Kaufberatung Bestimmung und Beratung (dringend) - erstes Vintage Projekt: JAEGER Chrono 1940

Diskutiere Bestimmung und Beratung (dringend) - erstes Vintage Projekt: JAEGER Chrono 1940 im Vintage-Uhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo zusammen Wenn es um Uhren geht, dann bin ich momentan eher so im New-Age bereich unterwegs. Dazu immer eher Sporty unterwegs. Da ich...
#1
icetealight

icetealight

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Hallo zusammen

Wenn es um Uhren geht, dann bin ich momentan eher so im New-Age bereich unterwegs. Dazu immer eher Sporty unterwegs.

Da ich mir eine Uhr zulegen will wenn es Ultraförmlich (Hochzeit / Vorstellungsgespräch) wird, bin ich lange am suchen gewesen nach einer Vintage-Omega Seamaster.

Nun habe ich die Möglichkeit folgende Uhr zu ergattern "Jaeger CAL 287".

Ich habe Sie aktuell reserviert, doch wenn ich bis morgen nicht ein Feedback gebe, ist sie weg an einen anderen.

Gemäss den Bildern würde ich Sie direkt nach dem Erwerb zu Jaeger schicken damit Sie wieder hübsch ist.

Die Uhr lässt mich nicht mehr los, doch habe ich meine Trage-Bedenken (da mir die Junghans Meister - Kollektion gar nicht am Handgelenk gestanden hat)

Als Vintage-Newbie einige Fragen:

- Was weiss man über Uhren die nur mit " Jaeger " gelabelt wurden? Sind das irgendwelche Pre-Models von der heutigen Marke? Finde echt sehr wenig im Netz darüber.
- Kann jemand den Typ bestimmen?
- Was kostet eine vollrevision? Reden wir da von einigen 100 oder einigen 1000 ?

Ich habe die Möglichkeit diese für 1200 zu erwerben ... die kommenden Kosten machen wir echt Bauchweh ...

Oder denkt Ihr da bin ich Preis-Leistungstechnisch absolut im grünen Bereich?

3.jpg

jaeger-lecoultre-seltener-jaeger-chronograph-40er-jahre.jpg
 
#2
S

Stocki1990

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Hallo Eistee! ;)

Es gab früher die Marken "Jaeger" und "LeCoultre". Im Laufe der Zeit sind diese fusioniert, was ich so im Kopf habe.

Die Uhr ist durchaus interessant. Die 1200€ würden für mich persönlich in Ordnung sein. Was die Revisionskosten angeht, ist
das Einsenden zu Jaeger wohl die teuerste Variante :D Ich würde mal mehrere Uhrmacher mit der Uhr besuchen und Kostenvoranschläge einholen.
Mein Uhrmacher würde für diese Uhr wohl ca 400€ ohne Ersatzteile verlangen. Problematisch und somit teurer kann es werden, wenn irgend ein Teil
des Uhrwerkes getauscht werden muss.

Die Uhr ist für mich persönlich im sehr guten Zustand, also wäre hier eine Werksrevision wohl das beste. Da Vintage-Uhren "Oldtimer" im eigentlichen Sinne sind,
scheiden sich hier die Geister. Einige Sammler möchten einen Originalzustand mit Schrammen und Patina haben, andere möchten eine nahezu neuwertige Uhr tragen.
Es ist hier immer so eine kleine Streitfrage. Ich persönlich würde die Uhr nur einer Werksrevision unterziehen und dann so tragen, wie sie ist :super: Einer Uhr aus den 40ern/50ern
darf man das Alter schon ein bisserl ansehen. Alles andere wäre für mich zu steril :D
 
#3
icetealight

icetealight

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Alles klar

Also das Glas würde ich mit Sicherheit auffrischen wollen.

und eine einfache Reinigung der innenseite - falls dies was bringt wäre evtl auch nice. Die Flecken sehen für mich weniger nach einer schönen Patina aus sondern eher nach Sommersprossen ;-)

Da ich wie gesagt an persönlicher Verwendung interessiert bin - werde ich versuchen die so schön wie möglich zu halten (ich stehe auf Clean as Possible) - da ich Sie eben auch mit chiquen Sachen anziehen möchte. Doch wie gesagt kann es trotzdem sein, dass sie wieder gehen muss ... da wäre es schön wenn die Ausgabe nicht ganz verpufft :)


Aber auf keinen Fall etwas Tauschen - das ist klar.


Die Uhr "läuft" gemäss dem Verkäufer - somit müssten Ersatzteile kein Thema sein .... also kann ich mit einem gesamt Budget von 2000.- für das ganze Projekt ausgehen?

Das wäre schon ein ambitiöser Betrag dafür dass mir die Uhr am ende vielleicht doch nicht gefällt, oder sonst irgend ein begrabener Hund gefunden wird :-/

Aber halt eben gerade noch so schmerzgrenze :shock:
 
Zuletzt bearbeitet:
#4
H

Hudlonen

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Schöner Chrono, frage mich allerdings, ob der "clean as possible"-Ansatz wirklich kompatibel mit einer Vintage-Uhr ist...

