Beschädigung vs. Patina! Wieviel ist für Euch akzeptabel?

Diskutiere Beschädigung vs. Patina! Wieviel ist für Euch akzeptabel? im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Im Lauf seiner Reise durch die "Hot Horlogerie" kommt so ein Uhrensammler mal auf das Thema Vintage. Jetzt muss man heute schon mal Unterscheiden...
rick.uli

rick.uli

Themenstarter
Dabei seit
10.01.2021
Beiträge
10
Im Lauf seiner Reise durch die "Hot Horlogerie" kommt so ein Uhrensammler mal auf das Thema Vintage. Jetzt muss man heute schon mal Unterscheiden zwischen echten Vintage Uhren und Fake Patina. Natürlich rede ich hier von echten Vintage Uhren (älter > 25Jahre). Da fällt mir natürlich aber gleich ein Beispiel ein, dass auch hier mittlerweile eventuell Unterschiede bestehen, wie z.b. bei der Rolex Referenz 5513/ No Date Submariner (von 1962- bis 1989) Eine 60iger Jahre 5513 ist wohl kaum mit der letzten Serie dieser Referenz der 80iger Jahre zu vergleichen.
Alle diese Tatsachen im Hinterkopf gespeichert findet man vielleicht seine Traumvintage Uhr. WOW.....doch halt...natürlich gibts die alle nicht mehr im Neuzustand, also muss man sich wohl oder übel mit einer gebrauchten Uhr anfreunden. Dass jetzt eine gebrauchte Uhr auch mal rein Äußerlich paar Kratzer hat akzeptiert man, schließlich ist ja "unpoliert" das neue Schlagwort und mehr gesucht den je (auch das war schon mal ganz anderes). Rein Äußerlich ist es für mich nicht so schwierig einen guten Kompromiss zu finden. Viel schwieriger wirds beim Innenleben!
Nun da kommen wir mal zum Wesentlichsten, dass eine Uhr ausmacht (für mich) : DAS ZIFFERNBLATT
Das Ziffernblatt hat eine gleichmäßige Alterung erfahren und ist sonst 100% das wäre natürlich der Idealfall. Jetzt wissen wir aber aber alle, dass dem nicht so ist bzw. äußerst selten! Dort und da gibt es Spuren von einem Uhrmacher oder eine natürliche Abplatzung oder eine ungleichmäßige Alterung. Jetzt meine schwierige Frage in die Runde: Wieviel ist für Euch akzeptabel?
Darf neben einer natürlichen Patina auch ein kleiner Schaden sein und ab wann sagt Ihr das ist dann schon zuviel Schaden, da suche ich weiter ?

Freu mich auf Eure Antworten! Bin richtig gespannt!
Grüße aus Wien Euer Rick
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
BSBV

BSBV

Dabei seit
17.06.2010
Beiträge
17.375
Ort
Braunschweig
Wieviel ist für Euch akzeptabel?
Darf neben einer natürlichen Patina auch ein kleiner Schaden sein und ab wann sagt Ihr das ist dann schon zuviel Schaden, da suche ich weiter ?
Moin,

das hängt von der Uhr im Allgemeinen ab. Für mich ist nicht nur das Zifferblatt wichtig, sondern eben die gesamte Uhr.
Wenn zum Beispiel das Zifferblatt gleichmäßig gealtert ist, und die Zeiger mit einer hell-leuchteten Masse "aufgefrischt" wurde, dann passt das Gesamtbild nicht.
Sind die Faktoren nicht vorhanden, und alles ist stimmig, dann darf die Uhr ein paar kleinere Kratzer haben. Tragespuren ...

Hat das Zifferblatt dermaßen Patina, und man kann kaum die Zeit ablesen kann, dann Nein danke.
Bröckelt die alte Leuchtmasse aus den Zeigern und / oder man findet Stücke dieser Masse auf dem Zifferblatt wieder, auch NEIN.

