Alter, unbekannter Regulator - Erbstück

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the_mysticman

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Hallo zusammen,
bin neu hier im Forum ( das ich übrigens klasse finde ) und hoffe, dass mir hier evtl. jemand weiterhelfen kann.

Ich habe von meiner Tante den u.a. Regulator bekommen; dieser gehörte meinem Großvater. Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Kind immer auf das Schlagen der Uhr "wartete", also keine Uhr aus Fernost ;-)

Mich würde interessieren, wie alt sie (etwa) ist und wer der Hersteller der Uhr war.
Auf dem Werk sind 2 gekreuzte Pfeile ( Pfeilkreuz? ).

Falls mir jemand noch sagen könnte, warum sich oben ein "Totenkopf" befindet, wäre ich echt happy ;-)

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Ach ja: Die Feder für das Werk wurde mal überdreht - lohnt sich da eine Reparatur eigentlich noch?

Grüße aus dem nebligen Kehl
Matthias
 
Zuletzt bearbeitet:
Stoerzel

Stoerzel

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Die Frage zum Hersteller hast Du dir selber schon beantwortet, Pfeilkreuz ist richtig.

Das Alter würde ich so um 1920 - 1940 schätzen.

Uberdreht gibt es nicht! Du meinst sicherlich das du endlos aufziehen kannst oder? Wenn ja dürfte der Endhacken der Feder abgerissen sein. Also neue Feder. Ist keine große Sache und musst Du selber Wissen ob es gemacht werden soll oder nicht.

Zum Totenkopf auf der Krone kann ich nix sagen. Motivwahl deines Großvaters eventuell...
 
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Uhrmacher11

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Hallo zusammen,
bin neu hier im Forum ( das ich übrigens klasse finde ) und hoffe, dass mir hier evtl. jemand weiterhelfen kann.

Ich habe von meiner Tante den u.a. Regulator bekommen; dieser gehörte meinem Großvater. Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Kind immer auf das Schlagen der Uhr "wartete", also keine Uhr aus Fernost ;-)

Mich würde interessieren, wie alt sie (etwa) ist und wer der Hersteller der Uhr war.
Auf dem Werk sind 2 gekreuzte Pfeile ( Pfeilkreuz? ).

Falls mir jemand noch sagen könnte, warum sich oben ein "Totenkopf" befindet, wäre ich echt happy ;-)

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Ach ja: Die Feder für das Werk wurde mal überdreht - lohnt sich da eine Reparatur eigentlich noch?

Grüße aus dem nebligen Kehl
Matthias
Das ist kein Totenkopf, sondern dort ist nur der Lack abgeblättert
 
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the_mysticman

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Na, das hört sich ja vielversprechend an, wenn das mit der Feder keine grosse Sache ist.
Habe mittlerweile rausgefunden, was los war: Meine Tante hatte die Uhr vollständig aufgezogen, sie blieb nach dem Anstoßen des Pendels nach ein paar Schwingungen stehen. Ein Bekannter von ihr meinte nach ein paar Monaten, er wolle die Feder "entspannen" und hat die Arretierung gelöst - allerdings ohne mit dem Schlüssel gegenzuhalten und so hat´s einmal kräftig gekracht und das war´s dann. Wenn ich nun versuche aufzuziehen, "rutscht" irgendwas drinnen durch - so als ob etwas nicht mehr "greift" - könnte also der genannte Endhaken sein.

Ich glaube, ich werde mich mal selbst dranwagen; sieht nicht so schwierig aus.

Zum Thema "Totenkopf".... *peinlich*, wenn das nur der abgegangene Lack sein sollte. Nachdem ich mit meiner Tante heute abend telefoniert hatte, meinte sie allerdings, dass es tatsächlich einen Totenkopf sein sollte, so nach dem Motto "Memento morientum esse" ...

Hab leider über diverse Bildsuchmaschinen auch nichts vergleichbares gefunden.
 
Spindel

Spindel

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Erstmal willkommen im Forum und wünsche dir viel Spaß.
Ja der angebliche Totenkopf wird ein sehr verbreiteter MedusaKopf sein dem der Lack abgegangen bzw.abgeputzt wurde.
Und viele Grüße nach Kehl wo ich gestern durchgefahren bin.
Gruß Roland
 
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steffl62

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Ja, Spindel hat recht. Das ist eindeutig der Medusa Kopf entweder abgeschabt oder von einem Spaßvogel neu bemalt, den findest Du sehr oft auf Gehäusen dieser Art.

