Automatik Uhrwerk mit "35 Jewel"

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#1
E

epsonic

Guest
Hallo,
man sieht oft bei Automatikuhren folgendes:
"35 Juwel"
Was hat das genau zu bedeuten.
Hat das was mit der genauigkeit zu tun?
Was für Genauigkeitszahlen sind bei Automatikuhren mit einem Wert < 1500 Euro zu erwarten?
Sind 5 bis 10 Sekunden Verspätungen am Tag normal?
Oder sind die Teuere Automatikuhren wirklich genau so Präzise wie vom Batteriebetriebene Uhren.
Danke
 
#2
Cave

Cave

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"Juwelen" (natürlich künstlich) werden als Lager für bewegliche Teile im Werk einer Uhr eingesetzt. Mechanische Uhren haben 17-50 meist abhängig von der komplexität des Uhrwerks. Die Anzahl der Steine sagt dabei übrigens nichts über die Qualität des Uhrwerks aus.
 
#3
mecaline

mecaline

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Auch die teuerste Automatikuhr ist selten so genau wie eine einfache Quartzuhr. Das liegt nun mal in der Natur der Sache. 5-10 Sekunden pro Tag sind tatsächlich normal, Zeiten unter 5 Sekunden sind durchaus erreichbar, aber eben nicht selbstverständlich.

Dabei ist es schon so ähnlich, wie cave es sagt. Auch ein einfaches Automatikwerk, z.B. ein Citizen 8215 erreicht bei guter Justierung auch 3-4 Sekunden Abweichung pro Tag und ist damit genauso exakt (oder halt nicht exakt) wie ein Rolex-Werk.

Wenn Du ein Automatik-Werk haben möchtest bei gleichzeitiger hoher Genauigkeit könnte z.B.eine SeikoKinetik für Dich interessant sein.Dabei wird die Quartz-Batterie durch einen Rotor ersetzt, der die Quartzuhr mit Energie antreibt. Sozusagen ein Zwitter.

Hat aber m.E. nicht den Charme einer "echten" Automatik.
 
#4
K

Korny

Guest
Zusatz: im Netz habe ich mal ne Auflistung gefunden, die aufzeigt was mit Rubinen gelagert Sinn ergibt und was nicht.

Somit sind die Argument für die Anzahl der Steine schnell hinweg.

Ich hab Uhren für 60,- mit alten Wehrmachtswerken, die kaum ungenauer gehen als teure Valjoux oder ETA der höchsten Qualitätsstufe. Klar merkt man was aber im Bereich von ca. 2 sek/Tag nach einregulieren der alten Uhren.

Gruß
Andreas
 
#5
Junnghannz

Junnghannz

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Hallo epsonic!

Ich nehme an, mit "Verspätungen" meinst Du den Vorgang/Nachgang einer mechanischen Uhr.

"35 Jewels" liest man übrigens häufig bei Billig-Uhren aus China, die oft mit extrem hohen Steinzahlen versuchen, eine hohe Qualität zu suggerieren, die in der Praxis nicht gegeben ist!

Hochwertige und langlebige Automatikwerke für Dreizeigeruhren mit Wochentags-/Datumsanzeige besitzen oft 21 bis 25 Steine - auch das bewährte und sehr ganggenaue Chronographenkaliber ETA/Valjoux 7750 hat "nur" 25 Steine. Gute Handaufzugswerke wie das ETA 6497 kommen mit 17 Steinen aus.

Die Ganggenauigkeit hat weniger mit dem Verkaufspreis einer Uhr zu tun als mit der Sorgfältigkeit der Regulierung. Auch preiswerte Massenfabrikate wie das ETA 2824-2 oder das Citizen 8203 sind zu sehr guten Gangleistungen fähig - nicht zu vergessen die Orient-Kaliber, mit denen ich bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht habe, obwohl diese Uhren teilweise schon für deutlich unter 100,- Euro zu haben sind.

Prinzipiell läßt sich wohl jede mechanische Uhr mit Qualitätsuhrwerk ohne größeren Aufwand auf chronometerähnliche Gangwerte bringen - jedenfalls unter 10 s Vorgang/Nachgang pro Tag. 5 s sind für eine Automatikuhr übrigens schon ein wirklich guter Wert!

Mit "batteriebetriebene Uhren" meinst Du Quarz-/Funkuhren. Natürlich erreicht selbst die beste mechanische Uhr niemals die Gangstabilität einer guten Quarzuhr. Sind Dir möglichst geringe Gangabweichungen das wichtigste Kriterium beim Uhrenkauf, so solltest Du zu einer Quarzuhr greifen.

Viele Grüße

Wolfgang
 
#6
Junnghannz

Junnghannz

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mecaline hat gesagt.:
Wenn Du ein Automatik-Werk haben möchtest bei gleichzeitiger hoher Genauigkeit könnte z.B.eine SeikoKinetik für Dich interessant sein.Dabei wird die Quartz-Batterie durch einen Rotor ersetzt, der die Quartzuhr mit Energie antreibt. Sozusagen ein Zwitter.
Auch diese Uhren haben eine Batterie - als Zwischenspeicher! Außer dem Rotor haben sie eigentlich nichts mit einer Automatikuhr gemeinsam, da ja fast die gesamte für eine mechanische Uhr typische Antriebsmechanik, insbesondere auch die Hemmungspartie, bei einer solchen Uhr nicht vorhanden ist!

mecaline hat gesagt.:
Hat aber m.E. nicht den Charme einer "echten" Automatik.
Sehe ich genauso! 8)

Viele Grüße

Wolfgang
 
#7
mecaline

mecaline

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Ups,

hab ich nicht gewusst, dass die Kinetic auch Batterien haben :oops:
 
#8
Junnghannz

Junnghannz

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mecaline hat gesagt.:
Ups,

hab ich nicht gewusst, dass die Kinetic auch Batterien haben :oops:
Genauer gesagt, es handelt sich um Akkumulatoren, die den Strom, den der Generator produziert, speichern - sonst würden diese Uhren ja sofort stehenbleiben, sobald sie nicht mehr ausreichend bewegt werden und der Rotor-Generator keinen Strom mehr erzeugen kann! :wink:

Viele Grüße

Wolfgang
 
#9
eastwest

eastwest

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Junnghannz hat gesagt.:
Hallo epsonic!

Ich nehme an, mit "Verspätungen" meinst Du den Vorgang/Nachgang einer mechanischen Uhr.

"35 Jewels" liest man übrigens häufig bei Billig-Uhren aus China, die oft mit extrem hohen Steinzahlen versuchen, eine hohe Qualität zu suggerieren, die in der Praxis nicht gegeben ist!

Hochwertige und langlebige Automatikwerke für Dreizeigeruhren mit Wochentags-/Datumsanzeige besitzen oft 21 bis 25 Steine - auch das bewährte und sehr ganggenaue Chronographenkaliber ETA/Valjoux 7750 hat "nur" 25 Steine. Gute Handaufzugswerke wie das ETA 6497 kommen mit 17 Steinen aus.
Das stimmt (fast) alles, vor allem bezüglich der Chinawerke. Aber das 7750 hat nicht "nur" 25 Steine, sondern es gibt zwei Ausgaben, und davon hat eines "sogar" 25 Steine, das andere nämlich nur 17 (!).

Gruß, eastwest
 
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