(Anfänger-)Frage zu Werken/Modellen

Diskutiere (Anfänger-)Frage zu Werken/Modellen im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; N'Abend allerseits. Habe in letzter Zeit recht fleißug bei Euch mitgelesen und dachte mir jetzt, in diesem - eher bodenständigen ( :) ) -...
Chronischer_Fall

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N'Abend allerseits.

Habe in letzter Zeit recht fleißug bei Euch mitgelesen und dachte mir jetzt, in diesem - eher bodenständigen ( :) ) - Forum kannst du dich ruhig mal anmelden. Vielleicht kann mir hier jemand ein paar Tipps geben.

Kurzer Abriss zu mir: habe im Prinzip seit Anfang der Achtziger ein erhöhtes Uhren-Interesse zu beklagen. Zunächst waren's digitale Modelle (damals der letzte Schrei und für mich als Zoni-Schüler extrem teuer, diverse irre Tauschgeschäfte hab' uch noch in Erinnerung). Später, während der "blühenden" Zeiten hab' ich dann immernoch deutlich öfter als nötig nach neuen Zeitmessern Ausschau gehalten. Allerdings habe ich nie etwas wirklich teures, gar noch von einer traditionellen Marke besessen. Es kreiste stets mehr um Seiko, Citizen, Junghans und diverse Modemarken (Anfangs auch Piratron, Meisteranker und Co. ;)). Die beiden einzigen mechanischen Uhren, die ich besitze, sind das "Standard"-Promaster-Modell in schwarz (mit mittlerweile viertem Band) und eine recht unspektakuläre Seiko 5 (die ich vor 18 Jahren geschenkt bekam und eigentlich nie wrklich trug). Das soll sich jetzt ändern.

Da es gerade recht gut bei mir läuft, möchte ich mich mal mit einem schönen Stück beglücken. Habe natürlich keine Ahnung von hochpreisigen Exemplaren (und ehrlich gesagt auch weder Zeit noch Lust, die nächsten sechs Ausgaben aller erhältlichen Uhrenmagazine zu studieren, würde wohl eher zu noch mehr Verwirrung beitragen). Meine private Lieblingsuhr der letzten Jahre war ein rechteckiger GUESS-Chronograf (Quarz). Hatte ich 2001 für ca. 120 DM gekauft. Leider ist durch Sturz das Seiko-Werk kaputt gegangen. Die Reparatur ist eher unwirtschaftlich, würde ich meinen. Mir fiel auf, dass sie eine sehr große Ähnlichkeit mit der TagHeuer Monaco hat (in die ich mich seither beinahe unsterblich verliebt habe :oops:). Aber irgendwie gibt es diese Uhr nicht zu Preisen, die ich gegenüber mir und meiner Familie verantworten will. Alles, was da unterehalb der für mich magischen 1500-Euro-Marke angeboten wird, hat entweder einen kleinen oder einen größeren Pferdefuß (wie ich auch dank Eures Forums erfahren konnte! siehe z. B. Frau Schwarzer).

Hatte mich dann zwischenzeitlich auf die Suche nach anderen, eher archaischen Quadrat-Weckern begeben. Dabei gefunden habe ich u. a. eine Fortis Square mit Eta 2836-2. Aber entweder ist dieses Modell brandneu oder es ist extrem unpopulär. Man findet darüber kaum etwas, ausser beim Hersteller. Mein nächstgelegener Fortis-Händler kannte die garnicht. Die Marke ist mir grundsätzlich schon angenehm. Das Modell irritiert mich jedoch etwas ob seiner auffälligen Dissonanzen, Indizes/Gehäuse betreffend. Auf der Fortis-Homepage wird bei der Square sehr frei auslegar von einem Produkt "entstammend aus einer gemeinsamen Entwicklung von Swissair und Fortis" geredet. Auf einer Abbildung war auch eine Uhr am Handgelek eines Piloten zu sehen, die nicht wirklich mit der Square identisch ist. Mittlerweile habe ich dieses Modell ausfindig gemacht. Es nennt sich offiziell "Swiss UTC", ansonsten verfügt die Uhr neben einer Swissair-Prägung über die gängigen Fortis-Merkmale inklusive normalgroßem Fortis-Schriftzug. Das Werk ist ein 2893-2 (konnte ich auf den Eta-Seiten leider nicht finden). Statt des Tagesfensters verfügt sie über einen GMT-Zeiger. Sie ist scheinbar nur über Swissair direkt und bei Lufthansa, dem Swissair-Eigner zu beziehen. Wobei sie bei letzterem als ausverkauft markiert ist.

