Audemars Piquet: Interview mit dem Chef F.-H. Bennahmias

Diskutiere Audemars Piquet: Interview mit dem Chef F.-H. Bennahmias im Uhren News Forum im Bereich Uhren News; Heute in der NZZ: Audemars-Piguet-Chef Bennahmias im Gespräch
#3
P

paysdoufs

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Kaufen die Jungen online? -
Nein, denn sie machen sonst schon alles online. Wenn es um so exklusive Dinge geht, dann wollen sie Interaktion. Sie wollen sich Zeit für das Produkt nehmen und wissen, was dahintersteckt. Die Jungen stellen viele Fragen und wollen mehr Transparenz denn je.
Hört hört...

Die Beobachtungen zu den AP Houses dürften wiederum allerdings nur auf 0,5% der Weltbevölkerung zutreffen. Aber wenn ihnen das reicht...
 
#4
Krönchen

Krönchen

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Ich fand den Artikel auch sehr interessant. Bennahmias hat offensichtlich einen ganz anderen Blick auf die Uhrenbranche als Leute wie Aeschlimann, Granger-Herr, Kern, Biever und Hayek. Als konzernunabhängige Firma hat AP natürlich auch andere Freiheiten, Dinge auszuprobieren und muss sich nicht von Wachstumszwängen und Quartalszahlen treiben lassen. Und der Erfolg gibt ihm recht.
Die Idee mit den Apartments finde ich recht clever...
 
#5
Devilfish

Devilfish

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Danke für's Teilen.

"Wir haben sie ihm nicht nur verkauft, sondern ihm auch erlaubt, die Uhr auf seinem Social-Media-Account zu lancieren." Wie gnädig, dass AP dem Kunden erlaubt hat, Bilder seiner gekauften Uhr auf Instagram zu posten.
 
#6
ZZZmarkZZZ

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AP geht seinen eigenen Weg und ist in vielen Belangen damit Vorreiter. Sie sind aber auch in einem sehr exklusiven Kundensegment unterwegs. Und gleichzeitig bedienen sie ein junges Klientel (erfolgreiche Jungunternehmer oder Kinder von reichen Eltern) wie auch eine ältere Kundschaft, die sich etwas Schönes, Tradition oder Uhrmacherkunst leisten möchte. Es ist mir Sicherheit eine Herausforderung, diesen Spagat immer hinzubekommen. Da nicht alle gleichartig vernetzt sind oder ähnliche Bedürfnisse haben. Der Erfolg gibt AP recht und mir scheint auch, dass sie so flexibel sind, dies bei Bedarf wieder anzupassen oder weiter zu optimieren, wenn es dann doch etwas anders kommt. Es ist mit Sicherheit richtig, neue Wege zu gehen. Denn Stillstand ist meistens die schlechteste Option weiterzukommen.
 
#7
Spitfire73

Spitfire73

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Recht hat immer der, der mit seinem Konzept erfolgreich ist. Ob man das Modell von AP auf andere Hersteller 1:1 übertragen kann, steht freilich auf einem anderen Blatt Papier. Der Kontakt zu und das Teilen mit der eigenen Peergroup werden zugleich auch immer wichtiger. Genauso wie der Kontakt zum Hersteller. Viele Käufer wollen angesprochen bzw. gebauchpinselt werden und Feedback. Und sei es das "Erlauben", Fotos zu posten.

Gruß
Helmut
 
#8
Taraxacum

Taraxacum

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Schönes Interview, danke! Finde die Ausführungen angenehm plausibel und unaufgeregt.
 
#9
Devilfish

Devilfish

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. Sie sind aber auch in einem sehr exklusiven Kundensegment unterwegs. Und gleichzeitig bedienen sie ein junges Klientel (erfolgreiche Jungunternehmer oder Kinder von reichen Eltern) wie auch eine ältere Kundschaft, die sich etwas Schönes, Tradition oder Uhrmacherkunst leisten möchte. Es ist mir Sicherheit eine Herausforderung, diesen Spagat immer hinzubekommen.

Ich mag und respektiere AP sehr. Irgendwie erscheint mir deren Klientel zweigeteilt: Die ältere Kundschaft, die Tradition und Uhrmacherkunst mag und daher zu RO und Konsorten greift, und die Erben- und Neureichengeneration, die gerne zur ROO greift, welche bei mir mittlerweile dasselbe Image der Träger hat wie Big Bang und Co.: Dick, Blingbling, Protz.
Ich finde, beide Sachen passen nicht zusammen aber der Erfolg gibt AP letztlich recht.
 
#10
nanda

nanda

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Wirklich aufschlussreich. Ich war nur erstaunt, dass der Durchschnittskunde von AP 30 bis 35 Jahre alt sein soll. Nicht unbedingt wegen des erforderlichen Budgets. Eher, dass die Designsprache bei dem jüngeren Publikum so ankommt.
 
