Automatik vs. Quarz - warum wird Automatik bevorzugt?

Diskutiere Automatik vs. Quarz - warum wird Automatik bevorzugt? im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Ich bin noch nicht so lange hier im UhrForum aber es hat mich gepackt ab der ersten Minute und ich habe inzwischen viel über das Thema gelernt :)...
Astron

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Ich bin noch nicht so lange hier im UhrForum aber es hat mich gepackt ab der ersten Minute und ich habe inzwischen viel über das Thema gelernt :) Ich möchte hier mit dieser Frage keinen Grabenkrieg anzetteln oder zwei Lager gegeneinander aufbringen, mich interessieren sachliche Argumente dafür und dagegen.

Wenn man sich hier im Forum bewegt ist eines klar: Automatik ist das einzig wahre. Es gibt zwar auch einen recht aktiven G-Shock Club aber die restlichen Member sind Automatik-Fans. Für mich ist schwer nachvollziehbar was an einer Automatik so toll ist. Ich möchte aber verstehen was euch so fasziniert. Wir sprechen hier allerdings nicht von Automatik-Werken die mehrere 1.000 oder gar über 10.000 Euro kosten. Solch hochwertige Automatik-Werke bieten sicherlich Qualitäten mit denen Quarz-Uhrwerke niemals mithalten können. Es geht mir hier vielmehr um den Vergleich von mittelpreisigen Automatik-Uhren bis 1.000 Euro im Vergleich zu Quarz-Uhren mit entsprechend qualitativ hochwertigen Quarz-Werk (aus Japan oder der Schweiz).

Ich finde das Quarz-Uhrwerk hat deshalb einen negativ behafteten Ruf weil in jedem noch so billigen Zeitmesser und sei es eine 2 Euro Küchenuhr, ein Quarz-Werk steckt. Aber so etwas meine ich nicht. Namhafte Hersteller von Quarz-Uhrwerken liefern entsprechend hohe Qualität die mit diesen Billigstwerken nur den Namen teilen.

Zählen wir mal die Vor- und Nachteile von Automatik- und Quarz-Werken auf.

Automatik-Werk:

Vorteile
- Braucht keine künstliche Energiequelle
- Hat angeblich eine "Seele" da es lebt
- Handwerkliches Meisterwerk

Nachteile
- Geringe Gangreserve
- Hohe Abweichung der Ganggenauigkeit
- Anfälliger für Beschädigungen (Stöße)
- Braucht gelegentlich eine Wartung (Revision)

Quarz-Werk:

Vorteile
- Hohe Ganggenauigkeit (je nach Werk nur wenige Sekunden im Jahr)
- Robust (kaum anfällig für Stöße)
- Elektronische Raffinessen möglich (unendlicher Kalender, Weltzeitfunktion, usw.)
- Gangreserve so lange die Batterie hält (bei Solar theoretisch bis zum mechanischen Exodus)
- Günstigere Herstellung

Nachteile
- Schlechter Ruf (siehe Beschreibung oben)
- Braucht eine Energiequelle

Vor- und Nachteile können gerne erweitert werden falls ich noch etwas wichtiges vergessen habe.

Was ich nicht abschätzen kann ist die Langlebigkeit der Werke. Schätze mal ein richtig gutes Automatik-Werk hält über Jahrzehnte, aber gilt das auch für Uhren bis 1.000 Euro? Ich denke ein günstiges Seiko Automatikwerk oder auch ETA bzw. Miyota in dieser Preisklasse wird nicht viel länger leben als ein Quarz-Werk? Und dann stellt sich noch die Frage kauft man heute noch eine Armbanduhr für die Ewigkeit? Gerade hier im Forum wird man doch täglich eines besseren belehrt wie schnell man sich von einer Uhr zur nächsten verliebt und die guten Stücke sogar teilweise ungetragen oder wenige Tage getragen wieder weiter verkauft ;) :) Es scheint als hätten die wenigsten Interesse daran eine Uhr ihr Leben lang zu tragen und dann ist die Haltbarkeit doch kein Thema mehr.

