Bei Nacht leuchtende Uhren VOR Entdeckung des Radiums

Diskutiere Bei Nacht leuchtende Uhren VOR Entdeckung des Radiums im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo und Grüß Gott, liebe Mitglieder , Ich bin seit heute dabei, nachdem ich ungezählte Jahre nur Leser, und Lernender, war. Der Fachmann...
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Neugieriger

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Hallo und Grüß Gott, liebe Mitglieder ,

Ich bin seit heute dabei, nachdem ich ungezählte Jahre nur Leser, und Lernender, war.

Der Fachmann bin ich auch jetzt noch nicht, aber begeisterter Uhrenfan !

Meine Frage an die Kenner sehr alter Uhren ( 19. Jahrhundert) , und dort einer Spezialmaterie :

Ich habe beim Stöbern im net , dort den von der Uni Heidelberg erhaltenen ,,Fliegenden Blättern'' einer alten, satirischen Zeitschrift , unter den Beilagen zu den Blättern , das war quasi der Annoncen-und Werbeteil,

folgendes entdeckt :

Auf Seite 101 unter diesem link http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/fb_bb , per 18. März 1888 , inseriert eine Firma Carl Noll, Stuttgart , ,,Bei Nacht leuchtende Uhren (TU) und Compasse '' .

Das Radium wurde erst im Dezember 1898 erfunden, eine Anwendung auf Zifferblättern beginnt etwa 1908-10 .


Was, bitte, war die Chemikalie, mit der man zehn Jahre davor Zifferblätter in der Nacht zum Leuchten brachte ?

Mir sind schon ein paar Hinweise auf eine sehr frühe Existenz von Leuchtzifferblättern untergekommen, aber bei dem Inserat war klar :

Das Rätsel muß gelöst werden !

Ich denke, dass das für mehrere Liebhaber des Themas alte Taschenuhren vor 1900 interessant wäre.

Und eine größere und bessere Gruppe von Fachleuten, und Liebhabern, findet man nirgends, als sie hier versammelt ist.
Das weiß ich, weil ich von Euch so viel gelernt habe.

Ich bin, wie mein Nick sagt, schon sehr neugierig auf Eure Antworten, und
nebenbei

freu' ich mich wie ein Schnitzel, jetzt Mitglied zu sein !

Grüße
Neugieriger
 
TS70

TS70

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Interessante Einstiegsfrage. :super: Ich vermute mal, daß das irgendeine Art von Phosphorfarbe gewesen ist.

Das Radium wurde erst im Dezember 1898 erfunden, eine Anwendung auf Zifferblättern beginnt etwa 1908-10 .
"Entdeckt" bitte, das gab's auch schon voher. ;-)
 
N

Neugieriger

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Hallo und Grüß Gott, liebe Mitglieder ,

Ich bin seit heute dabei, nachdem ich ungezählte Jahre nur Leser, und Lernender, war.

Der Fachmann bin ich auch jetzt noch nicht, aber begeisterter Uhrenfan !

Meine Frage an die Kenner sehr alter Uhren ( 19. Jahrhundert) , und dort einer Spezialmaterie :

Ich habe beim Stöbern im net , dort den von der Uni Heidelberg erhaltenen ,,Fliegenden Blättern'' einer alten, satirischen Zeitschrift , unter den Beilagen zu den Blättern , das war quasi der Annoncen-und Werbeteil,

folgendes entdeckt :

Auf Seite 101 unter diesem link http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/fb_bb , per 18. März 1888 , inseriert eine Firma Carl Noll, Stuttgart , ,,Bei Nacht leuchtende Uhren (TU) und Compasse '' .

Das Radium wurde erst im Dezember 1898 erfunden, eine Anwendung auf Zifferblättern beginnt etwa 1908-10 .


Was, bitte, war die Chemikalie, mit der man zehn Jahre davor Zifferblätter in der Nacht zum Leuchten brachte ?

Mir sind schon ein paar Hinweise auf eine sehr frühe Existenz von Leuchtzifferblättern untergekommen, aber bei dem Inserat war klar :

Das Rätsel muß gelöst werden !

Ich denke, dass das für mehrere Liebhaber des Themas alte Taschenuhren vor 1900 interessant wäre.

Und eine größere und bessere Gruppe von Fachleuten, und Liebhabern, findet man nirgends, als sie hier versammelt ist.
Das weiß ich, weil ich von Euch so viel gelernt habe.

Ich bin, wie mein Nick sagt, schon sehr neugierig auf Eure Antworten, und
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Grüße
Neugieriger

Das mit dem Antworten muß ich noch lernen.

Thorsten, Peter,
erstmal vielen Dank für die prompten Antworten und Hinweise.
Ja, Radium wurde entdeckt, und aus der Pechblende, in der es schon lange vorhanden war, synthetisiert von Curie.

