Besuch beim Uhrenhändler - Ablauf des Verkaufsgesprächs

Diskutiere Besuch beim Uhrenhändler - Ablauf des Verkaufsgesprächs im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; Guten Tag, ich brauche da mal eure Hilfe…ich bin noch immer ganz am Anfang meiner Passion für Uhren und werde voraussichtlich noch dieses Jahr -...
#1
S

Skeletonwatch

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Guten Tag,

ich brauche da mal eure Hilfe…ich bin noch immer ganz am Anfang meiner Passion für Uhren und werde voraussichtlich noch dieses Jahr - spätestens aber dann 2020-2021 - mal einen ordentlichen Chronographen anschaffen, den ich dann schon auf täglicher Basis tragen möchte.
Aus vielen Gründen interessiert mich aktuell die Speedmaster Grey Side am ehesten…hatte das gute Stück aber noch nie am Arm! So, ich muss sie mir also definitiv in nächster Zeit mal anlegen lassen…nur bin ich mit meinen 24 Jahren (selbst mit modischer Businesskleidung) optisch auf der jungendlichen Seite und damit extrem unwahrscheinlich in der typischen Zielgruppe.

Meistens steht bei einem Omega-Händler ja schon jemand mit Anzug und Handschuhen an der Tür…das war mir bis dato - vor allem weil man bei Städtereisen meistens nicht gerade ein adrettes Auftreten vorzuweisen hat - zu heftig und hab mich davor gescheut.

Jetzt zu meiner Frage…wie muss ich mir einen Händlerbesuch in der Praxis vorstellen? Was sind die No-Gos? Ist es verpönt, wenn man ganz offen preisgibt, dass man die Uhr nur anlegen wollte, sie sich dann aber nicht "neu" sondern anderweitig gebraucht kaufen würde?

Danke im Voraus!
Lukas
 
#2
Corbit

Corbit

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Ist es verpönt, wenn man ganz offen preisgibt, dass man die Uhr nur anlegen wollte, sie sich dann aber nicht "neu" sondern anderweitig gebraucht kaufen würde?
Verpönt ist gut. Das geht gar nicht, schon gar nicht bei einem Juwelier. In einer Omega Boutique kann man sich ja vielleicht noch damit trösten, dass der Herr sich ja eine Omega kaufen wird (wenn auch gebraucht). Aber grundsätzlich würde ich das nicht erwähnen.

Ansonsten: Bleib locker. Juweliere wollen auch nur verkaufen, wissen aber auch, dass nicht jeder sofort, wenn er den Laden betritt, zu so einer Ausgabe bereit ist. Also ist das Betreten eines Ladens nicht automatisch mit einer Kaufverpflichtung verbunden. Zieh dich ordentlich an (ordentlich = sauber) und sei höflich. Mehr musst du nicht beachten.
 
#3
MartlRS

MartlRS

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Wie mein Vorredner schon sagte. Erwähne eher nicht das du anderweitig gebraucht kaufen willst, ansonsten sei nett und halbwegs normal gekleidet. :super:
 
#4
goldencolt

goldencolt

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Zeig ihnen, dass Du Kunde bist und auch so behandelt werden möchtest. Wenn man Dir die Uhr bringt, entferne die Folien, sag, Du magst die Haptik ja spüren. Nach einiger Zeit kannst Du fragen, warum die Raumluft so trocken ist und Du gerne ein Gläschen Prosecco hättest.

Dass Du die Uhr woanders kaufen willst, würde ich gleich eingangs erwähnen und auch, dass sie Dir nix erzählen sollen, weil Du dich schon vorab gut erkundigt hast im uhrforum.

Nur Spass, meine Vorredner haben Recht.
 
#5
DrKamikaze

DrKamikaze

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Ist es verpönt, wenn man ganz offen preisgibt, dass man die Uhr nur anlegen wollte, sie sich dann aber nicht "neu" sondern anderweitig gebraucht kaufen würde?
Meinst du die Frage tatsächlich ernst? :hmm:

Wie würdest du das als Verkäufer finden?

Oder vielleicht einfacheres Beispiel:
Du lädst eine Person zum Essen ein von der du mehr willst, und während dem Essen weist dich die Person darauf hin dass sie sich schon auf das Sexdate mit einer anderen Person direkt danach freut.
 
Zuletzt bearbeitet:
#8
Manitu

Manitu

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Meistens steht bei einem Omega-Händler ja schon jemand mit Anzug und Handschuhen an der Tür…das war mir bis dato - vor allem weil man bei Städtereisen meistens nicht gerade ein adrettes Auftreten vorzuweisen hat - zu heftig und hab mich davor gescheut.
Ich arbeite im direkten Dunstkreis von Porsche und kann dir sagen das da teilweise Kunden reinkommen die aussehen als wären sie gerade aus dem Bett gesprungen und die sich mal eben einen 911er mitnehmen. Jeder wie es ihm gefällt, DU bist der Kunde und bestimmst wie du auftreten willst, nicht der Verkäufer.

