APS-C ist besser als Vollformat, oder doch MFT?

Diskutiere APS-C ist besser als Vollformat, oder doch MFT? im Fotografie Forum im Bereich Small Talk; Eins: SLR Zwei: Mittelformat Drei: Smartphone - gruselige Bildqualität
MROH

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Ich würde auch eins Canon, zwei PO und drei Smartphone tippen.
 
offenblende

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In der Bildqualität geben sich die Systeme nicht viel. Deutlich Entscheidender als das Sensorformat ist in meinen Augen das Objektiv, das davor geschraubt wird.
Nichtsdestotrotz haben die unterschiedliche Sensorgrössen ihre Stärken und Schwächen - ob ich jetzt in der Hauptsache Studioportraits, UWW Landschaftsaufnahmen oder Wildtieraufnahmen mit dem Tele, oder im Nahbereich mit dem Makro einfange, lässt sich das jeweils dafür bessere System wählen. Geht alles mit allen, nur eben bei dem einen System günstiger, kompakter oder z.B. aufgrund systemisch bedingtem grösseren Schärfebereich mit weniger Klimmzügen wie Stacking.
Ich selbst bin von Canon APS C auf FF gewechselt und jetzt seit längerem bei Olympus mFT gelandet und werde wohl auch das System nicht mehr wechseln. HWS und Bequemlichkeit waren die Hauptgründe - die M5II mit 24-105L bringt gefühlt das auf die Waage was Olympus auf KB umgerechnet 24-300mm aufgeteilt auf 2 Pro Objektive + auf Wunsch noch Festbrennweite oder kompaktes UWW wiegt. Die Kameras sind bei Städtetouren deutlich kompakter und unauffälliger. Wenn man dann im Grünen oder Zoo noch das 70-200 2.8 dabeihatte wurde es schon ungemütlich :) Die Resultate waren natürlich über jeden Zweifel erhaben. Im Gegenzug bin ich nicht böse, das die Datenmenge bei 12MP meiner mFT deutlich geringer ist, als seinerzeit bei der M5II - ich fotografiere ausschliesslich in RAW.

Hatte die letzten Smartphones (Android) immer ein Stückweit aufgrund der Kameras gekauft um evtl. die Kompaktknipse (Canon S110) abzulösen... Wurde da aber immer enttäuscht. Jetzt mit dem S20FE, das 3 Kameramodule (UWW, Normalbrennweite und leichtes Tele) hat, bin ich mit den Resultaten recht zufrieden und es bleibt auch schonmal die mFT zu Hause. Natürlich mit dem im Hinterkopf, das 90% des Bildes aus dem Smartphone das Resultat von Software ist...
 
T. Freelancer

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Andererseits würde ich - ohne sie gewogen zu haben - die Canon R6 FF mit Kit Zoom 24-105 mm auch nicht als schwerer ansehen als eine Olympus OM-D oder gar Panasonic GX9 mit dem Olympus 12-40mm pro.
Außerdem liegt die Canon besser in der Hand. Sie ist was die Dimensionen und Gewichte einzig und allein raumgreifender.
 
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Andererseits würde ich - ohne sie gewogen zu haben - die Canon R6 FF mit Kit Zoom 24-105 mm auch nicht als schwerer ansehen als eine Olympus OM-D oder gar Panasonic GX9 mit dem Olympus 12-40mm pro.
Außerdem liegt die Canon besser in der Hand. Sie ist was die Dimensionen und Gewichte einzig und allein raumgreifender.
Jep, zur Zeit des Wechsels war noch lange kein Canon Mirrorless in Sicht und nochmal wechseln verbrennt unnötig Geld;)
 
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ich würde auch auf drei mit dem Smartphone tippen. Der Hintergrund sieht aus wie ein Aquarell, nicht wie ein Foto
 
febrika3

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Dann will ich mal auflösen:

1. KB VF
2. digitales MF
3. Handy

Die meisten hatten schon richtig getippt, oder richtig nachgeschaut, ich hatte das vor rund 1,5 Jahren schon mal gepostet ;)

Wenn man genau hinschaut sieht man es schon, vor allem das Handyfoto ist als solches zu erkennen. Bei den anderen beiden wird es schwierig. Bei einem identischen Motiv, dürfte bei einem hier geposteten Motiv kaum Unterschiede erkennbar sein.