#11
M

Marlboro

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Klingt alles sehr vernünftig, auch wenn ich persönlich die Juweliergeschäfte in den Innenstädten vermissen würde, denn Boutiquen gibt es ja nur in den A+ Gegenden.
 
#12
le0p0ld

le0p0ld

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Wirklich aufschlussreich. Ich war nur erstaunt, dass der Durchschnittskunde von AP 30 bis 35 Jahre alt sein soll. Nicht unbedingt wegen des erforderlichen Budgets. Eher, dass die Designsprache bei dem jüngeren Publikum so ankommt.
Echt? Die RO ist doch ein markanter Klassiker, die ROO hingegen eine ziemlich junge Uhr. Die Reduzierung von AP auf die RO bitte ich zu verzeihen... :D
 
#13
Krönchen

Krönchen

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Die Reduzierung von AP auf die RO bitte ich zu verzeihen... :D
... und doch ist sie realistisch gesehen eine Tatsache - AP entwickelt sichin meiner Wahrnehmung seit langem zu einer Ein-Produkt-Marke, bzw. genauer gesagt, zu einer Marke mit einer Produktlinie - nämlch RO - mit inzwischen einer großen Menge an Derivaten und Abwandlungen. Die anderen Produktlinien von AP hingegen sind in der Wahrnehmung von Uhreninteressierten quasi nicht existent.

Man kann sich natürlich fragen, ob diese Konzentration auf die RO-Linie gut oder schlecht ist. Bei Rolex verhält es sich im Grunde nicht anders. Alles Wesentliche basiert dort auf der Oyster-Grundform, die Zweitlinie Cellini führt hingegen eher ein Nischendasein. PP hingegen hat es geschafft, sich breiter aufzustellen und mit Calatrava, Natilus usw. mehrere erfolgreiche Linien parallel zu führen.
 
#14
A

amvox

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Calatrava erfolgreich ? Naja würde ich mal sagen. Im Vergleich zu Jules Audemars und Millenary sicherlich. Kommt halt immer drauf an, was man unter erfolgreich versteht. Patek ist in erster Linie ganz klar Nautilus. Danach kommt die Aquanaut. Dann lange nichts, dann Calatrava....

Sicher verhält es sich bei Patek anders als bei AP. Die würde es ohne die RO garnicht mehr geben. Bin gespannt wie die Neue Zwiebel von AP aussieht. Vielleicht gibts ja bald eine RO Konkurrenz. Wäre sicher nicht schlecht....
 
Zuletzt bearbeitet:
#16
TimeWillTell

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Mal wieder ein gutes Interview von Bennahmias. Finde die AP-Strategie hat Hand und Fuß und er begründet jeden der Schritte absolut nachvollziehbar.

Ob das ganze dann auch wirklich von Erfolg gekrönt wird, bleibt abzuwarten.

Aber alleine die Wachstumszahlen sind schon beeindruckend, gerade im Vergleich zu manch anderen Marken und Konglomeraten.

Und dass der durchschnittliche AP-Kunde "nur" 30-35 Jahre ist, hat mich überrascht. Hätte ich nicht gedacht.
 
#18
Natuhrgelb

Natuhrgelb

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Bzgl Durchschnittsalter.... dass hieße ja, dass für jeden 50-Jährigen auch gleich ein 10-Jähriger sich seine RO einpacken lässt....

Ich glaube, bei dieser Aussage stand wohl eher der Marketing-Charakter im Vordergrund.
 
#19
Natuhrgelb

Natuhrgelb

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Patek ist in erster Linie ganz klar Nautilus. Danach kommt die Aquanaut. Dann lange nichts, dann Calatrava....
Ist das so? Ich frage ernsthaft - vielleicht erleben wir das auch nur so in unserer „Uhrforums-blase“ bzw im Internet. Wie schon von Sasolit ins Feld geführt, die Damenmodelle mit Quartz mögen mengenmäßig viel mehr aus machen, und ob nicht die stückmäßig geringere Anzahl an dafür sündteueren Komplikationsuhren (die dann im Safe versauern...) doch auch zu evtl viel signifkanterem Umsatz als die Nautilus führt? Patek selbst verdient an der Nautilus ja trotz Hype etc “nur” den Listenpreis abzgl Konzi-Marge...

Ich muss zugeben, dass ich natürlich keinen Einblick habe, aber nur vor der eingeschränkten Internetwahrnehmung „warnen“ will.
 
#20
datograph

datograph

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Natürlich ist Patek Philippe nicht "ganz klar" Nautilus. Die Calatrava ist und war auch noch nie wirklich der Verkaufshit. Bis auf die Twenty-4 hat Patek schon ein gutes Gleichgewicht zwischen den Modellen – was auch zu erkennen ist, wenn man nicht nur auf Europa schaut.
 
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