Zeitlich ist sie schwierig einzuordnen weil diese Gehäuseart und auch der Werkstyp sehr lange gebaut wurden. Aber ich schliesse mich da Stoerzel an. 1920 - 1940 kann schon ganz gut sein. Eventuell auch ein bisserl früher aber nicht vor 1900 vom Werk her und auch nicht später als 1940 vom Gehäuse her.

Bei der Reperatur bin ich nicht sehr optimistisch, wenn sich eine voll aufgezogene Feder plötzlich entspannt werden bei einer Großuhr enorme Kräfte frei und die richten dann oft auch einen enormen Flurschaden an. Könnte gut sein das da einige Zähne des Federhauses und/oder des Beisatzrads dran glauben mussten. Das nur die Feder dabei gerissen ist ist der günstigste Fall.

lg Christian
 
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the_mysticman

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So, kleines Update:
Habe gestern abend mal das Werk komplett zerlegt und gereinigt.
Dabei habe ich festgestellt, daß die Feder "nur" nicht mehr "eingehängt" war -> wurde behoben; seither lässt sie sich auch wieder aufziehen.

Da das mein erstes Uhrwerk ist, dass ich zerlegt hatte, habe ich fast 1,5 Stunden dafür gebraucht, bis alles wieder da war, wo es hinsollte ( war eine Spontan-Aktion und ich hatte vergesse, Bilder zu machen -> passiert mir aber GARANTIERT nie wieder! ).

Danach mit einem Öl vom Uhrmacher alle wichtigen Stellen geölt und: ..... läuft immer noch nicht .... *verzweifel*

Mir ist aber aufgefallen, wenn ich das Gehäuse "gerade" aufhänge, ist der Pendel nicht in Mittelstellung.
Ausserdem kann man da am Uhrwerk die "Aufhängung" (da, wo man dann das Pendel einhängen kann) mittels 2 kleiner Schräubchen in der Lage verändern. Muss ich da evtl. mal dran schrauben, oder sollte ich das lieber lassen?

Grüße
Matthias

Ach ja: Zähne oder dergleichen mussten nicht dran glauben, habe alles genauestens untersucht ( hatte ja zwangsweise genug Zeit dafür )
 
Comtoiser

Comtoiser

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Hallo Matthias,

von den zwei Schrauben solltest Du die Finger lassen. Dort stellt man die Hemmungstiefe ein, die sich sich selten verstellt. Es sei denn, die Schrauben haben sich gelöst. Die "Mittelstellung" betreffend, läßt sich die Pendelstange (das Teil auf der Ankerwelle, nach unten zeigend) verdrehen. Dabei am Anker gegenhalten. In welche Richtung verdreht werden muss, läßt sich ermitteln, indem der Kasten soweit zur Seite verdreht wird bis ein gleichmäßiges Ticken zu hören ist. Just in diese Richtung muss die Ankergabel verdreht werden.

Wenn keine Zähne "dran glauben" mussten, hast Du Glück gehabt. Ich hatte kürzlich so einen Fall, bei dem eine 4mm-Welle abgeschert wurde, die ich dann wieder reparieren konnte.

Gruß
Jürgen.
 
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the_mysticman

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Hallo Jürgen,

danke für die Infos; allerdings sind die beiden Schrauben locker ( kann sie mit den Fingern drehen ). Wie bekomme ich jetzt am besten heraus, wie ich das einstellen muss?

Wenn ich es ganz nach oben schiebe ( also die Hemmung (?) das Zahnrad nicht mehr berührt, baut sich ja lediglich die Spannung der Feder ab.

Gibt es da eine Richtlinie oder "trial-and-error" ?

Gruß
Matthias
 
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steffl62

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Wenn das Ding (Ankerbrücke) jetzt schon verstellt ist kannst Du auch einfach mal rumprobieren. Stells mal so ein das das Ankerrad gerade nicht durchrutscht. Oft genügt das dann schon.