Alt ... Vintage ist toll und schön anzusehen, aber es stimmig sein, die gesamte Uhr, mit allem Pi-Pa-Po.
 
rick.uli

rick.uli

Themenstarter
Dabei seit
10.01.2021
Beiträge
10
@BSBV Die Uhr passt Äußerlich und ist im Orginalzustand. Jedoch gibt es eine kl. Abplatzung oder ev. ist es vom Uhrmacher verursachter Schaden am ZB. Im 10tel MM Bereich .....JA oder NEIN?
 
ticktack85

ticktack85

Dabei seit
01.03.2017
Beiträge
1.835
Für mich müssen Zifferblatt, Zeiger und Glas absolut in Takt sein und keine Patina/Kratzer haben. Deshalb fand ich immer sehr schwer meine Uhren im Vintagebereich. Flecken auf dem Ziffernblatt kann ich nicht akzeptieren :-P

Beim Gehäuse und Band bin ich unkompliziert. Hier darf man Tragspuren sehen.
 
BSBV

BSBV

Dabei seit
17.06.2010
Beiträge
17.375
Ort
Braunschweig
@BSBV Die Uhr passt Äußerlich und ist im Orginalzustand. Jedoch gibt es eine kl. Abplatzung oder ev. ist es vom Uhrmacher verursachter Schaden am ZB. Im 10tel MM Bereich .....JA oder NEIN?
Ich denke damit könnte ich leben, wenn das offen und ehrlich besprochen wird / wurde.
Ich habe auch eine Uhr bei der, wer immer das auch war, das Zifferblatt eine kleine Macke hat. Nicht im unmittelbarem Sichtfeld, und man muss schon genau hinschauen.
Ich habe damit keine Probleme. Ist ja auch ein Stück Geschichte der Uhr.
 
Mueller27

Mueller27

Dabei seit
10.10.2010
Beiträge
11.313
Da würde ich zwischen Vintages zum Sammeln, und solchen zum Tragen unterscheiden.

In vor Corona-Zeiten - lang, lang ist es her - als ich noch im Anzug zu Terminen gehechtet bin, musste die passende Vintage-Dresswatch trotz Alter bei mir wenigstens halbwegs "ordentlich" ausehen, also keine sichtbaren Schäden, Schmodder, Vergilbungen, angelaufen, zerkratzt wie 10 Jahre auf dem Bau gearbeitet - selbst wenn das alles "authentisch" sein sollte.

Sammlungsuhren können dagegen aussehen wie sie wollen, und da habe ich hier auch Einige im Dunkel meiner Uhrenbox liegen, die zwar durchaus einen gewissen Sammlerwert haben, für 99 von 100 Zeitgenossen aber wie billige Altuhren wie aus 1€-Grabbbelkisten auf dem Flohmarkt aussehen.

Denn - man höre und staune ! - auf nicht jeder Vintage--Uhr steht automatisch ROLEX drauf, wie au dem schönen Bilchen oben.
Vintage im Alltag mit ROLEX ist einfach, das kann jeder. Einfach sagen: "Is 'ne Rolex" - dann erübrigen sich eventuelle komische Blicke warum einer zu geputzen Schuhen eine verranzte Gurke trägt, als könnte man sich keine neue gescheite Uhr leisten. :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
rick.uli

rick.uli

Themenstarter
Dabei seit
10.01.2021
Beiträge
10
@RLX-Rookie und wie sieht es aus wenn am ZB eine kl. Beschädigung/ Patina/ Veränderung durch Patina ist?
 