Für mich überwiegen die Vorteile eines guten Quarz-Werks ganz klar die Vorteile eines Automatik-Werks. Bei Quarz muss man sich weder wegen der Gangreserve noch wegen der Ganggenauigkeit den Kopf zerbrechen. Alle paar Jahre mal eine Batterie auswechseln ist ebenfalls total unkompliziert und vermutlich weniger riskant für die Uhr als eine Revision. Ich wüsste also nicht warum ich mich für ein ungenaues Automatik-Werk entscheiden soll das ich - falls ich die Uhr im Wechsel mit anderen Uhren trage - noch dazu alle paar Tage neu stellen muss, wenn ich doch um weniger Geld eine viel zuverlässigere Technik wählen kann?

Beschreibt doch bitte mal eure Emotionen zum Thema Automatik oder Quarz ... aber bitte achtet auf einen freundlichen Ton. Wer weiß, vielleicht werde ich ja inspiriert :)
 
duffte

duffte

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Oje - nicht, dass hier wieder Worte fallen wie "Seele" oder "lebendig" :-D

Ich bin da recht nüchtern. Prinzipiell mag ich Quarz Uhren und hab/hatte auch schon einige.
Wenn man die ganz günstigen Automatikwerke als Vergleich heranzieht, ist es schlichtweg egal. Die 7S von Seiko oder 8er Reihe von Miyota werden tendenziell auch getauscht und nicht repariert - wie günstige Quarzwerke auch.

Richtig interessant und dann auch zurecht mit den Worten "Meisterwerk der Handwerkskunst" bezeichnet, werden mechanische Werke eh erst ab der ??4.000€??? Klasse - Entweder durch Komplikationen oder daran erbrachte Handarbeit. Die günstigeren mechanischen sind mehr eine andere Variante des funktionalen Antriebs..

Was mich bei günstigen Quarzwerken stört, ist, dass viele davon die Sekundenstriche nicht treffen (das kann ich überhaupt nicht leiden). Auch stört mich bei den günstigen Quarzwerken ihr doch recht simpler (Plastik) Aufbau..

Richtig spannend finde ich hingegen hochwertige Quarzwerke (z.B. die Precidrives, oder Eliteliga die 9F Werke von Seiko oder die in den THE Citizen) diese sind mitunter aus Metall gefertigt, sind regulier und reparierbar - und treffen die Indexe :-)

Fazit: Beides gut, solange in ordentlicher Qualität gebaut.
 
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kater7

kater7

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Jetzt hast Du den Preis vergessen. In aller Regel sind Quarzuhren billiger als ihre mechanischen Pedants.

Jeder kann diese Frage nur für sich beantworten. Quarzuhren tun ihren Dienst, gefallen mir auch optisch oftmals sehr gut und können konstruktiv sehr flach ausfallen, bei mechanischen Uhren sind Gehäusehöhen von rund einem Zentimeter üblich, bei Quarzuhren oftmals die Hälfte.

Warum mag ich mechanische Uhren mehr als Quarzer? Weil mich Mechanik als solches mehr interessiert als Elektronik, mich fasziniert einfach die hohe Kunst der feinmechanischen Werke. Das muß nicht unbedingt so teuer sein, wie von Dir beschrieben, ich sammle überwiegend Vintageuhren, also so mittelalte Dinger, ab etwa 1900, womit die Frage der Langlebigkeit erst einmal geklärt wäre, so lange gibt es noch keine Quarzuhren. Richtig alte Uhren, wie sie ab und an von User Husky im Vintagebereich unter Taschenuhren vorgestellt werden sind natürlich echte Schätze und exorbitant teuer. Teilweise mit Komplikationen (Sonderfunktionen) ausgestattet die Du wohl noch nicht mal dem Namen nach gehört hast. Guck mal rein in unseren Taschenuhren Bereich, kann ich nur empfehlen.
 
