Uhrenbestimmung Bodenfund Taschenuhr

Diskutiere Bodenfund Taschenuhr im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Was ist das für eine Uhr? Ich weiß nur, das es eine Spindeltaschenuhr ist. Über Herkunft, alter, oder die Marke bzw. den Meister der Uhr weiß...

boernhard_der_echte

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Ich weiß nur, das es eine Spindeltaschenuhr ist. Über Herkunft, alter, oder die Marke bzw. den Meister der Uhr weiß ich nicht mehr als das was drinsteht, und daraus werde ich nicht schlau
 

denokato

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Wenn Du die wieder herrichten lässt bin ich gespannt. Das sieht nach einer Mammutaufgabe aus.
 

boernhard_der_echte

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ich glaube nicht, dass das machbar ist. Da müsste ich das Ziffernblatt und quasi fast das ganze Werk austauschen, da da überall korrusion dran ist.
 

Tom-Wien

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Hab das mal zu den Taschenuhren verschoben, hier wird eher was zu erfahren sein....
 

andi2

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Der Name des Uhrmachers ist auf dem Werk eingraviert: "Lxxxxx à Paris" und eine Seriennummer. Den Namen selbst kann ich auf dem Foto nicht lesen, man müsste das mehr senkrecht von oben sehen und schärfer. Das ist also eine französische Spindeltaschenuhr. Ich schätze mal, kurz nach 1800 entstanden (andere haben da mehr Erfahrung im Schätzen).
 

Matthias MUC

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Autsch, es blutet mein Herz, wahrscheinlich keine Chance, die mit zu rechtfertigendem Aufwand wieder funktionsfähig zu machen, außer es findet sich ein Freak, der die Herausforderung annehmen möchte und einen guten Ersatzteilfundus oder die Möglichkeiten zur Nachfertigung hat.

Wie muß die gelagert gewesen sein? Richtig feucht? Irgendeine Auflösung mit Familiengeschichte oder Herkunft 100% unbekannt? Erinnert mich an meinen Montblanc MB 224 Füller aus den 1930ern, der wohl meinem Großvater gehört hatte, und den ich beim Auflösen der Wohnung mit Grünspan am Clip und mit Mäusepisseflecken am Schaft zwischen angefressenen und feuchten Dokumenten in Kisten in der Garage fand - der ließ sich zum Glück funktionserhaltend mitsamt Restpatinaflecken restaurieren und schreibt wieder wunderbar....

Als Stück der Uhrengeschichte aber trotz aller Fragezeichen nicht schlecht, weil man den Uhrmacher sicher noch genauer einkreisen kann. Also nichts kaputtmachen, nur behutsam konservierend reinigen (lassen), um evtl. fortschreitende Korrosion aufzuhalten. Betrachte es als spannendes "uhrenarchäologisches" Ausstellungsstück - keltische Funde etc. werden ja auch nicht auf "Neuzustand" restauriert. Fürs Verschrotten zu schade... zumindest nimmt sie keinen Platz weg wie ein "irgendwann restauriere ich den mal" Oldtimer, der 30 Jahre im Wald stand... :face:

lG Matthias
 
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boernhard_der_echte

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die Uhr war ein Bodenfund. Das heißt dass sie seit sehr vielen Jahren in der Erde lag. Habe sie ersr vor ca. einer Woche gefunden. Ich werde sie im Werk noch ein wenig reinigen. Zumindest soweit bis man den Namen lesen kann.
 

Ruebennase

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Da im inneren auch noch Stahlteile wie zum Beispiel die Kette sind ist wie die Vorredner sagten, eine Reaktivierung quasie unmöglich. Ich würde daher ganz ungeniert mit Wattestäbchen und Essigessenz die Rostblüten minimieren und mit Wasser/Alkohol die Essigreste elemenieren. Das sollte ganz gut und schnell funktionieren und zu viel Angst, dass Feuchtigkeit in das Werk gelangt braucht man ja nicht mehr zu haben. Alternativ ginge natürlich noch ein schonenderes Ölbad, aber das dauert länger und ist ein ganz schönes Geschmaddere.

Grüße Rübe
 

Matthias MUC

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😳 ich hatte "Boden" als "Dachboden" (= meistens, aber auch nicht immer halbwegs kontrollierte Umgebung) aufgefasst. SO wörtlich, dafür ist der Zustand ja schon legendär gut. Da wären die Fundumstände archäologisch/historisch spannend (wer hat sie wann warum dort verloren/versteckt/....). Mir fällt grad spontan ein, wieviele Relikte auch dieser Art wohl noch auf Schlachtfeldern alter Zeiten rumliegen, und wieviele einfache Soldaten, das normale Kanonenfutter, je nach Zeit eher Roskopfuhren verlieren konnten (oder selbst noch daneben liegen). Bei dem Szenario würde Deine Spindel zeitmäßig dann eher zu irgendeinem Offizier (1870/71) passen....

lG Matthias
 

monozelle

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Was? Ich dachte auch "Dachboden"! Die... lag in der Erde? Dann aber nicht besonders lange, jedenfalls nicht seit 1800. Oder war sie in einer verschlossenen Kiste oder sowas? Das Gehäuse sieht, gemessen daran, ja fast neu aus. 😳
Ich habe ausgebuddelte Taschenuhren aus dem 2. Weltkrieg gesehen, die kaum noch als Uhr zu erkennen waren, das war nur noch ein unförmiger Klumpen Rost...
 

