A. Lange & Söhne Taschenuhr Repetition / Datum Ref. 14391

Diskutiere A. Lange & Söhne Taschenuhr Repetition / Datum Ref. 14391 im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Erstens kommt es anders, und zweitens... Heute Morgen noch eine Lanco mit Plastikuhrwerk, heute Abend eine A. Lange & Söhne Taschenuhr. Hier...
apple1984

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Erstens kommt es anders, und zweitens... Heute Morgen noch eine Lanco mit Plastikuhrwerk, heute Abend eine A. Lange & Söhne Taschenuhr.

Hier eine Taschenuhr aus dem Freundeskreis, Familienerbstück, Werk- und Rückdeckel fehlen, Unruhzapfen beschädigt, Goldpunze etc. wahrscheinlich auch mit den fehlenden Deckeln verloren gegangen. Ob und was genau noch Original sein könnte ist nicht bekannt. Schrauben am Werk sehen unberührt aus...

Was macht man mit einer solchen Rarität? Revision und Restauration? Deckel anfertigen lassen? Gibt es Original Vorlagen, nach denen man arbeiten könnte? Oder eine schicke Umverpackung entwerfen und in dieser einfach die Familientaschenuhr präsentieren?

Das ist so das schönste, was ich an Taschenuhr je gesehen habe. Völlig subjektiv natürlich. ;-)

Bin gespannt auf eure Antworten. Die Fotos dazu:
 

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pretium intus

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Wasgau
Hallole,
also......eine Revision bzw. Aufarbeitung lohnt sich m.E. auf jeden Fall!:klatsch:
Würde erst das Werk mit Repetition reparieren lassen, und dann zu einem guten Goldschmied gehen, der den Feingehalt des Gehäuses überprüft und dann die zwei Deckel anfertigen läßt.
Auch beim jetzigen Goldpreis!:shock:
(Hatte ´mal in anderem Zusammenhang etwas von echten Goldgehäusen aus Polen mit gelasertem Goldstempel gehört, auch für eine Lange TU)
Viel Glück!
Grüßle
Hans
 
Micha

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Glückwunsch, tolle Uhr.

Die Aufarbeitung könnte wohl zig Tausende Euros kosten.

Die sich aber lohnen könnten, scheint schon was besseres zu sein. Ich, würde mir von Lange ein Angebot einholen.
 
apple1984

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Danke für Eure Beiträge. Das die Geschichte nicht mit ein paar Euro zu bewerkstelligen sein wird, war schon klar.
Eine Revision des Uhrwerks ist ja nicht das Thema, mein Hausuhrmacher (dem ist das zu kompliziert und - er hat keine Vorlage) hat die Fehlerquellen schon eingegrenzt. Das ist machbar. Fakt ist aber: Eine Wiederherstellung der beiden Deckel würde in Echtgold unbezahlbar sein. Anders sieht es aus, wenn sich herausstellt, daß die TU nur vergoldet ist. Dafür spricht, das im einzig erhaltenen Deckel nicht eine Punze zu finden ist. Die Verifizierung ist in Arbeit.

Eine andere Überlegung ist, das der Hauptdeckel seinerzeit auch gefehlt hat und durch diesen samt professioneller Gravur auf der Frontseite ersetzt worden ist.

Mein Hausuhrmacher hat zwei Ideen: Fa. Abeler in Wuppertal und noch jemand bis jetzt unbekanntes auf der Insel Fehmarn.

Habe zumindest zwei ähnliche TUs in der Bucht entdeckt. Das ist ja schon mal ein Anhaltspunkt:
SELTENE SAVONETTE A LANGE & SÖHNE 18KT GOLD 1A QUALITÄT | eBay
A.Lange & Söhne 1A / frühe 750er Goldsavonnette um 1874 bei eBay.de: Taschenuhren bis 1920 (endet 16.07.11 21:44:19 MESZ)

Man kann also davon ausgehen, das hier auch ein Diamantdeckstein verbaut ist und die Uhr vor 1890 hergestellt wurde. Das die Gehäuse, wie im Beschreibungstext angedeutet, nicht von A. Lange selbst produziert wurden, macht die Sache nicht einfacher... Eigenartig nur, das keine Bezeichnung auf dem Zifferblatt zu sehen ist.

Anhand der Seriennummer einzugrenzen: Zwischen 1880 und 1885 produziert.
Quelle: http://www.glashuetteuhren.de/kaliberuebersichten-modelle/a-lange-soehne/#JK1899
 
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apple1984

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Hallo Günther, bei mir kommt auch bei Mikrolisk die Zeitspanne 1880 bis 1885 heraus, und nicht 1845 - 1866.
Zahlendreher?
 
Sylver

Sylver

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Welch ein tolles Stück von Lange ,der Mittelchaton fehlt auch .Die Aufarbeitung wird sünthaft teuer werden !Aber lohnen würd es sich auf jeden fall !
 
Micha

Micha

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Ich glaube unsignierte Blätter gab es schon, hab aber gerade meine Bücher nicht zur Hand. Wenn die Uhr für den Amerikanischen Markt war wurden Gehäuse von Amerikanischen Herstellern verwendet wegs den hohen Einfuhrzöllen.


