Breitling Superocean Heritage II 42 -vs- Seiko SLA017J1 "62MAS" Die Erbschleicher kommen

Diskutiere Breitling Superocean Heritage II 42 -vs- Seiko SLA017J1 "62MAS" Die Erbschleicher kommen im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Danke, Alexander. Als Seitenhieb auf die GS-Gemeinde waren meine Bemerkungen eigentlich nicht gemeint sondern eher als Teil der Schilderung meiner...

Spitfire73

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Danke, Alexander. Als Seitenhieb auf die GS-Gemeinde waren meine Bemerkungen eigentlich nicht gemeint sondern eher als Teil der Schilderung meiner persönlichen Sichtweise auf beide Marken und meine Wahrnehmung von Teilen der Fans. Ich gehöre ja selbst zur GS-Trägerschaft und besitze aktuell u.a. auch zwei Grand Seikos aber fremdle halt komplett mit bestimmten Dogmen und Verehrungsriten, die einige Anhänger dort unterschwellig bis plakativ zelebrieren. Andererseits gönne ich natürlich jedem sein Pläsier. Die Existenz einer Vielzahl von bizarren Lagern und Grüppchen im Uhrenbereich macht den Reiz und den Unterhaltungsfaktor des Hobbys ja gerade mit aus.;-)

Gruß
Helmut
 
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Ron12

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..."Als Seitenhieb auf die GS-Gemeinde waren meine Bemerkungen eigentlich nicht gemeint sondern eher als Teil der Schilderung meiner persönlichen Sichtweise"... "Die Existenz einer Vielzahl von bizarren Lagern und Grüppchen im Uhrenbereich macht den Reiz und den Unterhaltungsfaktor des Hobbys ja gerade mit aus.;-) "...

Gruß
Helmut


Wie immer perfekt auf den Punkt gebracht :) Es ist aber auch schwer sich von jeglichem Markendenken zu befreien.

Ich versuche mich daher immer zu ermahnen, so intersubjektiv wie möglich etwas zu betrachten.
Bei einem Gegenstand der von Emotionen lebt, selbstredend, schwer umsetzbar.
 

Spitfire73

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Davon würde ich Dir eher abraten, Ron. Die mittransportierten Emotionen muss, darf und soll man schon ausleben sonst wäre es ja kompletter Unsinn, zig tausend Euro für ein paar Zahnrädchen auszugeben. Solange man dabei in seiner Gummizelle bleibt und die der anderen nicht eindrückt, sehe ich da gar kein Problem. Was ja nicht ausschließt, eigene und fremde Gummizellen hin und wieder in nüchterner Außenbetrachtung mit dem objektiven Zollstock zu vermessen um dabei festzustellen, dass sie nicht selten kleiner sind als von innen vermutet.;-)

Gruß
Helmut
 
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Ron12

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Daher befolge ich meinen "Rat" auch nur allzu selten :lol:

Gerade wegen der Emotionen habe ich lange keine Quarzer getragen....

Die Anderen sind auch schlimm mit Ihrem Uhrtick, da kann ich als nüchterner Uhrenträger nicht mitreden :D
 

andifin

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Danke für diesen Beitrag Helmut ! ich habe ihn jetzt endlich in gänzlicher Länge ausgiebig genossen. manchmal liegt das Gute doch näher als man denkt...;-) Seiko halt... ich bin glücklicher Besitzer einer SPB051 am Stahlband... doch diese ist mir zu gross und auch etwas zu schwer... leider, denn sonst ist sie eigentlich die perfekte Uhr ! was nun ? nehme ich halt Kontakt zu dem lieben Dortmunder auf...:-)
 

Ruebennase

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Vielen Dank Helmut für diese tolle Vorstellung, die mich ein bißchen mehr die Welt der Sammler aktueller Uhren verstehen läßt. Ich muß sagen ich war so fasziniert von der ergebnisorientierten Detailbetrachtung und der gespürten Freude an perfekter Ausführung und Design. Allerdings ist dieser Thread schuld, dass ich gestern zu spät in das Bettchen kam :-).

