Beauties hinter Stahl - Vintage-Chronographenwerke

Diskutiere Beauties hinter Stahl - Vintage-Chronographenwerke im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Mitstreiter um den Erhalt des alten Eisens, ich zähle mich zu den Uhrenfreunden, für die die Werke einer Vintage bei der Kaufentscheidung...
mini

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Hallo Mitstreiter um den Erhalt des alten Eisens,

ich zähle mich zu den Uhrenfreunden, für die die Werke einer Vintage bei der Kaufentscheidung eine grosse Bedeutung haben: sie sollen qualitativ hochwertig und schön anzusehen sein und nach Möglichkeit soll eine Wiederholung in der Sammlung vermieden werden.
Da ich öfter eine Uhr einfach nur deswegen öffne, um mich am Werk zu erfreuen, um mal "nach dem Rechten zu schauen" oder schnell nochmal ein wenig nachzuregulieren, kann ich mich hin und wieder an den Beauties erfreuen.
Mit die schönsten Werke sind für mich in Chonographen verbaut worden. Zum Glück gab es damals noch nicht die Mode (abgesehen von den technischen Möglichkeiten) jedes Brot- und Butter-Werk hinter einen Glasdeckel zu setzen; nein, es musste schon ein solider Sprengdeckel oder Schraubboden sein.
Heute muss leider fast jedes Valjoux 7750 mit Glasboden ausgestattet werden, obwohl es eher die Ausstrahlung eines landwirtschaftlichen Erntegerätes versprüht, während die wahren Schönheiten unsichtbar hinter Stahl ihren Dienst am Uhrenfreund verrichten.
Das muss ein Ende haben!

Ich stelle mal in nächster Zeit das eine oder andere Chronographen-Werk mit ein wenig Hintergrund-Erklärungen ein und freue mich, wenn auch Ihr Euren alten Chronos den Deckel vom Leib reisst und uns mit Fotos und Infos beglückt.

Anfangen möchte ich mit einem Werk, das im Schatten der erfolgreicheren Kaliber Landeron 47/48/51/248 usw. stand: dem Landeron 39.
Das L39 wurde ab 1930er Jahren in relativ geringer Stückzahl gebaut. Es unterscheidet sich zu seinen Schwestern mit Kulissenschaltung durch seinen klassischen Aufbau mit Schaltrad. Es hat eine kleine permanente Sekunde und einen 30/45 min-Totalisator. Breitling, Nicolet und andere Marken des mittelpreisigen Segments haben es in ihren Chronographen verbaut.
Das hier gezeigte Werk ist auf den Brücken und Platinen mit Streifenschliff versehen, dem jedoch nicht schmückende, sondern praktische Belange zugrunde liegen: durch die rauhe Oberfläche sollte Staub gebunden werden, der sonst in bewegliche, geölte Teile gelangen könnte.

DSC03478.JPG

Gruss
Mathias
 
k.azz`

k.azz`

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Au ja - Werkbilder alter Chronos haben schon was schönes. Ich hoffe ich darf mit einer noch recht jungen Tissot Navigator mit Kaliber 872 (Lemanina 1277) mitspielen :-)



Daten


Da ich nicht selber an den Teilen rumschraube, überlasse ich das technische auch lieber den Profis ;-)
 
schmittko

schmittko

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Hallo Mathias,
ich danke schon jetzt für diesen Thread, könnte für mich als "Neuling" und vielleicht für einige andere auch, mit den Hintergrundinformationen recht interessant werden :super:
 
Käfer

Käfer

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Longines 13ZN, allerding nicht in Stahl steckend, sondern in Edelmetall ;-), für mich eines der schönsten, klassischen Chronowerke überhaupt:


 
mini

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@ Thomas: schneller als die Feuerwehr..., das L1277 stammt doch aus den 60ern- oder?

@Till: Danke, ich weiss, dass auch ich hier was lernen kann (sonst hätte ich den Faden nicht gestartet) ;-)

ups, hier geht es ja zur Sache: @ Käfer: in Edelmetall und mit anglierten Hebeln ist das wirklich ein Traum...

Gruss
Mathias
 
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k.azz`

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Das 1277 gibts schon länger, die Tissot ist aber noch nicht sooooo alt - 70er oder so ;-) Naja, zumindest passt sie ins Vintageforum. Einen alten Chrono möchte ich eh noch haben, daher freue ich mich schon auf die kommenden Beiträge.

Käfer, das Werk ist wirklich schick - scheint recht klein zu sein. Welchen Durchmesser hat das Gehäuse denn? Damals waren die Chronos ja noch wirklich (angenehm) klein.
 
mini

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Okay, damit es hier endlich mal weitergeht (;-)) hau ich noch einen raus:
Valjoux 72, gebaut zwischen 1938 und 1974.
Klassischer Tricompax mit Stundenzähler, das hier gezeigte etwa 1944, verbaut in einer Jardur-Pilotenuhr. Ansonsten hatten sich fast alle namhaften Uhrenfirmen damit geschmückt, die berümteste Uhr mit V72 ist wohl die Rolex Daytona.

DSC03482.JPG

Gruss
Mathias
 
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GUB Kaliber

GUB Kaliber

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Hallo
Tutima Glashütte UROFA 59 , Werk versilbert aus 1943.
Gruß
 

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mini

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Danke für´s Zeigen, das bekommt man nicht oft zu sehen; R. Ranfft schrebt, dass es nur vier Jahre gebaut wurde.

Gruss
Mathias
 
GUB Kaliber

GUB Kaliber

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@mini , gebaut so von 1941-1945. Die Produktionszahlen schwanken in den verschiedenen Quellen sehr stark auseinander. Ich denke realistisch sind um 15000 Stück. Werke , vergoldet , versilbert und vernickelt. Anbei noch ein Bild , sagen wir mal vom Nachfolgemodel (verkleinerte Kopie) Glashütte Kaliber 64 aus etwa 1957.
Gruß
 

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finch

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ganz toller Fred Mathias :super:

freu mich schon auf die ganzen Werke :D

lg
Miro
 
Käfer

Käfer

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Hier das oben bereits erwähnte Cal. 321 von Omega in der Pre-Mond Speedmasterversion:



Zur Frage des Durchmesser des Longines Chrono: Der dürfte 35 oder 36mm haben.
 
Sonnenschein

Sonnenschein

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Auch ein schöner Rücken kann entzücken;-).
In diesem Sinne will ich Euch meinen Lemania Chronographen mit seinem Lemania 15 TL Werk nicht vorenthalten.

Von vorne:

Foto0308.jpg


Und unter dem Sprengdeckel das ca. 33cm große Lemania 15 TL:


Foto0202.jpg

auf dass es seine "Arbeit" noch lange verrichten wird;-).

LG Marco

PS: Eine Ansammlung wirklich schöner Werke in diesem Thread.
 
Frisch_ling

Frisch_ling

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...und mehrfach in meiner kleinen Sammlung vertreten:

Valjoux 7733 (hier BWC)

BWC Val 7733.jpg

und Valjoux 7734 (hier Dugena)

Dugena Valjoux7734.jpg
 
Micha

Micha

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Das erste, ElPrimero, erstes Automatic ChronoWerk 3019PHC hier mit 31 Steinen.



 
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