lg Christian
 
Karl

Karl

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Das ist kein Totenkopf, sondern dort ist nur der Lack abgeblättert
Sehe ich auch so! Mir sieht das sogar danach aus, als ob da jemand - Engel oder Putte o.ä. - einen zweiteiligen Lorbeerkranz um den Kopf trägt, so wie Cäsar bei Asterix.
Die Feder ersetzt Dir jeder Uhrmacher...und ja, das lohnt sich (meiner Meinung nach) immer. Es sei denn, Du machst Dir nichts aus solchen Uhren. Eine ganz ähnliche hängt bei mir seit vielen Jahren im Wohnzimmer und tickt unverdrossen vor sich hin. Irgendwann ist die Feder für's Schlagwerk mal gebrochen. Das hat den Vorteil, dass sie nicht mehr bei den Nachrichten und Tagesschau stört. ;-)
Wenn Du das Gehäuse noch ein wenig aufarbeiten lässt, oder bei entsprechender Ahnung, es selber machen könntest, dann hättest Du sicherlich eine super Uhr, auch wenn der Hersteller, genau wie bei meiner, unbekannt ist. Das Werk hast Du ja schon ausgebaut, da bietet es sich eigentlich an.
Gruß
Karl

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Erstmal willkommen im Forum und wünsche dir viel Spaß.
Ja der angebliche Totenkopf wird ein sehr verbreiteter MedusaKopf sein dem der Lack abgegangen bzw.abgeputzt wurde.
Und viele Grüße nach Kehl wo ich gestern durchgefahren bin.
Gruß Roland
Da war Roland schneller!
 
Uhr-Enkel

Uhr-Enkel

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Solche Medusenköpfe findet man nicht nur bei Uhren sondern auch an Gebäuden. Welche Bedeutung hat dieser Kopf? Zwar ist mir die Sage bekannt, ich sehe aber den Bezug zur Uhr nicht.
 
Karl

Karl

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Ich denke, es handelt sich um ein altes Schutzsymbol, das an Gebäuden angebracht wurde, um unliebsame Besucher draußen zu halten. Immerhin verwandelt der Blick dieser Dame den Betrachter in einen Stein.:???: (Einige Kolleginnen scheinen die Nummer auch drauf zu haben.) Ich könnte mir vorstellen, dass im Laufe der Zeit diese Bedeutung mehr und mehr in den Hintergrund getreten ist, und einfach nur der ornamentale Charakter gesehen wurde. Man wollte halt irgend etwas Klassisches zur Zierde anbringen, und da dieser Kopf wohl mit zu den häufigsten Darstellungen gehörte, hat man Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch als schmückendes Ornament auf Uhren gesetzt. Das war wohl auch deshalb möglich, weil die ursprünglich grausliche Darstellung nach und nach weichgespühlt und somit sympathischer wurde.
Das ist meine persönliche Erklärung dafür. Kunsthistoriker würden das vielleicht anders sehen.
Gruß
Karl
 
Uhr-Enkel

Uhr-Enkel

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Die Schutzfunktion bei Gebäuden finde ich nachvollziehbar, bin aber skeptisch, ob bei den Uhren dann die Dekofunktion im Vordergrund stand. Warum hat man stattdessen keinen Putto genommen? Ferner wird Medusa als böse angesehen, daher frage ich mich, warum gerade sie bei Uhren Verwendung findet, zumal die Menschen früher viel gläubiger waren als heute.
 
Karl

Karl

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Deine Antwort hat mich nicht ruhen lassen , und Du hast vollkommen Recht: ne Uhr ist kein Haus und braucht auch keinen Schutz vor bösen Geistern. Daraufhin habe ich mir das Bild der Dame nochmal etwas genauer angeschaut und bin der Meinung, dass es sich eindeutig um einen Lorbeerkranz handelt, der das Haupt wie zwei Hände von hinten umfasst oder vielleicht eine ganz bestimmte Haartracht. Wäre es Medusa, müsste es ein Gewirr in Form von verknäulten Schlangen sein, so wie eine Möchtegernpunkerin an Halloween mit entsprechnder Perücke.
Wenn man hier genau hinschaut, dann erkennt man in der Stirnmitte eine Teilung der Haare oder des Kranzes. Da kann es sich eigentlich nur um eine Muse handeln und zwar um eine ganz bestimmte, nämlich um die Muse Kalliope, die "Schönstimmige". Sie ist die Muse der epischen Dichtung, der Wissenschaft, der Philosophie und des Saitenspiels. Daher ist es auch nicht abwegig, dass ihr Kopf eine Uhr mit einem melodischen Schlagwerk ziert.
Das Haupt der Medusa war in den Wohnstuben der Bildungsbürger des 19. und frühen 20. Jahrhunderts garantiert nicht gerne gesehen.
Mehr fällt mir nun dazu nicht ein. Wer bietet mehr?
Gruß
Karl
 
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Alter, unbekannter Regulator - Erbstück

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