A. Lange & Söhne TU, Ref. 15225

Diskutiere A. Lange & Söhne TU, Ref. 15225 im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hier möchte ich eine Taschenuhr Lange & Söhne von 1881 vorstellen. Sie gehörte der Familie Adolf Ignaz Ritter Mautner von Markhof. Abgebildet auf...
An1801

An1801

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Hier möchte ich eine Taschenuhr Lange & Söhne von 1881 vorstellen. Sie gehörte der Familie Adolf Ignaz Ritter Mautner von Markhof. Abgebildet auf der Uhr ist das Familienwappen (Inschrift `Fleiss und Wille´) mit dem österreischichen Orden der eisernen Krone. Am 27. Juni 1881, dem Datum auf der Uhr, haben der Brauereibesitzer Adolph Ignaz Mautner v. Markhof und Julie Marcelline Kadisch ihre Goldene Hochzeit gefeiert.
Die Uhr ist eine 16-steinige (15 Rubine & 1Diamant) Savonette mit Glashütter Goldhemmung, einer gehärteten Breguetspirale und einer bimetallischen Kompensationsunruh mit Regulier- und Gewichtsschrauben aus Gold.
Das Zifferblatt ist nicht signiert, was bei mir Fragen aufwirft. Allerdings wurde mir gesagt, dass sich "die Signierung der Zifferblätter bei Glashütter Taschenuhren sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erst sehr langsam durchsetzte. Um 1880 waren die wenigsten Zifferblätter signiert." Bleibt dennoch die Frage, aus welchem Grund manche Zifferblätter schon früh signiert wurden und andere nicht.
Hier die Fotos dazu:
P1040569.JPG

P1040642.JPG

P1040648.JPG

P1040656.JPG

P1040660.JPGP1040668.JPG

P1040676.JPG

Die Uhr läuft zwar einwandfrei, trotzdem wurde mir zu einer Revision geraten, die ich auch gerne machen würde. Ich weiß nur leider niemand und überlege ob man sich direkt an Lange & Söhne Glashütte wenden soll???

Grüße und schönes Wochenende
Anja
 
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FritzP

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Das ZB sieht durchaus stimmig aus. Obwohl in meinem Fotoarchiv im Bereich der Seriennummern 14000 bis 16000 nur beschriftete ZB vorkommen, besagt das nichts. Es gab verschiedene Gründe, das ZB keine Bezeichnung hatten.
 
Westminster

Westminster

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Mit dieser schönen Uhr würde ich direkt zu Lange und Söhne gehen. Eine meiner Uhren habe ich dort nach Voranmeldung persönlich abgegeben und alles besprochen. Es dauert etwas, aber es hat sich gelohnt. Defekte Teile wurden angefertigt und ein Zertifikat erstellt. Ich war zufrieden und beruhigt, sie in den richtigen Händen zu wissen.
 
A

AHVintage

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Wenn die Uhr als Sammelstück in der Schublade liegt und nicht regelmäßig getragen wird, sehe ich hier keinen Grund, für eine Revision Geld auszugeben.

Der Deckstein der Unruh sieht - soweit erkennbar - nach einem Rubin aus, nicht Diamant. Schon mal ersetzt?

Frank
 
An1801

An1801

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Ob schon einmal etwas ersetzt, wurde entzieht sich meiner Kenntnis!
Eine Revision könnte da evtl. Klarheit bringen ;-)
 
An1801

An1801

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Meines Wissens ist der Diamantdeckstein technisch nicht von Bedeutung. Da ja auch die Aufschrift auf dem Zifferblatt fehlt, hat man ja möglicherweise auch gleich auf den Diamantdeckstein auch verzichtet. :-)
Da waren vielleicht die `inneren Werte´ wichtiger! ;-)
Übrigens ist die Uhr relativ klein für eine Herrenuhr (Werkdurchmesser 39 mm bei 80 gr. Gesamtgewicht), für eine Damenuhr wiederum recht groß.