Danke dafür
Rübe
 

Diver‘s

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:klatsch: Was für eine Vorstellung! Was für Bilder! Einfach großartig! Tolle Uhren!!!
 

Joka1977

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Respekt!
Das ist mal eine wirklich ausführliche Vorstellung von 2 wirklich schönen "Taucheruhren".
Gäbe es diese Seiko auch mit einem schwarzen Zifferblatt könnte ich mich gar nicht zwischen diesen beiden Schönheiten entscheiden.
So würde bei mir die Breitling gewinnen ;-)

Und um die schleiche ich auch gerade herum ...wie lang ist denn die Uhr Lug to Lug?
Hast du eventuell auch schon ein Canvas montiert? An der Black Bay von Tudor gibt es ja leider diesen großen unschönen Spalt zum Gehäuse, wodurch die Uhr leider bei mir aus dem Raster gefallen ist. Ist dies bei der Superocean Heritage weniger gravierend?
 

Spitfire73

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Danke Euch!

@Martin: beide Uhren haben schwarze Zifferblätter. Lug to Lug haben beide etwa 44mm. Leider bin ich kein Freund von Canvasbändern; da kann ich Dir leider keine Fotos beisteuern. Ein großer Spalt zum Gehäuse hin bei der BB ist mir dagegen neu. Was meinst Du damit genau? Das Stahlband der SOH hat ja gar keine vergleichbare Gehäuseintegration. Oder meinst Du einen Spalt der bei einem Canvas entstehen würde?

Gruß
Helmut
 

Joka1977

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Entweder liegt es am Seikoglas, oder es ist kein richtiges Schwarz auf dem ZB. Auf vielen Bildern im Netz sieht es eher nach einem sehr dunklen Grau aus.
Paßt ja gut zur Uhr, aber ist dann nicht so meins.

Und ja bei der BB und Superocean meinte ich den Spalt, der bei Canvas 2 Teilern und Lederbändern entsteht.
Die Breitling Hörner sind kürzer und der Federsteg scheint näher am Gehäuse zu sitzen...
Egal, ich versuche mir die beiden mal beim Händler anzusehen ...ist so eine Sache, da seit längerer Zeit immer wieder die Kids dazwischen kommen ;-)
 

Spitfire73

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Tut mir leid, Martin aber ich stand heute vormittag offensichtlich komplett neben mir. Natürlich ist das ZB grau und nicht schwarz. Gedanklich war ich da wohl bei meiner 51MAS. Ansonsten hast Du recht: die Breitling Hörner sind kürzer. Da dürfte kein großer Spalt entstehen.

Gruß
Helmut
 

Joka1977

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Kein Problem frühmorgens habe ich auch manchmal Startschwierigkeiten.
Und dann noch so ähnliche Modelle ;-)
 

Thüringeruhr

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Auch von mir noch Danke Helmut für diese phantastische Präsentation
zweier traumhafter Uhren :super:
Erst hierdurch bin ich dann auf Umwegen zur SPB051 gekommen und
habe diese auch gekauft.
Die von Dir gezeigten Schönheit überfordern leider mein Budget.
Hast also einen doppelten Volltreffer gelandet, Präsentation und mir zu
meinem Traum von Seiko verholfen.

Grüße Uwe
 

MM76

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Hallo Helmut,

Deine Vergleiche gefallen mir ungemein und ich staune, wie akribisch Du da vorgehst :super:

In diesem Vergleich hier ist mein klarer Favorit die Breitling. Sie ist für mich sowieso die schönste Breitling im derzeitigen Sortiment.

Vor ca 5 Jahren hast Du Dir ja die Tudor Black Bay Red zugelegt und hier https://uhrforum.de/tudor-black-bay-ref-79220r-ausgerechnet-muenchen-t133803 vorgestellt.