Gehäuse und Material scheinen grundsätzlich sehr ähnlich zu sein. Beide kommen auch mit Glasboden daher. Der Preisunterschied ist jedoch für meine Begriffe nicht unerheblich 700,-€ für die (wenn ich es richtig verstanden habe auf 1000 Stück limitierte) Swiss-UTC-Fortis und 1000,- € für die Fortis Square. Meine Frage nun: Wie sieht das mit den Werken 2893-2 und 2836-2 aus, rechtfertigen die einen Preisunterschied von 300,- €, was hier aufwärts immerhin 42 Prozent ausmacht? Gibt es eklatante Unterschiede, was Zuverlässigkeit, Ganggenauigkeit und Wartungsaufwand betrifft? Habe schon mehrfach gelesen, dass das 2836 sehr robust sein soll. Oder ist die Swiss-Fortis wohlmöglich nur wegen ihrer "Merchandise-Eigenart" günstiger? Und wäre solch ein Zusatzprädikat auf dem ZF ("Fortis - Swiss International Air Lines") längfristig bei dieser Art von Uhr eher wertmindernd oder stabilisierend? Was sagen da Eure Erfahrungen? Denn wenn man sie über die Schweiz bestellt (was wohl nötig ist), ist sie brutto nicht mehr viel günstiger als die Square. Zumindest rein äußerlich kan ich mich mit der Swiss-UTC sogar noch etwas besser anfreunden.

Habe den Eindruck, Fortis sitzt etwas zwischen den Stühlen, d. h. weder typische Luxushändler sind hier gut bestückt, noch liegt das Sortiment in Kaufhäusern rum und viele Internet-Händler oder gar einen Direktvertrieb gibt es auch nicht. War das bei Fortis mal anders? Ist das ein Zeichen dafür, dass die Marke akut vom Aussterben bedroht ist? Oder sehe ich Gespenster?


Habe inzwischen auch nach anderer Mütter Töchter Ausschau gehalten. Im Besonderen sind mir einige Longines-Modelle aufgefallen (aus der Master Collection), für die ich mich erwärmen könnte. Ich weiß, ist stilistisch etwas völlig anderes.

Aber ich will den Beitag mal nicht noch mehr in die Länge ziehen, deshalb nur kurz: Meine Favoriten von Longines besitzen alle ein Dubrois Depraz Automatikwerk. Da kommt der Laie bei mir endgültig durch. Gibt es zu diesen Werken im Vergleich zu den Etas (oder meinen heimischen Asiaten) etwas Bemerkenswertes zu sagen, die üblichen Eigenschaften betreffend?


Danke an alle, die bis hierher gefolgt sind. Hoffentlich habt Ihr ein paar Antworten für mich parat.


Gruß
André
 
Chronischer_Fall

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Ich reiche noch mal eine Montage nach, die beide genannten Fortis-Modelle zeigt.

 
Junnghannz

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Hallo Chronischer_Fall und herzlich willkommen im Forum!

Da hast Du Dir mit Deinem ersten Posting ja schon richtig Mühe gegeben, und das bestärkt mich in der Hoffnung, daß Du Dich für das Thema Uhren wirklich interessierst, Dich aktiv am Forum beteiligen willst und nicht nur wegen einer kostenlosen Kaufberatung hier angemeldet hast, wie es so viele tun, die hier anschließend als Karteileichen enden. ;-)


Zur Frage, ob die Marke möglicherweise akut vom Aussterben bedroht sei, kann ich nur sagen: Fortis ist sicher nicht die einzige Firma, die man nicht überall zu kaufen bekommt - siehe Rolex! - und man kann von der Vertriebsstruktur allein keine Rückschlüsse darauf ziehen, wie gut es einer Marke geht.