Gruß Anja
 
G

Gleis3eck

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Hallo,
meiner Kenntnis nach, waren Diamanten als Deckstein bei Lange & Söhne Uhrwerken nur in der Qualitätsstufe 1A verbaut. Wenn ich mich nicht irre, ist hier die Qualitätsstufe 1C verbaut. Der Deckstein selbst hat keine Funktion, dient nur der Wertigkeit.
Gruss
Jamie
 
An1801

An1801

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Es handelt sich hier um eine Uhr von 1881! Qualitätsstufen wurden meines wissens erst nachträglich von Sammlern so benannt. Von Lange & Söhne selbst nicht.

Gruss Anja
 
Zuletzt bearbeitet:
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Gleis3eck

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Es ist völlig egal, wer und wann die Qualitätsstufen eingeführt hat/wurden. In der Bestimmung zur Ausstattung eines Werkes sind sie aber hilfreich. Hier kann man über die Thematik mehr erfahren:
Taschenuhren A. Lange & Söhne 1A - ALS
Gruss Jamie
 
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FritzP

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Also ob man bei einer alten Uhr nur dann eine Revision macht, wenn sie auch getragen wird, hängt sehr vom Zustand des Werkes ab.
Wenn eine Uhr mehrere Jahrzehnte keine Revi hatte, so sind damals noch Öle verwendet worden, die auf jeden Fall entfernt werden sollten. Regelmäßig stelle ich bei Revisionen uralten grünen Schmand fest, der der Substanz auf keinen Fall dienlich ist. Auch winzige Roststellen können je nach früherem Aufbewahrungsort auch an versteckten Stellen vorkommen.
Hier gilt einfach Wehret den Anfängen.
Und weil etwas missverständlich geschrieben wurde, möchte ich noch feststellen, das der Deckstein schon eine unverzichtbare Funktion hat. Nur muss es hierzu kein Diamant sein, ein Rubin tut es auch. Moritz Großmann hat sich gegen den Diamant ausgesprochen weil er unter bestimmten Voraussetzungen Schäden an den Zapfen befürchtete.
Ob eine Uhr von Lange mit Diamantdeckstein ausgeführt wurde ist im Werkbuch verzeichnet. In der Regel waren es 1a Ausführungen dem obiges Werk ja nicht entspricht jedoch hat die Uhr rund 140 Jahre gelebt und folglich schon ein paar Uhrmacher gesehen. Da wäre es Unfug, allein von ein paar Fotos sich Spekulationen hinzugeben.
 
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AHVintage

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Deine Argumente zu Revision treffen durchaus zu, Fritz.
Ich kenne auch Sammler, die ihre Uhren grundsätzlich in revidiertem Zustand in der Sammlung haben wollen.

Ich denke aber auch daran, dass oftmaliges Zerlegen und Montieren dem Aussehen des Werks nicht zum Vorteil gereicht - abhängig davon, an wen die Uhr dabei gerät.

Frank
 
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FritzP

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abhängig davon, an wen die Uhr dabei gerät.
Frank
Ja Frank, in dieser Beziehung haben wir wohl beide leidvolle Erfahrungen.

Ich möchte aber noch ein wenig zu den Bezeichnungen 1A - C schreiben. Fakt ist, das es diese Einteilung in dieser Zeit in Glashütte nicht gegeben hat, weder bei Lange noch bei den anderen. Bequem ist es jedoch, heute eine Uhr damit relativ eindeutig in ihrer Ausführung zu beschreiben. Jedoch gilt auch hier, bei jeder Regel hat es auch immer Ausnahmen gegeben.
In der Regel hat eine 1A verschraubte Chatons, Trompetenzapfen auch bei Anker und Gangrad und deshalb dort auch Decksteine im Chaton sowie oft einen Diamantdeckstein. Die Qualität der Uhr erhöht dieser natürlich nicht, da würde auch ein Rubin das Gleiche leisten. Anders sieht es bei den Trompetenzapfen aus, diese erhöhen die Qualität gegenüber einer 16-steinigen Uhr und damit einer 1B wie hier vorgestellt und nicht 1C wie von Jamie geschrieben.
1C hätte keinen Minutenradstein.
Ob sich jedoch heute noch diese Unterschiede der Ausführung am Gangverhalten der Uhr nachweisen lassen, hängt im Wesentlichen davon ab, was sie schon alles erlebt hat.
In der Bewertung der Uhr liegt die 1A natürlich oft höher was aber auf Grund eines damals höheren Werkabgabepreises auch nachvollziehbar ist. Hier liegt auch ein wesentlicher Grund für unterschiedliche Ausführungen. Im Gegensatz zu manch heutiger Manufaktur wollte/musste man eine breite Käuferschicht ansprechen. Ein wenig wiederholt sich die Geschichte.
 