Hast Du ein Bild vom Werk gesehen? Wäre für mich ein absolutes Muss und würde vielleicht auch das Risiko der Revisionskosten abzuschätzen helfen.

Zaf Basha schreibt zur Frage nach dem Labelling übrigens: "Early Jaeger-LeCoultre chronographs were marketed in the vast majority of the cases under either the 'LeCoultre' nameplate for the U.S. market or the 'Jaeger' nameplate for the rest of the world." ("A Guide for the Collector", S. 74)

Wünsche eine gute Entscheidung!

Viele Grüße/Alexandra
 
#5
G

gerdson

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Kauf bloß nicht ohne das Werk gesehen zu haben. Auch wenn die Uhr läuft kann dort bei Uhren aus der Zeit erheblich Rost lauern.
Mir gefällt sie sonst sehr gut - tolles Zifferblatt (das wäre vorsichtig zu reinigen, aber ein paar "Pickel" hat es scheinbar - daher musst Du das Werk unbedingt vorher sehen).
 
#6
icetealight

icetealight

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Hier noch Bilder vom Werk


7.jpg

8.jpg

6.jpg
 
#7
mini

mini

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Das sieht alles erstmal sehr gut aus.
Tolle Art-deco-Uhr.
Das Zeigerspiel ist Weltklasse.
Das Werk dürfte eine Revision brauchen (siehe Rücker).
Das Blatt darf nur sehr behutsam gereinigt werden, sonst crashst Du den Wert der Uhr um 50%.
Hierfür solltest Du jemanden fragen, der wirklich Ahnung hat oder es so lassen, wie es ist.

Machste nix verkehrt mit... ;-)

Gruss
Mathias
 
#8
Pfeil

Pfeil

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Solltest Du sie kaufen, wäre mein Neid dir schonmal sicher. Klasse Uhr.


Das Blatt würde ich aber nicht aufarbeiten lassen, weil das Risiko zu hoch wäre sie zu zerstören. Clean wird sie durch eine Reinigung eh nicht. Etwas gereinigt, und an der falschen Stelle zu fest, können die Pickelchen zwar durchaus entfernt werden, Spuren bleiben aber dennoch. Und zwar werden an deren Stelle helle Punkte treten. Die fallen noch viel mehr auf.
 
#9
S

Stocki1990

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Einfach mal mitnehmen und schauen, ob sie zu deinem Typ passt. Wenn nicht, gibt es hier im UF so Typen wie mich, die sich gerne an ihr erfreuen würden :D :D :D
 
#10
pallasquarz

pallasquarz

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...Die Uhr "läuft" gemäss dem Verkäufer - somit müssten Ersatzteile kein Thema sein .... also kann ich mit einem gesamt Budget von 2000.- für das ganze Projekt ausgehen?

Das wäre schon ein ambitiöser Betrag dafür dass mir die Uhr am ende vielleicht doch nicht gefällt, oder sonst irgend ein begrabener Hund gefunden wird :-/

Aber halt eben gerade noch so schmerzgrenze :shock:
Guten Abend, ich würde mir vorher schon gut überlegen, ob ich die Uhr längerfristig behalten will, falls nicht, würde ich kein weiteres Geld reinstecken.
Dann eben zunächst tragen, prüfen, ob sie Dir am Handgelenk zusagt und notfalls weiterveräußern.
Das ZB ist echte Patina, die Sprenkel sind (wahrscheinlich) kleine chemische Veränderungen unter dem Schutzlack, die wohl kaum einfach wegzubekommen sind.
Macht doch insgesamt einen stimmigen und sehr akzeptablen Gesamteindruck.
Welchen Durchmesser hat sie denn?
Grüsse Christoph
 
#11
Weckerfreund

Weckerfreund

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Hallo,

bei dem Preis wird nicht viel anbrennen. Das Gehäuse scheint komplett Edelstahl zu sein, was wichtig ist.

Du musst aber wissen, dass die Uhr ein "Einschaler" gewesen ist. Drin werkelt ein Universal Geneve Chrono Kaliber (wahrscheinlich eben Universal 287). Letztlich ist das aber recht egal, weil sogar Rolex die Chronokaliber der alten Daytonas auch zugekauft hat und das sind mit die teuersten Vintage Uhren heutzutage.

Bloß nicht zu JLC schicken, dann wirst Du Dein Budget sprengen. Außerdem trägt man solche Uhren eh nicht alle Tage und wenn sie läuft, ist doch gut. Es ist keine Stoßsicherung drin, also nicht damit Fahrrad über Huckelpisten fahren.

Viele Spaß mit der Uhr!

Andreas
 
#12
Arindal

Arindal

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Hallo,

Die Uhr lässt mich nicht mehr los, doch habe ich meine Trage-Bedenken (da mir die Junghans Meister - Kollektion gar nicht am Handgelenk gestanden hat)

...

