Aufzugswelle entfernen Lepine-Kaliber IV - Schlüsselaufzugtaschenuhr

Diskutiere Aufzugswelle entfernen Lepine-Kaliber IV - Schlüsselaufzugtaschenuhr im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo liebe Community, ich benötige ganz dringen Eure geschätzte Hilfe: Ich besitze eine schöne Lepine-Kaliber IV - Schlüsselaufzugtaschenuhr...
berni_01

berni_01

Themenstarter
Dabei seit
27.02.2021
Beiträge
14
Ort
Dreieich-Sprendlingen
Hallo liebe Community,

ich benötige ganz dringen Eure geschätzte Hilfe:

Ich besitze eine schöne Lepine-Kaliber IV - Schlüsselaufzugtaschenuhr mit dem fliegenden Federhaus.

An der Aufzugfeder ist der Endhaken gebrochen und ich habe mir eine neue Feder besorgt, die auch in das Federhaus eingelegt werden konnte.

Die Federn haben am anderen Ende des Endhakens eine rechteckige Aussparung die in den Mitnehmer der Aufzugswelle beim Aufziehen eingreifen soll.

Allerdings ist diese Aussparung der neuen Feder „außermittig“ gefertigt, und zwar so, dass der Mitnehmerbolzen der Aufzugswelle nicht eingreifen kann.

Jetzt sehe ich drei Möglichkeiten zur Lösung meines Problems:

  • Aufzugswelle entfernen, Mitnehmerscheibe entfernen, eine neue Mitnehmerscheibe drehen und einen neuen Bolzen radial einpassen. Dieser neue Bolzen soll dann die neue Feder beim Aufziehen mitnehmen.
  • Die rechteckige Aussparung der neuen Feder passend modifizieren.
  • Die neue Feder an der unteren Seite im Bereich der Mitnehmerscheibe abschleifen, so dass diese Feder dann tiefer im Federgehäuse liegt und dann beim Aufziehen hoffentlich den alten Mitnehmerbolzen findet.
Die erste Lösung erscheint mir am nobelsten. Denn wenn ich die neue Feder abändere und mir später die Feder wieder defekt geht, dann geht alles wieder von vorne los.


Jetzt mein Problem: ich kann die Aufzugswelle nicht aus dem Federhaus entfernen; auch nicht durch „leichtes“ schlagen auf die Aufzugswelle am entgegengesetzten Ende des Schlüsselvierkantes.


Vielleicht hat jemand von Euch einen Vorschlag oder eine Lösung für mich parat.

Danke für Eure Unterstützung,

Bernhard.
 

Anhänge

  • 1.jpg
    1.jpg
    341 KB · Aufrufe: 12
  • 2.jpg
    2.jpg
    328,9 KB · Aufrufe: 15
AHVintage

AHVintage

Dabei seit
09.02.2017
Beiträge
406
Ort
Karlsruhe
1. Regel ist, das neue Teil (hier: Feder) wird an die Uhr angepasst, nicht anders rum!

Die von Dir sog. "Mitnehmerscheibe" ist m.W auf die Federhauswelle (Aufzugwelle ist was anderes!!) aufgeschraubt.

4. Möglichkeit: besorge Die eine ordentliche Feder mit Loch in der Mitte, statt dieser blauen Feder aus anno-Tobak Beständen :-)

Frank
 
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

Uhrenhersteller, Nienaber
Dabei seit
28.10.2010
Beiträge
5.460
Ort
O W L
Ich würde es erst mal mit einer neuen Zugfeder probieren, bevor ich an vorhanden Teilen etwas ändere.
 
Schraubendreher

Schraubendreher

Dabei seit
20.11.2019
Beiträge
2.414
Ort
Zwischen den Meeren
Hallo Bernhard,

wenn überhaupt, dann das Loch in der Zugfeder an den Federkern anpassen und nicht umgekehrt. Die "Mitnehmerscheibe" ist Teil des Federkerns (nicht "Aufzugswelle") und kann nicht getrennt werden. Du müsstest einen kompletten Federkern anfertigen. Da dürfte eine neue Zugfeder deutlich weniger aufwendig sein.
Das Sperrad wird auf das Vierkant aufgepresst sein. Ich würde versuchen es runter zu hebeln. Wenn das nicht geht, einen Lochamboss über den Kern stülpen, so dass das Federhaus auf dem Amboss aufliegt und die FH-Brücke auf dem Haus. Dann von oben das Vierkant vorsichtig aus dem Sperrad schlagen.
Wenn das auch nicht geht, alles so zusammen lassen. Reinigen und durch den Ausschnitt in der FH-Brücke schmieren.