Was Deine Uhrenwahl betrifft: Ich gebe Leuten mit Deinem Anliegen (Qual der Wahl zwischen zwei oder mehreren Modellen) immer den Rat, sie sollen ihrem Bauchgefühl folgen, und nichts anderes tue ich in Deinem Fall! Du selbst sagst, daß Du Dich mit der Swiss-UTC äußerlich noch besser anfreunden könntest, als mit der anderen und hast Dich demnach eigentlich schon entschieden.

Beim ETA-Kaliber 2836-2 handelt es sich konstruktiv um eine Variante des weit verbreiteten 2824-2 mit zusätzlicher Wochentagsanzeige, wobei das 2824 konstruktiv ein Handaufzugswerk mit aufgesetztem Automatikaufzug darstellt. Daher ist das 2836 auch dicker als das 2893-2, das von vornherein als Automatikkaliber konzipiert wurde, weniger Teile (und Steine) benötigt und daher auch flacher ausfällt. Das 2893-2 ist wiederum nichts anderes als ein 2892-A2, das um die Funktion einer zweiten Zeitzone erweitert wurde. Von der Qualität, Ganggenauigkeit und Zuverlässigkeit her würde ich die Kaliber beider Fortis-Uhren als vergleichbar einschätzen.

Ob der Preisunterschied von immerhin 300,- € wirklich gerechtfertigt ist, mußt Du für Dich selbst entscheiden. Mal abgesehen davon, halte ich beide Uhren für nicht gerade preiswert! Für deutlich weniger Geld als die "Swiss"-Fortis erhältst Du nämlich z. B. schon eine Sinn 856 mit dem gleichen Uhrwerk und einer wesentlich besseren Ausstattung (sehr guter Magnetfeldschutz, tegimentiertes und damit kratzresistentes Gehäuse -> Wertstabilität!). Immerhin verfügt die "Swiss"-Ausführung über eine zweite Zeitzone und sie ist limitiert. Einen wesentlich größeren Wiederverkaufswert bzw. eine bessere Wertstabilität halte ich für unwahrscheinlich, letztendlich ist dafür alleine ausschlaggebend, wieviel ein Uhrenliebhaber für eine solche Uhr im Einzelfall ausgeben möchte. Ich persönlich kaufe Uhren, weil ich sie besitzen will und nicht, weil ich sie als Spekulationsobjekt betrachte.

Meiner Meinung nach ist der Aufpreis für die UTC-Ausführung nicht gerechtfertigt. Die Einkaufspreise für ETA-Standard-Dreizeigeruhrwerke vergleichbarer Qualitätsstufen unterscheiden sich meist nur geringfügig voneinander und sind keine echter Grund, einen derart hohen Aufpreis zu verlangen. Man sollte sich bei Luxusgütern, wie es (mechanische) Uhren nunmal sind, darüber im Klaren sein, daß auch für kleine Unterschiede in Ausstattung und/oder Qualität oft Aufpreise verlangt werden, die in keinem Verhältnis zur Leistung stehen.


An Deiner Stelle würde ich dennoch zur UTC greifen, weil ich glaube, daß Du mit dieser Uhr glücklicher werden wirst, da sie Dir - und das ist einer der wichtigsten Zufriedenheits-Faktoren beim Uhrenkauf - vom Aussehen her besser gefällt. Zumindest qualitativ kannst Du aber mit keiner der beiden etwas falsch machen. 8)


Übrigens, was die genannten Longines-Uhren angeht, so gehe ich davon aus, daß es sich nicht um Dubois-Dépraz-"Uhrwerke" handelt, sondern wohl eher um ETA-Werke mit aufgesetztem Dubois-Dépraz-Modul, ohne jetzt zu wissen, um welche Uhren es genau geht.


