Beim Krone entfernen zu stark gedrückt - was nun?

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watchd0g

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Hallo zusammen,

ich habe soeben an einer meiner Uhren das Glas gewechselt. Dabei habe ich vermutlich beim entfernen der Krone zu stark auf den Punkt gedrückt. Jetzt rastet die Krone beim Hereindrücken in das Werk nicht mehr ein und lässt ich ohne auf den Punkt zu drücken wieder herausziehen.

1) Kann das wieder repariert werden?
2) Kann ich das als Laie unter Anleitung schaffen oder hilft da nur der Gang zum Uhrmacher?
3) Wenn man das als Laie wieder hinbekommt: Hat mir jemand eine Anleitung dazu?

Vielen Dank in Voraus.
 
ThorDrees

ThorDrees

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Hallo,
ist mir letztens auch passiert. Dabei ging es um 1/10 zu viel gedrückt...!
Bei einigen Werken scheinen die Hersteller da sehr wenig Luft zu lassen, zwischen Welle lässt sich entnehmen und Mechanismus verspringt...!

Es hängt vom Uhrwerk, Gehäuse, Deinen Fähigkeiten und dem vorhandenem Werkzeug ab. Und natürlich, ob Du es Dir zutraust. Rein technisch relativ einfach.
Werk muss aus dem Gehäuse, bei einigen Gehäusen muss dann auch die Lünette ab, wenn das Werk von der Glasseite eingesetzt ist. Dann Zeiger demontieren, Zifferblatt, dann Datumsscheibe weg, dann kann man meist schon die Teile sehen, die bei Dir "versprungen" sind. Dann Mechanismus wieder in Funktion bringen und umgekehrt wieder montieren.

Der beste Ort für Tutorials:

-Watch Repair Channel-

auf You Tube. (Hätte als Hinweis auch gereicht, da findest Du alles was Du Wissen musst) ; - )))

Hier ein Beispiel, wie es bei der North Flag aussieht. (Montageart, vom Prinzip, wie bei ETA und vielen anderen Herstellern):
Wenn man weiß, wo der Mechanismus exakt sitzt, muss man evtl. nicht alles abbauen, um den Stift mit einem sehr feinen Schraubendreher wieder in die passende Aussparung zu drücken, wenn ich mir die Bilder genau ansehe.

Werk wird in diesem Fall über den Boden eingesetzt.

Werkbefestigung mit 2x Halteblech
https://imagizer.imageshack.com/img921/1638/WZzkdh.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img921/2237/Draarl.jpg

Zifferblattbefestigung, über die Zifferblatthaltestifte mit Klammer:
https://imagizer.imageshack.com/img924/6065/NbtANi.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img922/6637/OYM56n.jpg

Der Rest ist selbsterklärend:
https://imagizer.imageshack.com/img921/4287/lAa7dP.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img921/6113/FdQ3cJ.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img923/9985/7J0Lln.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img924/4931/B84OGB.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img923/3158/9LsfkF.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img924/2940/SyycJf.jpg
https://imagizer.imageshack.com/img921/9935/ra61pf.jpg
 
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Harpye

Harpye

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Mechanisch.. s.o.
Quarz.. typabhängig schwierig zu sagen ohne Werksangabe.
 
Harpye

Harpye

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Dann ist wohl der Tip meines Vorposters gueltig..
 
Harpye

Harpye

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Fuers Zeigerabheben und die anderen Tätigkeiten bis du zum Problem vorstoesst sind aber ein paar Geraete sinnvoll zu haben . Keiner mag Macken auf dem ZB oder ausgeleierte oder verbogene Zeiger.. wenn Du die Sachen hast prima .. wenn Du Zeigerheber / Schutzunterlagen , Lupe etc nicht anschaffen willst weils nur ein Einmaljob is lohnt sich die Anfrage beim Profi.. evtl. Rechnet es sich ja wenn man die Gelingsicherheit mit einkalkuliert.
 
Schraubendreher

Schraubendreher

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Die meisten ETA-Werke haben ein Langloch in der Federhausbrücke, durch das man auf den Knopf des Winkelhebels zum Lösen der Aufzugwelle drückt. Wenn man da einen Schraubendreher nimmt der genau rein passt, verhindert das, dass man den Knopf zu weit rein drückt. Ansonsten: generell mit Feingefühl den Winkelhebel nur so weit rein drücken, bis sich die Welle ziehen lässt.
 
hiltibrant

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Die meisten ETA-Werke haben ein Langloch in der Federhausbrücke, durch das man auf den Knopf des Winkelhebels zum Lösen der Aufzugwelle drückt. Wenn man da einen Schraubendreher nimmt der genau rein passt, verhindert das, dass man den Knopf zu weit rein drückt. Ansonsten: generell mit Feingefühl den Winkelhebel nur so weit rein drücken, bis sich die Welle ziehen lässt.
Dieser Tipp kommt für den TS zu spät, wie man sieht 8-)
 
hiltibrant

hiltibrant

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Stimmt, aber vielleicht klappt es ja dann beim nächsten Mal besser. :super:
Und wenn man dann noch beachtet, in welcher Stellung sich die Welle befinden muss, besteht wahrscheinlich (!) keine Gefahr des "Verspringens" mehr.

Eben nur "wahrscheinlich" und nicht "sicher" deshalb, weil es dafür keine feste Regel gibt.

So kann z.B. bei den ETA - Kalibern die Welle am besten in der Stufe "Zeigerstellung" gezogen werden, sagt man. Ausnahmen bilden die ETAs, bei denen der Aufzug dennoch verspringt - womit sich die Regel ad absurdum führt.

Was will uns das sagen? Dass es eben immer wieder das Malheur des versprungenen Aufzugs geben kann - mit oder ohne Regel.
 
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