Mueller27

Mueller27

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Wenn man sich hier im Forum bewegt ist eines klar: Automatik ist das einzig wahre.
Sorry, aber schon bei diesem Satz von Dir bin ich ausgestiegen und habe gar nicht weitergelesen.
Das ist mit Bezug auf das Uhrforum schlicht und einfach falsch!

Carsten
 
carpediem

carpediem

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Siehe Hinweis in Post #4. Einfach erst mal etwas einlesen.

Grüße
carpediem
 
carpediem

carpediem

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Da ich im Augenblick nur eingeschränkte Mittel zur Verfügung habe, gebe ich die Diskussion wieder frei.
Ich guck später nochmal vorbei. Also weiter. ;-)

Grüße
carpediem
 
kater7

kater7

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Carsten:

schön, das Du es so siehst und ich achte Deine Meinung sehr. Für einen "Neuling" kann es aber genau so den Eindruck erwecken, es gibt genug Threads die so oder ähnlich anfangen: meine erste richtige Uhr..... oder ......endlich angekommen, meine Erste ...... usw.

PS: Danke carpediem
 
Devilfish

Devilfish

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Beschreibt doch bitte mal eure Emotionen zum Thema Automatik oder Quarz ... aber bitte achtet auf einen freundlichen Ton. Wer weiß, vielleicht werde ich ja inspiriert :)
Ein Blick unter den Deckel einer mechanischen Uhr nötigt mir immer wieder Respekt vor der Handwerkskunst ab. Egal, ob das Werk wirklich von Hand zusammengesetzt wurde oder nur als 0815-Massenware aus einer Maschine fiel. Ich habe den subjektiven Eindruck, etwas besonderes, etwas lebendiges und unserem HighTech-Alltag entrücktes zu sehen. Im Trageverhalten der Uhr spiegelt sich dann auch gerade der genannte Aspekt des lebendigen für mich wider.

Umso ernüchternd anders ist für mich der Blick unter den Deckel einer Quarz-Uhr. Hier sehe ich etwas, dass ich nicht mit Handwerkskunst verbinde, sondern das mich an eine Verwandschaft zu einer Mikrowelle o.ä. Gebrauchsgegenständen des Alltags denken lässt. Da kann die Verpackung drum herum noch so gut gemacht sein.
 
hovi

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Das kommt doch immer auf den Typ Uhrenträger an.

Meine Frau hat z.B. überhaupt keine Lust eine Uhr aufzuziehen, geschweige denn zu stellen.
Sie mag aber hochwertige Uhren schon sehr gerne, also hat sie bei einer Colt sofort die Quarz Variante gewählt.

Ich mag es wiederum mich morgens mit einer Uhr zu beschäftigen. Und wie bei Frank, fasziniert mich die Mechanik.

Übrigens, das Automatikuhren ungenau gehen, erachte ich für nicht haltbar.
Lieber TS, rechne mal die Anzahl der Sekunden pro Tag aus. Mein 20 Jahre alte Tudor hat eine Abwichung von 1-2 sek./Tag. Wenn du dann die prozentuale Abweichung dieser Uhr ausrechnest, wirst du die mechanische Meisterleistung erkennen.
 
Spitfire73

Spitfire73

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Übrigens, das Automatikuhren ungenau gehen, erachte ich für nicht haltbar.
Richtig. Mein Citizen Ecodrive Quarzer z.B. läuft gut und gern +15 Sekunden im Monat. Macht pro Woche fast 4 Sek. plus. Täglich am Arm, unterbieten viele meiner mechanischen Werke, diesen Wert deutlich. Und längst nicht nur die teuren. Gut einreguliert und/oder über Nacht clever abgelegt, erreichen viele mechanische Werke Praxiswerte, die denen besserer Quarzwerke in nichts nachstehen.

