A.Reymond 21 Jewels

Diskutiere A.Reymond 21 Jewels im Taschenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Hallo und bitte um Hilfe! Mir ist diese Taschenuhr untergekommen: Werk bezeichnet mit A. Reymond 21Jewels swiss made 3 Adjustments Gehäuse StyliC...

waxdick

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Hallo und bitte um Hilfe!
Mir ist diese Taschenuhr untergekommen:
Werk bezeichnet mit A. Reymond 21Jewels swiss made 3 Adjustments
Gehäuse StyliC Birmingham, 10 years warranty- keine Punzen
Ich finde im einschlägigen Netz keine Informationen über dieses Werk. Auch nicht bei Arsa oder Unitas...
Werk lief nicht an. Demontiert, gereinigt, Werk läuft einwandfrei, jetzt schon mehr als 30 Stunden...
Sobald ich die Zeiger montiere, bleibt das Werk nach wenigen Sekunden stehen. Oder die Zeiger bewegen sich nicht. Das Ziffernblatt hat leider keine Kupferzapfen mehr und war aufgeklebt.
Da ich wirklicher Laie bin, benötige ich Euere Hilfe - Danke vorab!
 

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monozelle

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Hi! Oh, das kenn ich noch nicht.
Sieht mir nach etwas für den amerikanischen Markt aus. 🙂 Könnte das vielleicht auch was von Tavannes/Cyma sein?
Ich tippe auf ein 16s-Kaliber. Welchen Durchmesser hat das Werk?
Das Gehäuse bzw. der Bügel hat die charakteristische Form eines Dennison-Cases.

Also ein "wirklicher Laie" scheinst du ja nicht zu sein. 😉

Sobald ich die Zeiger montiere, bleibt das Werk nach wenigen Sekunden stehen.

Dann passt da was nicht und es ist möglich, dass der Sekundenzeiger irgendwo Kontakt zum Zifferblatt bekommt und hängenbleibt. Im Bereich des Sekundenrades ist die Kraftumsetzung schon sehr fein, da reicht ein Krümel und das Werk steht.
Sekundenzeiger zuerst montieren und beim Umlauf beobachten, ob überall genug Höhenluft vorhanden ist.

Oder die Zeiger bewegen sich nicht.

Bei gestopptem Werk wäre das logisch, aber bei laufendem Werk wäre es die Zeigerreibung, die quasi nicht mehr vorhanden ist und die Zeiger hängen lose auf ihren Wellen. Ist das so? Abhilfe wäre dann, die Rohre bzw. Löcher der Zeiger zu verengen. Das Verfahren ist bekannt?

Das Ziffernblatt hat leider keine Kupferzapfen mehr und war aufgeklebt.
Da ich wirklicher Laie bin, benötige ich Euere Hilfe - Danke vorab!

Bäh. Kleber im Uhrwerk, ein absolutes No Go. Die Klebstoffreste sollten vom Werk und vom Zifferblatt restlos entfernt werden. Sieht auf den Fotos wie Superkleber aus. Bin unsicher, wie man den wegbekommt. Ich hatte mal Glück und die Reste ließen sich relativ problemlos mit einem Zahnstocher weghebeln. Ansonsten gibt es wohl chemische Mittel - Aceton?

An das Zifferblatt kann man mit Kupferdraht (Stärke vorher probieren) neue Füße anlöten.
Ich sehe bei dem Werk keine Hütchenschrauben auf der Werksseite. Die Zifferblattschrauben müssten seitlich am Werk sitzen. Sind die noch vorhanden? Vielleicht ist das Zifferblatt auch nicht original und die Platzierung der Füßchen muss neu gemacht werden...
 

waxdick

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Danke Monozelle!
Das interessanteste an diesen Teilen ist eigentlich die Historie. Leider können die Uhren selber nichts aus ihrem Leben erzählen...
Deine Vermutung mit dem amerikanischen Markt scheint in die richtige Richtung zu deuten. Ich habe bei meiner Internet Recherche dort in einem Forum gelesen, dass es sich bei dem Werk um „ein swiss fake“ - also um einen Nachbau der „damals weltbesten amerikanischen Eisenbahnuhren“ handeln soll - sagt der Ami...
Durchmesser des Werkes ist grob 4,3 cm und um die Technik kümmere ich mich heute abend...
Danke erstmal!
Gruss!
 

monozelle

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Aaah... 😂
Beim Wort "Swiss Fake" krieg ich immer Allergie, weil es suggeriert, dass amerikanische Kunden von den bösen Schweizern getäuscht werden sollten. Dieser Mythos von der "gefälschten amerikanischen Uhr" hält sich hartnäckig und wird immer weiter genährt, weil manche amerikanischen Sammler Schweizer Werke als grundsätzlich minderwertiger ansehen. Der Streit darüber ist, soviel habe ich mittlerweile mitbekommen, ziemlich philosophischer Natur.