strazzi1965

strazzi1965

Dabei seit
06.10.2018
Beiträge
721
Für mich ist diese Problematik wesentlich vielschichtiger als ein einfaches "Ja" oder "Nein" zu Patina/Gebrauchsspuren. Einfache Gebrauchsuhren oder vor allem auch Militäruhren aus der Zeit des WW II sind mit taufrischem Zifferblatt praktisch nicht mehr zu bekommen. Leichte gleichmäßige Einfärbungen, wie sie bei längerer Sonneneinstrahlung entstehen können, finde ich durchaus in Ordnung. Die vor allem bei den oben angesprochenen Militäruhren auftretende "Verschmutzung" durch das nachdunkelnde Radium sind für mich allerdings nicht akzeptabel. In solchen Fällen ist für mich eine behutsam und im Einklang mit der Leuchtmasse der Zeiger durchgeführte Restauration des Zifferblattes durchaus in Ordnung, wenn es professionell gemacht ist. Bei späteren Uhren der 50-er-, 60-er- und 70-er Jahre kann es vorkommen, dass die damals verwendete Tritium-Leuchtmasse mit der Farbe des Zifferblattes chemisch reagiert und sich dann hässliche Flecken rund um die Leuchtpunkte bilden (v.a. bei blauen und braunen Zifferblättern). Das ist für mich nicht akzeptabel, und in solchen Fällen würde ich sofort das Tritium austauschen lassen. Auch unsachgemäß restaurierte Zifferblätter, bei denen falsche Fonts verwendet wurden, sind für mich kein Sammlerobjekt. Bei Luxusuhren, speziell bei teuren Dressern, dürfen bei mir keine Macken das Erscheinungsbild trüben. Bestenfalls abbröselndes champagnerfarbenes Tritium auf champagnerfarbenen Zifferblättern wären für mich in solch einem Fall noch akzeptabel, aber Flecken (z.B. durch Wassereinwirkung), Lackschäden (Blasenwurf) oder durch falsch justierte Zeiger verursachte Kratzer gehen nicht in Ordnung.

Übrigens eine schöne massivgoldene Datejust, die da Du zeigst, kein alltägliches Modell!

Gruß
strazzi1965
 
rick.uli

rick.uli

Themenstarter
Dabei seit
10.01.2021
Beiträge
10
@strazzi1965 viele Dank für deine umfangreiche Antwort! Danke ja ist eine 16018 sogar mit Papiere. Es gibt eine lustige Geschichte zu dieser Uhr, vielleicht werde ich diese mal hier erzählen.
Lg Rick
 
RLX-Rookie

RLX-Rookie

Dabei seit
15.04.2011
Beiträge
2.380
Ort
Home is where the lake is!
@RLX-Rookie und wie sieht es aus wenn am ZB eine kl. Beschädigung/ Patina/ Veränderung durch Patina ist?
Ich habe eine Rolex GMT Master 16700 Bj. 1992. Das Zifferblatt hat, aus einem ganz bestimmten Winkel gegen das Licht gesehen, eine Oberfläche die aussieht wie marmoriert. Stört mich nicht im geringsten. Ganz im Gegenteil, es ist für mich der Beweis, dass es sich um das erste Blatt handelt. Zudem hat der GMT-Zeiger in der Tritium Leuchtmasse eine Art Einschluss. Sieht aus wie ein y-förmiges Härchen. Stört mich auch nicht.
Dann besitze ich noch eine Submariner 5513 aus 1962. Das Zifferblatt ist ein "glossy dial". An einigen Stellen glänzt nichts mehr. Na und? Die Uhr ist fast 60 Jahre alt. Stört mich nicht.
Bei meiner GMT Master 1675 aus dem Jahre 1968 ist, vermutlich durch UV-Strahlung, die Lünette schon ziemlich ausgeblichen. Solche Veränderungen sind dem Alter und der Umgebung geschuldet in dem sich die Uhr Jahrzehnte befunden hat.
Bei meiner Submariner 1680 sieht man auf den Zeigern eine leichte Bildung von Korrosion. Könnte auch durch die Umgebung entstanden sein; Meeresluft etc. Die Uhr stammt aus Venezuela.

Mit all diesen Veränderungen, welche auf natürliche Art und Weise bzw. durch Umwelteinflüsse hervorgerufen wurden, kann ich bestens leben auch weil ich vermutlich in der Hinsicht sehr schmerzfrei bin.
Ich dem Faden der gerockten Uhren sieht man wunderbare Exemplare die viel erlebt haben - toll.

Ich käme nicht auf die Idee an einer meiner (sehr) alten Uhren z. B. die Zeiger relumen oder gar gegen welche mit Luminova tauschen zu lassen.