Gruß
Helmut
 
kater7

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Das hätte ich von einer Citizen Ecodrive nie erwartet, liegt das an der Technik des Ecodrive? :shock:
 
Spitfire73

Spitfire73

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Ich vermute eher, dass das an der Serienstreuung liegt. Es ist ja schließlich kein High-End Werk. Wenn ich mich recht erinnere, werden +/- 15 oder 20 Sekunden auch als Toleranzbereich für meine Eco-Drive vom Hersteller angegeben. Gibt sicher welche, die genauer sind. Aber eben nicht alle.

Gruß
Helmut
 
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Mueller27

Mueller27

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Na dann probiere ich es noch mal, und antworte dem TS auf seine Eingangsfrage: Warum wird Automatik bevorzugt?

Der Grund ist folgender:

Was wir seit ca. 1995 als Uhren-Boom erleben, das Uhren zum globalen Status-Symbol No. 1 geworden sind, ist primär eine Renaissance der Automatik-Uhr. Das wird a) von der Industrie so gepusht und b) von den Kunden so gewollt. Das Paradoxe: Die zahlungskräftigen und auf Distinktion angelegten Kunden verlangen jetzt Werke die komplizierter, anfälliger und teuer sind.

Zudem ist der Uhren-Boom ein Retro-Trend. Schau Dir die aktuellen Uhrenkollektionen mal an: Das ist ein einziges Zurück in die Vergangenheit, als hätte es die Quarz-gesättigten 80er nicht gegeben.

Und die Marken im Entry-Segment und selbst die Billigheimer und gar die Fake-Werkstätten in Chinas Hinterhöfen: Sie alle orientieren sich seit Jahren an den großen Marken und folgen ihnen in Richtung Automatik.


So sieht es draußen aus. Hier im Uhrforum allerdings werden Quarzer geschätzt, hier haben sie ihr Reservat und manch einer - mich eingeschlossen - sammelt sie sogar. Denn für Sammler sind Quarzer echte Uhren-Historie, nix pseudo Retro-Mode. :-)

Am Wochenende habe ich ein aktuelles Foto meiner kleinen Sammlung gemacht.
Darunter immhin 6 Quarzer. Wer findet sie ?

DSC_0369.jpg
( Vergrößern durch Klicken)

Carsten
 
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kater7

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Bin echt schockiert, so eine Abweichung hatte bei mir noch keine Quarzuhr, selbst die billigsten Chinakracher konnten es immer besser...... Die recht hohe Ganggenauigkeit ist ja eigentlich ein Vorteil der Quarzuhr. Die mechanische Uhr ist da konstruktiv bedingt immer im Nachteil, egal wie tief in die Trickkiste gegriffen wurde und wie hoch die handwerkliche Leistung war. Selbst meine äußerst genau gehenden elektrischen Uhren der Vor-Quarz-Ära (Hamilton Electric, Timex Electric und Bulova Accutron) haben eine höhere Abweichung als meine Billigquarzuhren, die maximal 1s/pro Monat abweichen.
 
Astron

Astron

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Sorry, aber schon bei diesem Satz von Dir bin ich ausgestiegen und habe gar nicht weitergelesen.
Das ist mit Bezug auf das Uhrforum schlicht und einfach falsch!

Carsten
Das war etwas überspitzt formuliert aber wenn man sich die Uhrenvorstellungen anschaut, da sind äußerst selten Quarz-Uhren dabei. Alles Automatik-Ticker :)

Da ich im Augenblick nur eingeschränkte Mittel zur Verfügung habe, gebe ich die Diskussion wieder frei.
Ich guck später nochmal vorbei. Also weiter. ;-)

Grüße
carpediem
Besten Dank carpediem für die Wiederöffnung des Threads! 8-) :klatsch:

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Na schau an da kommen doch einige lesenswerte Rückmeldungen daher. Freut mich! :klatsch: Muss gleich mal los, werde aber am Abend oder morgen meine Erfahrungen posten :)
 
L

Laie

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...
- Gangreserve so lange die Batterie hält (bei Solar theoretisch bis zum mechanischen Exodus)
...
Vergiss das ganz schnell wieder.
Von der ständigen Batterie Wechselei bis zum Abwinken angeödet, dachte ich mir anfangs: Kaufst dir eine G-Shock Funk- Solar, hast du Ruhe. Bis zum undenkbar eintretenden mechanischen Exodus. Und geht immer genau.