Dafür ein Beispiel, auch mit digitalem MF, hier sogar mit 150 MP und einem Foto mit Focus Stacking zusammen gesetzt - die psd Datei ist 18 GB groß :D

Das gesamt Motiv auf 24 MP herunter gerechnet ist als Studiofoto sicher auch mit KB, APS-C oder noch kleiner zu realisieren, ohne dass man es im Web groß erkennen würde. Interessant wird es erst, wenn man die Uhr aufmacht und mit der Lupe mal genau hinschaut ;) - ein 100% Ausschnitt aus dem oberen Bild als Screenshot auf einem 27 Zoll Bildschirm

210415 JLC Polaris Focus Stack_klein.jpg


Bildschirmfoto 2021-10-15 um 16.24.50.png
 
freemind1

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Klar, so eine digitale MF ist eine tolle Spielerei für Technikfreaks und wichtig, wenn der Auftraggeber entsprechende Auflösungen wünscht. Im normalen Fotoleben reicht mir das MFT System vollkommen aus, ich kann es immer dabei haben mit sehr kompakten Objektiven (unter 1 kg mit Brennweiten von 18 bis 300mm)...hier zum Beispiel eine Olympus PL7....kostet gebraucht 100€...
photostudio_1634073159075.jpg
oder habe eine sehr gute Qualität mit entsprechenden Pro Linsen.
Die größere Schärfetiefe hat Vorteile (Macro) und Nachteile (Freistellen), ansonsten hab ich überhaupt keine Lust mehr, 10kg Fotoequipment mitzuschleppen.
Und selbst mit dem Handy geht heute schon einiges....
photostudio_1634151557778.jpg
99,9 Prozent der Zuschauer geht es ums Motiv, oder?
 
Golden Gate

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Nikon definiert es so:
Bokeh kann definiert werden als „natürliche Hintergrundunschärfe, die Sie bei Aufnahme eines Motivs mit einem lichtstarken Objektiv und einer offenen Blende erreichen“.

Auffallend ist hier das Wort " natürliche"!

So stelle ich als Objektivhersteller sicher, dass das bokeh eines Smartphones nicht unter die Definition fällt.
Was ich inzwischen aber unsinnig finde, angesichts der Qualität in der optischen Anmutung, die heute viele neuere Smartphones beim bokeh hinbekommen und das eben .... künstlich.
 
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Die Frage, die man stets für sich selbst beantworten muss: Wie sieht es für mich aus? Wenn das Bild ansprechend ist, was spricht gegen künstliches Bokeh?

Etwas anderes ist es natürlich, wenn man als Hobby-/Amateurfotograf nicht nur das Ergebnis im Blick hat, sondern auch der Weg dahin wichtig ist. Für mich persönlich ist es eben sehr wichtig, dass ich selbst das Bild soviel als möglich gestalte. Das gilt auch für das Bokeh.

Meine Meinung dazu ist klar: Alle Sensorgrößen haben ihre Berechtigung, ohne Zweifel. Wenn ich allerdings bestimmte Bildergebnisse wünsche, erledige ich das mit meinen fotografischen Fähigkeiten, sowohl hinter der Kamera, als auch am RAW-Konverter. Die Fotografie soll soviel MROH enthalten, wie möglich. Dazu muss ich wissen, wie sich meine Kamera mit den vorhandenen Optiken verhält. Was die jeweilige Kombination aus Kamera und Objektiv kann und was nicht.

Andere machen ein Bild und überlassen möglichst viele Arbeitsschritte der kamerainternen und externen Software. Auch das halte ich für absolut legitim, auch wenn das nicht mein Weg ist.