Wenn eine 40 - 50 Jahre alte Uhr so perfekt aussieht wie eine polierte Christbaumkugel, ist bei mir Feierabend. Das ist nicht authentisch! :-(

Fazit, ich lasse meine Uhren unverändert leben wie sie sind.
Und wenn die Uhr den ersten Kratzer nach dem Motto "the first cut is the deepest" überstanden hat, wird sowieso alles gut.

Zwei sehr schöne Kronen hast du da. :super:
 
rick.uli

rick.uli

Themenstarter
Dabei seit
10.01.2021
Beiträge
10
@RLX-Rookie vielen Dank für die Antwort. Danke schön sind ein Teil meiner Krönchen Sammlung. Vielleicht finde ich mal die Zeit mehr zu Zeigen.
In diesem Sinn
Lg Rick
 
Exess650

Exess650

Dabei seit
18.07.2014
Beiträge
1.782
Ort
Niedersachsen
Ich hab es gerne technisch einwandfrei. 50 Jahre alte Uhren haben halt Spuren. Das ist für mich auch in Ordnung. Die Speedmaster Mark 2 ist ein schönes Beispiel. Da werden manchmal Uhren angeboten, die sehen aus wie ein Lutschbonbon. Das würde ich nicht tolerieren, egal wie gut Zifferblatt, Zeiger und Technik sind. Die ursprünglichen Formen und die Proportionen müssen erhalten sein.
 
MaJoLa

MaJoLa

Dabei seit
15.12.2010
Beiträge
4.239
Ort
Parkhaus 1 vom Centro
Oder im Idealfall, so:

1929/30
100% original incl. Band und immer schön in der Schatulle aufbewahrt. Offenbar wenig getragen, kommt genau DAS dabei heraus. Und die Gangwerte, Quarzer genau mit 6 Steinen.

Die einzigen Mängel: Macke exakte in der Mitte des dicken Glases, die man aber nicht sieht und das Schwarz aus den Vertiefungen der Gehäuseverzierung ist fast weg.



 
Zuletzt bearbeitet:
MaJoLa

MaJoLa

Dabei seit
15.12.2010
Beiträge
4.239
Ort
Parkhaus 1 vom Centro
Bei mir ist mit den frühen 50er Schicht im Schacht.

Heißt also, das bei mir richtige Alteisen beheimatet sind. 75-über 100 jährige, sind quasi Standard. Wenn man dann noch auf einen top Zustand und NOS wert legt, dann kommt da in vielen Jahren nicht unbedingt viel zusammen. So bleibe ich noch brav unter 100.
Es hat mich immer gereizt, Dinge aus der alten Zeit so zu sehen oder zu erleben, wie sie eben damals zu ihrer Zeit ausgesehen haben. Uhren sind da klar der Schwerpunkt, wobei die Sache nen kleinen Haken hat, nämlich die Tatsache, daß ein Ticker der 1928 neu gekauft wurde, 1935 mit ziemlicher Sicherheit Spuren hatte. Wo also, setzt man da an?

Selbst Zifferblätter, besonders die mit Reliefzahlen, waren nach wenigen Jahren schon beim Uhrmacher ein Thema, da bedingt durch die nicht sehr dichten Gehäuse, der Schmutz und Staub ne gute Angriffsfläche hatte.

Nehme ich als Verfechter tadelloser Blätter sowas in Kauf? Eher nicht, weil ich diese Blätter in ihrer Gesamtheit liebe und die Schönheit durch Verschmutzungen doch getrübt wird.

Auch Gehäuse sollten so gut wie möglich in Schuss sein. Bei den Typischen Gebrauchs- und Strapazieruhren jener Jahre, die ja für robuste Behandlungen gebaut waren, dürfen Stahlgehäuse dann auch mal n Kratzer oder ne Macke haben. Auch das war schon damals nach wenigen Monaten oder Jahren sicher normal. Aber auch hier: Zifferblatt bitte tacko.