Viele Grüße und noch viel Spaß in diesem Forum

Wolfgang
 
Frank78

Frank78

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moin, chronischer, well, come in the Forum. Wolfgang hat ja schon einiges gesagt, von mir deshalb nur ne Kleinigkeit:

So schön wie Du schreibst und so gut, wie Du Dich jetzt schon auskennst, trotzdem ist Dir ein kleiner FauxPas unterlaufen, Und zwar Citizen, Seiko und auch Junghans als "nicht teure oder GAR TRADITIONELLE Marken" anzusehen!

Aber laß Dich davon nicht aufhalten, nur meine bescheidene Meinung.
 
DocThor

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@Wolfgang...die UTC ist preiswerter als die Square...wäre also noch ein Kaufargument :)
 
mecaline

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Dubrois Depraz WAR m.W. ein vollständiger Werkehersteller, aber ich denke auch, heute werden nur ETA-Werke mit zusätzlichen Modulen versehen. So wird das bei der Longines Master auch wohl sein.
 
Junnghannz

Junnghannz

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DocThor schrieb:
@Wolfgang...die UTC ist preiswerter als die Square...wäre also noch ein Kaufargument :)
Danke für den Hinweis: Das habe ich falsch zugeordnet! :oops:

Umso krasser ist es natürlich, wenn für eine Uhr mit eindeutig billigerem Werk auch noch mehr verlangt wird. So muß ich meine ursprüngliche Aussage noch stärker formulieren: In diesem Fall gibt es nur eine Wahl: Die UTC-Ausführung nehmen, die Square erscheint mir im Vergleich völlig überteuert!!!


Viele Grüße

Wolfgang
 
Tourbi

Tourbi

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mecaline schrieb:
Dubrois Depraz WAR m.W. ein vollständiger Werkehersteller, aber ich denke auch, heute werden nur ETA-Werke mit zusätzlichen Modulen versehen. So wird das bei der Longines Master auch wohl sein.

Dubois Depraz baut tatsächlich nur noch Module. Das aber vom Feinsten, und nicht nur für ETA. In der Royal Oak Offshore von Audemars Piguet Tickt ein Jaeger LeCoultre Kaliber 899 mit Chrono-Modul von Dubois Depraz. Wurde übrigens beim Test in der Chronos 2/07 als Nachteil gewertet: "Kein eigenes Manufakturkaliber"! Gehts noch?

Gruß

Tourbi
 
Chronischer_Fall

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Ich danke Euch zunächst mal für Eure Hinweise und Anregungen und die Willkommensgrüße. Das war ja nicht selbstverständlich.

Normalerweise gehöre ich zu der schwierigen Spezies, die sich oft länger mit der Recherche als mit der Nutzung des Gewünschten beschäftigt. Diesmal habe ich aber Nägel mit Köpfen gemacht und die UTC-Variante heute gleich in der Schweiz bestellt. Das liegt im Wesentlichen an Euren Tipps und der Tatsache, dass ich wohl gestern noch einen falschen Wechselkurs eingegeben oder gefunden habe. Dank größerer Preisdifferenz zu Gunsten des "besseren" Modells fiel mir die Entscheidung relativ leicht. Hoffe nur, das klappt dann auch soweit (habe leider schon ein paar fehlgeleitete Mail von denen empfangen und der dortige "Chef", der das klären könne, sei wohl gerade im Urlaub, teilte man mir mit).

Jetzt muss ich nur noch meine Vorfreude etwas dämpfen, denn überzogene Erwartungshaltung ist leider die beste Basis für Entäuschungen. Aber die Lieferung soll ja angeblich schnell gehen.



