Alchemie Tag für Vintage Gehäuse - Galvanik

Diskutiere Alchemie Tag für Vintage Gehäuse - Galvanik im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Ein paar Gehäuse zum aufarbeiten sind die Galvanik Arbeiten von heute. Am Anfang seht das schleifen und polieren. Vintage Gehäuse von Kratzer...

ticker45

Themenstarter
Dabei seit
05.10.2016
Beiträge
154
Ort
Berlin
Ein paar Gehäuse zum aufarbeiten sind die Galvanik Arbeiten von heute.

Uhregehäuse-Spiegelglanz-poliert.jpg

Am Anfang seht das schleifen und polieren. Vintage Gehäuse von Kratzer und alten Beschichtung befreien.
2 x. Glashütte unterschiedliche Tombak mit unterschiedlichen Kupferanteil ,
1 x Seiko Bell Matic ebenfalls Tombak, 1 x Cartier Kasten Gehäuse in 925 Voll Silber.

Uhregehäuse-Palladium-Sperrschicht.jpg

Erste Beschichtung mit Palladium als Sperrschicht und Haftgrund für die Zwischen Schicht. Palldium sorgt
auch das keine Metall Diffusion auftritt. Zumindesten meistens :-). Schicht Dicke ca. 3-4 Micrometer.

Uhregehäuse-24-K-Zwischenschicht-poliertjpg.jpg

Als Zwischen Schicht 24 K Hartgold, haftet sehr gut auf Palladium und stellt die Grundlage für die Deko
Endschicht dar. Schicht Dicke Glashütte 5 Micrometer, Seiko 10 Mikrometer, Cartier 7 Mikorometer.

Uhregehäuse-20-K-Dekoschicht-poliertjpg.jpg

Dann die Deko Endschicht 20 K Hardgold. Schicht Dicke ca 3 Mikrometer bei allen Gehäusen.
Leider ist es schon zu dunkel umd die Unterschied besser zu sehen.

Jetzt müssen die Gehäuse noch 3 Tage oxidieren und dann werden Sie final poliert.
 

Harpye

Dabei seit
03.10.2015
Beiträge
2.515
Wow! bin begeistert! obwohl mir jetzt Gold nicht steht... machst Du das gewerblich, mittlerweile? Da geht ja ganz nett Elektrolyt drauf und mittlerweile bist Du s.w. dort auch auf dem " harten" Stoff angelangt oder?
 

Snaporaz

Dabei seit
02.12.2010
Beiträge
241
Wie bestimmst du denn die Schichtdicke - über die Zeit im Elektrolyt?
 

Harpye

Dabei seit
03.10.2015
Beiträge
2.515
Strom / Ladung über Zeit bei Konzentration der Metallverbindung im Elektrolyt
Der - im übertragenen Sinne grösstmögliche Abstand der Feldlinien (kleinste Energie im EFeld sorgt dabei für eine gleichmässige Beschichtung sowie Kantenüberdeckung.,
 

Snaporaz

Dabei seit
02.12.2010
Beiträge
241
Eigentlich hatte ich ja Ticker45 gefragt ... und die grundsätzlich bestimmenden Faktoren sind mir schon klar. Mich interessiert eher die Möglichkeit, so verhältnismäßig präzise Angaben zu machen.
 

ticker45

Themenstarter
Dabei seit
05.10.2016
Beiträge
154
Ort
Berlin
Wow! bin begeistert! obwohl mir jetzt Gold nicht steht... machst Du das gewerblich, mittlerweile? Da geht ja ganz nett Elektrolyt drauf und mittlerweile bist Du s.w. dort auch auf dem " harten" Stoff angelangt oder?
Nein ist noch immer Hobby, bekomme aber schon einige Anfragen. Aber nach 2 Jahren wird es immer besser :-). Der Verbrauch von Elektrolyt hält sich schon sehr in Grenzen, das ich keine Versuche mehr brauche. Anders sieht es noch aus bei schwarzen Elektrolyte die sind schon komplexer.