Ich würde mit der Uhr nach Glashütte fahren, sie dem Museum vorlegen und mal schaun was die sagen. Könnte sein die wissen ob und wo man was machen lassen kann.
 
mini

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Eine 1 A iat es nicht.
Ich sehe da schon ein 1A, die Schwanenhälse waren Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts noch nicht obligat, ansonsten hat sie mehrere verschraubte Goldchatons, Diamantdecksteine und den ganzen Rest (gravierten Unruhkloben, gebläute Schrauben etc.) ...

Gruss
Mathias
 
Sylver

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Sie ist auf jedenfall 1a Qualität !
 
apple1984

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Vielen Dank für Eure Kommentare und Bewertungen. Bevor wir hier weiter schätzen und hochrechnen, was es denn wohl sein könnte, habe ich eine offizielle Anfrage zwecks Datierung an die Fa. A. Lange & Söhne gerichtet. Was mich einerseits freut, andererseits aber auch wurmt: Es gibt nicht ein Modell im Internet dieser Firma, das dieser gezeigten auch nur annähernd gleichkommt. Ob das ein gutes Zeichen ist?

@Stoerzel: Vielen Dank für das Angebot. Wenn es in Frage kommt, werde ich es an die Besitzerin weiterleiten.

@Micha: Wäre nett von dir, wenn du in deinen Nachschlagewerken nach Informationen suchen könntest. Als Überbrückung einstweilen. Danke.
 
Stoerzel

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Ich sehe da schon ein 1A, die Schwanenhälse waren Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts noch nicht obligat, ansonsten hat sie mehrere verschraubte Goldchatons, Diamantdecksteine und den ganzen Rest (gravierten Unruhkloben, gebläute Schrauben etc.) ...

Gruss
Mathias
Du hast Recht. Ich habe das Gestern Abend am Notebook nicht richtig gesehen. Sorry habe mich geirrt.
 
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Schon mal ein Zwischenbericht: Die Vorabaussage von A. Lange & Söhne beschränkt sich auf die Richtigkeit des Herstellungszeitraumes und dem Statement, dass das Zifferblatt nicht von Lange und Söhne ist. Das Werk wurde nur als Minutenrepetition gebaut, allerdings nicht mit Datum. Weitere Details gibt es vom Leiter der Museumsabteilung von Lange am Montag. Die haben ziemlich schnell geantwortet und mit dem Hinweis geschlossen, dass die Uhr eingeschickt werden kann zwecks Kostenvoranschlag einer Revision/Restauration. Gratis wohlgemerkt. Ich bin gespannt...
 
apple1984

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Der Stand der Dinge: Die Uhr wurde von A. Lange & Söhne am 23. 12. 1880 ausgeliefert. Das Zifferblatt ist untypisch, auf das Werk sind die Vintage Uhrmacher von Lange schon ziemlich gespannt. So, wie es aussieht, wird die Uhr zumindest zur Klassifizierung und zur Veranschlagung eines Kostenvoranschlages zu Lange eingeschickt. Da muß ich aber noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten.
Das Werk zumindest ist so nicht bekannt: Minutenrepetition schon, aber mit zusätzlicher Komplikation, dem Datum, kann bisher niemand etwas anfangen. Stutzig macht auf jeden Fall das emaillierte Zifferblatt: Das sieht aus wie neu.
Ich bin gespannt.
 

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Micha

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So, ich bin auch wieder hier und bin doch überrascht.

Im Buch von Martin Huber Seite 140 eine Taschenuhr mit Minutenrepetitionen mit Datum und Sekunde wie bei deiner.
Auch die Anordnung ist die gleiche, Zeiger identisch, ob das Blatt
und das Gehäuse passen imho zweitrangig - vorerst.

Die Nr. im Buch 13 397

18k Goldsavonnette mit Minutenschlag, Datum und Sekunde
1879 verkauft an Lehmann Leipzig.
 
G3R0

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Mit den Füßen im Wasser
Ich kann leider nichts Sinnvolles zu diesem Thread beitragen, möchte aber trotzdem mal sagen dass ich ziemlich interessiert und sehr auf weitere Informationen gespannt bin!

Sehr schöne Uhr!
 
Micha

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Ok, nun weiß ich wie Lange das meint, deine Uhr steht bei den Minutenrepetitionen ohne Datum - generell gibt es also schon Minutenrep. mit Datum und Sek. laut meim Buch 10Stk. falls deine original ist wären es nun 11 ;-) Hab ich falsch verstanden.
Wer weiß vielleicht haben die sich mal mit den Nummern geirrt, oder deine wurde später umgebaut - kann ja sogar bei Lange passiert sein - oder aber ein sehr guter Uhrmacher hat das getan.
 
apple1984

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Danke, Micha, dass du doch noch in deinen Nachschlagewerken nachgesehen hast. Ist ja schon interessant. Die Sammlerbücher, und dazu wird wohl deines auch gezählt, haben natürlich fotografisch viele Varianten abgelichtet, die der Fa. Lange gar nicht mehr bekannt sein dürften. Viele Uhren, z.B. vor 1900 ausgeliefert, wurden ja nicht fotografiert o.ä. Und Tausende dürften in den zwei Weltkriegen verloren gegangen sein. Alles sehr interessant. Die Besitzerin entscheidet sich gerade, ob ein Wertversand in Frage kommt, um die Uhr zu überstellen, oder ob sie im Herbst ein Fahrt zu Lange & Söhne macht und die Uhr persönlich abgibt. Ich werde berichten.
 
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