einmal hier im Vintagebereich aufmerksam mitlesen und Informationen sammeln.

Die Uhren der 50er und 60er Jahre

Welche Vintage-Uhr tragt Ihr heute? -Teil 4-

Hast Du einen Uhrmacher an der Hand, zu dem Du mit einer defekten Vintageuhr hingehen kannst? Probiere es doch als Start mit gängigen Marken wie Junghans, Mauthe oä?

Junghans Chronometer Kaliber 82/3 aus Oktober 1957

Viel Erfolg, im Grunde hast Du ja noch Glück gehabt, daß Du die Uhr wieder loswerden kannst :super:
Christoph

PS Es lohnt sich, Angebote hier im Marktplatz anzusehen. Vintageuhren werden zT auch sehr günstig angeboten, ev ist etwas Passendes dabei?
 
Zuletzt bearbeitet:
#20
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Tomcat1960

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Man erliegt als Neuling halt schnell der Faszination des großen Namens. Ging mir ja mit meiner ersten Omega nicht anders:



Ich mochte einfach das Blatt. :-) (Wobei ich bei der noch Glück hatte, weil hier ein Chronometerkaliber (564) in eine Feld-, Wald- und Wiesen-Omega Automatik verpflanzt wurde, warum auch immer. Allein das Werk war also den Kaufpreis wert. Und "Rostfrei" hat sie wieder super hergerichtet.)

Viele Grüße
Andreas
 
Thema:

Breitling Vintage - echt?

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