- Was weiss man über Uhren die nur mit " Jaeger " gelabelt wurden? Sind das irgendwelche Pre-Models von der heutigen Marke? Finde echt sehr wenig im Netz darüber.
- Kann jemand den Typ bestimmen?
- Was kostet eine vollrevision? Reden wir da von einigen 100 oder einigen 1000 ?
Das Label ausschließlich "Jaeger" gab es bei Chronographen von Jaeger-Lecoultre der frühen Zeit oft, ich glaube, bis in die späten 1940er war das üblich. Ich bin zwar nicht JLC-Chrono-Experte, aber für mich sieht das alles recht stimmig aus.

Hast Du die Uhr am Handgelenk gehabt? Die typischen Jaeger-Chronos dieser Zeit messen nur 34 oder 35mm im Durchmesser ohne Krone (das kommt hier schätzungsweise hin, wenn man die Werkgröße anschaut) und diese Gehäuseform mit gefaster Lunette sieht m.E.n. am Handgelenk eher klein aus.

Revision aus der Ferne ist schwer zu sagen, weil ja noch Ersatzteile oder Spezialarbeiten hinzukommen könnten, aber bei einem freien, verlässlichen Uhrmacher ist die Größenordnung 300-400 Euro plus Extra-Aufwand realistisch.

Grüße
A
 
#13
Weckerfreund

Weckerfreund

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#14
icetealight

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Also, nach kontakt aufnahme heute um ein treffen zu vereinbaren, informierte er mich, dass ein anderer interessent 2000 geboten hat und sich damit auch der preis erhöht hat.

Naja solche spiele mach ich nicht mit.

Einerseits bin ich erlöst, dass ich das finanzielle risiko nicht eingehen werde, andererseit: ICH WILL SIE NUN NOCH MEHR :-(

Kotzt mich nun halt schon an ... Hätte ich nicht so viel rumstudiert und zeit verplämpert, und einfach zugeschlagen hätte ... Dann wären die 1200 echt spannen gewesen :(

Aber meine Gelegenheit wird kommen und ich werde euch teilhaben lassen :)
 
#15
Pfeil

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Will nun nicht der Griesgram sein, aber so ist das nunmal. "Sammlerkollegen" klingt ja ganz fein, aber im Grunde sind wir hier alle Konkurrenten. Wer einen Schnapp sieht, muss zugreifen, sonst tut es ein Anderer. Gerade sind z.B. über 1400 Gäste im Forum, die alle auch in diesen Thread blicken können. Da reicht einer, und der Deal ist weg.

Und da das Forum öffentlich ist, kann der Verkäufer sich ebenso noch in der Zwischenzeit informieren, und sein Angebot überdenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
#16
Weckerfreund

Weckerfreund

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Hallo,

tja so geht das. Wenn Du die Uhr nicht reserviert (auch da wäre ich vorsichtig...) hast, musst Du den Sack zu machen, sobald die Tendenz klar ist. Da hat man Dir frühzeitig gesagt "go!".

Man kann Bilder im Netz suchen und finden und so das Ursprungsangebot identifizieren. Oder der Verkäufer liest mit.

Wahrscheinlich taucht das Ding für das Doppelte in der Bucht oder sogar hier im MP auf.

Wie ich schon weiter vorne geschrieben habe, ist die Uhr jetzt nicht die blaue Mauritius (kein Manufakturwerk). Wenn Dir die Marke egal ist, bekommst Du nach Suchen einen guten Schaltrad-Chrono für um die 1000,-. Bei einer Trageuhr würde ich auf die Stoßsicherung achten und ein Vollstahlgehäuse zur Pflicht machen.

Außerdem ruhig mal selber Tante Google vorher bemühen. "Jaeger Chrono 287" eingeben, Bilder suchen, that's all".

Viele Grüße

Andreas
 
#17
icetealight

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Ja ist schon klar. Ist mir ja nicht das erste mal passiert :-)

Aber wenn es einem Wiederfährt, dann ärgert es einen schon. aber ich denke es ist schlussendlich besser so.

@weckerfreund: was meinst du mit Vollstahl? Kein Gold? Oder keine Plastik-Uhrwerkhalterung?
 
#18
pallasquarz

pallasquarz

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Guten Abend, bei attraktiven Angeboten darf man nicht zögern, sondern muss sofort zugreifen, das habe ich auch schon so erfahren.
Denke, er meint das Gehäuse, es ist einfach unempfindlicher als ein verchromtes.
Aber denke auch daran:
Nach der Uhr ist vor der Uhr ;-)
Wird schon werden

Grüße und guten Abend Christoph
 
#19
S

Stocki1990

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Wenigstens war der Verkäufer ehrlich ;)

Bei mir wurden nach rechtskräftigem Kaufvertrag stets wirre Ausreden gesucht, um mich wochenlang hinzuhalten. War immer ein Verlust am Postweg, obwohl mir nie trotz Aufforderung der Postaufgabeschein nie zugesandt worden ist.

Das mir der Uhr ist natürlich sehr schade, keine Frage. Wenn man aber das Geld bereits überwiesen hätte, dann wäre es noch blöder ;)
 
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