Wunschdenken. Die schxxss Realität:

Nach 4 Jahren war Ruhe, der Akku dafür kostet mindestens das 5 fache einer Batterie. Nun funktioniert zwar die Uhr nach dem Wechsel (der mich zum gefühlt hundertsten Mal angeödet hat) wieder, findet aber kein Funksignal. Keine Möglichkeit, die Zeit manuell einzustellen.

So einfach ist das also nicht. Kein Vorteil für Quartz.
 
P

paysdoufs

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[klugscheissermodus]

[...] mechanischen Exodus. Und geht immer [...]

[/klugscheissermodus]

Hat mir schon im Eingangspost die "life scientist"-Zehennägel gekräuselt. Also tut jetzt eine Richtigstellung Not:
Ich bin mir ziemlich sicher dass Ihr über den mechanischen EXITUS (nicht EXODUS) sprechen wolltet. ;-)

Weitermachen 8-)
 
olderich

olderich

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Hallo,

in früher Jugend gabe es nur mechanische Uhren, kann mich noch erinneren, wie ich eine Uhr mit braunem Zifferblatt immer bis zum Anschlag aufgezogen habe (heute gruselt mich dabei). Danach kamen einige Quartzuhren, waren einfach praktisch und unverwüstlich und habe nicht viel bis garnicht darüber nachgedacht. 2003 oder so hat mich plötzlich eine Glashütte Original bei Wempe angelacht und nach Monaten des Drumherumstreichens habe ich sie gekauft. Im Unterbewusstsein war da schon der Mainstream der Zeit angekommen. Es ist einfach in, mechanische Uhren zu haben. Nach etlichen weiteren Mechanischen bin ich mittlerweile wieder an einem Punkt angekommen, an dem die Uhr an sich, losgelöst vom Uhrwerk, mein Interesse weckt. Die Uhr als Kunstwerk muss nicht unbedingt ein mechanisches Werk haben. Eine JLC Reverso Quartz gehört auch zu meinen kleinen Schätzen, ebenso etl. Tissot mit Quartzwerk.
Im Hinterkopf habe ich noch, dass mechanische Uhren eher ihren Wert halten (bilde ich mir vielleicht ein, ist dem Zeitgeist geschuldet).
Werde in Zukunft, falls überhaupt noch mal, Uhren nicht nach ihrem Uhrwerk, sondern ihrem Uhren-Appeal auswählen.
ciao olderich
 
B

Brelex

Guest
Ob das letztlich sachlich zu begründen ist, weiß ich nicht. Mit einer mechanischen Uhr erwirbt man vom Prinzip her eine alte Technik, deren Aufzugfeder immer wieder gespannt werden muss und die mitunter doch recht ungenau die Zeit anzeigt.
Man erwirbt damit allerdings auch ein Stück (Zeit)Geschichte, ein Produkt mit inneren Werten und eben auch Technikkunst.

Quarz steht, sicher zu unrecht, für eine charakterlose und billige Antriebstechnik, die im Widerspruch zur Leidenschaft zu stehen scheint.

Aber um ehrlich zu sein...ich kann jeden verstehen, der eine Quarzuhr trägt und glücklich damit ist.
Warum auch nicht. Aus Sicht eines Uhrenträgers, der Zuverlässigkeit, Einfachheit im Umgang und Präzision in den Vordergrund stellt, kann es nichts besseres geben.
 
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