Meine Bellana Eisenbahner Uhr habe ich aber gut hinbekommen. Schwarze Rutehdium sieht bei Tageslicht wie Antrazit aus.

Schwarz-Ruthedium-Nacher.JPG
 
Zuletzt bearbeitet:

ticker45

Themenstarter
Dabei seit
05.10.2016
Beiträge
154
Ort
Berlin
Wie bestimmst du denn die Schichtdicke - über die Zeit im Elektrolyt?
Bei der Stift/Tampo Glavanik kann die Abscheidunng über das verwendete Elektrolyt errechnet werden. z.B. Hartgold 24 K scheidet pro Minute (Temp Bereich des Elektrolyte muss auch stimmen),
1 Mikrometer pro Minute ab. Mit der Tampon Galvanik werden an den Kanten mehr Eletrolyte abgeschieden, das wie hier die Energiedichte pro Fläche höher ist, als in der Mitte des Materials.
Ist die Stromdichte zu hoch verbrennen die Metall Ionen bevor sie auf die Oberflöche auftreffen, ergibt schwarze Flecken. Mit eine wenig Elektrolyte Politur lässt sich das beseitigen.
Meine Angaben sind errechnet. Würde mann eine Metall Oberfläche im Taster Mikroskop betrachten so sieht man Berge und Täler. Mein Trick ist jetzt war immer Mehrschicht Aufbau und Zwischen Poltiur.
Das klappt ganz gut.
 

ticker45

Themenstarter
Dabei seit
05.10.2016
Beiträge
154
Ort
Berlin
Toll, arbeitest Du immer mit Gelbgold?
Ich nutze ein 24 K Gold Elektrolyt, wekches ich mit einem Zusatz aufhelle. Farbton entspricht je nach Zugabe dann 20, 18, 14. Je nach Zusatz 18 K Rotgold, Rosegold. Gokdbeschichtung klappt gut.
Super ist auch Palladium, oder weißes Palladium. Ist zwar nicht so Hart wie Chrom aber von der Farbe seh ähnlich. Komplexer ist Chrom 3, es neigt zum Gelbsticht vom Farbton. Hier muss ich noch einiges testen, Temp, Zusätze, Anode ...
Früher wurde alles vernickelt, im Vintage Bereich noch oft anzutreffen.
Anthrazit oder schwarze Beschichtungen sind von der Haftung schwierig, kommt auf das Grundmaterial an.
 
Thema:

Alchemie Tag für Vintage Gehäuse - Galvanik

Alchemie Tag für Vintage Gehäuse - Galvanik - Ähnliche Themen

Galvanik Arbeiten an einer Poljot 2612.1. Gehäuse aufarbeiten.: Hallo Forianer, anbei beginnt wieder ein neus Galvanik Projekt mit dem Ziel ein Gehäuse zu restaurieren. Oder Galvanisch neu zu beschichten. Das...
Reiseuhr 1900 Galvanik: Hallo, die Ausgangslage war eine Reiseuhr, gebaut ca. 1900 ohne Funktion. Folgende Arbeiten wurde ausgeführt. Das Uhrwerk hat ein Uhrmacher...
Galvanik Poljot 2612 mit modernen Bronze Optik versehen: Hallo Forianer, die letzen Tage startete wieder ein Galvanik Projekt. Das Opfer: Poljot 2612.1 mit vergoldeten Gehäuse. Nicht modern und...
Galvanik Sternglas Naos Rotor in Rotgold.: Hallo Forianer, heute musste meine Sternglas Naos für eine Galvanik herhalten. Zur Arbeit brauche ich ab und zu einen Dresser. In der Freizeit...
Galvanik Junghans Taschen Uhr in Trio-Color: Hallo Forianer, anbei ist heute eine weitere Galvanik Arbeit fertig geworden. Die Idee war aus einem sehr geliebten, gebrauchten, verbeulten...
Oben