Breitling Superocean Heritage II 42 -vs- Seiko SLA017J1 "62MAS" Die Erbschleicher kommen

Diskutiere Breitling Superocean Heritage II 42 -vs- Seiko SLA017J1 "62MAS" Die Erbschleicher kommen im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Vielen Dank für die gelungene Vorstellung und die wirklich sehr schönen Aufnahmen der Uhren.

Neutr0n

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Eine wirklich tolle Vorstellung welche durch den Vergleich noch interessanter wurde.
Herzlichen Dank dafür! Habe sie gerne gelesen und ich finde es auch nicht verkehrt, wenn sie wieder auf der 1. Seite auftaucht.

Der Listenpreis 1960 in Deutschland beträgt übrigens 395 DM während das statistisch frei verfügbare Arbeitnehmerjahreseinkommen im gleichen Jahr 4.770 DM erreicht (Quelle: Statista). Entgegen herrschender Stammtischmeinung war die Anschaffung hochwertiger Uhren also schon damals für Normalverdiener kein billiges Vergnügen.

Danke für diese Info :super: Bin noch verhältnismäßig jung (sage ich zu mir selbst :-D ) und hatte eine andere/falsche Vorstellung der Vergangenheit. Auch damals war eine Breitling eine Breitling.


Du hattest in einigen Threads mal geschrieben, dass die Seiko Sammlung aufgelöst wurde, hier dann, dass du gestoppt hast.
Wie sieht es denn im Moment aus, besitzt du die 62MAS (und weitere Seikos) noch?
 

Spitfire73

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Du hattest in einigen Threads mal geschrieben, dass die Seiko Sammlung aufgelöst wurde, hier dann, dass du gestoppt hast.
Wie sieht es denn im Moment aus, besitzt du die 62MAS (und weitere Seikos) noch?
Naja, das sind halt immer die Momentaufnahmen zum Zeitpunkt meiner Äußerungen. Auffällig viele Qualitätsprobleme, teils abstoßendes Fanboytum usw...ich habe öfters schwer gehadert mit der Marke und ihrem Umfeld, abverkauft und irgendwann doch wieder aufgestockt weil ich Seiko mag. Seit etwa zwei Jahren bin ich nun gefestigt. Ich denke, aktuell besitze ich wohl rund 30 (Grand) Seikos querbeet durch alle Preislagen und Modelllinien und von einfachster Mechanik bis Spring Drive. Dieses hier vorgestellte Exemplar der 62MAS habe ich später tatsächlich verkauft. Dann hatte ich aufgrund lustiger Zufälle eine zeitlang zwei SLA017 parallel und eine davon ist geblieben. Es ist eine im deutschen Set. Also mit dem Modell U-Boot im Koffer. Auch bei ihr war das Glas leicht schief eingepresst ab Werk aber ich hatte ja noch SKX-Dichtungen auf Vorrat... Sie hat sich in meiner Box zwischen SLA033 und Marinemaster breit gemacht und freut sich über ihren festen Stammplatz.

Gruß
ehlmut
 

Neutr0n

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Kenne ich, die Meinung zu einer Marke oder Uhr kann sich im Laufe der Zeit ständig wandeln. Bei unserem Hobby ist das glaube ich ganz 'normal'. Mir gehts gerade mit ****X so ;-) Zum Glück ist die Auswahl an Alternativen ja nahezu unbegrenzt.
Wow, alleine 30 Seikos im Moment ist nicht ohne. Gibt es denn einen Bereich ab es signifikant besser wird mit der Verarbeitung oder mit deinen festgestellten Mängeln?
 

Spitfire73

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Bei GS findet man kaum noch Probleme bzw. ab GS erreicht Seiko mMn die übliche (geringe) Mängelquote der besseren Schweizer Namen. Darunter muss man eben angesichts der großen Serienstreuungen immer genau hinsehen, was man kauft. Die gängigen Alignment-Probleme bei der Ausrichtung von Komponenten und dem Zeigersatz trifft man immer wieder an und prozentual weitaus häufiger als bei den Schweizern. Und bei den Gangwerten sind unterhalb 8L die anzutreffenden Bandbreiten auch arg groß. Einen bestimmten Bereich, ab dem es "signifikant besser" wird, ist mir noch nicht aufgefallen. Ich hatte zB eine Reihe ganz einfacher 5er mit 7S, die durchgängig top verarbeitet waren aber ebenso häufig Qualitätsprobleme und Schlampigkeiten an vierstellig bepreisten Seikos. Im Prinzip halte ich mich auch nicht für besonders anspruchsvoll. Ich möchte nur eine exakt nullende Lünette (wo vorhanden), einen partikelfreien Zustand unter Glas, präzise zueinander ausgerichtete/korrekt montierte Bauteile und einen Zeigersatz mit max. drei, vier Minuten Toleranz. Dann bin ich schon glücklich. Meine Erfahrungen über die letzte Dekade mit sicher ca. 100 Seikos sind durchwachsen. Oft würde ich mir einfach weniger Schliffe und stattdessen mehr Feinschliff am Produkt wünschen zumal immer mehr hochpreisige Seikos "Made in China" sind. Aber irgendwann hat das Herz halt seine sechs, sieben Lieblingsmarken beisammen und da Seiko dazu gehört, muss sich der Kopf eben damit arrangieren. Andererseits hätte ich mir ohne Seiko nie die hilfreichen Fähigkeiten für kleinere Arbeiten wie Regulieren, Rehaut-Ausrichten, Glastausch usw. angeeignet. Also kein Schaden ohne Nutzen. ;-)

Gruß
Helmut
 
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fagi1977

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Save the planet!
Lieber Helmut, :prost:

mal wieder eine sehr lesenswerte, weil detaillierte Gegenüberstellung zweier beliebter Uhren, mit sehr viel Expertise und einer wohldosierten Portion Humor verfasst. Vielen Dank dafür! :super:

Die SOH II ist mittlerweile eine der wenigen "Breitlinge", die mir noch gefällt. Leider hat es Breitling versäumt, den sonst vorzüglichen Stahlbändern der gesamten Superocean- Reihe eine hochwertige, weil massive(re) Schließe samt Schnellverstellung zu spendieren. Die aktuelle Schließe ist m.E. nicht ganz auf Augenhöhe mit der Schließe Deiner Black Bay, nur um mal ein Beispiel zu nennen.
Nichtsdestoweniger ist die SOH II eine tolle Uhr, das Kaliber- Upgrade auf das MT5612 nimmt man natürlich gerne mit, wenngleich das ETA- Vorgängerkaliber aus der SOH I seinen Dienst immer zuverlässig verrichtete- zumindest in meinen Uhren.

Weiterhin viel Spaß mit der SOH II. Wäre es bei mir diese geworden, dann auch definitiv die Schwarze. Aber aus bereits genannten Gründen sollte sie es nicht sein, und so fiel die Wahl in meinem Fall auf die Omega Seamaster 300, die ich in dieser Gegenüberstellung ebenso gerne gesehen hätte. Wohlwissend, dass sie auch in monetärer Hinsicht nochmal einen "drauflegt".

Beste Grüße, Fabian. :winken:
 
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