Borduhr von DEUTA aus Lokomotive

Diskutiere Borduhr von DEUTA aus Lokomotive im Sonstige Uhren Forum im Bereich Sonstige Uhren; Hallo Wolf, danke für die Erklärung, die Uhr ist ja auch fest eingebaut und nicht in einer Klappe. Es wurde damals viel Wert auf möglichst viele...
#21
kater7

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Hallo Wolf,
danke für die Erklärung, die Uhr ist ja auch fest eingebaut und nicht in einer Klappe. Es wurde damals viel Wert auf möglichst viele gleiche Bauteile gelegt, offenbar auch bei Uhren. Was nicht so recht passte wurde modifiziert. Bewährte Bauteile und Instrumente wurden jahrzehntelang beibehalten, alles mußte "Bahnfest" sein, also besonders zuverlässig und stabil ausgelegt. Die Werkstätten sollten auch mit möglichst vielen gleichen Ersatzteilen verschiedene Baureihen reparieren können, das vereinfachte die Lagerhaltung.

Der große schwarze Griff ist der Griff des Führerbremsventils, hier ein D5 Bauart Knorr https://www.repetico.de/karte-61040809
Der einzige Unterschied zum Führerbremsventil Knorr D2 ist die angebaute E-Bremsbedienungseinheit. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Führerbremsventil
 
#22
bonanza

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Hallo Kater7,

Du machst mich noch zum Eisenbahner.

Wolf
 
#26
bonanza

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Hallo Canis Coeli,

ich habe keine Ahnung, ob das außerhalb des Fensters ein Simulatorbild ist. Mein Augenmerk liegt auf dem Einbauort der Uhr und die liegt innerhalb des Fensters. Ich bin auch kein Eisenbahner.

Gruß Wolf
 
#27
Canis Coeli

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Hallo Canis Coeli,

ich habe keine Ahnung, ob das außerhalb des Fensters ein Simulatorbild ist. Mein Augenmerk liegt auf dem Einbauort der Uhr und die liegt innerhalb des Fensters. Ich bin auch kein Eisenbahner.

Gruß Wolf
Klar, sollte ja auch kein Vorwurf sein. Mir ist es halt aufgefallen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es ein Führerstandsimulator für die Lokführer-Ausbildung sein sollte, der natürlich naturgetreu nachgebaut ist, mit allen Instrumenten und eben auch der Uhr. Aber unser Eisenbahner hier kann uns da vielleicht noch weiterhelfen.
 
#28
bonanza

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Alles gut, ich hab's auch nicht als Vorwurf aufgefasst. aber ich weiß
auch nicht ob es so eine Art Flugsimulator für Lokomotiven gibt.

mfG Wolf
 
#29
Canis Coeli

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Alles gut, ich hab's auch nicht als Vorwurf aufgefasst. aber ich weiß
auch nicht ob es so eine Art Flugsimulator für Lokomotiven gibt.

mfG Wolf
Ich weiß, dass die Wiener Linien einen für Straßenbahnen haben, um die Fahrer auszubilden. Also liegt die Vermutung nicht weit, dass auch Lokführer zuerst einmal am Simulator fahren.
 
