Bedeutung einer Jahrgangsuhr

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Guten Abend,
immer wieder streben Forumskollegen nach einer Jahrgangsuhr für sich. Wenn man Kinder hat, verstehe ich den Ansatz, im Jahr der Geburt des Kindes eine Uhr zu kaufen, die man dann später verschenkt.
Aber aus welcher Motivation kauft man für sich Jahrzehnte nach der eigenen Geburt eine Uhr des eigenen Jahrgangs?
 
erpelstolz

erpelstolz

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Ich habe keine Ahnung, aber ich schließe mich der Frage an.


Um trotzdem etwas sinnvolles beizutragen: ich könnte mir vorstellen, dass man so den Stand der Technik zu Zeiten der eigenen Geburt am Handgelenk trägt. Rein aus Interesse. Ich fand es zum Beispiel auch interessant, als ich von meinem Vater eine Zeitung von meinem Geburtstag erhielt, und darin Werbung für Autos sah, die, da ich zu dem Zeitpunkt schon 18 Jahre alt war, alle alt aussahen. Und ich dachte mir "aha, das war also der Stand der Technik zum Zeitpunkt meiner Geburt." Das war schon irgendwie interessant.
 
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Die Zeitungsgeschenke finde ich auch gut, auch zur Silberhochzeit bspw. Da ist der Bezug aber für mich auch persönlicher: Was passierte am Tag meiner Geburt noch so...
Hat man eigentlich psychische Probleme, wenn dann die Jahrgangsuhr den Geist aufgibt, z.B. mit Blick auf die eigene Pumpe?
 
Tschassy

Tschassy

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(...)
Aber aus welcher Motivation kauft man für sich Jahrzehnte nach der eigenen Geburt eine Uhr des eigenen Jahrgangs?
Nun, wenn man 20 oder 30 Jahre alt ist, hat die Jahrgangsuhr keine große Beduetung - es ist halt nur eine (alte) Uhr.
Wenn man 60+ ist, ist es nicht selbstverständlich, daß eine gleichaltrige Uhr einwandfrei läuft, womöglich noch mit besseren Gangwerten als die heutigen Standard-Werke (wie ETA 2824).

Hinzu kommt noch, daß ich persönlich die Uhren in meinem Alter sehr schön finde - wie diese, die ich gerade am Handgelenk trage.

BWC_41.jpg

BWC_23.jpg

Gruß, Bert
 
thomaspan

thomaspan

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Keine Ahnung ... ich habe eine. Plus / minus 2 Jahre, näher lässt sich 1965 trotz intensiver Recherche nicht eingrenzen. Aber dass ich sie zu Lebzeiten vom Senior "vererbt" bekommen habe ... unbezahlbar.
 
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BayerImNorden

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Meine Jahrgangsuhr ruft in mir das Gefühl einer "fröhlichen Melancholie" hervor. Ich schaue sie mir an und sehe all die kleinen und größeren Macken....oft weiß ich noch wie sie entstanden. Ich vergleiche sie dann mit meinen eigenen größeren und kleineren Macken und komme nicht umhin vor mich hin zu lächeln. Sie ist in Würde gealtert, so wie ich... sie ist ein Teil von mir. Mal schauen welches unserer Werke zu erst den Geist aufgibt😉.
 
Aeternitas

Aeternitas

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Ich frage mich eher, wieso man sich seinen Körper mit Rußstoffen vollkritzelt.

Jahrgangsuhr? Klar...früher war alles besser..;-)
 
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jimjoe

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Wenn man 60+ ist, ist es nicht selbstverständlich, daß eine gleichaltrige Uhr einwandfrei läuft, womöglich noch mit besseren Gangwerten als die heutigen Standard-Werke (wie ETA 2824).
Wenigstens die Uhr läuft noch, man selbst nicht mehr und die eigenen Gangwerte sind miserabel :lol:

Jedenfalls mein Eindruck bei mir auch wenn ich weit nch nicht so alt bin.
 
-M-

-M-

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Guten Morgen.

Also ich bin ja von der etwas jüngeren Generation, Sprich um die 30.

Und wie man in den Gesuchen sieht suche ich eine Jahrgangsuhr ( Achtung - Dauer-Werbe-Faden: siehe Gesuche, Jahrgangs(-Flieger)-Uhr 1986 gesucht). Warum will ich das?

Jetzt halte ich die Idee erstmal für schön, und wer weiß wie in 30 Jahren der Preis für eine Uhr die dann 60 ist steht?
Kann ich mir das grundsätzlich noch leisten dann abzuschaffen?
Gibts überhaupt noch Uhren von damals?
Sind diese dann in einem vernünftigen Zustand?

Andere Gedankengänge waren:

Was war den zu dieser Zeit „aktuell“? (Meine Kinder können sich DM nicht vorstellen, die paar Münzen die rumliegen helfen dabei sehr, z.B.)
Eine Möglichkeit mich mit „früher“ zu beschäftigen. Ich weiß 1986 war Tschernobyl und México, vielleicht stosse ich auf mehr bei der Suche.
Etwas bekommt die Möglichkeit mit mir zu altern, ich habe einen Bekannten der hat am selben Tag (und Jahr) wie ich Geburtstag, es ist kein Freund, aber ich sehe ihn gerne um zu sehen was passiert ist und zu schauen wie es ihm geht und erzähle oft die Geschichte dazu, vielleicht wird die Uhr ja „ein Freund“.

Und so etwas auch wenn’s materiell „wertlos“ sein sollte hätte mich unheimlich gefreut wenn mir hinterlassen worden wäre. Auch wenn ich es nie tragen würde.