Kannst Du vielleicht mit ein paar Worten die Tudor mit der Breitling vergleichen? Damit meine ich jetzt nicht unbedingt Design und Geschichte der Uhren, sondern Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis und warum Du welche der beiden lieber trägst. Vielleicht auch spezielle Stärken und Schwächen (aus Deiner Sicht).

Wenn das den Thread hier zu sehr stören sollte, dann sorry.

P.S.: Ich geh mal davon aus, dass Du die Black Bay noch hast.?.

Danke und Gruß
Matthias
 

Spitfire73

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Hallo Matthias,

meine BB habe ich natürlich noch. Sie ist weiter vorn auch auf dem letzten Foto meiner Vorstellung neben den beiden besprochenen Hauptdarstellern und dem Longines Leged Diver mit zu sehen. Müsste ich die Tudor und die Breitling miteinander qualitativ vergleichen, würde ich zum Schluß kommen, dass beide in der Preisklasse unter 5k in ihrem Segment definitiv zum Besten gehören, was der Markt überhaupt bietet. Mag man Retro in meinen Augen sogar das Beste. Qualitative Unterschiede sehe ich nur in Nuancen. Der Tudor merkst Du den Rolex-Stallgeruch einfach an. Man sieht und spürt ihn in den Details wie den perfekt eingepassten Anstößen ans Gehäuse oder langfristig gedachten, hochwertigen Lösungen wie dem von gefederten Keramikkugeln fixierten Sicherheitsbügel. Für mich war und ist die BB die ideale NoDate-Ergänzung, wenn (wie bei mir) die echte SubDate schon in der Box liegt. Von der roten Lünette abgesehen habe ich mich keinen Moment. Seit ich die BB habe, ist mein Interesse an einer echten NoDate jedenfalls final zu den Akten gelegt. Das Preisleistungsverhältnis war schon in der ETA-Version gut und hat mit dem Inhousekaliber noch gewonnen (wenn man diesen Punkt so hoch gewichten will was ich persönlich aber nicht tue). Wobei ich "Leistung" nicht als beliebigen 20bar Diver mit 2824 definiere sondern die erhaltene Verarbeitungsqualität, die Durchdachtheit des Entwurfs und der Details, die Qualitätsstufe des Werks, die Designqualität und das Image in den Kontext zum dafür entrichteten Preis setze.

Die Breitling steht in Summe qualitativ (wenn überhaupt) nur marginal dahinter. Der Verschlußbügel vom Milanaiseband ist etwas schwergängiger und "materialmordender" beim Einrasten, Gehäuse, Lünette, Band wirken nicht ganz so 100% aus einem Guß wie bei der Tudor, das Drehgefühl der Lünette reicht nicht an die Geschmeidigkeit des Bauteils der Rolex-Tochter heran. Dafür ist das Keramikinlay herausragend verarbeitet und in Bezug auf Kratzanfälligkeit dem Alu-Inlay der Tudor sicher deutlich überlegen. Das Milanaiseband der Breitling ist insgesamt ohnehin für meine Begriffe am Markt unerreicht. Natürlich muss man Milanaise mögen. Details über Details halt...

Echte Schwächen im direkten Vergleich zueinander sehe ich weder bei der Tudor noch bei der Breitling. Die Lünette der Tudor ist im nassen Zustand vielleicht etwas weniger griffig zu bedienen als die der Breitling dafür ist bei ihr die Lume deutlich besser was bei der Breitling wieder der Nähe zum Original geschuldet ist. Und im Alltag ist eine Datumsanzeige dann doch nützlicher als oftmals vermutet. Aber sonst? Hm. Auch vom Werk her tun beide perfekt, was verlangt ist. Das Werk der Tudor wurde unmittelbar nach Auslieferung nachreguliert und hält seitdem kontinuierlich perfekte Gangwerte auf Augenhöhe mit dem der Breitling. Die höhere Gangreserve ist für mich kein Vorteil weil ich meine Uhren oft wechsle oder eben mehrtägig durchtrage. Auch da sehe ich also über die Zeitschiene bisher keine nennenswerten Unterschiede. Mängel sind hier wie dort bisher keine aufgetreten. Ich trage beide nach wie vor mit größter Begeisterung - einfach weil sie begeisternde Charakterköpfe sind und weil jede die positiven Eigenschaften und Vorzüge ihrer jeweiligen Marken gekonnt transportiert und ausspielt. Beide würde ich jederzeit wieder kaufen und beide haben ihren festen Platz im "Exit-Konvolut" gefunden.