Zu den Fortis-Vertriebswegen: mir ist schon bewußt, dass diese keine direkt verwertbare Aussage über den Zustand des Unternehmens offenbaren. Aber dennoch hatte ich das Gefühl, dass viele ähnlich populäre Marken, egal, welcher Ausrichtung und Preisklassen, oft häufiger beworben oder besprochenen werden. Was populär ist, bleibt natürlich subjektiv (für mich als Laien sowieso). Zumal, ich hatte in letzter Zeit bereits mehrfach Kommentare à la "früher waren die mal besser, ich war auch mal Fortis-Fan o. ä. im Netz aufgeschnappt.

Der Vergleich mit Rolex hinkt m. E. ein wenig. Allein durch die alles übergreifende Popularität der Uhren findet man an jeder Ecke dazu Anmerkungen - und seien es nur Diskussionen über Fälschungen. Da ist es beinahe gleichgültig, ob die ihre Modelle nun im Blumenladen verticken oder ob man nur welche ausgehändigt bekommt, wen man schonmal Concorde geflogen ist.

Egal, mir muss sie ja gefallen und alles andere ist letztlich sekundär (und beeiflusst allenfalls in engen Grenzen die Entscheidungsfindung). Und damit keine Mißverständnisse entstehen: ich hatte mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt, sorry. Uhren sind für mich keine Spekulationsobjekte. Dachte nur, bei den ansonsten großen Ähnlichkeiten der beiden Modelle könnten solche Detailfragen in die Entscheidungsfindung mit einfließen.



Stimt, das mit den Longines-Werken war offenbar schlecht recherchiert von mir, sorry. Die Info hatte ich von irgendeiner Website. Alle anderen sprechen von den üblichen Eta-Werken. Eventuell hab' ich das auch mit der "Clous de Paris" -Serie verwechselt?



Der Hinweis auf Sinn war gut. Hatte schon häufiger bei Euch über diese Direktvertriebsmarke gelesen. Ich finde die Übersichtlichkeit von deren Seite samt der offen und umfangreich dargelegten Modellmerkmale sehr löblich! Die eine oder andere könnte mir durchaus gefallen. Aber im Moment war ich halt eher in Richtung "archaisch" gepolt (da liegen die beiden Fortis-Modelle schon recht gut drin, denke ich). Allenfalls der Gedanke an mal wieder eine schlichte und elegante Uhr (daher der Longines-Einwurf) hat mich noch etwas zweifeln lassen. Und da scheint Sinn wohl leider nicht so gut aufgestellt zu sein. Ich behalte die aber auf alle Fälle im Auge (hab' ja jetzt mit der UTC quasi gespart ;)).



Junghannz,

ich hoffe, ich werde Dich nicht enttäuschen, was die Forenaktivität betrifft. Fairerweise muss ich natürlich anmerken, dass ich als "Fan" noch längst nicht über den nötigen Background verfüge, um mich häufiger konstruktiv zu beteiligen. Und Einzeiler à la "gefällt mir/ find' ich doof", mit denen fast jedes mir bekannte Forum eine Menge Threads füllt, sind eigentlich nicht mein Ding. Habe aber bereits ordentlich Blut geleckt 8).

Detaillierte Ausführungen zu meiner bisherigen Uhrenleidenschaft sind hier vielleicht auch nicht so gefragt, da der Begriff "Uhr" hier augenscheinlich eine ganz andere Bedeutung besitzt (hatte z. B. vor ein paar Jahren mal einen ausgeprägten Seiko-Vintage-LCD-Tick und mir u. a. alle Katalogseiten der frühen Jahrgänge direkt von Seiko kommen lassen, um anschließend einen Haufen Geld für diverse dieser Exemplare bei ebay hinterlassen ... sovel zu meinen bisherigen Vorlieben und Kenntnisssen ;).

Andererseits verdiene ich meine Brötchen mit dem Entwerfen ("Design" klingt doof, finde ich zumindest). Fundierten Debatten dazu, die über das bereits oben Erwähnte hinaus gehen, stelle ich mich gerne und kann da manchmal auch sehr penetrant sein. ;)

Finde es auch schon, dass von Euch ein positives Feedback zu längeren Beiträgen kommt! Normalerwesie gilt ja in den meisten eher allgemein gehaltenen, nicht fach-spezifischen Foren eher: Fasse dich kurz! Je länger die Texte (gerade bei einem Neuling), desto niedriger die Wahrscheilichkeit, dass sie gelesen werden.