Erfunden- nix, und ich schon gar nicht.
Peter, danke für den interessanten link, ich konnte nur bis Seite 9 lesen, dann war Frieden im Gebälk, aber es wird wohl eine Phosphorfarbe gewesen sein, die später nur mehr hauptsächlich im militärischen Bereich bei Uhren verwendet wurde.

Wieder was gelernt .

Gruß
Neugieriger

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Danke dir, die komplette Antwort steht unter meiner Eingangsfrage, da muß ich noch ein bissl üben, mit der Mechanik hier.
Gruß
Neugieriger
 
falko

falko

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Zwar gab es im 19. Jahrhundert schon nachleuchtende Materialien, ihre Anwendung bei TU waren aber sinnlos, da eine vorherige Aufladung durch Lichtexposition notwendig war, die natürlich bei einer in der Tasche getragenen und möglicherweise noch mit Deckel versehenen Uhr nicht stattfinden konnte. Erst die Anregung durch radioaktive Stoffe löste das Problem.
 
Lindi1977

Lindi1977

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Manchmal wurden auch Glühwürmchen auf das Zifferblatt genagelt.



...tschuldigung, Clown gefrühstückt....:oops: ;-)

Gruß, Marco
 
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Naja, Gerd, sinnlos oder nicht,

GEMACHT wurde es, wie mein link s.o. , beweist. Da mußte man halt bei Bedarf ein wenig exponieren.

Grüsse
Neugieriger

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Hat jemand im Forum so eine Uhr schon wo gesehen, etwa im net, oder gar in der Hand gehabt ? Also eine mit Leuchtblatt VOR Radium ?

Grüsse

Neugieriger
 
falko

falko

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Naja, Gerd, sinnlos oder nicht,

GEMACHT wurde es, wie mein link s.o. , beweist. Da mußte man halt bei Bedarf ein wenig exponieren.
Ich habe noch keine TU aus dem 19. Jahrhundert mit Leuchtzeigern gesehen. Zwar wird in Deiner verlinkten Werbeanzeige auf solche Uhren hingewiesen. Ob sie tatsächlich in nennenswerter Stückzahl Verbreitung fanden ist ob des fehlenden praktischen Nutzwertes zu bezweifeln. Wer die Zeit im Dunkeln wissen wollte, griff auf eine Repetitionsuhr zurück, sofern er sich diese leisten konnte.
 
TS70

TS70

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In der Anzeige geht es aber nicht um Leuchtzeiger, sondern um ein insgesamt leuchtendes ZB, und das Angebot richtet sich explizit z.B. an Jäger etc., für die eine Repetitionsuhr (vom Preis mal abgesehen) eher nicht so toll gewesen wäre. Klar war so eine Uhr für den normalen Käufer uninteressant und insofern sicher auch nicht sehr verbreitet, aber für den Profi sehe ich da schon einen echten Nutzwert.
 
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Aber narrisch interessieren täte mich so ein Stück schon. Aber es gibt im Bereich Uhren einfach Teilgebiete, da hört das Wissen selbst mit Internet und echten Spezis auf.
Denke nur an die wasserdichte Taschenuhr von Pettit aus 1851, die im Rahmen einer Ausstellung im Goldfischglas ausgestellt wurde.
Nix zu finden über das wie und was, obwohl ein Exemplar im net zu finden ist.
Die leuchtenden Uhren aus der Annonce hatten einen menschlichen Preis, waren also alltagstauglich. Repetitionsuhren waren da schon eher rolexig-verpatekt, was den Preis anging.
 
TS70

TS70

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Ja, die Taschenuhr war mit einem Preis von 19 Mark durchaus erschwinglich - das entspräche heute einem niedrigen bis mittleren dreistelligen Euro-Betrag.
 
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Nur um dieses obskure Teilgebiet zu vervollständigen :

Beim Stöbern in den Beiblättern zu den Fliegenden Blättern bin ich auf eine Anzeige des Herrn Holl aus November 1886 gestoßen.

Dort ist die Uhr, als Zeichnung, natürlich, ganz gut abgebildet. Es handelt sich um eine Nickel Remontoiruhr MIT Compass , also, der Compass ist auf der Rückseite, und beide leuchten in der Nacht. Preis : 20 Mark.

Damals kostete eine Waterbury Watch Series E , long wind, in Deutschland 10 Mark. Erstmals inseriert in den besagten Beiblättern im Oktober 1888 . Eine vergoldete Repetitionsuhr geht mit 394 Mark über den Ladentisch.

Ziemlicher Unterschied.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Korrektur :
Die Waterbury wurde erstmals im Oktober 1886 inseriert . Es gab in Cöln eine eigene Werkstatt dafür, mit billigsten Preisen, wie der Inserent versichert.
 
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