Strazzi sprach das Thema Militäruhren an. Hier sehe ich das anders:

Ne top erhaltene Militäruhr aus dem WK II z.Bsp.,
zeigt mir, wenn alles original ist, sie wurde
a. nicht mehr ausgegeben
oder
b. Irgendein Schreibstubenhengst hat sie getragen.

Die meisten dürften im "Einsatz" gewesen sein und wurden oft unter härtesten Bedingungen strapaziert. Sind also Zeitzeugen einer schlimmen Zeit und sahen nach 6 Monaten schon sehr mitgenommen aus. Jegliches Eingreifen am Blatt ist in diesem Fall eine Beschönigung und Vertuschung dessen, was diese Uhr tatsächlich erlebt hat. Somit ist eine solche Uhr im top Zustand, wenn auch original, für mich eher langweilig.

Ich kann mich schon froh schätzen, daß meine D Uhr noch das Originalband hat und nicht ganz so gelitten hat, wie viele andere. Aber auch sie wurde getragen und man sieht es ihr an. Sie ist damit schon ein deutlicher Gegensatz zu dem zivilen Geticker, was sonst so an meinen Arm Platz findet.
 
763

763

Dabei seit
23.08.2018
Beiträge
1.635
Ort
französische Subtropen
Da ich nicht wuesste, wann ich zuletzt eine Neuuhr erworben habe: es wurde schon angesprochen, dass das Gesamtbild der Uhr stimmig sein muss, wenn ich Vintage kaufe.
Auch schon gesagt: Wasserschaeden/Feuchtigkeit , besonders bei Tritium sind Mist. Rolex hat da typische Eigenarten, und Omega (SM 300) auch.
Habe in den 80er viele Radiumuhren NICHT gekauft, weil sie rumlagen und das ZB sich an den Zeigern verfaerbt hatte. Selbst habe ich in den 80ern ein mal mit Radium "relumen" lassen; ich war jung und wollte der Uhr was Gutes tun und der Uhrmacher hatte noch ein Glaeschen im Bleimantel...... War ein Fehler, aber bei dieser Uhr zumindest gaebe es auch Nachkaufteile.
 
strazzi1965

strazzi1965

Dabei seit
06.10.2018
Beiträge
721
@MaJoLa:

Du hast es ja schon angesprochen, aber man muss es nochmals ganz klar sagen, dass solch gut erhaltene Ziviluhren wie die in Deiner Sammlung inzwischen nahezu nirgendwo selbst mit Glück mehr erhältlich sind. Selbst über mehrere Jahrzehnte trägt man mangels Angebot kaum noch ein paar in so gutem Zustand zusammen. Vor 40 Jahren war das noch anders, da wurde so etwas ja noch ab und an angeboten, heute selbst bei Auktionen von Dorotheum oder Dr. Crott nur noch alle Jubeljahre, wenn mal ein Sammler eingeliefert hat.

Was die Militäruhren angeht, so meinte ich nicht, dass diese wie nagelneu aussehen müssen. Nur die meisten sind - wie Du ja korrekt schreibst - im Einsatz gewesen und größtenteils in einem erbärmlichen Zustand. Ein Original, bei dem die Ziffern nicht mehr ablesbar sind, aus den Zeigern womöglich teilweise die Leuchtmasse herausgebrochen ist und die Beschriftung unlesbar geworden ist, würde ich vorsichtig restaurieren lassen, jedoch keinesfalls so, dass jeder meint, die Uhr sei gerade aus der Fabrik gekommen und neu hergestellt. Derzeit werden ja vor allem aus Osteuropa beim großen Auktionshaus, aber auch bei Chrono24, viele solche taufrisch aussehenden Dirty Dozen-Uhren angeboten. Da ist mir zu viel aufgehübscht. So eine Uhr darf auch bei einer vorsichtigen Auffrischung nicht ihre Authentizität verlieren, sonst wäre die nichts für mich.

Gruß
strazzi1965
 
Coriolan

Coriolan

Dabei seit
01.04.2010
Beiträge
687
Ort
LA (Lower Austria)
Markus‘ Stücke sind schon ein Kapitel für sich, und die gezeigte Namdor - chapeau.

