Barzahlung beim Uhrenkauf

Diskutiere Barzahlung beim Uhrenkauf im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Moin Moin ! Vor ein paar Tagen habe ich erst gelesen, dass es seit Anfang 2020 eine neue Obergrenze für Bargeldzahlungen in Deutschland gibt...
dr.-hasenbein

dr.-hasenbein

Themenstarter
Dabei seit
02.12.2017
Beiträge
2.003
Moin Moin !

Vor ein paar Tagen habe ich erst gelesen, dass es seit Anfang 2020 eine neue Obergrenze für Bargeldzahlungen in Deutschland gibt. Diese wurde von vorher 10.000€ auf jetzt nur noch 2000€ herabgesetzt.
Ich habe erst am 30.12.19 ein neues Motorrad gekauft und mich deswegen damals informiert, da hatte ich noch die 10k im Kopf und war über die aktuellen 2000€ etwas überrascht.
Der Händler meinte damals schon: „Oh, zahl bloß nicht bar... das ist alles ‚n Riesen Aufwand“. Sein Aufwand ist aber sein Job, deswegen war es mir egal und es ging dann auch ohne zu zucken. Ich lag aber damals noch unter der 10k Grenze !

Eine 2000€ Bargeld-Obergrenze steht ja fast jedem Luxusuhrenkauf (in Bar natürlich) im Weg.

Ich wollte hier mal hören wie eure Erfahrungen bei Zahlungen in diesem Jahr waren. Besonders ob es Händler gibt, die aufgrund der Regelung Barzahlungen über 2000€ einfach ablehnen wegen des Aufwands und auf Überweisung pochen. Oder wird das einfach ganz professionell abgearbeitet ? Der Händler muss ja verifizieren ob er einen Verdacht auf Geldwäsche hat und kann dann bei Verdacht eine Behördenmeldung machen.

Bitte keine Beiträge zu „ich zahl doch nicht soviel in bar !“, „ich zahl eh nur mit oder viel lieber mit Karte“ etz. mir gehts hier um Erfahrungen mit einer hohen Barzahlung.
 
Libertarian

Libertarian

Dabei seit
17.04.2018
Beiträge
2.083
Ort
Rhein-Main
Ich zahle weiter viel höhere Beträge bar bei privaten Geschäften.
Von dieser Grenze ist mir gar nichts bekannt.

LG, L.
 
MLG

MLG

Dabei seit
03.04.2020
Beiträge
224
Kann ich nicht bestätigen, zumindest mit der 2k€ Grenze.
Diesen Mai bei einem vierstelligen Betrag keine Probleme beim Händler.
 
G

Gast87295

Gast
Möchte nicht vertiefend zu D kommentieren. Ich zahle bar bzw., auf Distanz, per Überweisung. Uhrenkäufe, ob beim Konzi oder von Nichtgewerblern, immer persönlich mit "Cash Kralle". Falls ich verkaufe, dann gegen bar oder Vorabüberweisung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
L

LBeck

Dabei seit
25.10.2017
Beiträge
3.147
Ich dachte die 1999,99 Euro gelten nur bei Handel mit Edelmetallen wie Gold.Bei Konsumgütern sind es meines Wissens nach 9999,99.
 
Mueller27

Mueller27

Dabei seit
10.10.2010
Beiträge
13.056
Vor ein paar Tagen habe ich erst gelesen, dass es seit Anfang 2020 eine neue Obergrenze für Bargeldzahlungen in Deutschland gibt. Diese wurde von vorher 10.000€ auf jetzt nur noch 2000€ herabgesetzt.

Wo gelesen?
In diesem komischen Internet. :-)

Eher verbreiten sich da in windeseile halbgare Falschmeldungen, als das einer einfach mal über Google schnell nachschaut, was die offiziellen EU-Seiten dazu sagen:

Und siehe da :

3063643
 
IheartBrix

IheartBrix

Dabei seit
06.04.2020
Beiträge
256
Ich glaube, du verwechselst das mit dem anonymen Ankauf von Gold.

Bis vor kurzem konntest du anonym Gold kaufen (Barzahlung), bis zu 10k pro Tag, diese Grenze wurde auf 2k heruntergesetzt, ich meine am Anfang des Jahres ...