#30
C

Cheap-watch

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Um Licht in´s Dunkel zu bringen: Alle Lokführer im DB-Konzern müssen jährlich ein mal einen der Dienst-Unterrichte an einem Fahrsimulator absolvieren, der Ablauf soll eine Gefahrsituation und mehrere Unregelmäßigkeiten darstellen, die dann korrekt aufzuarbeiten sind.
Beginnt mit einer 20-minütigen Trainingsfahrt, dort passieren wilde Dinge, sollte man grob im Griff haben, ( Auto im Gleis, Schnellbremsung, Notsignal, Notruf) oder, schlagartig auf Halt fallende Signale, unbekannte Zwangsbremsungen, etc. , da kann alles passieren, da sind kleine Schnitzer (noch) erlaubt, ( z.B. : Reihenfolge nicht eingehalten: weil: 1-Schnellbremsung mit Sanden, gleichzeitig Pfeifen, dann 2-Notruf, innerhalb 2 Sekunden! ) Reihenfolge nicht beachtet, aber, alles in kürzester Zeit (unter 5 sec) erledigt, kommt Manöverkritik und ein Belehrungs/ Informationsgespräch!
Bei schon da "sicherheitsrelevanten Mängeln" ( 5 sec zu spät reagiert, nicht gesandet, irgendwas vergessen...) kannst Du dich über einen freien Tag freuen, Führerschein ist weg, und, ein erbauliches Gespräch beim Gruppenleiter! Das findet aber sehr schnell statt, innerhalb weniger Tage.
Dann kommt eine Prüfungsfahrt , da sollte alles passen, wieder 20 Minuten, da kann alles passieren! Ist diese absolviert, und es gab nur "geringfügige Beanstandungen" , folgt eine "Lernfahrt", um den Punkt der "geringfügigen Beanstandung" nochmals nachzuarbeiten und zu besprechen! Ist auch da ein Fehler , ggf ein anderer, bist Du erst mal weg!
Führerschein weg, beim Ausbilder-Büro melden, Spießrutenlauf!
(Kenne ich, eigene Erfahrung; In einer Steigung ist wohl nicht zu erwarten, daß ein Zug schneller wird..... Also, die eingespielte Strecke im Display entsprach einer realen Strecke, also, erst mal ganz minimal Leistung aufschalten, um den Zug schon mal leicht zu strecken..... Durchgefallen, es war eine Absichtserklärung zur Beschleunigung, "80 Meter zu früh!" ....
Ok, es war in der Übungsfahrt, Probefahrt war in Ordnung ,gleich zum Gruppenleiter, Führerschein war am Folgetag wieder im Fach!
Freilich, das war ot, nur zur Klärung offener Fragen, wie das bei DB läuft. Andere Unternehmen verlangen keine Unterrichte oder Prüfungen.
Zurück zur DEUTA-Uhr: Ich hatte auch diesbezüglich einmal ein Thema gestartet, weil wir -zum Teil in der Schrottkiste- immer wieder solche Uhren fanden, insbesondere dann, wenn 50 bis 60 Jahre alte Loks ausgemustert wurden, von privaten Unternehmen aufgekauft und, wegen der Kapazitäten und der echten Fachkompetenz hier sozusagen revidiert und reaktiviert werden!
Dann kommen neue Instrumententafeln rein, aber, der DB Konzern hat nun anscheinend erkannt, Lok-Uhren genauso wie damals die Zugschluß-Leuchten, nicht mehr wegzuwerfen, sondern für Sammler zu satten Preisen zu verhökern! Meine erste private ( siehe anderer Fred) habe ich noch regulär bezahlt, die zweite nicht so richtig, weil sie im "kostenerzeugenden Müll" lag, den wir ja per Unternehmensziel gering halten sollen! Nun, irgendeiner hat erkannt, daß diese Teile durchaus im Hobbykeller oder sonstwo ein Blickfänger sein könnten, nun werden diese Uhren glücklicherweise - zumindest bei Abwrackung der Fahrzeuge bei DB- noch gerettet!
Meine ist aus einer E-Lok, BR 140 (4-Achser), hohe Fertigungsnummer, also Bj etwa um 1970, Handaufzug hinten, aber, Gangreserve 8 Tage? Die liegt eher bei 36 Stunden, hat ein weißes Plastik-Gehäuse.
Grüße,
Fritz
 
#31
bonanza

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Hallo Fritz,

vielen Dank für das Licht im Dunkeln.

Plastik-Gehäuse und nur 36 Std. Laufdauer sind vielleicht der Nachteil einer hohen Seriennummer. Habe meine gerade eben wieder aufgezogen (ich ziehe sie immer sonntags auf). Wer weiß was später noch alles abgespeckt wurde.

Mich hätte noch interessiert, ob Du Deine Uhr öffnen kannst um sie mit meiner zu vergleichen (siehe Bilder oben).

Viele Grüße

Wolf
 
#32
C

Cheap-watch

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Also, das Bild mit der BR 103 ist definitiv ein Simulator-Animationsbild, der Führerstand ist aber sehr authentisch, ob das eine Montage ist, kann ich so nicht beurteilen. Zumindest das Wischerblatt wirkt schon wie irgendwie "elektronisch animiert". Meines Wissens gab es die Fahrsimulatoren erst seit Mitte der 1990er, gebaut von Daimler Aerospace/ Dornier, mit einem Führerstand als Mischung aus BR 101, 145, 152, weil es ein weitgehend einheitliches Bedienfeld ist. Gebaut auch für Fahrzeugausbildungen, LZB-Unterricht, usw. Später kamen weitere hinzu, mit anderen Führertischen; nur, man war ja dabei, die 103 zu ersetzen, also einen Führerstand als Simulator, macht unter diesem Aspekt also irgendwie keinen Sinn!
Im Verkehrsmuseum Nürnberg gab es mal einen Ur-Simulator, zur "Führerstandsmitfahrt" , gestaltet als Schienenbus-Führertisch, Realfilm auf Leinwand, und eine leicht bewegliche Bodenplatte, die geringe Bodenbewegungen und Rütteln ( Weichen, Schienenstöße) ausführen konnte. Ob es sowas als BR 103 gab, entzieht sich leider meiner Kenntnis, ist aber durchaus möglich! .
Wie erwähnt, haben wir bei den Uhren nun schon mehr als vier bekannte Varianten: 1 Die vorgestellte im Anfangsbeitrag, 2 die von Detlef, die meiner sehr ähnlich ist, jedoch 3 hat meine einen blauen Aufkleber, die Lünette ist ebenfalls über den Plastikrand gerollt, also nicht zu öffnen, die Rückseite sieht aber etwas anders aus, meine Gangreserve lag anfangs bei etwa 37 Stunden, Tendenz sinkend ( macht irgendwie Sinn: Ein Vorbereitungs/ Abschlußdienst muß innerhalb 24, maximal 36 Stunden erfolgen, also reichte eine Gangreserve von geschätzt 40 Stunden vollauf! )
Dann Nr 4, die Uhr der BR 151, fest eingebaut, also mit Stellrad und Schlüssel für Handaufzug vorne liegend.
Dazu gab es dann bei der BR 151 noch die neueste Variante, Nr 5 : Aufzugsschlüssel fehlt, stattdessen ein leeres Loch mit Gummitülle, Stellrädchen oben noch vorhanden, aber: elektrisch betrieben, mit einem roten, sehr filigranen Sekundenzeiger! Und, auch hier gab es meines Wissens zwei Varianten: schleichender Sekundenzeiger und springender Zeiger, also nochmals zwei verschiedene Werke.
Sind wir schon bei 5 , eigentlich 6 Varianten! Ich bin mir nicht sicher, mit welcher Spannung die Uhren arbeiten, gibt ja im Bordspannungsbereich viele Möglichkeiten: 220-240 V/ 50 Hz, 110V/ 50 Hz, 24 V und 12 V , beide als Wechsel-oder Gleichstrom.
Mit mechanischen Uhren bzw. elektrischen analogen Uhren auf Lok´s war etwa ab 1995 mit Einführung der Drehstromfahrzeuge endgültig Schluß, die BR 120 ( ca 1980 bis 1989 ) dürfte ein Sonderfall sein, die war irgendwie zwischen den Welten, überwiegend mechanische Anzeigeinstrumente. Aber, die gingen nach der Wende zum Fernverkehr, was da in den anschließenden Jahren umgebaut oder modifiziert wurde, kann ich nicht sagen, seit über 20 Jahren kein solches Fahrzeug mehr von innen gesehen.
Für offene Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, wen ich sie denn beantworten kann!
Grüße,
Fritz
 