Frank78,

klar, es gibt wohl einen Haufen weniger traditionsreiche Firmen in diesem Markt und einige davon verwenden wohl dazu umgekehrt proportional klangvolle Namen (an dieser Stelle: die Flötenschniedel-Nummer finde ich ziemlich klasse :super:, wenn's auch leider nicht ganz so professionell ist wie z. B. bei den Crumpler-Taschen, die eine ähnliche Gaga-Masche fahren). Und vermutlich können sich nicht wenige der Japan-Werke durchaus mit mit schweizer Produkten messen. Kommt wohl drauf an, ob man seine Prioritäten eher pragmatisch oder emotional gewichtet. Wechselt ja auch nicht selten (zumindest bei mir).

An meinen beiden Mechanischen von Seiko und Citizen habe ich jedenfalls nichts auszusetzen, wobei ich Letztere in den vergangenen zehn Jahren nicht geschont habe. Die einzige nennenswerte Marke, mit der ich nun schon mehrfach reingefallen bin - allerdings eher, was Konzeptionsschwächen angeht - war Junghans. Mag aber auch sehr individuell gewesen sein.

Ich wollte mich eben nur mal gänger Klischees bedienen. Ist mir also nicht gelungen. :D


Soviel bis hier.

Gruß
André
 
G

groundhog

Gast
Chronischer_Fall schrieb:
Diesmal habe ich aber Nägel mit Köpfen gemacht und die UTC-Variante heute gleich in der Schweiz bestellt.
Hm, das lohnt? Da kommen Einfuhrabgaben hinzu, 19% Einfuhrumsatzteuer und 0,80 € Zoll.

Grüße Groundhog (kann nicht pennen)
 
Chronischer_Fall

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Hoffe ich doch :).

Der zu entrichtende Endpreis ist bei Swiss inklusive der jeweils anfallenden VAT, Zoll, Fracht und dummerweise einer Vorlageprovision ausgewiesen, sobald man den Empfängerstaat ausgewählt hat.

Das macht - je nach aktuellem Wechselkurs und dazugehörigem Kreditkartenaufschlag - im vorliegenden Fall etwa 770 Euro (gestern hab' ich noch fälschlicherweise ca. 900 Euro eruiert) der schweizer Preis beträgt 990 CHF. Okay, bei LH hätte es die Uhr für 700 Euro plus Versand gegeben, sofern sie noch vorrätig wäre. Aber gegenüber den 995,- (vielleicht abzüglich ein paar Zehner) für die Square finde ich das vertretbar.
 
Frank78

Frank78

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Düsseldorf - gebürtig im Bayerwald
@ chronischer

Nö, mit gängigen Klischees beißt in diesem Forum ziemlich auf Granit (watch ya teeth ;) )

Aber es ist schön, Dich hier zu haben. Ist nämlich genauso selten, daß ein Noob so lang und so fundiert schreibt!

btw. die drei genannten haben na lange Uhrentradition.

also im großen und ganzen:
Keep up the good work!
 
Caffrey

Caffrey

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Im badischen Exil
groundhog schrieb:
Chronischer_Fall schrieb:
Diesmal habe ich aber Nägel mit Köpfen gemacht und die UTC-Variante heute gleich in der Schweiz bestellt.
Hm, das lohnt? Da kommen Einfuhrabgaben hinzu, 19% Einfuhrumsatzteuer und 0,80 € Zoll.
Nun, das wundert mich auch. Wieso denkt dann www.first-swiss-luxury-watches.com sie wären preisgünstig? Wenn ich dort 20% aufschlage, sind die Angebote von den deutschen Anbietern oft günstiger.... :? Oder rechnen die damit, dass man nicht "rechnet"??

Caff
 
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