Batterie Citizen Cosmotron

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JackDaniels83

JackDaniels83

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Ich kenne das Werk nicht, und konnte auf die Schnelle auch nicht herausfinden, welche Batterie ursprünglich verbaut wurde. Mit 1,35V machst du nichts falsch, alles was passieren kann, ist dass sie damit eben nicht läuft.
 
Beam_Ho

Beam_Ho

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Eine Erhöhung der Spannung um 0,2V (fast 15%) verursacht auf jeden Fall einen höheren Strom.
Ohne jetzt irgendeine Ahnung von solchen Uhren zu haben würde ich doch meinen, dass bei steigender Spannung der Strom abnimmt, denn die abgenommene Leistung sollte doch gleich bleiben ?!
 
JackDaniels83

JackDaniels83

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U = R x I (Spannung = Widerstand x Strom)

umgestellt nach I:

I = U / R

Du siehst also, dass der Strom bei steigender Spannung oder kleinerem Widerstand größer wird. Der Widerstand bleibt gleich, die Spannung steigt -> der Strom steigt. Gemessene Werte einer meiner Accutron 214:

1,3V ca. 5µA
1,55V ca. 6µA

(Die Werte wurden mit einem billigen Multimeter gemessen und weißen daher einen eventuell hohen Fehler auf)
 
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falko

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Diese Rechnungen bringen uns nicht weiter! Fest steht, dass es der Elektronik gleich ist, ob sie mit 1,35V oder 1,55V betrieben wird. Da brennt nichts durch! Auch bei den Accutrons 214 ist nicht die Spule bzw. die Dicke der Drähte das Problem. Die durch die höhere Spannung stärkere Amplitude führt zu einem Transportproblem. Quecksilber-Zellen mit 1,35V sind zudem nicht mehr im offiziellen Verkauf. Wenn gelegentlich welche angeboten werden, sind sie unverhältnismässig teuer und womöglich uralt und überlagert.
 
Beam_Ho

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Dass bei eine Accutron prinzipbedingt vornehmlich Ohmsche Widerstände anzutreffen sind war absehbar, die Technik der Cosmotron erschließt sich mir leider aktuell nicht wirklich...
Wenn jemand da mal nen guten Link zu hätte wäre ich recht dankbar...
 
Uhrsprung

Uhrsprung

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Was meinst du mit Transportproblem?
Und warum meinst du, dass Transistoren und andere Komponenten nicht leiden? Allein wegen der Temperaturentwicklung?
 
falko

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Mit Transportproblem meine ich, dass die Rubinklinken durch die zu starke Auslenkung das Rad um mehr als einen Zahn transporieren. Die Transistoren und andere elektronischen Komponenten sind bei diesen geringen Spannungen und Stromstärken nicht empfindlich. Ich habe selbst eine Sammlung solcher elektrischen Unruhschwingern verschiedenster Fabrikate und habe noch nie eine Störung durch Silberoxidbzellen gehabt.
 
JackDaniels83

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Weiter vorne im Thema gibt es schon eine gute Übersicht zur Funktion. Siehe Zitat. Der Aufbau der Elektronik ist also nahezu identisch. Widerstand, Kondensator, Transistor, eine Spule zur induktiven Schaltung des Transistors und eine Spule zum Antreiben des Schwingsystems.

... das hatte ich gemeint, schau mal, ob an der Cosmotron ein aehnlicher Hebel sitzt:
Anhang anzeigen 988624
Gruss Peter
 
Nippon-Fan

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Ich vermute mal es geht um ein Citzen Kaliber 7803 oder 7804. Aus nun schon längerer Erfahrung kann ich sagen, dass eine moderne 1,55 Volt Knopfzelle der Uhr nicht im geringsten schadet. Die Spannung der Zelle sinkt im Gebrauch ohnehin schnell ab. In der Uhr ist ja auch keine echte Elektronik verbaut. Die Spule hält es ohne weiters aus, der Transistor ebenfalls.
Ich persönlich verwende inzwischen für diese Uhren allerdings keine Silberoxid Zellen mehr, sondern die in der Uhrentechnik eigentlich verpönten Alkaline Zellen. Der Grund: Die Silberoxidzellen haben bei mir nur ein paar Monate gehalten, während die Alkaline es mit einem 7803 Kaliber locker auf zwei Jahre bringen. Mit einer AG13 - Hersteller egal - läuft die Uhr jedenfalls seit Jahren spitze :super:

Gruß!
Markus
 
Uhrsprung

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So war meine Erfahrung auch. Mit Alkaline Batterien liefen sie gut zwei Jahre. Allerdings können Alkaline Batterien auslaufen. Das Risiko ist zwar nicht so gross, aber im Falle der Fälle wäre der Schaden sehr groß.
Ich weiss jetzt nicht was zu tun. Ich glaube, mein Uhrmacher weiss schon wovon er spricht. Der hat seinen Beruf in Furtwangen studiert und betreibt hier auch seinen Laden.
Ich werde ihm jedenfalls eure Erfahrungen mitteilen.
Gruss

Uhrsprung
 
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