Uhrenbestimmung Boctok

Diskutiere Boctok im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Servus! Ich bin in Besitz einer Boctok Amphibia.Denke mal ist ne Automatik,weil sie von alleine weiterläuft wenn man sie dreht!Kennt sich jemand...
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patuschki

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Servus! Ich bin in Besitz einer Boctok Amphibia.Denke mal ist ne Automatik,weil sie von alleine weiterläuft wenn man sie dreht!Kennt sich jemand aus mit diesen Uhren?Wo denkt ihr kann man sie am besten reparieren lassen?Hier noch Bilder!Danke für die Antworten!
 

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falko

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Das ist eine Wostok Amphibia aus der Tschistopoler Uhrenfabrik. Die Uhren sind sehr häufig. Unsere Spezialisten, wie Poljotnik, könne Dir sicher mehr darüber erzählen.
 
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patuschki

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Mir stellt sich nur die Frage .warum die Seriennummer so glatt ist?# 036000.Die Krone ist auch aus einem anderen Material wie der Rest der Uhr.Mache noch paar Bilder.Danke!
 

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Sturmanski

Sturmanski

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hallo patuschki!
das ist keine Automatikuhr. 17 steine ist handaufzug. Automatik bei BOCTOK muss 21 bzw. 31 Steine haben. Die Aufzugkronone wurde gewechselt, es muss eine aus Edelstahl stehen, bzw. Messinggewinde mit Edelstahlummantlung. Die Uhr wurde in den 80-rn hergestellt und ist ziemlich heufig zu finden.
Gruß
sturmanski
 
Poljotnik

Poljotnik

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Hallo,

Sturmanski hat völlig recht, es dürfte sich um ein Kaliber 2409 Handaufzugsmodell (Komandirskie) handeln, bei dem die Krone getauscht wurde und die einer eingefärbt verchromten Generalskie oder Admiralskie verwandt wurde. Bei der Uhr scheinen sich sowieso mehrere Wostoks zu treffen. Das Gehäuse inklusive Lünette und Deckel ist eine Variante die primär für den West-Export in der 2. Hälfte der 80er Jahre gebaut wurde, das Ziffernblatt wiederum ist eine "Inlandsvariante" aus der 1. Hälfte der 80er Jahre und die Zeiger sind zumindest mir nur von Automatik-Modellen bekannt (wobei ich nicht ausschliessen will und kann, daß Handaufzugsmodelle mit diesen Zeigern in den Westen exportiert wurden).
Eine Reparatur sollte so schwierig nicht sein, da die Werke ja immer noch gebaut und jetzt in großem Maßstab in die EU importiert werden. Es kann natürlich sein, daß man im Westen des Landes Uhrmacher findet, die nicht an die Russen ranwollen, im Osten sollte es jedoch kein Problem sein.
Es wäre schön mal in die Uhr reinschaun zu können, also wenn möglich poste mal das Bild des Uhrwerkes, wer weiß ob sich da nicht genauere Angaben finden...und ich muss gestehen, mir schwant da noch etwas, was ich aber jetzt noch nicht rauslassen will.

Liebe Grüße,

Enrico
 
Sturmanski

Sturmanski

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Hallo,

Das Gehäuse inklusive Lünette und Deckel ist eine Variante die primär für den West-Export in der 2. Hälfte der 80er Jahre gebaut wurde, das Ziffernblatt wiederum ist eine "Inlandsvariante" aus der 1. Hälfte der 80er Jahre und die Zeiger sind zumindest mir nur von Automatik-Modellen bekannt (wobei ich nicht ausschliessen will und kann, daß Handaufzugsmodelle mit diesen Zeigern in den Westen exportiert wurden).
Servus Poljotnik!
da kann ich dir leider nicht zustimmen. Die Uhr bzw. Zusammenstellung der Uhr (Gehäuse, Zeiger, ZB etc.) ist original und für Inland (da Kyrilisch) bestimmt. Ich besitze genau gleiche und dieses Modell kenne ich gut. Hier noch ein Beispiel (nicht meine). so muss die Krone usschauen (Bild unten)

Schöne Grüße
Sturmanski
 

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Poljotnik

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Mann lernt nie aus, diese Kombination ist mir so noch nie begegnet, kannte diese Gehäuses mit dieser Lünette bisher nur aus England und die Zeiger nur von der 2416....Danke für die Bilder!!!!

Enrico

PS. Ausserdem find ich das ne ziemliche Sa***ei, daß Amphibias und Komandirskie in den Westen exportiert wurden aber in die DDR nicht....:angry;:motz:
 
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Sturmanski

Sturmanski

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Was haben denn die Genossen außer Rhula getragen? Ich glaube Poljot / Corsar war stark vertreten (17 steine)
Die finde ich besonders interresant. Übrigens, meine alle erste Uhr. Die habe von meinem Bruder im Jahr 1982 übernohmen. (original ist leider verlohren gegangen).
Was gab es noch in DDR?
Gruß
sturmanski
 

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Poljotnik

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Neben den einheimischen Produkten Ruhla, Glashütte eben noch alles was aus der 1. und 2. Moskauer Uhrenfabrik kam, für die Damen noch Zarjas und Chaikas. Aber Tschistopol, Petrodworez, Minsk und die anderen Uhrenschmieden bekam man nur zu Gesicht, wenn die Uhr beim Urlaub oder Studium in der UdSSR gekauft wurden. Ach und später kamen dann natürlich noch die Elektronikas....
Ab den 70ern relativ weit verbreitet waren das Poljot 2408, Poljot 2609, Poljot 2614, das Automatik Poljot 2616.2H, deutlich seltener die wundervollen Poljot 2415 und 2416 sowie Slawa 2414.
In Ruhla wurden Ära-Kaliber (1600 und 1601) aus der 2. MUF in Damenuhren eingeschalt, ansonsten noch Zarja 1800 und 1801 und Uglitsch Tschaika 1301.
 