Was sind die No-Gos? Ist es verpönt, wenn man ganz offen preisgibt, dass man die Uhr nur anlegen wollte, sie sich dann aber nicht "neu" sondern anderweitig gebraucht kaufen würde?
Ja, also DAS ist nun wirklich ein NoGo, um nicht zu sagen impertinent...kann man sich aber schon selber denken.
 
#10
Tschassy

Tschassy

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(...)
So, ich muss sie mir also definitiv in nächster Zeit mal anlegen lassen…nur bin ich mit meinen 24 Jahren (selbst mit modischer Businesskleidung) optisch auf der jungendlichen Seite und damit extrem unwahrscheinlich in der typischen Zielgruppe.
(...)
Typische Zielgruppen gibt es für Kinderuhren und einige Damenuhren in Altrosafarben und mit vielen Glitzersteinchen. Andere Uhren, insbesondere Herrenuhren, sind für alle Jungs gedacht - jung und alt.

Selbstverständlich solltest Du die Uhr vor dem Kauf gründlich betrachten (mit einer Lupe), ausgiebig betasten, ob die Verarbeitung stimmt, und mehrfach anprobieren. Das kannst Du am besten bei einem Konzi machen, dafür sind sie ja da.
Du kannst die Uhr auch in einem Online-Shop kaufen und ein paar Tage zu Hause testen, und dann das Rückgaberecht nutzen und die Uhr wieder zurückschicken.

Zum Uhren-Gucken beim Konzi kannst Du ganz normal gekleidet sein (Hemd, Pulli, Hose ...), dort achtet keiner auf Deine Kleidung, wichtig sind saubere Hände. Natürlich kannst Du gleich sagen, daß Du heute keinen Kauf beabsichtigst, daß Du die und die Uhr(en) anschauen und anprobieren möchtest.

Gruß, Bert
 
#11
olderich

olderich

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Hallo,
hatte früher auch Schwellenangst. Durch gutes Zureden allein,kann man sowas nicht abstellen, nur durch Üben.
Wenn ich eine Uhr sehe die mir gefällt gehe ich rein und sage: Ich möchte momentan die Uhr nicht kaufen, aber darf ich mir die mal ansehen? Da hatte noch keiner was gegen und so habe ich schon einige Uhren gesehen.
ciao olderich
 
#16
C

corsafreak2001

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Vorab anrufen oder eine Mail schreiben ob die Wunschuhr zur UNVERBINDLICHEN Ansicht da ist.

Dann kurz einen Termin ausmachen (finde ich sehr vertrauenswürdig und zeigt echtes Interesse).

Dann mit sauberen Kleidern wie hier schon einige geschrieben haben hingehen, dem Verkäufer vermitteln, dass man die Kohle falls es zum Kauf kommt bar auf den Tisch legt.
 
#18
viertelelf

viertelelf

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Wenn der Konzessionär dich nach deiner Kleidung beurteilt, dann taugt er nichts.
Nach meiner Erfahrung muss man gerade bei den guten Häusern nicht den Konfirmationsanzug auspacken, während es bei einem Wempe schon einmal vorkommt, dass die Dame einen prüfenden Blick auf einen wirft, sich dann umdreht und um die Person mit Anzug und Krawatte kümmert.
 
#19
clocktime

clocktime

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Wäre ich Konzi, würde ich Dir bei einer derartigen Äußerung sofort den kürzesten Weg nach draußen zeigen [...]
...und Du wärest Dein Geschäft los.:lol:
Der Verkäufer könnte übrigens darauf hinweisen, dass es bei "Gebrauchten" keine Echtheitsgarantie gibt. Bei mir würde der "Schuss" rückwärts abgehen, weil für mich in dem Moment klar wäre, dass ich diese Uhren nicht will: Jeder denkt, ich würde eine Fake am Arm tragen - das muss wirklich nicht sein!
Ich muss aber zugeben, dass ich ein mieserabler Premium-Käufer bin, weil ich davon wenig halte.
[...]
Gleichermaßen sieht man, dass Du keinen Sinn für Humor hast. :D
Humor? Mit dieser Form kann ich nichts anfangen.:hmm:

Zur Sache mit den Klamotten: Es hat mal einen russischen Yacht-Käufer gegeben, der in Latzhose antrabte und seine Million zum Zahlen in einer Plastiktüte trug. Da gab es wohl den einen oder anderen Fall, wo das Geschäft wegen des Verkäufers nicht zustande kam...
 
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