36000A/H Schnellschwingerwerke und Uhrmodelle – technische Meisterleistung oder Sackgasse

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Käfer

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Schnellschwingerwerke und Uhrmodelle – technische Meisterleistung oder Sackgasse

Da sich heute an meinem Arm mal wieder eine Uhr mit Schnellschwingerwerk tummeln durfte, ist mir der Gedanken aufgetaucht, dass wir das Thema Schnellschwinger hier im Vintagebereich mal etwas ausführlicher behandeln könnten. Mit Bild der Uhr und Bild des Werkes bzw. Link zu den technischen Daten des Werkes (z.B. auf Archiv Ranfft).
 
Käfer

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Ich beginne den Reigen mal mit einer Movado mit Manufakturkaliber. Das Modell heisst mit vollem Namen Movado HS 360 Kingsmatic Video Day Date:




Hier der Link zum Movado Werk 405:

bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Movado 405
 
Käfer

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Als nächst Uhr kann ich eine Girard Perregaux Gyromatic high frequenzy präsentieren:



Hier das Werk, so habe ich es unter GP bei Ranfft nicht gefunden, das Werk ist gemarkt mit der Schlagzahl und mit 41-291:

 
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Hier Uhren von Longines unter dem Modellbegriff „ultra-chron“ mit einem bekannten Werk, allerdings ist die erste Uhr bzw. Werk hier in der recht seltenen Chronometerversion verbaut (nein, die Uhr kann und will ich nicht selbst auf machen) und überdies verfügt sie noch über das ebenfalls rare Gehäuse in 37mm, meistens findet man die Uhr in (Gold-)Gehäusen mit rund 34mm:



In diesen Uhren ist das gleiche Werk, allerdings in der „non-chronometer“ Version zu finden:




Longines Cal. 431:


bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Longines 431

Aus der Optik der Zeit auch noch ein Schnellschwingerwerk, welches die angeblichen Hauptnachteile der „grossen“ Schnellschwinger zu vermeiden versuchte (erhöhter Verschleiss, was sich gemäss Ranfft aber nicht bestätigen lässt und verminderte Gangreserve), ebenfalls verbaut unter der Modellbezeichnung „ultra-chron“:



Das Werk Longines Cal. 6651:




bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Longines 6651
 
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Eine weitere Firma, die Schnellschwinger Werke verbaute (die wohl in einer Gemeinschaftszusammenarbeit FL, GP, Zodiac und Eberhard entwickelt worden sind) war FL.

Das Modell nennt sich Sea Raider 36000



Die Schnellschwingerwerke bei Favre Leuba waren die Cal. 1162, 1165 und 1165, nachfolgend das 11164:

 
Käfer

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Als weiterer Vertreter der Schellschwingergilde soll für Zodiac das Model Astropraphic SST stehen:



Hier der Link zur Kaliberfamilie, in der obigen Uhr dürfte das Cal 78 ticken:

bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Zodiac 70
 
Käfer

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Und jetzt seid Ihr an der Reihe, es gibt da schliesslich noch so einiges – ich denke da in die ETAs u.a. in den UNs, die Seikos etc.

Ich bin gespannt, was da noch so kommt ;-).
 
ralroh

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Hallo Käfer!

Was ist denn der Unterschied zwischen einem Schnellschwingerwerk und einer Standart-Automatik? Gibt es da Bezüge zu Stimmgabel-Werken?

thx,
Ralf
 
ralroh

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Ich kombiniere: ein Schnellschwingerwerk ist ein Automatikwerk mit hoher Schwingung. Also mehr als 28800?
 
Käfer

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Die Schlagzahl, Schnellschwinger schwingen mit 36000 A/H = 5 Herz, damals, als diese schnellen Werke entwickelt wurden, schwangen viele Werke noch mit 18 000 A/H = 2,5 herz oder mit 21 800 A/H = 3 Herz. Heute sind 28 800 A/H = 4 Herz üblich, siehe dazu als Bsp. das ETA 2824-2 bidfun-db Archiv: Uhrwerke: ETA 2824-2 .

Diese Schnellschwinger waren wohl auch ein - vergeblicher - Versuch, den aufkommenen Quarzwerken paroli zu bieten. Denn je schneller das Werk bzw. höher die herzzahl, desto genauer sollte das Werk gehen, theoretisch. Aber die schnellen Werke büssen die theoretischen Vorteile durch praktische Nachteile wieder ein, so dass sich die moderaten 4 Herz als wohl optimaler Kompromiss etabliert haben. Zwar sind z.Zt Versuche mit noch höheren Schlagzahlen im Zun und auch im Verkauf, ob sich die aber Durchsetzen werden...??? Vielleicht bringen neue Materialien die entscheidenden Fortschritte, man wird sehen.
 
ralroh

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Die Schlagzahl, Schnellschwinger schwingen mit 36000 A/H = 5 Herz, damals, als diese schnellen Werke entwickelt wurden, schwangen viele Werke noch mit 18 000 A/H = 2,5 herz oder mit 21 800 A/H = 3 Herz. Heute sind 28 800 A/H = 4 Herz üblich, siehe dazu als Bsp. das ETA 2824-2 bidfun-db Archiv: Uhrwerke: ETA 2824-2 .
Danke, das ist interessant zu wissen.

Kann man solche Werte mit bspw. 300HZ Stimmgabelwerken vergleichen? Der Größenunterschied erscheint ja etwas suspekt. Und da wir ja gerade bei Schnellschwingern sind, worin liegt bspw. der Unterschied zwischen diesen Stimmgabelwerken und elektro-mechanischen Uhren?

P.S.: Wie schnell schwingt denn ein Quarzer?

Gruß,
Ralf
 
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apple1984

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Guter Threadtitel - darüber habe ich auch schon gerätselt. Bei den Geschwindigkeiten laufen die doch sehr viel schneller "trocken" als die normalen, oder? Der mechanische Verschleiß ab 28.800 ist wahrscheinlich auch nicht zu verachten. Waren die Schnellschwinger denn auf Dauer genauer als die Quarzer? Wohl nicht anzunehmen, daher in meinen Augen ein völlig falscher Ansatz, denen Paroli zu bieten.

Aber Spaß machen die trotzdem. Lausche an keiner meiner Uhren mehr als an der Zenith Defy - das ist schon atemberaubend. Und ein schönes Automatikwerk ist es auch noch.
Hier ist die Defy mit ETA 2832 und 36.000 A/h.
 

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purpur73

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Bei den Vintage Schnellschwingern,dürfen die Glashütte Spezichron Kaliber,mit 28800A/H natürlich nicht fehlen:-)
 

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