Ich habe einen Fall mitbekommen, in der ein amerikanischer Sammler drauf und dran war, eine hervorragend erhaltene goldene Savonette mit früher Ankerhemmung und Schlüsselaufzug in den Müll zu werfen, weil er überzeugt war, eine Fälschung gekauft zu haben. Der Beweis: es stand "Genève" auf dem inneren Staubdeckel.

Amerikanische Werke, besonders die des 20. Jahrhunderts, sind hervorragend in ihrer Qualität, jeder weiß, dass z.b. die Railroad Grades (Illinois Bunn Special etc.) wirklich hochwertige Uhren sind. Aber ebenso sind es die Schweizer auch. 🙂

Peace for all mankind. ✌️
 

Badener

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Teile des Aufzugs deines Werkes sind im Quickfit von 1961 als Kaliber "Achievement" verzeichnet:
Quickfit_1961_Achievement.jpg
Und im Swartchild von 1946 ist die Savonnette-Variante deines Lépine-Werkes als A. Raymond Achievement (inkl. Schreibfehler) aufgeführt:
Swartchild_1946_Raymond_Achievement.jpg
Sinngemäß ist dein Werk dann ein A. Reymond Achievement Lépine.

Zufällig gibt es gerade eine ebay-Auktion, in der dein Werk abgebildet ist und bei der auf dem Zifferblatt "Achievement" steht:
Vintage A. Reymond 43mm Pocket Watch Movement 21 Jewels Achievement | eBay
 

Ruebennase

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Ich will Euch die Freude ja nicht vermiesen, aber trotz des bekannten Herstellers, ist dieses Werk ziemlich sinnfrei hoch dekoriert meiner Meinung nach. Wir haben hier eine einfache Schraubenunruhe mit Flachspirale. Zifferblattseitig sind tatsächlich noch zwei zusätzliche Decksteine auf einem Plättchen und nicht getrennt. Das müßte für Anker- und Ankerrad sein. @Badener insbesondere nach dem abgefallenen Deckchaton auf dem Ebaywerk. Glaubst Du das die Deckchatons Berührung mit den Zapfen haben und funktional sind? Ich kann so etwas nicht ab schätzen. Es ist allerdings eine lange schweizer Tradition mit ein paar technisch sinnfreien Glasperlenspiele Wertigkeit vor zu gaukeln. Das findet man sogar auf gar nicht einmal so schlechten Werken. Der grobe Schwanenhals gefällt mir auch nicht besonders.
Es gibt tatsächlich "swiss fakes" und das ist hier gut erklärt und mit einem echt fiesen "swiss werk" ergänzt:
Ein Swiss Fake - Northern Express

Das Problem ist nur, dass viele Amerikaner in den Foren den Begriff falsch verstehen oder falsch verstehen wollen und gute schweizer Uhren mit in den Topf werfen. Es gibt übrigens tatsächlich auch Sammler solcher Schrott Kuriositäten ...jaa früher war alles besser :lol:

Grüße Rübe
 

Badener

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Ich habe keine Ahnung, ob hier die Decksteine funktional sind. Ich würde das Werk auch nicht zwingend als Swiss Fake einsortieren. Es war in der Tat vermutlich für den amerikanischen Markt bestimmt, aber darüber, ob es ein amerikanisches Werk suggerierwn soll, kann man sich sicher streiten. Ich habe schon deutlich hässlichere Werke gesehen...
 

Ruebennase

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Ich auch 🙄, nur leider haben diese Werke wie das verlinkte, dem schweizer Ruf schon arg zu schaffen gemacht. Das hallt bis heute nach bei den Taschenuhren. Ich persönlich stufe dieses Werk als hochdekorierten Standart ein. Fest mache ich das an der Unruhe die zu einem 'echten' 21 Steine Edelwerk nicht passt.

Grüße Rübe
 
Thema:

A.Reymond 21 Jewels

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