Soweit meine aktuellen Gedanken zu diesem Thema.

Schönen Start in den Sonntag und schaut doch mal in eure Uhren und vielleicht findet einer zufällig was für mich ;-)

-M-
 
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Mueller27

Mueller27

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Das ist so ein Vintage-Ding.

Und wer sich für ältere Uhren interessiert und - die meisten Member hier sind ja schon älteren Semesters - das Glück hat, dass sein eigenes Geburtsjahr in das "Goldene Zeitalter" der mechanischen Uhhren fällt, also die 60er und 70er Jahre vor der Quarzkrise, der freut sich eben dann eine Vinatge aus genau dem Jahr zu finden in dem man geboren ist.

Carsten
 
A

abulavia

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Ich würde auch gerne eine Uhr aus meinem 61er Jahrgang erstehen, allerdings ist es erstens sehr schwer, herauszufinden, welche Modelle damals überhaupt auf dem Markt waren und zweitens, ob eine konkrete Uhr dann aus diesem Jahr (und im Originalzustand) ist.

In meinem Fall erscheint z.B. eine "Eterna Centenaire 61" sehr naheliegend, aber selbst bei der bin ich mir gar nicht sicher, ob die 1961 überhaupt auf dem Markt war.
Hintergrund für das Ganze: Ich fände es schon interessant, eine Uhr zu haben, die die gleiche "Lebensgeschichte" hinter sich hat wie ich selbst und 1961 war ja auch historisch ein besonderes Jahr.
 
fletch01

fletch01

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Was genau kennzeichnet eine Jahrgangsuhr?

Ich höre und lese mal dies und mal das.

Muss die Uhr im Geburtsjahr produziert sein (serial) oder muss sie im Geburtsjahr beim Händler verkauft wurden sein (Kaufquittung) oder gar beides?

Was mir da nicht gefällt, ist, dass es oft so interpretiert wird, wie es gerade für einen passt.

Für mich müsste eine Jahrgangsuhr serialmäßig aus dem Jahr kommen und bestenfalls am Geburtstag beim Händler über den Tresen gegangen sein.
 
Tschassy

Tschassy

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Die Uhr läuft einwandfrei und man sieht ihr das Alter kaum an, das ist der Unterschied.
;)
Meinen alten Uhren (50+) sieht man das Alter schon an, wenn man genau hinguckt ...

BWC_28.jpg

BWC_13.jpg

aber sie funktionieren zuverlässig wie in ihren jungen Jahren, und das kann man von uns nicht sagen, wohl auch nicht erwarten.
Bei technischen Schönheiten ist die Funktionstüchtigkeit nach 50 oder 60 Jahren keineswegs selbstverständlich, um so größer ist die Freude, ihr zu begegnen.

Übrigens: Wenn ich mich erinnere, welche Uhren ich vor 30 Jahren getragen habe (Batteriebetrieben Casio im Stahlgehäuse mit Druckknöpfen und Digitalanzeige), glaube ich nicht, daß sie bei mir heute so viel Begeisterung auslösen würde, daß ich sie noch in der Schublade lagern oder gar am Arm tragen würde. ;-)

Gruß, Bert
 
derTeichfloh

derTeichfloh

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... es ist vielleicht die Freude an einer Uhr, die so alt ist, wie du selbst bist ...
 
danielham

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Ich schaue mir meine „Jahrgangsuhr“ an - schaue in den Spiegel und sage: gut gehalten.



:lol: Nicht die Uhr .....
 
bachmanns

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Ich bin ja mittlerweile schon über 40 und hatte das Thema hier zwar mitbekommen, aber für mich nicht wirklich auf dem Schirm. Bis ich dann im hiesigen Marktplatz auf eine Uhr stieß, die nachweislich aus meinem Geburtsjahrgang 1977 stammt und auch noch meinen Sammlungskriterien entspricht. Da habe ich dann, ohne lange nachzudenken, zugeschlagen. Zum Einen war es meine überhaupt erste Vintageuhr. Zum Anderen fasziniert es mich mittlerweile, einen Gegenstand zu besitzen, der so alt ist wie ich und der auch heute immer noch tadellos funktioniert. Von der Sorte gibt es nämlich nach diesen Jahrzehnten nicht mehr allzuviele.

Gerade bei der mechanischen Uhr wird ja von den Herstellern heutzutage das Image transportiert, daß diese quasi für die Ewigkeit gemacht sind und über Generationen vererbt werden können. In unserer schnellebigen und von einer Wegwerfmentalität geprägten Zeit ist das eine Ausnahme und irgendwie ein Anachronismus. Das gefällt mir.
 
showdown

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Um dem ganzen Thema auch von meiner Seite aus mal ein wenig Leben einzuhauchen: diese Uhr ist "mein" Jahrgang und Baujahr. Das Knickblatt gibt es schon lange nicht mehr, das Tritium leuchtet auch schon lange nicht mehr. Kein Band mehr (müsste ich mal bei Rolex anfragen, was für eines ich bräuchte - es wäre mir die Uhr wert), Plexi, kein Saphirglas und dann auch noch keine Datumsschnellschaltung (also grande Kurbelei angesagt, wenn ich sie mal wieder anlege). Technisch ist sie also eigentlich voll für die Füße. Aber dennoch hat die Uhr einfach einen Reiz, den ich nicht objektiv erklären kann (außer mit der Tatsache, dass sie dasselbe Baujahr hat, wie ich). Genügt doch, wie ich finde.

IMG_3897.jpeg
 
Thema:

Bedeutung einer Jahrgangsuhr

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