Bestimmung einer Taschenuhr

Diskutiere Bestimmung einer Taschenuhr im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo, vielen Dank für die Freischaltung. Mein Urgroßvater hat irgendwann zwischen den Kriegen (vielleicht auch vorm 1. Weltkrieg, aber das kann...

Jan_S

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Hallo,

vielen Dank für die Freischaltung.

Mein Urgroßvater hat irgendwann zwischen den Kriegen (vielleicht auch vorm 1. Weltkrieg, aber das kann ich mir nicht vorstellen) eine Taschenuhr erworben, über die wir sonst leider nicht viel in Erfahrung bringen konnten. Immerhin befindet sich diese Uhr schon seit 3 Generationen in unserer Familie. Eine mündliche Überlieferung zur Geschichte der Uhr gibt es leider nicht und Unterlagen existieren keine. Nachdem ich beim Uhrenmuseum in Glashütte angefragt hatte wurde mir nach Prüfung der Bilder mitgeteilt, dass die Uhr aus der Schweiz stammen soll. Anfragen bei mehreren namhaften Schweizer Uhrenherstellern blieben jedoch erfolglos, da auch dort jeweils nach Prüfung von Bildern der Uhr mitgeteilt wurde, dass die Uhr nicht von dort stammt. Leider steht keine Bezeichnung auf dem Zifferblatt und dem Werk. Auf dem Gehäuse finden sich einige Bezeichnungen, Nummern (50512 innen auf dem Sprungdeckel, 512 innen auf dem Werkdeckel, 585er Gold) und kleine Punzen in Form von 2 Hasen, die jedoch unterschiedlich aussehen. Anbei einige Bilder. Die Krone innen auf dem Deckel könnte vielleicht ein Hinweis sein, dass diese Uhr, oder das Gehäuse noch zu Kaisers Zeiten hergestellt wurde? Eine "Hasenpunze" soll auf die Schweiz als Ursprungsland hinweisen. Wer könnte der Hersteller sein? Das genaue Alter wird sich wahrscheinlich nicht bestimmen lassen. Nach einiger Suche konnte ich hier eine Uhr finden, bei der das Zifferblatt ähnlich aussieht, siehe Link: Uhrenbestimmung - Hat jemand Informationen zu dieser Taschenuhr?

Die Uhr funktioniert übrigens einwandfrei. Mein Vater hatte sie vor etlichen Jahren mal zu einem Uhrmachermeister gebracht, der eine komplette Revision durchgeführt hat. In der Rechnung sind auch sämtliche Arbeitsschritte schriftlich dokumentiert worden. Lt. dem Uhrmachermeister befand sich die Uhr auch schon vorher noch immer im sehr guten Zustand.

Gruß
Jan

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Ruebennase

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Die "Hasen" sind Eichhörnchen 1x klein und 1x groß und wie Dir gesagt wurde, die schweizer Goldkontrollstempel ab Januar 1882 Kontrollstempel – Watch-Wiki. Hier findest Du auch die Reichskrone das deutsche Zeichen. Die Kombination weist auf einen Verkauf bzw. sich doe Option offen haltend in Deutschland. Dein Fehler in der Suche ist die nach dem namenhaften Hersteller. ES ist ein schön ausgeführtes schweizer Werk mit Feinregulage,16 Steinchen, Kompensationsunruhe und Breguetspirale. Ich kann es leider nicht zu ordnen nur einige Manufakturen ausschließen. Die Uhr stammt wohl aus der Zeit um 1930. Wer sagt denn, dass es den Hersteller überhaupt noch gibt? Neben dem zweiten Weltkrieg gab es noch die Quarzkriese und einige Taschenuhrhersteller haben den Sprung zu den Ambanduhren nicht geschafft. Zum Anderen waren längst nicht alle Hersteller große Manufakturen, sondern es gab viele gute "Einschaler" und Hersteller, die wußten was sie taten, aber nie einen hohen Bekanntheitsgrad erlangten.

Grüße Rübe
 

Gubbi

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Möglicherweise befindet sich eine Marke zur Herstellerbestimmung auf der Zifferblattseite des Uhrwerks. Anhand der Bauart des Gesperrs (Sperrklinke), Werksbefestigung, Zeigerform und der Zifferblattausführung sowie der flachen Bauform würde ich die Uhr auch um 1920-30 ansiedeln. Daß kein Hersteller erkennbar ist, spricht nicht unbedingt für diesen.
Das Werk macht einen guten Eindruck, 16 Steine, Breguetspirale. Ob das eine (bimetallische und aufgeschnittene) Kompensationsunruh ist, wie auf dem Deckel behauptet, zweifle ich mal an. Ich erkenne jedenfalls anhand der Fotos weder Bimetall noch irgendwo in Nähe der Unruhschenkel einen Schnitt durch den Unruhreif.
 

Jan_S

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Danke für den Hinweis. Leider hat es mein Vater bei der Revision damals versäumt den Uhrmacher zu fragen, ob irgendwo Marken vorhanden sind, die auf einen Hersteller hinweisen. Mein Urgroßvater, der die Uhr damals erworben hat, ist 1933 verstorben, so dass die zeitliche Einordnung auch sehr gut passt.
 

ANTARES1958

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Möglicherweise befindet sich eine Marke zur Herstellerbestimmung auf der Zifferblattseite des Uhrwerks. Anhand der Bauart des Gesperrs (Sperrklinke), Werksbefestigung, Zeigerform und der Zifferblattausführung sowie der flachen Bauform würde ich die Uhr auch um 1920-30 ansiedeln. Daß kein Hersteller erkennbar ist, spricht nicht unbedingt für diesen.
Das Werk macht einen guten Eindruck, 16 Steine, Breguetspirale. Ob das eine (bimetallische und aufgeschnittene) Kompensationsunruh ist, wie auf dem Deckel behauptet, zweifle ich mal an. Ich erkenne jedenfalls anhand der Fotos weder Bimetall noch irgendwo in Nähe der Unruhschenkel einen Schnitt durch den Unruhreif.
Wenn man das Bild genauer betrachtet, sieht man das"jemand" aus 15 eine 16 Zahl gemacht/umgestanzt hat (welche Sinn soll das?).Das Werk ist zwar kein Wunder, aber ein solides mit 15 Steine.
 

Ruebennase

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ES sind 16 Steine denn das Viertelrohr im Zentrum hat noch einseitig eine Steinmanschette bekommen. Wie sinnvoll das technisch ist, sei dahin gestellt, aber es ist augenfällig und sieht schmucker aus. Das Gehäuse wurde für 15 Steine bestellt und i.d.R.auf Anforderung des Großhändlers, wurden es dann doch 16. Solche "umgravuren" sieht man dann und wann. Ich denke auch das ist orginal.

Grüße Rübe
 
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