WARUM das so ist, da kann sich jeder selber drüber Gedanken machen ...

Ich frag mich allerdings schon, wie es sich mit einer goldenen Uhr verhält. Also wenn ich zB ne Vollgold Day Date kaufe, die krieg ich ja nicht für 2k ...
 
Xriser

Xriser

Dabei seit
26.12.2013
Beiträge
486
Ort
Leipzig
Wäre mir auch völlig neu gewesen. Habe letztes Jahr noch ein Auto für meine besser Hälfte komplett Bar bezahlt und der Betrag war deutlich über 10.000€.

Das Zahlungen oberhalb von 10.000€ bzw. 2.000€ nicht anonym sind wäre für mich auch in Ordnung. Da geht es ja mehr um Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Beim Konzi oder Autohändler kann ich trotzdem Bar zahlen in Zukunft, es wird halt nur mglw. früher geprüft ob das Geld "sauber" ist.

Wenn als Endkonsequenz die Rendite Idioten kräftige Steuernachzahlungen bekommen weil Sie Ihre "private" Daytona noch "NOS" für 10k mehr ins Netz stellen und das Finanzamt sagt es war dann doch gewerblich befürworte ich es sogar deutlich.

Beim Uhrenverkauf einer Uhr die man mehr als 2 Jahre im Besitz hatte und die Bar verkauft wurde mag das Finanzamt gerne nachfragen wo das Geld herkommt. Steuerlich relevant ist selbst eine erzielte Rendite aber dann nicht mehr.
 
dr.-hasenbein

dr.-hasenbein

Themenstarter
Dabei seit
02.12.2017
Beiträge
2.003
Ah 💡 ok. Nur bei Edelmetallkauf sind es 2000€

Ich hab mehrere Berichte gelesen, die nur von „anonymen Bargeschäften“ schrieben.

Ok, bleibt die Frage bestehen für Uhren-Barkäufe üNer 10k. Wie sah es da beim Händler aus ? Mir ist einfach so die Aussage von meinem Motorrad Händler so präsent im Kopf 😁 „Neee bitte nicht bar !“
 
Zuletzt bearbeitet:
dr.-hasenbein

dr.-hasenbein

Themenstarter
Dabei seit
02.12.2017
Beiträge
2.003
Das Zahlungen oberhalb von 10.000€ bzw. 2.000€ nicht anonym sind wäre für mich auch in Ordnung. Da geht es ja mehr um Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Auf alle Fälle ! Seh ich auch so. Nur, der Händler hat eine Art Verifizierungspflicht zur Kontrolle der Geldherkunft. Die kann er ja eigentlich gar nicht pflichtgerecht durchführen. Er kann zwar Fragen, aber das kann er sich wohl auch gleich klemmen.
 
Xriser

Xriser

Dabei seit
26.12.2013
Beiträge
486
Ort
Leipzig
Ok, bleibt die Frage bestehen für Uhren-Barkäufe üNer 10k. Wie sah es da beim Händler aus ? Mir ist einfach so die Aussage von meinem Motorrad Händler so präsent im Kopf 😁 „Neee bitte nicht bar !“

Nach meiner Erfahrung kein Problem. Ob er das Bargeld gerne nimmt ist eher ein Thema der Lagerung und Sicherheit und wann er es einzahlen kann.

Beim Konzi ist sowieso alles aus seiner Sicht sauber. Er verkauft ein Produkt versteuert und kriegt dafür als Bezahlung Bargeld. Der Einzige der über 10.000€ auf Grund der Barzahlung geprüft werden kann bist du als Käufer in Bezug der Geldherkunft (Geldwäsche).

Beim Privatverkauf wirst du als Käufer genauso geprüft auf die Geldherkunft, insofern der Kauf an dieser Stelle irgendwo auffällt. Als Verkäufer wird bei Einzahlung auf dein Bankkonto das Geld dann geprüft, sowohl in Richtung Herkunft als auch steuerliche Aspekte. Hier kann dann die Besitzzeit der Uhr eine Rolle spielen.

Landet das Geld nie auf irgendeinem Konto kann sowieso keiner etwas prüfen. Außer es wird wieder über einer Höhe von 10.000€ anderweitig verwendet, da dann wieder die Herkunft geprüft werden kann.
 