Aber grundsätzlich geht‘s mir recht ähnlich wie den meisten Kollegen hier. Tragespuren, gefadete Lünetten und sogar ein wenig schlackerige Uhrbänder erzählen viel über die Lebensgeschichte einer Uhr. Gleichmässig gealterte Blätter, bei sehr alten Exemplaren gerne auch mal zart stockfleckig, dürfen auch sein. Bröckelnde Leuchtmasse, die aus Zeigern und vom Blatt bereits abfällt, sind entweder ein Ausschlusskriterium beim Kauf, oder aber ich versuche sie so originalgetreu wie möglich zu reparieren, wenn mir sehr viel an der Uhr liegt (beispielsweise eine dungelbraun gealterte, aber grossteils heraugebrochene Leuchtmasse bei einem Nivada Chrono aus den 40er Jahren - das bekommt man fast originalgetreu wieder hin, mit gutem Willen und etwas Geschick).
 
Thema:

Beschädigung vs. Patina! Wieviel ist für Euch akzeptabel?

Beschädigung vs. Patina! Wieviel ist für Euch akzeptabel? - Ähnliche Themen

  • Bandkürzung Juwelier Beschädigung am Band

    Bandkürzung Juwelier Beschädigung am Band: Hallo zusammen, ich möchte mir sehr gerne einmal eure Meinung zu meinem Thema hier einholen. Ich war kürzlich bei einem Juwelier, der unter...
  • Beschädigung durch Konzi?

    Beschädigung durch Konzi?: Hallo liebe Mitglieder, mir ist gestern etwas sehr sehr ärgerliches widerfahren. Da mein bestelltes Kautschukband für meine neue Omega Seamaster...
  • [Erledigt] Seiko 5 SRP605K2, neuwertig, ohne Beschädigungen

    [Erledigt] Seiko 5 SRP605K2, neuwertig, ohne Beschädigungen: Ich verkaufe eine Seiko 5 SRP605K2 aus meiner Seiko-Sammlung. Technische Daten: Kaliber 4R36A Automatik, 24 Steine, Sekundenstopp, Handaufzug...
  • [Verkauf] Seiko 5 SSA281K1, neuwertig ohne Beschädigungen

    [Verkauf] Seiko 5 SSA281K1, neuwertig ohne Beschädigungen: Ich verkaufe eine Seiko 5 SSA281K1 aus meiner Seiko-Sammlung. Technische Daten: Kaliber 4R37A Automatik, 24 Steine, Koplikation 24...
  • Ähnliche Themen
  • Bandkürzung Juwelier Beschädigung am Band

    Bandkürzung Juwelier Beschädigung am Band: Hallo zusammen, ich möchte mir sehr gerne einmal eure Meinung zu meinem Thema hier einholen. Ich war kürzlich bei einem Juwelier, der unter...
  • Beschädigung durch Konzi?

    Beschädigung durch Konzi?: Hallo liebe Mitglieder, mir ist gestern etwas sehr sehr ärgerliches widerfahren. Da mein bestelltes Kautschukband für meine neue Omega Seamaster...
  • [Erledigt] Seiko 5 SRP605K2, neuwertig, ohne Beschädigungen

    [Erledigt] Seiko 5 SRP605K2, neuwertig, ohne Beschädigungen: Ich verkaufe eine Seiko 5 SRP605K2 aus meiner Seiko-Sammlung. Technische Daten: Kaliber 4R36A Automatik, 24 Steine, Sekundenstopp, Handaufzug...
  • [Verkauf] Seiko 5 SSA281K1, neuwertig ohne Beschädigungen

    [Verkauf] Seiko 5 SSA281K1, neuwertig ohne Beschädigungen: Ich verkaufe eine Seiko 5 SSA281K1 aus meiner Seiko-Sammlung. Technische Daten: Kaliber 4R37A Automatik, 24 Steine, Koplikation 24...
  • Oben