Gruß
Helmut
 
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MM76

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Vielen Dank Helmut, für die ausführliche und wunderbare Antwort!

Mit den "Charakterköpfen" hast Du bei Beiden absolut Recht. Sie sind -jede auf ihre Art- schon was besonderes. Hmm..... Eine von den Beiden (ich würde derzeit allerdings die schwarze Tudor der roten vorziehen) möchte ich mir in näherer Zukunft zulegen. Zumindest bin ich mir nach Deinen Ausführungen sicher, mit keiner der Beiden einen Fehler zu begehen.

Vielen Dank und Gruß!
Matthias
 

Spitfire73

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Gern geschehen und ich wünsche viel angenehme Qual bei dieser Wahl! Ich würde mich freuen, wenn Du dann beizeiten verrätst, was es geworden ist.;-)

Gruß
Helmut
 

rs61

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Ich hatte ja schon etwas zu dem Thema in diesem Thread gesagt. Subjektiv empfinde ich die Breitling wertiger, aber das kann man auch anders sehen.

Grundsätzlich stimme ich Helmut zu und würde heute die BB auf jeden Fall mit dem Tudor-Werk nehmen.
Man hat sich jetzt an den Anblick des "Nicht-Smiley-ZB" gewöhnt und auch an das neue Band, alles wirkt sehr schlüssig.

Ich hatte die schwarze BB für ein dreiviertel Jahr, die SOH 46 (Eta) für anderthalb Jahre und nun seit vier Monaten die SOH II 42.
Die BB ist noch besser ablesbar. Vor allem bei Dunkelheit ist sie hier der SOH II weit überlegen (was für mich keine Rolle spielt, aber viele lieben Lume).
Die BB ist besser ablesbar im dunkeln als eine Panerai. Die Form der drei aussergewöhnlichen Zeiger erlaubt sekundengenaues Ablesen bei absoluter Dunkelheit. Fast schon erschreckend.

Was mir aber auch auffiel ist, dass die BB deutlich schneller Swirls und Kratzer zeigt als die SOH. Warum kann ich nicht genau sagen, aber die Flanken sind schon recht empfindlich, bei der SOH ist es lediglich die Schließe, die recht schnell zeigt, dass die Uhr getragen wurde.

Mir persönlich gefällt die hohe Gangreserve des Tudor-Werks sehr gut. Freitag abgelegt läuft die Uhr auch am Montag Morgen noch und sie zieht unheimlich gut auf, auch bei sparsamer "Büro-Bewegung".

Noch zwei kleine Unterschiede.

Die BB hat die Federstege sehr weit vom Gehäuse entfernt befestigt, was beim Tragen von Lederbändern einen nicht unerheblichen Spalt hervorruft, wenn man nicht gerade ein sehr dickes Vintageband verwendet und in meinen Augen passt zur Gehäuse- und Hörnerform das integrierte Stahlband am besten.
Bei der Breitling sitzen die Federstege nah am Gehäuse und sie sieht in meinen Augen mit anderen Bändern als Stahl besser aus, dafür ist das Milanaise reine Geschmackssache vom geraden Anschlag her (ich mag es sehr).

Die Lünette der BB hat bei 12 Uhr eine kleine Blockade, so dass man die Lünette leicht in die Ausgangsposition einstellen kann und da bleibt sie auch.
Bei der Breitling ist sie beinahe (bei meiner jetzigen zumindest) einen Tick zu leichtgängig und verlässt ab und zu die 12 Uhr Position ungewollt, auch beim Aufziehen der Uhr.

Falsch machen kann man definitiv mit beiden nichts, das ist wohl wahr.
 
Thema:

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