Sturmanski

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Danke Poljotnik!
wie ich sehe, was CCCP in der Uhrenwelt der DDR stark vertretten.
Elektronika hatte ich auch. Zuerst E-55, dann in Plastikgehäuse. Es gab aber auch in den 80-rn paar Modelle von BOCTOK auch in Plastik.
 
Poljotnik

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Bei den Elektronikas bin ich nicht so fit, weil ich, als diese auf den Markt kamen, schon hinter Poljot-Automatik her war. Aber ich glaube, die bei uns verkauften kamen von Lutch aus Minsk.

Von Eletronika hatte ich nur das Hase und Wolf-Eierfang-LCD-Spiel....ok, hab ich immer noch und funktioniert sogar noch, nach fast 30 Jahren.
 
Sturmanski

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Aber ich glaube, die bei uns verkauften kamen von Lutch aus Minsk.
Lutch hat nie elektronische Uhr hergestellt, nur mehanische und quarz Uhren. Elektronika wird in der Uhrenfabrik "Elektronika", NPO- "Integral" (auch in Minsk) gebaut. in den 90-ern wollte ich mit "Integral" zusammen ein Projekt realisieren, dann hat sich dort die Führung gewechselt und das was dann. Schade.

Von Eletronika hatte ich nur das Hase und Wolf-Eierfang-LCD-Spiel....ok, hab ich immer noch und funktioniert sogar noch, nach fast 30 Jahren.
Hase-Wolf heißen eigentlich "Nu pogodi!" - ein Kult Spiel in den späteren 80- ern.

Gruß
sturmanski
 
Poljotnik

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Na zumindest hat mich meine Erinnerung bezüglich Minsk nicht getäuscht..."Nu pogodi" lief in der DDR im Kinovorprogramm als "Hase und Wolf"
 
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patuschki

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Danke für die Antworten!Warum aber läuft die Uhr weiter wenn man sie dreht?Kennt sich jemand mit den Seriennummern aus?Die Uhr war ein Geschenk von einem Arbeitgeber an meinen Großvater als er Russland verließ.Soll anscheinend von einem jüdischen Uhrmacher gefertigt worden sein, weil das Armband eine Hebräisch Einstempelung hat mit seinen Initialien.
 
Sturmanski

Sturmanski

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Kennt sich jemand mit den Seriennummern aus?
Hallo,
bei BOCTOK vergiss die Seriennummer. Die sagen garnix, da sie jedes Jahr immer wieder abgerundet und zurückgesetzt worden waren. Und Info dazu gibt es kaum.
Man kann nur mit Hilfe der Optik und Stempel SU auf der Platine ungefähr Alter bestimmen. SU hat man bis zum Jahr 1991 gestempelt, danach nicht mehr.

SU- Soviet Union.
 
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patuschki

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Kann man die Uhr ohne bedenken öffnen?Habe eine alte boctok von meinem Vater mal aufgeschraubt und da war es kein problem.Bei dieser hier ist es schwieriger!
 
Sturmanski

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ja, die Uhr lässt sich ohne weiteren Problemen öffnen. Beim Schliessen sollst du drauf achten, dass die Gummidichtung richtig liegt, sonnst ist die Uhr nicht mehr wasserdicht.
 
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patuschki

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wo gibt es werkzeug?

Nachträglich hinzugefügt: Habe die Uhr jetzt geöffnet!Ist keine Automatik!Sieht bloß bisshen komisch aus.Der Stift von der Krone welcher in das Werk für ist irgendwie komisch drin,aber ich mache später paar bilder.Das einzige Zeichen was ich erkenn kann ist bas Botok B unter der Sprale im Werk.Kann mir jemand sagen warum die uhr immer weiterläuft wenn man sie dreht????Danke!
 
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Poljotnik

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Ahoj,

das Werk der Wostok ist wie es sich gehört ein 2409, warum es aber läuft wenn die Uhr bewegt wird, kann Dir vielleicht einer unserer Uhrmacher hier erklären, vielleicht ist ja doch noch Aufzugspannung drauf und irgendwas verklemmt, das sich löst, wenn die Uhr bewegt wird.
Die Krone und auch die Achse der Krone sind ja wie wir schon ob der anderen Färbung festgestellt haben, getauscht worden, vermutlich wurde dabei eine ebenfalls schon nicht mehr ganz intakte, leicht verbogene verwandt wurde.

Was die Podjeda betrifft, so ist es das, wie soll es auch anders sein Pobjeda-Kaliber (spätere Bezeichnung 2602) was darin verbaut wurde. Dieses Kaliber wurde in verschiedenen Fabriken (Poljot, Raketa, ZiM) gebaut, die Masse dabei von ZiM in Kuibyschew (heute Samara). Welche Fabrik Dein Pojeda gebaut hat verrät die Punze unter der Unruh eindeutig. Vermutlich wird es auch eine ZiM sein, da Raketa und Poljot meist auch die Platine gepunzt haben. Sollte vor der 2602 folgende Buchstabenkombination ЗиМ eingepunzt sein, stammt die Pobjeda aus dem schönen Kuibyschew an der Wolga.

Grüße,

Poljotnik
 
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