Bis dann:
der Schraubendreher
 
berni_01

berni_01

Themenstarter
Dabei seit
27.02.2021
Beiträge
14
Ort
Dreieich-Sprendlingen
Hallo Frank, danke für Deine schnelle Antwort. In der Zwischenzeit habe ich die Federhauswelle entnehmen können; war tatsächlich geschraubt.
Jetzt werde ich sehen, wie ich meine teure Feder, die ich neu gekauft habe, in mein Federgehäuse ordentlich einbauen kann. Ich denke, dass ich mir einen neuen Federkern drehen werde und dann einen neuen Messingstift in diesen einsetze.
Danke noch einmal; Bernhard.
 
F

FritzP

Gesperrt
Dabei seit
18.07.2010
Beiträge
594
Ort
Dresden
Oh ja Berhard,
da geben Dir 2 wirkliche Fachleute sachdienliche Hinweise wie es fachgerecht gemacht werden sollte und Du entscheidest Dich trotzdem zu Deiner eigenen "Lösung".
Das motiviert natürlich, Dir und möglicherweise auch anderen Fragestellern Ratschläge zu geben.
Weshalb fragst Du überhaupt, wenn Du ohnehin Deinen eigenen Weg gehen willst.
 
berni_01

berni_01

Themenstarter
Dabei seit
27.02.2021
Beiträge
14
Ort
Dreieich-Sprendlingen
Hallo Fritz, zunächst danke für Deine Kritik. Was ich noch nicht erwähnt habe ist, dass der Federkern mit dem Messingstift (oder ähnliches) ziemlich verschlissen und ramponiert ist. Aus diesem Grund, und auch aus dem Grund der Herausforderung für mich und meine neue Drehmaschine, möchte ich diesen Federkern drehen, eine Bohrung für den Haken setzen und einen Messingstift oder ähnliches darin einsetzen. Ich bin gespannt ob mir das gelingt.
Übrigens: Mein ursprüngliches Problem ist die Demontage des Federkerns und des Federhauses von der Brücke gewesen; weil ich nicht wusste, dass der Federkern auf der Welle verschraubt gewesen ist. Deshalb auch auch hat alles vorsichtige schlagen auf das (richtige) Wellenende nichts genutzt. Das Sperrrad sitzt "locker" auf der Welle und fällt von alleine ab.
 
Schraubendreher

Schraubendreher

Dabei seit
20.11.2019
Beiträge
2.414
Ort
Zwischen den Meeren
Hallo Berni,

die Konstruktion mit dem zweiteiligen Federkern ist mir tatsächlich neu. Ich war davon ausgegangen, dass der Kern ein Teil ist und das Sperrad auf das Vierkant aufgeschlagen wurde.
Wenn der Federendhaken aus Messing ist, ist er vermutlich nicht original. Der Kern (oder in diesem Fall der verschraubte Mitnehmer) wird aus Stabilitätsgründen eigentlich immer aus einem Stück gefertigt und der Endhaken dann aus dem rund gedrehten Teil durch fräsen oder feilen herausgearbeitet. Ein Messingendhaken wäre nicht stabil genug und macht aus uhrmacherischer Sicht keinen Sinn.
Und bedenke dass das Gewinde vermutlich nicht metrisch ist und auch kein anderes Normgewinde. Du müsstest also vermutlich den kompletten 2-teiligen Kern fertigen.