Ruebennase

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Silber ist eben ein Edelmetall 😃. Die Vergoldung hält auch 😎. Ich habe schon ähnliches von Digger einem Hobbysondler gesehen, der ' nur' die Acker der Höfe in seiner Umgebung absondelt'. Ihm geht es primär um zeitliche Einordnung bzw. Identifizierung um 'Damals' zu erfassen. Silber ist nie angegriffen. Was mich verwundert ist, das das Zifferblatt mittlerweile die Beschriftung verloren hat.

Grüße Rübe
 

denokato

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Ihr seit nicht die einzigen. Auch ich habe gedacht mit Bodenfund ist der Dachboden gemeint. :lol:
 

Matthias MUC

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😍 irgendwie sind eine Minderheit, aber keine kleine, der Seelen ach in meiner Brust leibhaftige Schrottsammler..... Mit so einer eventuell für Historiker spannenden Geschichte (Fundkontext) wäre noch der ärgste Rostklumpen absolut mein Beuteschema... der morbide Charm von Lost places, diese lost watches..... also bevor sie als hoffnungsloser Fall zuletzt beim Schmelzer landet......:winken:
 

boernhard_der_echte

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Ich habe in der nähe der Uhr auch andere Sachen wie Münzen und Militaria gefunden aber das hat hier eher nichts verlohren denk ich. Auf jeden fall waren auch Napoleonische Funde dabei und das könnte zeitlich ja passen. Der ehem. Mesmer aus dem Dorf, wo ich die Uhr gefunden habe, meinte das er als junger Bursche dort 1945 mit den deutschen Soldaten fangen gespielt hat, denn die Wiese war sowas wie ein Pausenplatz o. ä.. Möglicherweie war das ja auch schon früher so also in der Zeit Napoleons und vielleicht hat ja ein Napoeonischer Soldat die Uhr dort verlohren.
 

Matthias MUC

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Die anderen Fundsachen sind hier sicher nicht völlig off-topic, sobald sie zum Fundkontext von der Uhr gehören und damit mehr über die gesamte Herkunftsgeschichte erzählen, finde ich. Napoleonische Kriege wäre bis 1815 gewesen. Kann auch passen, dann hätte der betreffende Offizier aber nicht lange Freude an der für ihn wahrscheinlich fabrikneuen Uhr gehabt...
 

denokato

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Ja, die anderen Fundsachen bitte mal auf ein Bild mit der Uhr zusammen. Das wäre für den Kontext interessant. Das wird auch sicher keiner bemängeln. ;-)

Sollte auf den Militaria irgendwas unerwünschtes sein (Swastika etc.) kannst Du es ja notfalls abkleben. Wobei die Militaria vermutlich ebenfalls älter sein dürften.
 

Matthias MUC

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Die Uhr dürfte u(h)rsprünglich vielleicht sogar ein schützendes Übergehäuse gehabt haben. Der vergleichsweise laaaange Hals vom Pendant (wo ein Ring für eine Kette offensichtlich verlorengegangen ist) würde darauf hindeuten.
 

andi2

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Die Uhren dieses Stils hatten von Haus aus kein Übergehäuse, bzw. es war kein Doppelgehäuse. Bei jenen hatte das innere Gehäuse hinten ein Loch für den Vierkant zum Aufziehen. Bei dieser ist der Aufzugvierkant vorn und es gibt ein Loch im Zifferblatt. Sie hatten ein einteiliges Gehäuse mit Klappdeckel.
Ungefähr so könnte die Uhr einmal ausgesehen haben:
ANCIENNE BELLE MONTRE A COQ GOUSSET ARGENT JEANPERIN PARIS FIN XVIII ème EMPIRE | eBay
MONTRE GOUSSET, SUJET DU TRAITÉ DE TILSIT EN 1807, PREMIER EMPIRE. (bertrand-malvaux.com)
 

boernhard_der_echte

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Also die bzw. der Napoleonische Fund ist ein Sattelgriff aus Bronze in Form eines Pferdekopfs. Er ist Handbearbeitet, was man an der Unregelmäßigkeit der Mähne erkennen kann. Er lag ca. 300 m Luftlienie entfernt, also nicht direkt bei der Uhr. Auf der Wiese mit der Uhr wurden unter anderem 4 Koppelschlösser aus dem 2. Welkkrieg gefunden.
1× Wehrmacht Heer aus Alu
1× SA aus Kupfer
2× SS aus Eisen
Der Besitzer der Wiese hat übrigents kein Interesse an der Funden! Der ist froh wenn der "Schrott" von seiner Wiese verschwindet.
 

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