Artikel über große Uhren?

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Jamaika

Jamaika

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Liebe Gemeinde,

ich möchte ja (zur Erinnerung: Journalist) noch schnell vor Weihnachten einen Uhrenartikel absondern. Ich habe mich nun doch für das Thema "Uhren im Größenwahn" entschieden. Natürlich werde ich das alles höchst seriös recherchieren.

Da ich aber noch vom letzten Jahr weiß, wie gerne ihr mithelft ;-), hier die Frage: Was fallen euch so für besonders eindrucksvolle Belege für diesen Trend ein? Ich bräuchte also ein paar extreme Auswüche in Durchmesser (so ab 47 mm) und Wuchtigkeit, am liebsten von einigermaßen bekannten Marken (Steinhart wäre so an der Grenze).

Auch andere sachdienliche Hinweise sind willkommen. Zum Beispiel: Seht ihr das auch so, dass man die IWC Portugieser als Paten für diesen Trend heranziehen könnte (als seinerzeit erste Armbanduhr mit Taschenuhrwerk - heute erfreut sich das Unitas ja größter Verbreitung)?

Schon einmal vielen Dank: Jamaika
 
ozymandias

ozymandias

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Also, allgemein bekannte Marken, die meiner meinung nach allgemein für "big is beautiful" stehen, wären Breitling (schon länger) und Zenith (seit ein paar Jahren).
Historisch gesehen die größten Uhren waren wohl die B-Uhren mit ihren 55mm(?), aber die hatten wohl (bis vor wenigen Jahren zumindest) keinen größeren Einfluß aufs Uhrendesign.
Außerdem gäbe es da noch die Breitling Chronomatic 1806 "Spiegelei" mit, glaube ich, 48mm.
Edit: von der Breitling gibts ja auch eine Neuauflage mit sogar 49 mm; wie gesagt, allgemein gehören Breitlings nicht gerade zu den kleinsten...
 
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NL-er

NL-er

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WOB
Hallo Jamaika!

"Uhren im Größenwahn"
Hört sich schon sehr interessant an... Bin gespannt!

Ich bräuchte also ein paar extreme Auswüche in Durchmesser (so ab 47 mm) und Wuchtigkeit, am liebsten von einigermaßen bekannten Marken (Steinhart wäre so an der Grenze).
Z.B.:
Jaeger-LeCoultre (Master Compressor Extreme) = 46,3mm
Panerai (Radiomir Tourbillon GMT) = 47mm
Alpina (Avalance Extreme Diver) = 48mm
Ebel (Tekton) = 48,5mm
Breitling (Bentley Mulliner Tourbillon) = 48,7mm
Zeno (Oversized Winder) = 55mm (!!!)

Seht ihr das auch so, dass man die IWC Portugieser als Paten für diesen Trend heranziehen könnte (als seinerzeit erste Armbanduhr mit Taschenuhrwerk - heute erfreut sich das Unitas ja größter Verbreitung)?
Vielleicht sogar das Thema "Mariage" mal ansprechen?

Viel Erfolg!

Gruß,
Derk Jan
 
Richy

Richy

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Schwobaländle
Ziehe bitte auch diverse "russischen" Taucheruhren mit in Deine Überlegungen mit ein.

Die sind so groß, weil über dem Anzug gedragen, aber manch einer trägt die eben auch "zweckentfremdet" beim Desktopdiving. ;-)
 
H

hypophyse

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Noch zwei Beispiele, dir mir gestern bei der ViennaTime unangenehm aufgefallen sind:

43 mm Graham Chronofighter
46 mm Graham Chronofighter Oversize

Den Splint dieser Handgranaten muss man noch hinzuaddieren.
 
uhrensammler

uhrensammler

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Die habe ich vor ein paar Tagen für einen Kunden besorgt...
55 mm Durchmesser
Werk Unitas
Aber Privat Label Hersteller -ohne Logo-



Hier ein Link zur technischen Beschreibung:
Chronosammler

oder von ZENO das Modell Giant:



50 mm Durchmesser

Technische Beschreibung hier:
Chronosammler

ZENO Modell Maximus:



Technische Beschreibung:
Chronosammler

Oder noch das Modell JUMBO mit 48,5 mm Durchmesser:


Technische Beschreibung:
Chronosammler

ZENO ist ja bekannt für gigantische Uhrengrößen.
 
thesaint

thesaint

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Hallo,

ich finde, dass Du Portugieser-Serie von IWC als "Begründer" der XXL-Armbanduhren verwenden willst, vollkommen richtig. Da die IWC, mit diesem "Vintage" - Effekt einer vor Jahrzenten produzierten Uhr begonnen hat.
Also, knapp an die 45mm Durchmesser, kommen die hier:
http://shop.insignum-germany.com/de
und natürlich die (55mm Durchmesser):
Laco Fliegeruhren Marineuhren Shop
Grüße
Hubert

P.S.
Sag uns bitte wo und wann Dein Artikel erscheint, da er mich interessiert.
 
Marv

Marv

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Mir fallen aus dem Stand die Super Avenger von Breitling ein (meines Wissens 48,7 mm) oder auch die Longines Avigation Maxi Limited



sowie die echte Lindbergh, die besagten Durchmesser (47,5 mm) aber schon in den 30er Jahren besaß



Diese 47,5 mm entwickeln sich aktuell fast ein wenig zum Standardmaß, siehe auch J. Etoile



Bei den drei gezeigten bedingt es sich in gewissem Maße auch durchs Werk (Unitas oder die großen Longines-Kaliber), bei Zwiebeln wie der PO ist für mich der Durchmesser von 45,5 aber auch ein wenig fragwürdig...

 
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T

tomzack68

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Longines "75th Anniversary Edition" Lindbergh Hour Angle Watch L2.678.4.11.0:
Gehäuse Durchmesser: ca. 4,8 cm (48 mm)
 

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Mithrandir

Mithrandir

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...also wenn ich an große Uhren denke, fällt mir als erstes
dieser Klassiker ein:

Longines - Swiss Watchmakers since 1832

und als nächstes:

DAVOSA Swiss Watches

weil ich schon länger mir ihr liebäugle!
Interssant ist der Trend von großen Uhren vor allem auch bei Damenuhren zu beobachten.
Die stehen den Herrenmodellen in Sachen größe um fast nichts mehr nach.

lg Mithrandir
 
mecaline

mecaline

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Die ersten Armbanduhren waren ja, soweit ich meine, Taschenuhren, die von den Damen bevorzugt am Arm getragen wurden. Beginnend in den Krankenhäusern bei den Krankenschwestern.

Interessant finde ich auch die die Zeit damals. Ich setze das mal so um 1910 herum an, und finde mich da in der Zeit der Frauenbewegung wieder. War die Armbanduhr damals auch ein Statussymbol für die Frau? Die ja vorher genug Uhren im Haushalt zwecks Zeitanzeige und zum putzen und stellen hatte? Gehörte es mit zur neuen Unabhängigkeit? Zur gesteigerten Bedeutung der Frau in der Gesellschaft, dass die Frauen Termine und Treffen ausserhalb des Hauses hatten? Ist der heutige Trend der Frauen, Uhren > 45 mm Durchmesser zu tragen, eine Fortsetzung dessen? Frauen tragen heute doch grössere Modeuhren als die Männer.

Was hat Hans Wilsdorf mit dem Wechsel der Armbanduhr vom Handgelenk der Frau an den Mann zu tun?

Nach dieser Phase wurden doch die Armbanduhren immer kleiner. Was war der Trend? Klein aber fein? Technische Entwicklung? Heute staunt man doch genauso über eine 45 mm Armbanduhr für die Frau wie über eine 33mm Uhr für den Mann in den 50/60ziger Jahren.

Eine 38mm Breitling mit 18mm Band aus den 80zigern war eine Männeruhr. Und heute? Wie schnell schreitet die Mode voran?