#33
kater7

kater7

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Die Welt da außerhalb der BR103 ist künstlich, der Rest scheint absolut Original zu sein, warum um Himmels Willen sollten bei einem Simulator Fenster, Lüftungsöffnungen und die Führungen für die Rollos nachgebildet werden? Das wäre viel zu teuer und ein moderner Simulator kostet eh schon Millionen.

Über die Sinnhaftigkeit der Simulatorausbildung und der Prüfungen am Simulator bei der DB darf man aber auch geteilter Meinung sein, Ende der 90er im BW Hagen (Westf.) gab es einen Simulator der wohl den Führerstand einer BR101 hatte und da mussten Kollegen rauf zur jährlichen Prüfung die nichts anderes als V60 und V90 hatten ...... die Ergebnisse waren entsprechend :shock:
 
#34
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Cheap-watch

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Jo, Kater, hast völlig Recht!
Mich wundert eben der authentisch benutzte Führerstand, der aber noch nicht so richtig "abgelutscht " aussieht, wie er das bei der 103 irgendwann war oder sein müßte und dann das Wischerblatt, das irgendwie schon wieder virtuell wirkt!

Hier: 232er Piloten am Führerstand einer 101/ 145/152 !

Für außenstehende Mitlesende zum Verständnis: Nachts ist es auch im Führerstand sehr dunkel, man muß also innerhalb einer zumeist sehr kurzen Reaktionszeit den richtigen Schalter rechtzeitig betätigen, wenn alles aber anders angeordnet ist, auch ganz schnell umdenken! Z.B. : Wenn ich einem Automatik-Fahrer Bremse und Gas vertausche, braucht der verdammt lange, um sich umzugewöhnen,. Wir müssen das ganz schnell realisieren!


Die fahren ein ganz anderes Fahrzeug, Bedienung absolut fremd, und, dann noch betriebliche Katastrophen , ebenfalls nur streßfördernd!

Sinnvoll fand ich die LZB-Ausbildung am Sim, da konnte man alles spielen, und, es wurde auch wirklich alles durchgespielt! Nur, zwei Halb-Tage ( erster Tag: nachmittags, zweiter Tag: früh) wären hier auch besser gewesen, weil jedes Hirn (außer vielleicht dem vom Schwarzenegger ) mal irgendwann reizüberflutet und damit nicht mehr aufnahmefähig ist!
Den Fahrsimulator muß man natürlich auch auslasten, der hat ja ordentlich Geld gekostet, also, wird man jährlich zitiert!
Braucht man ihn nicht, wäre das ein Verlust, ist eine eigene Firma, die Kostendeckend arbeiten muß, daher gibt es Freie Stunden für Hobby-Eisenbahner zum mieten, Hauptsache, die Kiste ist ausgelastet!

Obwohl, Kater, das war schon wieder OT, sollte man verschieben in den Eisenbahn-Fred, weil, zu speziell!
 
#35
bonanza

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Hallo ihr zwei Eisenbahner,

was ihr so alles zu berichten wisst, sehr interessant.
Alles was ich von der Eisenbahn habe seht ihr auf dem folgenden Bild.



P1050355.JPG


Viele Grüße
Wolf
 
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