Automatik Uhren mit Tidenanzeige?

Diskutiere Automatik Uhren mit Tidenanzeige? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebe Forumsmitglieder, kürzlich ist mir mal wieder eine Ball-Watch Werbung für eine Uhr mit Anzeige von Ebbe/Flut in den E-Mail Eingang...
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NonStopGuru

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Liebe Forumsmitglieder,
kürzlich ist mir mal wieder eine Ball-Watch Werbung für eine Uhr mit Anzeige von Ebbe/Flut in den E-Mail Eingang geflattert. Für einen Urlaub an der Nordsee wäre das ganz praktisch. Ich habe dann nach Alternativen geschaut und es gibt da anscheinend nicht viele (Quarzuhren schon, aber die mag ich nicht). Gefunden habe ich etwas von Corum (gefällt mir nicht wirklich gut) und IWC (weit außerhalb des Preisbereichs und bisher nur in Gold - keine Urlaubsuhr). Gibt es da sonst noch was? Bei der Ball ist es wohl so, dass man die Lünette in zwei Schritten einstellt und dann eine Anzeige für 2 Wochen hat, d.h. am Beginn des Urlaubs richtet man das ein und danach stimmt es dann (für den Strandurlaub hinreichend gut). Kennt hier jemand noch eine Alternative? Danke für die Antworten!

Gruß
Werner
 
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Nikolaus Be.

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Z.B. Delma:

1630174947359.jpeg

siehe hier:

Introducing - Delma Oceanmaster Tide Automatic (Specs & Price)
 
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NonStopGuru

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Das ging ja schnell, danke erstmal. Verstehe ich das richtig, dass man die Delma einmal täglich neu justieren sollte? Sie zeigt auch leider keine Spring- und Nippflut an (weil keine Mondphase). Kostet natürlich auch nur die Hälfte der Ball...
 
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NonStopGuru

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Danke, ich studiere gerade die Oris. Die finde ich gar nicht übel und ist auch preislich im Rahmen.
 
clocktime

clocktime

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Das kannst du mit jeder Uhr mit Drehlünette machen. Den Pfeil bei 0 auf High Tide stellen, 180 Grad weiter ist Low Tide.
Das ist etwas hemdsärmlig. Zwischen zwei Fluten (oder Ebben, logisch) sind es 12 Stunden, 25 Minuten, das bedeutet, dass die von Dir veranschlagten sechs Stunden nicht genau sind. Ist sicher egal, wenn man sich nur zwei oder drei Tage im Tidengebiet aufhält. Wenn man hingegen länger dort ist, wird die Abweichung schon grösser. Und beim Bootfahren geht das gar nicht (zugegeben, dann nimmt man die Tidentafeln zu Hilfe).
 
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Danke an alle, die geantwortet haben. Inzwischen habe ich auch noch selbst ein wenig recherchiert. Eine "richtige" Gezeitenanzeige müsste einen Zeiger haben, der eine Runde in 12h25m dreht (wie der Vorposter schrieb). Soweit ich gesehen habe, gibt es so etwas kaum. Die Corum Admiral Cup's Tides (viele Modelle) scheint das zu tun, aber anfreunden kann ich mich nicht so recht mit dem Modell. Dann gibt es die IWC IW344001. Eine wunderschöne Uhr, aber preislich unerreichbar und als "Stranduhr" völlig ungeeignet. Die Oris zeigt m.E. (ich lasse mich gerne belehren) die aktuellen Tiden gar nicht an, sondern nur die zu erwartenden Höhen. Die Idee bei der Ball scheint zu sein, dass man für einen Tag mit den 6 Stunden approximiert und am nächsten Tag mit einer Korrektur aufsetzt (so ganz habe ich es nicht verstanden). Deshalb funktioniert es wohl für 2 Wochen nach einmaliger Einstellung für den Standort durch zwei getrennt verstellbare Drehringe. Exakt die selbe Idee hatte auch schon Heuer in den 70ern (Modell Solunar). Die Ähnlichkeit ist "plagiatsverdächtig", aber vielleicht gibt es kein Patent, das ist ausgelaufen oder Ball baut in Lizenz. Ich will nichts unterstellen. Das "diese Uhr passt" Gefühl stellt sich bei mir noch nicht so richtig ein. Vielleicht sollte ich im Urlaub an die Ostsee fahren...
Gruß
Werner
 
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NonStopGuru

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Danke,
in der Bedienungsanleitung steht: "Der Gezeitendrehring muss also alle 12Stunden 25 Minuten verstellt werden, um exakte Wasserstandswerte für den gewünschten Ort anzeigen zu können." Ich finde das etwas kurios, dass man eine Uhr in festen Zeitabständen verstellen muss, damit sie das Richtige anzeigt. Genau das soll ja eigentlich die Komplikation leisten.
 
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NonStopGuru

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Coole Maschine, in der Tat! So genau muss es gar nicht sein... Die Mareographe ist interessant, aber wohl nicht so ganz aktuell...
 
Cheops

Cheops

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Hallo Werner,

Das Hauptproblem wird sein, dass ein Tag 24 Stunden, aber die Gezeiten sich nicht an die Uhrzeit halten.

Problemlos ist es über ein Smartphone ablesbar - wenn es auf mechanische Art gelöst werden soll, wird hier ein erheblicher Aufwand notwendig sein. Dieses ist dann (wahrscheinlich) nicht für 2-3k darstellbar sein.

Im Forum ist mir nur der @Rainer Nienaber bekannt, der hier zumindest eine Schätzung des Aufwands abgeben könnten.

Da der Markt zudem Recht klein ist, wird kaum ein großer Hersteller hier im Bereich bis 5k mehr als eine Lünettenlösung (oder vergleichbares) anbieten.

Elektronisch hingegen ist nahezu alles theoretisch möglich.

Gerrit

Edit: ob man nun einen Chrono neu startet oder die Drehlünette dreht: beides macht arbeit. Bei der Heuer muss man doch dann auch im genau richtigen Moment starten? Oder habe cih da einen Denkfehler?
 
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NonStopGuru

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Naja,
elektronisch kostet es ein paar Zeilen Code - das ist klar. Ich verstehe es so: die Gezeiten haben eben nicht einen 24 Stunden Rhythmus, sondern eine Periode von 12 Stunden 25 Minuten (in etwa). Also müsste es einen Zeiger geben, der in diesem Intervall einmal die 360° durchläuft. Das ist nicht der Normalfall, aber mit einem normalen Räderwerk lösbar. Bei Ankunft an einem gewissen Ort muss man diesen Zeiger einmalig stellen, weil die Gezeiten ja ortsabhängig sind. Danach wäre es für diesen Ort richtig. So macht es m.E. die Corum und auch die IWC. Die "Lösung" von Heuer (vielleicht auch schon früher erfunden, kopiert von Ball) ist zumindest für 2 Wochen ein für einen Urlauber akzeptabler Kompromiss. Man stellt einmalig die Lünetten (zumindest habe ich das so verstanden) und dann ist es für 2 Wochen ablesbar. Profis verwenden ohnehin elektronische Geräte.
Werner
 
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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Wenn von einem Höchststand bis zum nächsten 12 Std 25 Min. vergehen, müsste ein Zeiger, ähnliche wie GMT, sich mit dieser Geschwindigkeit drehen.
 
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