Ist das Mode? Gilt die überall? Eine Patek Calatrava wurde kürzlich in einer "grossen" Variante mit 40mm vorgestellt. Chopard lanciert eine neue Anzugsuhr in Vollgold mit 7001 und 33 mm in 2007.
 
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thesaint

thesaint

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:klatsch::klatsch::klatsch::klatsch::klatsch::klatsch:, Bravo, ganz meine Meinung - watchmakers back to the roots!!!
 
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mecaline

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Danke danke für den Zuspruch. :-D

Da war aber eigentlich gar keine Meinung drin 8-)
 
ozymandias

ozymandias

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Die ersten Armbanduhren waren ja, soweit ich meine, Taschenuhren, die von den Damen bevorzugt am Arm getragen wurden. Beginnend in den Krankenhäusern bei den Krankenschwestern.
Richtig, ürsprünglich war die Armbanduhr wohl wirklich eher eine Schmuckuhr für Frauen; In der Männermode (wenn man das in dem Fall so sagen kann) tauchte die Armbanduhr in großer Zahl das erste Mal im 1.Weltkrieg auf, nämlich als sogenannte trench watch - und das waren meist umgebaute Taschenuhren.

Große Uhren gab es wohl früher aus zwei Gründen:
- große, robuste (Taschen-)Uhrwerke und
- bessere Ablesbarkeit (praktisch alle großen Uhren waren früher Flieger-/Militäruhren und später auch Taucheruhren)

Vielleicht hat vor allem der zweite Punkt dazu beigetragen, daß große Uhren so beliebt sind: große Uhr -> gefährlicher, "männlicher" Beruf/Sport, sozusagen die Uhr zum SUV ;-)
 
RiGa

RiGa

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Ich habe mich nun doch für das Thema "Uhren im Größenwahn" entschieden.
Hallo, Tobias!

Zuallererst wünsche ich Dir eine gelunge Reportage - und daß Du "ordentlich" recherchierst setzen wir ja alle voraus. ;-)

Warum der vorherrschende Trend zur "Maxi"-Uhr so eingeschlagen hat, entzieht sich eigentlich absolut meiner Kenntnis.
Gut - es wird Berufsgruppen geben, die wirklich große Uhren benötigen, und es wird wohl auch viele Uhrenliebhaber mit dementsprechenden Armproportionen geben - aber ansonsten sehe ich hier nur eine Modeerscheinung.

Eines gebe ich zu bedenken: Die reinen Abmessungen (z.B. 46 mm, 47 mm, ...) sagen wenig über den Gesamteindruck der Uhr und der Paßharmonie mit dem Träger aus.

Ich kenne 44er, die mir so überhaupt nicht stehen; und ich kenne 44er, die ihre Größe irgendwie anders "verteilen" ...

Meines Erachtens nach hätte ja die momentan zunehmende Größe bei Uhren nur zwei wirklich belegbare Gründe: Platz für mehr Technik und bessere Ablesbarkeit.

Beides kann ich eigentlich vorläufig nicht als zwingende Gründe bemerken - also bleibt für mich nur mehr die Erklärung "Mode" übrig.

Gruß, Richard
 
Sedi

Sedi

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Hi,
von aktuellen Modellen würden mir noch die Superklopper von U-Boat einfallen.
Aus meiner eigenen Sammlung die hier:
Citizen Professional Diver's:


Durchmesser 48mm und 19mm Höhe - am Arm aber trotzdem noch ok wegen der fehlenden Hörner:
hier mit etwas Abstand fotografiert um die verzerrende Wirkung der "normalen" wristshots zu kompensieren:


Gruß, Sedi:-D
 
DocThor

DocThor

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Um mal meinem Ruf alle Ehre zu machen...die Velatura Modelle von Seiko sind auch nicht gerade klein bei 45mm ohne oder 50mm mit Krone :)

Übersicht Seiko Velatura
 
CJ

CJ

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Ich würde noch die Omega Aqua Terra Railmaster XXL als Beispiel nennen:

49,2 mm Durchmesser.



Bild geliehen von watchclick.com

Lg und sag mal Bescheid, wo der Artikel zu finden ist!

Chris
 
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