KV-Uhr

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Hier möchte ich eine Taschenuhr Lange & Söhne von 1881 vorstellen. Sie gehörte der Familie Adolf Ignaz Ritter Mautner von Markhof. Abgebildet auf der Uhr ist das Familienwappen (Inschrift `Fleiss und Wille´) mit dem österreischichen Orden der eisernen Krone. Am 27. Juni 1881, dem Datum auf der Uhr, haben der Brauereibesitzer Adolph Ignaz Mautner v. Markhof und Julie Marcelline Kadisch ihre Goldene Hochzeit gefeiert.
Die Uhr ist eine 16-steinige (15 Rubine & 1Diamant) Savonette mit Glashütter Goldhemmung, einer gehärteten Breguetspirale und einer bimetallischen Kompensationsunruh mit Regulier- und Gewichtsschrauben aus Gold.
Das Zifferblatt ist nicht signiert, was bei mir Fragen aufwirft. Allerdings wurde mir gesagt, dass sich "die Signierung der Zifferblätter bei Glashütter Taschenuhren sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erst sehr langsam durchsetzte. Um 1880 waren die wenigsten Zifferblätter signiert." Bleibt dennoch die Frage, aus welchem Grund manche Zifferblätter schon früh signiert wurden und andere nicht.
Hier die Fotos dazu:
Anhang anzeigen 2864944

Anhang anzeigen 2864946

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Anhang anzeigen 2864959Anhang anzeigen 2864960

Anhang anzeigen 2864961

Die Uhr läuft zwar einwandfrei, trotzdem wurde mir zu einer Revision geraten, die ich auch gerne machen würde. Ich weiß nur leider niemand und überlege ob man sich direkt an Lange & Söhne Glashütte wenden soll???

Grüße und schönes Wochenende
Anja
Hallo Anja,

eine Revison bei Lange in Glashütte kann u.U. recht teuer werden:

Service price list

Irgendwo hatte ich auf deren Seite sogar gelesen, dass sie alte Uhren gar nicht annehmen würden (war für mein Schiffschronometer).

Grüße

Volker
 
Westminster

Westminster

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Ein Schiffschronometer von mir wurde dort revisioniert und defekte Teile angefertigt. Das hat gedauert, es war aber kein Problem.
 
Tiktakbrasil

Tiktakbrasil

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Darf ich bitte mal kurz dazwischen ? Ich habe einen Schlüssel mit Rätsche und vermute der ist für einen Lange und Söhne Schiffschronometer. Liege ich damit richtig ?

Schlüssel   Schiffschronometer  2.JPG


Grüße aus der Ferne, Tiktakbrasil :super:
 
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quell

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Bei einem Schiffschronometer GUB VEB vom Juni 1960 sieht der zugehörige Schlüssel so aus. Es wäre interessant, die Änderungen der Schlüssel über die Jahre zusammenzustellen. Gruß aus dem Schwarzwald
Peter
 

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pet.sch

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Das Schiffschronometer von Westminster braucht gar keinen Schlüssel, denn, wenn ich das richtig sehe, ist das eine Kriegsausführung mit dem großen Taschenuhrwerk der Beobachtungsuhr (Kaliber 48). Also kein Schlüsselaufzug und keine Chronometerhemmung.
Dafür aber selten ;-)
PS: Das mit dem Schlüsselvergleich würde ich dann aber in einem extra-Thread mache, denn hier geht es ja um die Taschenuhr von Lange und Söhne.

Gruß
Peter
 
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