Bakelit bzw. Acryl Inlay von Vintage Diver: Skalierung verschwindet wie von Geisterhand!

Diskutiere Bakelit bzw. Acryl Inlay von Vintage Diver: Skalierung verschwindet wie von Geisterhand! im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Leute, da mir gestern bei dem miesen Wetter langweilig gewesen war, dachte ich mir, wechsle doch mal die Bodendeckel Dichtung der Camy...
GetItOn71

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Hallo Leute, da mir gestern bei dem miesen Wetter langweilig gewesen war, dachte ich mir, wechsle doch mal die
Bodendeckel Dichtung der Camy. Wusste ja, das ich theoretisch noch ein paar passende rumliegen haben müsste.
Gesagt getan. Also raus die olle, und rein die neue, gefettete. Alles kein Dingen.

Beim zuschrauben unter der Neonlupe sah ich es dann, dachte erst, ich hätte nen Sehfehler:
Quasi fehlten der Lünette rund 15 Minuten ihrer ursprünglichen Skalierung!!
Kann das sein? War das schon immer so, dachte ich mir leicht panisch?
Sofort das ipad geschnappt, um ältere Bilder zu begutachten. Leider stellte sich dabei raus, das es nicht so war.
Der Prozess muss schleichend passiert sein. Auf Bildern, welche ca , 1 1/2 Jahre alt sin, ist noch nix zu sehen.
Dann aber merkt man, wie besagte Teilstriche langsam beginnen zu faden.

Nur wie? Und vor allem: warum!?
War nie mit ihr im Wasser, ziehe, wenn ich mal koche, meine Uhren immer aus und lege sie in einen anderen Raum(Luftfeuchtigkeit ).
Klar wasch ich mir ab und an auch mal die Hände mit einem der Zeiteisen am Arm, abr ich passe echt auf, da ist an sich noch nie was bei passiert. Und warum verschwindet genau dieses Viertel so präzise.?

Und arbeite auch in keinem Bergwerksstollen noch bin ich Bauarbeiter oder Klempner.
Ich sitz am Rechner, that‘s it.

Vielleicht habt ihr ja eine gute Erklärung zu diesem Phänomen, oder noch besser; ihr wisst, wie ich das wieder gefixt bekomme.

Danke schon einmal vorab an alle, welche sich der Sache gedanklich annhemen.
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Das ist das älteste Bild. Ca. 2 Jahre alt.
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Ab hier, sieht man deutlich, wie es losgeht: ich hab es wirklich nicht gemerkt!
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Hier mal vom nahen
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Kann es irgendeine chemische Reaktionen oder so was ähnlich sein, was dafür verantwortlich sein könnte?

Lieber Gruß

Olli
 
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earl grey

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Ich habe keine Erfahrungen mit so etwas, aber für mich sieht das eher nach einer mechanischen Einwirkung aus. Dass die Wirkungsstätte so scharf abgegrenzt ist, ist schon seltsam.
Gibt es ein wiederkehrendes Bewegungsmuster, das eine mechanische Abnutzung erklären könnte? Eine typische, oft wiederholte Tätigkeit im Zusammenwirken mit einer Hemdmanschette o.ä.? Ist die Uhr im Uhrenbeweger und könnte genau an diese Stelle am Polster entlangstreichen? Oder liegt/lag die Uhr etwas schief in der Box, dass genau hier das Polster berührt und möglicherweise tatsächlich eine chemische Reaktion hervorgerufen hat?
 
GetItOn71

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Nicht wirklich. Die Uhr ist nie auf dem Beweger gewesen. Auch achte ich immer auf vorsichtige und schonende Lagerung in der ( gut gepolsterten) Box.

Mir ist definitiv nicht bewusst, ob und wo ich da wiederkehrend drangekommen sein könnte, was dann letztlich diese Beschädigungsmuster hat entstehen lassen.

Auch war die Gute nie über längre Zeit der prallen Sonne ausgesetzt.

Ich hab höchstens mal das Plexi mit Yachtichron poliert, das war‘s.

Grüße
Olli
 
earl grey

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Tja, dann bin ich auch ratlos. Ich bin gespannt, was hier noch an Hinweisen kommt.
 
JackDaniels83

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Dieses Problem ist bei alten Lünetten mit klarer Kunststoffeinlage sehr verbreitet. Die Skala und alles andere sind von hinten auf den Kunststoff lackiert. Das ganze wird in die Lünette geklebt. Mit den Jahren lässt die Haftung zwischen Farbe und Kunststoff nach. Die Farbe hängt nun also an der Lünette und nicht mehr an der Einlage selbst. Es sieht aus, als würde die Farbe verschwinden. Die Kunst ist es nun, den Kunststoffring auf exakt gleicher Position mit dem noch vorhandenen Lack in der Lünette neu zu verkleben. Es gibt wohl einen Uhrmacher in Frankreich, der das für Omega SM300 Diver macht. Soll aber nicht billig sein.

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GetItOn71

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Das klingt nach einer plausiblen Erklärung des Problems. Aber müsste man dann nicht indem man auf die betroffene Stelle vorsichtig drückt die ursprüngliche Skalierung wieder erspähen können? Ist bei mir nämlich nicht der Fall. Es ist, als hätte sie sich in Luft aufgelöst..:-(
 
hermannH

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In diesem Bereich ist eine Abplatzung. Vielleicht ist hier irgendein chemischer Stoff eingedrungen.
Es reicht schon etwas Feuchtigkeit. Da die Bemalung innen liegend ist, wird man wohl bei der Herstellung keine wasserfesten Farben verwendet haben. Solange das Inlay nicht beschädigt ist, ist es wahrscheinlich auch dicht.

Gruß hermann
 
JackDaniels83

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Das klingt nach einer plausiblen Erklärung des Problems. Aber müsste man dann nicht indem man auf die betroffene Stelle vorsichtig drückt die ursprüngliche Skalierung wieder erspähen können? Ist bei mir nämlich nicht der Fall. Es ist, als hätte sie sich in Luft aufgelöst..:-(
So fest kannst du die Lünette nicht andrücken, dass die Farbe wieder sichtbar wird. Betrachte es mal unterm Mikroskop, dann kannst du an den Rändern die abgerissene Farbschicht sehen.
 
andi2

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Es ist eine innen bedruckte, transparente Kunststoff-Lünetteneinlage, wie schon gesagt. Man sieht, dass der Schaden von dem muscheligen Bruch der Einlage bei Minute 50 ausgeht, dieser Teilstrich löste sich als erster auf. Dort dürfte eine Flüssigkeit (Wasser, Öl?) eingedrungen sein. Wie Hermann andeutet, vermute auch ich, dass sich das u.U. nicht wieder sichtbar machen lässt, da die Farbe wasserlöslich war und verlaufen ist. Auf dem letzten Bild sieht man bei der halb halb fehlenen Markierung der Minute 47, dass sich die Farbe an der Spitze aufzulösen scheint. Man kann auch einen dunkelgrauen Schadensbereich am Aussenrand von Minute 43 bis 55 erkennen. Für mich sieht das so aus, als ob da immer noch etwas Flüssiges zwischen der Lünetteneinlage und der Lünette wäre (wäre die Einlage trocken vom Untergrund abgelöst, müsste sich das viel heller abheben), der Schaden könnte fortschreiten.
Gruss Andi
 
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