Xriser

Xriser

Dabei seit
26.12.2013
Beiträge
486
Ort
Leipzig
Auf alle Fälle ! Seh ich auch so. Nur, der Händler hat eine Art Verifizierungspflicht zur Kontrolle der Geldherkunft. Die kann er ja eigentlich gar nicht pflichtgerecht durchführen. Er kann zwar Fragen, aber das kann er sich wohl auch gleich klemmen.

Der Händler ist Meldepflichtig insofern es die Bank nicht sowieso bereits macht, was nicht unüblich ist bei derart Hohen Geld Ein- und Ausgängen. Die Prüfung macht das Finanzamt.
 
IheartBrix

IheartBrix

Dabei seit
06.04.2020
Beiträge
256
Landet das Geld nie auf irgendeinem Konto kann sowieso keiner etwas prüfen. Außer es wird wieder über einer Höhe von 10.000€ anderweitig verwendet, da dann wieder die Herkunft geprüft werden kann.

ich finde das mit der "Herkunft" des Geldes ja zT einfach recht theoretisch, da man es ja uU gar nicht nachweisen kann.

Wenn meine Mutter mir jetzt 12k in Bar schenkt ... wie soll ich das Beweisen? Muss die mir dann rein rechtlich einen Schenkungsvertrag geben?
 
Xriser

Xriser

Dabei seit
26.12.2013
Beiträge
486
Ort
Leipzig
ich finde das mit der "Herkunft" des Geldes ja zT einfach recht theoretisch, da man es ja uU gar nicht nachweisen kann.

Wenn meine Mutter mir jetzt 12k in Bar schenkt ... wie soll ich das Beweisen? Muss die mir dann rein rechtlich einen Schenkungsvertrag geben?

Im besten Fall hast du den insofern das Finanzamt auf dich zu kommt. Sonst kommen sowieso die Nachfragen woher das Geld ist, ob es da noch mehr Schenkungen gab (trifft ja dann das Schenkungs- bzw. ggf. Erbrecht).
Wo an der Stelle die Beweislast liegt kann dir vermutlich nur jemand vom Fach sagen.

Es ist allerdings immer besser etwas direkt sauber nachweisen zu können auf Rückfrage als nachträglich sich rechtfertigen zu müssen und ggf. Nachweise zu beschaffen.

Im Bereich der Bandenkriminalität gibt es die Beweislastumkehr an der Stelle ja bereits, ob dem im normalen Umfeld so ist weiß ich nicht. Das bedeutet du musst dem FA nachweisen das die Herkunft des Geldes legal war.
 
clocktime

clocktime

Dabei seit
18.05.2018
Beiträge
7.249
Bei mehr als 10.000€ muss der Händler die Identität des Käufers feststellen. In den meisten Fällen stehen diese Angaben im Kaufvertrag, von daher dürfte dem Gesetz Genüge getan sein.
Ein Sonderfall ist die Sache mit dem Grenzverkehr bei mehr als 10.000€. Es hat vor einiger Zeit jemanden gegeben, der über seine eigene Schlauheit gestolpert ist: Er hat aus der Schweiz innert kürzester Zeit mehrfach einen Betrag von 9.500€ nach Deutschland gebracht. Beim zweiten oder dritten Transfer wurde er kontrolliert. Die 9.500€ waren zunächst nicht zu beanstanden. Allerdings kam irgendwie heraus, dass er vorher schon auf diese Art und Weise Geld nach Deutschland gebracht hatte. Tja, und da das durch die kurzen Intervalle dann logisch als ein einziger Transfer gilt, wurde das für den Schlauli richtig teuer...
 
Thema:

Barzahlung beim Uhrenkauf

Barzahlung beim Uhrenkauf - Ähnliche Themen

Jetzt hat die liebe Seele Ruh´ oder Omega Speedmaster Professional, Ref. 311.30.42.30.01.005: Werte Mitforenten, wirklich, noch eine Speedmaster? Die wievielte Vorstellung einer Moonwatch ist das hier? Vermutlich gibt es schon 398 davon...
Rolex Cosmograph Daytona (Ref 116520) - Sternbild Krone: Wer an einem lauen Sommerabend zu vorgerückter Stunde barfuß mit einem Glas Rotwein auf die Terrasse tritt und plötzlich tausende Sterne sieht...
Oben