Am Ende des Tages müssen sich Dritte die Aufnahmen anschauen. Ob es ihnen dann gefällt oder nicht, entscheidet nicht die Kamera, sondern der Prozessor 10cm hinter der Kamera. Weil das Motiv muss der Fotograf immer noch selbst auswählen und die Aufnahme komponieren. Da kommt niemand drumrum, auch nicht mit croppen. ;-)
 
T. Freelancer

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Kommen wir also zum Smartphone Sensor :ok:
Ich habe eben festgestellt, dass das Huawei P20 pro auch ohne Nachbearbeitungsschritte entweder in der Sensor- oder in der Bildnachbearbeitung Bilder verändert.
Ich habe so einen Aus-dem-Fenster-Schuss gemacht, bei dem so ein Fliegengitter vorgespannt ist.
Das ergibt im ersten Moment des Aufrufens in der Galerie so ein störendes Moiree vor dem Hintergrund. Nach einem Bruchteil einer Sekunde ist das dann weg.
Ohne irgendwelche Maßnahmen von mir. :shock:
Beängstigend.
 
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febrika3

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… Für mich persönlich ist es eben sehr wichtig, dass ich selbst das Bild soviel als möglich gestalte. Das gilt auch für das Bokeh.


Ich glaube du interpretierst den Begriff Bokeh falsch. Dabei geht es ja um die Qualität der Unschärfe und nicht nur um Unschärfe. Letztere kann ich recht schnell und problemlos am Rechner erzeugen. Ein qualitatives Bokeh erzeuge ich so aber nicht - wie immer das aussehen mag (Blendenlamellen z.B.), was auch Geschmacksache ist.

Dafür sind dann doch Objektive nötig, auch in diese Richtung konstruiert sind. Viel unscharf geht mit 200 mm bei Blende 4, schön unscharf eher bei 135 mm und Blende 2,0 ;).
 
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Ich denke, wir haben den gleichen Begriff von Bokeh. Es geht eben darum, dass ich selbst festlegen will, wie mein Bild aussieht.

Natürlich kann ich mir eine Software mit einer tollen KI kaufen. Oder ein Smartphone, was die Software bereits mitbringt. (ich denke SW wird in absehbarer Zeit besser und kann dann auch mehr).
Aber ich kann auch mit entsprechender Hardware selbst gestalten. Wenn ich ein fantastisches Bokeh möchte, dann muss ich natürlich auch entsprechende Objektive verwenden, die das auch können. Zumindest soweit es das eigene Budget erlaubt. Es ist neben dem eigenen Engagement auch immer eine Frage des Geldes.
 
febrika3

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Ich denke, wir haben den gleichen Begriff von Bokeh. Es geht eben darum, dass ich selbst festlegen will, wie mein Bild aussieht.

Natürlich kann ich mir eine Software mit einer tollen KI kaufen. Oder ein Smartphone, was die Software bereits mitbringt. (ich denke SW wird in absehbarer Zeit besser und kann dann auch mehr).

Kann ich wirklich Bubbles, Lammellensternchen und den „cremigen” Hintergrund und den eigenen unscharfen Hintergrundstyle der teureren Objektive per Software erzeugen? In C1 oder PS wüsste ich nicht, wie das so einfach geht, ohne dass es auffällt. Ich finde z.B., dass die recht neuen offenblendigen Objektive der Canon RF Linie, speziell 50+85 mm 1,2 und das 28-70 mm 2,0, noch einmal einen drauflegen, was den unscharfen Hintergrund angehen.

Das ist aber etwas, was man vielleicht nicht sofort bemerkt. Nach einigen 10.000 Bildern im Vergleich zur alten Hardware, stelle ich das aber fest, dass der Hintergrund noch einmal besonderer ist.

… Wenn ich ein fantastisches Bokeh möchte, dann muss ich natürlich auch entsprechende Objektive verwenden, die das auch können. … Es ist neben dem eigenen Engagement auch immer eine Frage des Geldes.

Das meine ich. Also doch Vollformat, die den ganz besonderen Effekt ;)
 
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Ja, ich habe auch so ein Objektiv der RF Linie.
Kann ich gut mit arbeiten, aber das Sigma 50 1,4 kann das auch. Steht bei mir aber mehrheitlich im Schrank. :oops:
 
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