Bis dann:
der Schraubendreher
 
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

Uhrenhersteller, Nienaber
Dabei seit
28.10.2010
Beiträge
5.460
Ort
O W L
Ich kenne das so, dass die Achse mit Vierkant und Sperrrad aus einem Stück sind. Der "Mittnehmer" ist mit einem feine Gewinde (Feingewinde) aufgeschraubt.
Den kann man auch gut nacharbeiten, wenn der Haken abgenutzt sein sollte.
Aber wie FritzP schon sagte, mach das, wie Du es für richtig hälst. Aber erwarte keine weiteren Ratschläge, die Du ja sowieso nicht beherzigst.
 
berni_01

berni_01

Themenstarter
Dabei seit
27.02.2021
Beiträge
14
Ort
Dreieich-Sprendlingen
Hallo Rainer, Hallo Schraubendreher.
Ich muss mich berichtigen: Der Vierkant für den Schlüssel und das Sperrrad ist miteinander fest verbunden; ist mein Fehler gewesen-
Davon abgesehen möchte ich weiterhin hier im Forum um Ratschläge oder Vorschläge bitten. Denn wenn mich jemand um Rat fragen sollte, so bekommt dieser auch von mir eine Antwort, ohne das ich davon ausgehen muss, dass derjenige dann auch so handelt wie ich handeln würde.
Wenn jetzt jemand glauben sollte ich sei beleidigt, der irrt. Ich tue hier nur höflich meine Meinug kund.
Ich grüße Euch alle, Bernhard.
 
Schraubendreher

Schraubendreher

Dabei seit
20.11.2019
Beiträge
2.414
Ort
Zwischen den Meeren
Moin Berni,

Das wesentliche Problem ist, dass die Feder die Du besorgt hast schlecht gefertigt wurde. Also entweder nacharbeiten (aber dann wird sie eventuell instabil) oder eine andere Zf besorgen. Ich würde letzteres machen.
Und dann schauen ob und wie Du sie am Mitnehmer fest bekommst. Vielleicht passt sie ja, ansonsten den vorhandenen Endhaken nacharbeiten. Das geht eigentlich fast immer. Falls nicht, an der gegenüberliegenden Seite des Mitnehmers einen neuen machen. Falls da schon ein Bolzen aus Messing drin sitzt, einen neuen aus Stahl anfertigen.
Einen neuen Mitnehmer anfertigen wäre für mich die letzte Wahl, wegen des unklaren Gewindes.

Bis dann:
der Schraubendreher
 
berni_01

berni_01

Themenstarter
Dabei seit
27.02.2021
Beiträge
14
Ort
Dreieich-Sprendlingen
Hallo Schraubendreher,

Du hast recht. Eine neue Zugfeder ist bereist unterwegs. Sollte diese passen dann ist alles Okay. Ansonsten werde ich das so machen wie Du vorgeschlagen hast. Den Mitnehmer/Federkern auf der gegenüberliegenden Seite bearbeiten und einen neuen Stahlstift eintreiben; dass sollte dann auch funktionieren.
Danke für den Rat und den Hinweis mit dem Gewinde; daran hatte ich nicht gedacht,
Ich grüße Dich, mach`s gut.
 
Thema:

Aufzugswelle entfernen Lepine-Kaliber IV - Schlüsselaufzugtaschenuhr

Aufzugswelle entfernen Lepine-Kaliber IV - Schlüsselaufzugtaschenuhr - Ähnliche Themen

Vorstellung und Beschreibung der Elgin-Haller Drehpendeluhr: …und ein weiterer Jahresuhren Exot: diesmal von Elgin-Haller. Ebenfalls eine hier seltene, mechanische Drehpendeluhr und eine der letzten...
Vorstellung und Revision der Kundo "motordrive" Drehpendeluhr: Nach länger Zeit der Foren Abstinenz möchte ich Euch hier eine seltene mechanische Drehpendeluhr (nach 1945) und die wohl letzte mechanische DPU...
Westclox: Billigheimer aus den USA (Dollar Pocket Watch) und eine interessante indirekte Zentralsekunde (Westclox 7 / 7T-1 / 90001 / 90002): Heute habe ich etwas getan, was bei euch als Uhrensammler nur auf Entsetzen und Abscheu stossen kann. Ich habe ein Uhrwerk zersägt. Nach Strich...
Ein bisschen sowas wie Konstantkraft: Armin Strom Gravity Equal Force ST19-GEF.90.AL.M.35: Obwohl meine Sammlung schon als Ansammlung bezeichnet wurde, verfolgt sie zumindest in meinem Kopf eine relativ klare Strategie. Doch diese...
Ducado Pforzheim PUW 1560: Nachdem ich diese Uhr ja schon kurz im Vintage-Forum vorgestellt habe, nun ein eingehend technischer Bericht. Ich möchte mich für die teils...
Oben